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Was hat Schwedenrot mit Kupfer zu tun?

Schweden-Rot ist der typische Farbton, mit dem Holzhäuser in Schweden assoziiert werden. Die Faluner Farbe, auch „Falu Rödfärg“, hat ihren Namen aus dem Kupferbergwerk Falun, in dem sie als Nebenprodukt entstand. Das kupferarme Erz enthält neben Kupfer eine seltene Zusammensetzung aus Eisenocker, Kieselsäure und Zink. Aufgrund des darin enthaltenen Eisenvitriols ist es hochkonservierend. Der mehr als tausend Jahre bestehende Bergwerksbetrieb Falun war damals wichtigster industrieller Arbeitgeber Schwedens. 2001 wurde das Bergwerk und die Bergmannssiedlung von der UNO zum Welterbe erklärt.

Schon Mitte des 16. Jahrhunderts wurde die rote Schlammfarbe verwendet, um das Aussehen holländischer Backsteinbauten zu immitieren. Das Pigment war damals den höheren Ständen vorbehalten und sollte Wohlstand und Reichtum widerspiegeln.

Im 17. Jahrhundert wurde es durch die ländlichen Herren- und Kirchhöfe in ganz Schweden und Finnland verbreitet. Ab dem 18. Jahrhundert war das Erzerdpigment in allen Gesellschaftsschichten beliebt.

Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich „Falu Rödfärg“ zu Schwedens Nationalfarbe und ist auch heute noch die traditionelle Farbe für alle Hausbauten im Land.

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