Histolith Restauriermörtel

Schnell erhärtender Steinersatzmörtel

Verwendungszweck

Histolith® Restauriermörtel eignet sich zur Ausbesserung von Naturwerksteinen und Ziegeln sowie zur Reprofilierung von Stuckelementen aus Beton oder Zementmörtel.

Eigenschaften

  • mineralische Zusammensetzung
  • frostbeständig
  • sehr gute Verarbeitbarkeit
  • schnell erhärtend
  • Festmörtelrohdichte 28 d: ca. 1900 kg/m³
  • Druckfestigkeit 28 d: ca. 30 N/mm²
  • Biegezugfestigkeit 28 d: ca. 8 N/mm²
  • Haftzugfestigkeit 28 d  >1,5 N/mm²
  • Größtkorn: 1 mm

Materialbasis

Mineralische hydraulisch erhärtende Bindemittel und mineralische Zuschläge.

Verpackung/Gebindegrößen

  • 10 kg

Farbtöne

Hellgrau, mit max. 10 % Histolith Volltonfarben SI abtönbar.
Weiterhin mit kalkbeständigen Pigmenten und Abtönkonzentraten. Die Pigmentverträglichkeit ist anhand einer Probe zu ermitteln.

Lagerung

Trocken, mind. 6 Monate ab Herstelldatum, 6 Monate chromatarm.

Eignung gemäß Technischer Information Nr. 606 Definition der Einsatzbereiche

innen 1 innen 2 innen 3 außen 1 außen 2
+ + + + +
(–) nicht geeignet / (○) bedingt geeignet / (+) geeignet

Geeignete Untergründe

Die Untergründe müssen, fest, tragfähig, frei von Verschmutzungen, trennenden Substanzen und trocken sein.

Natursteine (Sandsteine, Kalksteine), Ziegel, Stuck aus Zementmörtel oder Beton:

Verwitterte Schichten abstemmen, dabei die Randzone der Ausbesserungsstelle im Winkel von 45–60° abschrägen. Die Randzone der Mörtelantragung darf nicht auf Null auslaufen.
Vor der Reprofillierung von stark auskragenden oder hängenden Bauteilen zuvor eine geeignete Armierung (z.B. nichtrostende Stahldrähte) mit Dübeln am Untergrund befestigen.
An der Oberfläche absandende Steine vor dem Mörtelantrag mit Histolith® Steinfestiger festigen.

Materialzubereitung

Histolith® Restauriermörtel mit sauberem Wasser ca. 2 Minuten mit elektrischem Rührwerkzeug (max. 400 U/Min.) anmischen.
Wasserbedarf ca. 20 Vol.-%.
Verarbeitungszeit: ca. 20 Minuten bei 20 °C, tiefere oder höhere Temperaturen verlän­gern bzw. verkürzen die Verarbeit­barkeit entsprechend.

Auftragsverfahren

Untergrund vornässen. Histolith® Restau­rier­mörtel in den matt­feuchten Untergrund zu­nächst dünn vor­arbeiten. Anschließend das Material mit Kelle oder Spachtel festverdichtend ein­bauen. Besonders tiefe Ausbruch­stellen lagenweise auffüllen.
Mindestschichtdicke: 5 mm.
Max. Schichtdicke je Arbeitsgang: 40 mm.

Bearbeitung der Oberfläche:
Die Strukturierung der Reparaturstelle mit Spachtel, Glättkelle, Schwammbrett oder anderem geeigneten Werkzeug erfolgt am besten während der Erstarrungsphase des Mörtels.
Der richtige Zeitpunkt hängt stark von der Umgebungstemperatur ab und sollte daher vorab versuchsweise ermittelt werden.

Verbrauch

Ca. 1600 g/m²/mm Schichtdicke (Trocken­material).

Verarbeitungsbedingungen

Temperatur bei der Verarbeitung:
+5 °C bis +30 °C für Untergrund und Umluft.

Trocknung/Trockenzeit

Bei 20 °C und 65 % rel. Luftfeuchte nach 24 Stunden oberflächentrocken und über­streich­bar.
Bei niedriger Temperatur oder höherer Luftfeuchte verlängert sich die Trockenzeit.
Vor dem Überstreichen muß die Helltrocknung auf jeden Fall erreicht sein.

Werkzeugreinigung

Sofort nach Gebrauch mit Wasser.

Hinweis

Schnelles Austrocknen infolge Sonnen­ein­strah­lung, hoher Temperaturen oder Wind durch geeignete Nachbehandlung oder Maß­­nahmen verhindern.

Beschichtung:
Für die Beschichtung sind nur hoch wasserdampfdurchlässige Beschichtungsstoffe geeignet. Empfohlen werden Histolith®/Sylitol-Dispersionssilikatfarben oder Amphi­Silan-Siliconharzfarbe.

Abdeckmaßnahmen:
Die Umgebung von angrenzenden Flächen sorgfältig abdecken, betrifft insbesondere Glas, Keramik, Lackierungen, Klinker, Natur­steine, Metall und Holz.

Gefahrenhinweise/Sicherheitsratschläge (Stand bei Drucklegung)

Nur für die gewerbliche Verarbeitung bestimmtes Produkt.
Verursacht Hautreizungen. Verursacht schwere Augenschäden. Kann die Atemwege reizen. Dampf/Aerosol nicht einatmen. Nicht in die Augen, auf die Haut oder auf die Kleidung gelangen lassen. Vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung verwenden. Freisetzung in die Umwelt vermeiden. BEI VERSCHLUCKEN: Sofort ärztlichen Rat einholen/ ärztliche Hilfe hinzuziehen. BEI KONTAKT MIT DER HAUT: Mit viel Wasser und Seife waschen.

Entsorgung

Nur restentleerte Gebinde zum Recycling geben. Ausgehärtete Materialreste als gemischte Bau- und Abbruchabfälle ent­sorgen.

Giscode

ZP 1

Nähere Angaben

Siehe Sicherheitsdatenblatt.

KundenServiceCenter

Tel.: 0 61 54 / 71 17 10
Fax: 0 61 54 / 71 17 11
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