Capalac Holz-Imprägniergrund

Farblose Holzschutzgrundierung auf Naturölbasis
bläuewidrig - fäulniswidrig
lösemittelhaltig - für außen.

Verwendungszweck

Imprägnierung mit ausgezeichneter Schutz­wirkung gegen holzverfärbende Pilze (Bläue­schutzmittel). Verfestigende Wirkung. Für Fenster, Außentüren, Verbretterungen, Zäune, Blockhäuser etc. Auch für Außen­fenster und Hauseingangstüren innen zulässig.
Capalac Holz-Imprägnier­grund dient dem Schutz statisch nicht beanspruchter Hölzer ohne Erdkontakt im Außenbereich vor Fäulnis und Bläue.  

Eigenschaften

  • kurze Trocknungszeiten
  • feuchtigkeitsregulierend
  • ausgezeichnetes Eindringvermögen
  • haftvermittelnd für nachfolgende Anstriche
  • wirkt gegen Bläuepilzbefall
  • wirkt gegen Fäulnispilzbefall

Materialbasis

Aromatenarmes Alkydharz
Produktart: Holzschutzmittel (PA 8)
Reg.-Nr.(BauA): N-40497
Wirkstoffgehalt: 11,5g/Ltr. IPBC und 3,7g/Ltr. Propiconazol

Verpackung/Gebindegrößen

1 l, 2,5 l, 10 l

Farbtöne

Farblos

Dichte

ca. 0,82 g/cm3

Eignung gemäß Technischer Information Nr. 606 Definition der Einsatzbereiche

innen 1 innen 2 innen 3 außen 1 außen 2
+ +
(–) nicht geeignet / (○) bedingt geeignet / (+) geeignet

Geeignete Untergründe

Unbeschichtete, saugfähige Holzflächen.
Der Untergrund muß sauber, tragfähig, trocken und frei von trennenden Substanzen sein. Die Holzfeuchte darf bei maßhaltigen Holz­bauteilen 13 % und bei begrenzt und nicht maßhaltigen Holzbauteilen 15 % nicht über­schreiten. Capalac Holz-Imprägniergrund ist nur dort anzuwen­den, wo der Schutz des Holzes erforderlich ist.
Die Grundsätze des kon­struk­­tiven Holz­schutzes sind zu beachten. Diese sind Vor­aussetzung für einen dauer­haften Holz­schutz mit Beschichtungsstoffen (siehe auch BFS-Merkblatt 18).

Bei Holzinhaltsstoffreichen Hölzern wie z.B. Lärche, Eiche, diversen Tropenhölzern oder anderen Laubhölzern kann es zu Trocknungsverzögerung kommen. Holzinhaltsstoffe sind im wesentlichen Gerbstoffe, Farbstoffe oder auch Öle/Wachse und Harze.

Untergrundvorbereitung

Neue Holzbauteile:
Holzoberflächen in Faserrichtung schleifen, gründlich reinigen und austretende Holz­inhaltsstoffe wie
z.B. Harze und Harzgallen entfernen. Scharfe Kanten abrunden.

Altes Holz unbehandelt:
Vergraute, verwitterte Holzoberflächen bis auf das gesunde, tragfähige Holz abschleifen und gründlich reinigen. Scharfe Kanten abrunden.

Auftragsverfahren

Verarbeitung:
Capalac Holz-Imprägniergrund durch Tauchen oder Streichen aufbringen. 

Beschichtungsaufbau

Untergrund Einsatz Untergrund-
vorbereitung
Imprägnierung Grundierung Zwischenbeschichtung Schlußbeschichtung
bläuegefährdete
Holzbauteile
außen BFS Nr. 18 Capalac Holz-Imprägniergrund Capalac GrundierWeiß oder 
Capalac BaseTop oder
Capalac Venti
Capalac GrundierWeiß oder
Capalac BaseTop oder
Capalac Venti
Capalac Weiß- oder Buntlacke, Capalac BaseTop oder
Capalac Venti

Verbrauch

ca. 70-100 ml/m², je nach Saugfähigkeit
Mindestaufbringmenge 80-100 ml/m².
Zur Sicherung der Holz­­schutzwirkung muß das Einhalten dieses Wertes angestrebt werden.
Exakte Ver­brauchs­werte sind nur durch vorherige Probe­­beschichtungen zu ermitteln.

Verarbeitungsbedingungen

Material-, Umluft- und Untergrundtemperatur:
Mind. 5 °C

Trocknung/Trockenzeit

Bei 20 °C und 65 % relativer Luftfeuchtigkeit nach ca. 5 Stunden grifffest. Überstreichbar mit lösemittelhaltigen Produkten frühestens nach 12 Stunden. Bei niedrigeren Temperaturen und höherer Luftfeuchtigkeit verzögern sich die Trock­nungs­zeiten. Bei Hölzern mit Holzinhalts­stoffen, insbesondere Tropenhölzern, kann es zu Trocknungsverzögerungen kommen.

Werkzeugreinigung

Nach Gebrauch mit Testbenzin bzw. Terpentinersatz.

Gefahrenhinweise/Sicherheitsratschläge (Stand bei Drucklegung)

Nur für gewerbliche Verarbeitung bestimmtes Produkt.
Kann bei Verschlucken und Eindringen in die Atemwege tödlich sein. Kann allergische Hautreaktionen verursachen. Schädlich für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung. Wiederholter Kontakt kann zu spröder oder rissiger Haut führen. Dampf/Aerosol nicht einatmen. Kontaminierte Arbeitskleidung nicht außerhalb des Arbeitsplatzes tragen. Freisetzung in die Umwelt vermeiden. Vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung verwenden. Kontaminierte Kleidung vor erneutem Tragen waschen. Inhalt/ Behälter einer anerkannten Abfallentsorgungsanlage zuführen.

Allgemeine Warnhinweise: Holzschutzmittel enthalten biozide Wirkstoffe zum Schutz des Holzes vor tierischen und/oder pflanzlichen Schädlingen. Bitte deshalb nur nach Gebrauchsanweisung und nur dort verwenden, wo der Schutz des Holzes erforderlich ist. Missbrauch kann zu Gesundheits- und Umweltschäden führen. Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen. Von Nahrungsmitteln, Getränken und Futtermitteln fernhalten. Während der Arbeit nicht essen, trinken, rauchen. Das Holzschutzmittel ist nicht anzuwenden bei Holz, welches bestimmungsgemäß in direkten Kontakt mit Lebens- oder Futtermitteln kommt. Ebenso Bienenhäuser, Gewächshäuser (innen) und Sauna-Anlagen (innen) nicht damit behandeln. Pflanzen zurückbinden und nicht benetzen. Im Innenbereich nicht verwenden. Nicht bei offenem Licht und offenem Feuer arbeiten. Bei der Lagerung und Verarbeitung von Holzschutzmitteln die gesetzlichen Bestimmungen über die Reinhaltung von Grund- und Oberflächenwasser sowie der Luft beachten. Nur in Originalgebinden lagern! Gebinde nach Gebrauch dicht verschließen! Das Produkt ist giftig für Fische und Fischnährtiere. Nicht in Oberflächengewässer oder Kanalisation gelangen lassen. Nicht bei Temperaturen unter + 5°C oder über + 30°C lagern.

Entsorgung

Nur restentleertes Gebinde zum Recycling geben. Gebinde mit Resten bei einer Sammel­stelle für Altlacke abgeben. Abfallschlüssel nach EAK und AVV: 030205 andere Holzschutzmittel die gefährliche Stoffe enthalten.

EU-Grenzwert für den VOC-Gehalt

dieses Produktes (Kat. A/h): 750 g/l (2010). Dieses Produkt enthält max. 750 g/l VOC.

Produkt-Code Farben und Lacke

HSM-LV20

Nähere Angaben

Siehe Sicherheitsdaten­blatt.

KundenServiceCenter

Tel.: 0 61 54 / 71 17 10
Fax: 0 61 54 / 71 17 11
E-Mail:  kundenservicecenter@caparol.de

Holzschutz unter extremen Bedingungen