Disbopur 458 PU-AquaSiegel

Transparentes, wässriges 2K-Polyurethanharz zur matten Versiegelung von harten und zähharten PUR- und EP-Beschichtungen im Innenbereich. Emissionsminimiert, TÜV-schadstoffgeprüft und -überwacht.

Verwendungszweck

Durch die emissionsminimierte, schadstoffgeprüfte und -überwachte Formulierung besonders geeignet für alle "sensiblen" Bereiche wie z.B. Aufenthaltsräume, Krankenhäuser, Kindergärten und -tagesstätten, Schulen usw.
Zur matten Versiegelung harter und zähharter PUR- und EP-Beschichtun­gen im Innen­bereich mit geringen Beanspruchungen.
Bestandteil der Disboxid StoneColor-Systeme für innen und außen.
Zusätzliche Deckversiegelung bei dem Disboxid MultiColor-System innen sowie dem Disboxid ArteFloor-System zur Erzielung einer matten Oberfläche.
In Verbindung mit Disbon 947 Slide­Stop Fine zur Erhöhung der Trittsicherheit.
An Wandflächen als Schutzversiegelung für Caparol-SeidenLatex ELF und Caparol Latex Satin 20.

Eigenschaften

  • emissionsminimiert
  • schadstoffgeprüft und -überwacht
  • zugelassen vom Deutschen Institut für Bautechnik
  • erhöht die Kratzfestigkeit von harten und zähharten PUR- und EP-Beschich­tungen
  • gut UV- und chemikalienbeständig
  • Reduziert die Lichtreflexion von glänzenden Beschichtungen
  • Schutzversiegelung für abgechipste Bodenbeschichtungen

Geprüft und zugelassen nach den AgBB-Prüfkriterien für VOC-Emissionen aus innenraumrelevanten Bauprodukten. Das Bewertungs­sche­ma des AgBB (Ausschuß zur ge­sund­heit­lichen Bewertung von Bauprodukten) wurde von den Umwelt- und Gesund­heits­behörden für die Verwendung von Baumaterialien in sensiblen Bereichen wie z.B. Aufenthaltsräumen abgeleitet.

Materialbasis

Wässrige 2K-Polyurethan-Dispersion.

Verpackung/Gebindegrößen

4 kg Kunststoff-Kombi-Gebinde

Farbtöne

Transparent

Organische Farbstoffe (z.B. in Kaffee, Rot­wein oder Blättern) sowie verschiedene Chemikalien
(z.B. Desinfektionsmittel, Säu­ren u.a.) können zu Farbtonverände­run­gen führen.
Schleifende Beanspru­chungen können zum Verkratzen der Oberfläche führen. Die Funktionsfähigkeit wird nicht beeinflußt.

Glanzgrad

Matt

Lagerung

Kühl, trocken, frostfreI
Originalverschlos­se­nes Gebinde mindestens 9 Monate lagerstabil. Bei tieferen Temperaturen den Werk­stoff vor der Ver­arbeitung bei 20 °C lagern.

Dichte

ca. 1,05 g/cm3

Trockenschichtdicke

ca. 44 µm/100 g/m2

Abrieb nach Taber (CS 10/1000 U/1000 g)

17 mg/30 cm2

Chemikalienbeständigkeit

Chemikalienbeständigkeitstabelle in Anlehnung an DIN EN ISO 2812-3:2007 bei 20 °C
7 Tage
Prüfgruppen nach den Bau- und
Prüfgrundsätzen des DIBt, Berlin

Gruppe 1: Ottokraftstoffe +
Gruppe 3:
Heizöl EL (nach DIN 51 603-1)
+
Gruppe 4: alle Kohlenwasserstoffe +
Gruppe 7b:
Biodiesel (nach DIN EN 14214)
+
Gruppe 8: wässrige Lösungen
aliphatischer Aldehyde bis 40%
+
Gruppe 9: wässrige Lösungen
anorganischer Säuren (Carbon-
säuren) bis 10%
+ (V)
Gruppe 10: Mineralsäuren bis 20% +
Gruppe 11: anorganische Laugen +
Gruppe 14: wässrige Lösungen
organischer Tenside
+
Skydrol +
Zitronensäure 10 % +
Eisen III Chloridlösung, gesättigt +
Phosphorsäure 85 % +
Xylol +
Ammoniak 25 % +
Cola +
Kaffee + (V)
Rotwein + (V)
Ethanol 40 % +
Ethanol 96 % +
Dest. Wasser +
Testbenzin (Terpentinersatz) +
Salzsäure 10 % +
Salzsäure 30 % + (V)
Zeichenerklärung: + = beständig, V = Verfärbung

Geeignete Untergründe

Festhaftende, harte bis zähharte PUR- und EP-Beschichtungen und -Beläge mit eingestreuten Chips sowie die Disboxid Multi­Color-, StoneColor- und ArteFloor-Syste­me.
Der Untergrund muß trocken, tragfä­hig, formstabil, fest, frei von losen Teilen, Staub, Ölen, Fetten, Gummiabrieb und sonstigen trennend wirkenden Sub­stanzen sein.

Auf Wandflächen auch auf Caparol-SeidenLatex ELF und Caparol Latex Satin 20 bei hellen Farbtönen mit einem Hellbezugswert von ca. 100 – 60. Auf Capaver® Glasgewebe werden besonders robuste Oberflächen erreicht. Der Einsatz auf Glasgewebe anderer Hersteller kann zur leichten Vergilbung führen.
Nicht auf saugfähigen Untergründen wie z.B. Beton, Estrich oder Holz einsetzen.

Untergrundvorbereitung

Untergrund durch geeignete Maßnahmen wie z.B. gründliches Abkehren und Ab­sau­gen (insbesondere bei abgechipsten Flä­chen) so vorbereiten, daß er die aufgeführten Anforde­rungen erfüllt. Ggf. die Flächen zusätzlich mit Microfasertüchern oder Staubbindetüchern entstauben.

Neu aufgetragene Reaktionsharz-Be­schich­­­tungen am nächsten Tag versiegeln. Bei längeren Wartezeiten muß die Be­schichtung an­geschliffen werden.

Altbeschichtungen sind so anzuschleifen, dass eine matte Oberfläche entsteht (Weißbruch). Kei­ne groben Schleifmittel verwenden, um Kratzer zu vermeiden. Kratzer und Unebenheiten im Untergrund werden mit der Versiegelung nicht egalisiert.

Materialzubereitung

Härter der Grundmasse zugeben. Mit langsam laufendem Rührwerk (max. 400 U/ min.) intensiv mischen, bis ein schlierenfreier und gleichmäßiger Farbton entsteht. In ein anderes Gefäß umfüllen und nochmals gründlich mischen.

Mischungsverhältnis

Grundmasse : Härter = 5 : 1 Gewichtsteile

Auftragsverfahren

Das Material kann gestrichen oder gerollt werden (mit texturiertem Poyamid-Roller, z.B. Rotanyl Maler-Walze 8 mm, Florhöhe 11 mm, Fa. Rotaplast).
Für eine gleichmäßige Optik immer frisch in frisch arbeiten. Beim Rollen des Materials ist darauf zu achten, daß in gleichmäßigen Bahnen gearbeitet wird, um Rollspuren zu vermeiden.

Beschichtungsaufbau

Glatte Oberfläche
Das Material einfach gleichmäßig im Kreuz­gang dünnschichtig auftragen. Zusammen­hängende Flächen in einem Zug versiegeln, um sichtbare Ansätze zu vermeiden.

Rutschhemmende Oberfläche
Dem Ma­terial 2–3 Gew.-% Disbon 947 SlideStop Fine zufügen, gründlich untermischen und wie unter Glatte Oberfläche beschrieben versiegeln. Material im Gebinde zwi­schendurch aufrühren.

Verbrauch

Glatte Oberfläche
Disbopur 458 PU-AquaSiegel 80–120 g/m2
je Arbeitsgang
Rutschhemmende Oberfläche
Disbopur 458 U-AquaSiegel 
Disbon 947 SlideStop Fine
ca. 130 g/m2
ca. 4 g/m2

Für eine porenfreie Ver­siegelung empfehlen wir bei einen zweifachen Materialauftrag. Exakte Verbrauchswerte durch Muster­le­gung am Objekt ermitteln.

Verarbeitbarkeitsdauer

Bei 20 °C und 60 % relativer Luftfeuchtig­keit ca. 90 Minuten. Höhere Temperaturen verkürzen, niedrigere verlängern die Topf­zeit.
Hinweis: Das Ende der Topfzeit ist op­tisch nicht erkennbar. Ein Überschreiten führt zu Glanzgradveränderungen sowie zu niedrigeren Festigkeiten und Haf­tungs­verlusten mit dem Untergrund. Bei ungleichmäßigem Materialauftrag sind Glanzunterschiede sowie Spuren im Streif­licht unvermeidlich, insbesondere bei sehr dunklen Farbtönen. Zu große Schichtdicken (Mehrverbrauch > 200 g/m2) vermeiden, sonst entsteht eine Reaktionsblasenbildung im Be­schich­­tungsfilm. Während der Trock­nungs- und Erhärtungsphase für gute Be- und Entlüf­tung sorgen.

Verarbeitungsbedingungen

Produkt nicht unter 10 °C oder unterhalb der Taupunkttemperatur verarbeiten, da sonst dauerhaft weiße Verfärbungen auftreten.
Werkstoff-, Umluft- und Unter­grund­­temperatur mind. 10 °C, max. 25 °C.
Die relative Luftfeuchtigkeit darf 80 % nicht überschreiten. Die Untergrundtempe­ratur sollte immer mindestens 3 °C über der Taupunkttemperatur liegen.

Trocknung/Trockenzeit

Bei 20 °C und 60 % relativer Luftfeuchtig­keit nach ca. 1 Tag begeh-/überarbeitbar, nach ca. 7 Tagen vollständig mechanisch und chemisch belastbar. Bei niedrigen Temperaturen entsprechend länger.

Werkzeugreinigung

Sofort nach Gebrauch und bei längeren Arbeitsunterbrechungen mit Wasser oder warmen Seifenwasser.

Gutachten

Aktuelle Gutachten auf Anfrage.

Gefahrenhinweise/Sicherheitsratschläge (Stand bei Drucklegung)

Nur für gewerbliche Verarbeitung be­stimm­tes Produkt.

Härter: Kann allergische Hautreaktionen verursachen. Gesundheitsschädlich bei Einatmen. Kann die Atemwege reizen. Freisetzung in die Umwelt vermeiden. Vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung verwenden. Nur im Freien oder in gut belüfteten Räumen verwenden.  BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser und Seife waschen. BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. BEI VERSCHLUCKEN: Sofort ärztliche Hilfe hinzuziehen.

Bitte beachten (Stand bei Drucklegung)

Grundmasse:  Bei Gebrauch nicht essen, trinken oder rauchen. Freisetzung in die Umwelt vermeiden. BEI KONTAKT MIT DER HAUT: Mit viel Wasser und Seife waschen.

Entsorgung

Nur restentleerte Gebinde zum Recycling geben. Materialreste: Grundmasse mit Härter aushärten lassen und als Farbabfälle entsorgen.

EU-Grenzwert für den VOC-Gehalt

dieses Produktes (Kat. A/j): 140 g/l (2010). Dieses Produkt enthält max. 20 g/l VOC.

Giscode

PU 10

Nähere Angaben

Siehe Sicherheitsdatenblätter.
Bei der Verarbeitung des Materials sind die Bautenschutz-Verarbeitungshinweise sowie die Reinigungs- und Pflegehinweise für Fußböden zu beachten.

CE-Kennzeichung

ce-logo
Disbon GmbH
Roßdörfer Straße 50, D-64372 Ober-Ramstadt

08

DIS-458-005657 EN 13813:2002
Kunstharzestrich/Kunstharzbeschichtung für die Anwendung in Innenräumen
EN 13813:SR-Efl-B1,5-AR1-IR4
Brandverhalten Efl
Freisetzung korrosiver Substanzen SR
Wasserdurchlässigkeit NPD
Verschleißwiderstand ≤ AR1
Haftzugfestigkeit ≥ B1,5
Schlagfestigkeit ≥ IR4


EN 13813

Die EN 13813 "Estrichmörtel, Estrichmassen und Estriche – Estrichmörtel und Estrichmassen – Eigenschaften und An­forderungen" legt Anforderungen an Estrichmörtel fest, die für Fußbodenkonstruktionen in Innenräumen eingesetzt werden. Kunstharzbeschichtungen und -versiegelungen werden auch von dieser Norm erfasst.

Produkte, die o.g. Norm entsprechen, sind mit dem CE-Kennzeichen zu versehen. Die Kennzeichnung erfolgt auf dem Gebinde sowie im Anhang der Leistungserklärung gemäß BauPVO, die im Internet unter www.disbon.de abgerufen werden kann.

Technische Beratung

Alle in der Praxis vorkommenden Untergründe und deren Bearbeitung können in dieser Druckschrift nicht abgehandelt werden.
Sollen Untergründe bearbeitet werden, die in dieser Technischen Information nicht aufgeführt sind, ist es erforderlich, mit uns oder unseren Außendienstmitarbeitern Rücksprache zu hal­ten. Wir sind gerne bereit, Sie detailliert und objektbezogen zu beraten.

KundenServiceCenter

Tel.: 0 61 54 / 71 17 10
Fax: 0 61 54 / 71 17 11
E-Mail:  kundenservicecenter@caparol.de

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