Capadecor Metallocryl Exterior

Seidenglänzende Dispersionsfarbe mit metallischer Optik für außen.

Verwendungszweck

Capadecor Metallocryl Exterior ist eine seidenglänzende Dispersionsfarbe mit Metall­effekt für hochwertige, wetterbeständige Effekt­beschichtungen im Außenbereich (nicht für Wärmedämm-Verbundsysteme).

Eigenschaften

  • Ausgeprägter Metallic-Effekt
  • Wasserverdünnbar, umweltschonend und geruchsarm
  • Wetterbeständig und filmkonserviert geschützt gegen Algen- und Pilzbefall

Materialbasis

Kunststoffdispersion nach DIN 55945.

Verpackung/Gebindegrößen

5 l, 10 l

Farbtöne

Abtönbasis: Metallisch silber

Metallocryl Exterior ist nur abgetönt verarbeitbar!

Die Abtönung des Materials muss zwingend nach der ColorExpress-Kollektion "CD-Metallocryl" erfolgen, da es sonst zu Farbtonverschiebungen kommen kann.
Gleiches gilt auch für die Zwischenbeschichtung mit Amphibolin im dafür vorgesehenen Farbton.

Durch ihren metallischen Charakter können die Farbtöne von den Originalfarbtönen abweichen. Aus diesem Grund empfehlen wir das Anlegen von Musterflächen vor Ort.

Glanzgrad

Seidenglänzend

Lagerung

Kühl, aber frostfrei.

Dichte

ca. 1,15 g/cm3

Ergänzungsprodukte

  • Amphibolin

Eignung gemäß Technischer Information Nr. 606 Definition der Einsatzbereiche

innen 1 innen 2 innen 3 außen 1 außen 2
+ +
(–) nicht geeignet / (○) bedingt geeignet / (+) geeignet

Geeignete Untergründe

Die Untergründe müssen tragfähig, frei von Verschmutzungen, trennenden Substanzen und trocken sein. VOB, Teil C, DIN 18363, Abs. 3 beachten.

Untergründe

Die Art der Untergrundvorbereitung ist abhängig vom vorliegenden Untergrund und dessen Beschaffenheit. Bitte hierzu die Technische Information Amphibolin beachten.

Nicht geeignet auf Untergründen wie WDVS, KS-Steinen und neuen plastoelastischen Beschich­tungen.

Für Metallfassaden empfehlen wir Capalac Effektlack oder Capalac Dickschichtlack.

Untergrundvorbereitung

Putze der Mörtelgruppen PII u. PIII/Mindestdruckfestigkeit
nach DIN EN 998-1 mit mind. 1,5 N/mm²:

Neue Putze sind nach ausreichender Standzeit, in der Regel nach 2 Wochen bei ca. 20 °C und 65 % rel. Luftfeuchtigkeit, beschichtbar. Bei ungünstigeren Wetterbedingungen, z.B. beeinflußt durch Wind oder Regen, müssen deutlich längere Standzeiten eingehalten werden. Durch eine zusätzliche Grundbeschichtung mit CapaGrund Universal vermindert sich das Risiko von Kalkausblühungen bei alkalischen Oberputzen der Putzgruppen PII bzw. PIII, so dass bereits nach einer Standzeit von 7 Tagen beschichtet werden kann.

Alte Putze: Nachputzstellen müssen gut abgebunden und ausgetrocknet sein. Auf grob porösen, saugenden, leicht sandenden Putzen ein Grundanstrich mit OptiGrund E.L.F bzw. CapaSol LF. Auf stark sandenden, ­mehlenden Putzen ein Grundanstrich mit Dupa-grund.

Beton: Betonflächen mit Schmutzablagerungen oder Mehlkornschicht mechanisch oder durch Druck­­wasserstrahlen unter Beachtung der gesetz­lichen Vorschriften reinigen. Auf schwach saugenden bzw. glatten Flächen ein Grundanstrich mit Amphibolin, max. 5 % mit Wasser verdünnt. Auf stark saugenden Flächen ein Grund­an­strich mit OptiGrund E.L.F. bzw. CapaSol LF. Auf mehlenden Flächen ein Grund­anstrich mit Dupa-grund.


Faserzementplatten mit und ohne Asbestfasern:
BFS-Merkblatt Nr. 14 beachten. Bei asbestfaserhaltigen Platten TRGS 519 einhalten. Grundbeschichtung entsprechend unserer Technischen Information Nr. 650 "Untergründe und deren Vorbehandlung". Freiverbaute Platten einschließlich der Rück­seite und der Kanten behandeln. Bei neuen, stark alkalischen Faserzement­platten zur Vermeidung von Kalkaus­­blühungen ein Grundanstrich mit Disbon 481 EP-Uniprimer aus­führen.


Zementgebundene Holzspanplatten:
Aufgrund der hohen Alkalität zementgebundener Holzspanplatten muss zur Vermeidung von Kalkausblühungen eine Grundierung mit Disbon 481 EP-Uniprimer ausgeführt werden.


Tragfähige Lack- oder Dispersionsfarben-Beschichtungen:
Glänzende Oberflächen und Lackbeschichtungen anrauhen. Verschmutzte, kreidende Altanstriche durch Druckwasserstrahlen, manuelles Abwaschen oder andere geeignete Methode unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften reinigen. Ein Grundanstrich mit Amphibolin, max. 5 % mit Wasser verdünnt.


Tragfähige, alte plasto-elastische Dispersionsfarben-Beschichtungen,
z.B. alte Cap-elast-Flächen:

Verschmutzte, kreidende Altbeschichtungen durch Druckwasserstrahlen, manuelles Abwaschen oder andere geeignete Methode unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften reinigen. Den Untergrund gut trocknen lassen. Bei Beschichtung solcher Untergründe sollte Amphibolin ausschließlich in Weiß oder hellen bis mittleren Farbtönen mit Hellbezugswerten > 60 ausgeführt werden.


Tragfähige Kunstharzputz-Beschichtungen:
Alte Putze mit geeigneter Methode reinigen. Bei Nassreinigung unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften die Flächen vor der Weiterbehandlung gut durchtrocknen lassen. Ein Grundanstrich mit Amphibolin, bis max. 5 % mit Wasser verdünnt.


Nicht tragfähige Lack-, Dispersionsfarben oder Kunstharzputz-Beschichtungen:
Restlos entfernen mit geeigneter Methode z.B. mechanisch oder durch abbeizen und nachreinigen durch Hochdruckheißwasserstrahlen unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften. Ein Grundanstrich mit Amphibolin, mit max. 5 % Wasser verdünnt. Auf stark saugenden, sandenden Flächen ein Grundanstrich mit Dupa-grund.


Nicht tragfähige, mineralische Anstriche:
Restlos entfernen durch abschleifen, abbürsten, abschaben, Druckwasserstrahlen unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften oder andere geeignete Maßnahmen. Bei Nassreinigung die Flächen vor der Weiterbehandlung gut durchtrocknen lassen. Grundanstrich mit Dupa-grund.


Holz, begrenzt und nicht maßhaltig, ungestrichen:
Bei neuem Holz Harzaustritte und Harzgallen entfernen. Fettreiche tropische Hölzer mit Nitroverdünnung abwaschen. Bei alten Hölzern sind angewitterte Schichten bis zum gesunden Holz zu entfernen. Die Holzfeuchte darf bei Laubhölzern max. 12 %, bei Nadelhölzern max. 15 % betragen. Grundanstrich mit Capalac Holz-Imprägniergrund. Bei Hölzern, die zur Verfärbung neigen, ist ein Zwischenanstrich mit Capacryl Holz-IsoGrund erforderlich. Metallocryl Exterior ist nicht blockfest und daher nicht auf Holzklappläden, Holzfenstern und Türen geeignet. Hier empfehlen wir den Capalac Effektlack. 


Verzinkte Flächen:
Reinigung der Zinkoberfläche entsprechend BFS-Merkblatt Nr. 5. Grundanstrich mit Amphibolin, mit max. 5 % Wasser verdünnt. Bei farbigen Anstrichen auf verzinkten Flächen kann es bei hoher Feuchteeinwirkung zu weißen Ausblühungen kommen. Diese sind trocken abzuwischen und mit einem zusätzlichen Anstrich zu versehen.
Alternativ kann Capalac Dickschichtlack auf Zinkflächen eingesetzt werden.


Hart-PVC:
Reinigen und anschleifen. Grundanstrich mit Amphibolin, mit max. 5 % Wasser verdünnt. BFS-Merkblatt Nr. 22 beachten.


Coil-Coating-Beschichtungen:
Mit ammoniakalischer Netzmittelwäsche reinigen. Grundanstrich mit Amphibolin. Beachten: Siliconhaltige Coil-Coating-Beschichtungen sind nicht überstreichbar. Da diese auf der Baustelle visuell nicht feststellbar sind, muss immer ein Probeanstrich mit nachfolgender Haftprüfung vorgenommen werden.


Ziegelsichtmauerwerk:
Nur frostbeständige, saugfähige Vormauersteine oder Klinker ohne Fremdeinschlüsse sind für Anstriche geeignet. Das Mauerwerk muss rissefrei verfugt, trocken und salzfrei sein. Ein Grundanstrich mit Amphibolin, bis max. 5 % mit Wasser verdünnt. Zeigen sich im Grundanstrich Braunverfärbungen, ist keine Beschichtung mit Metallocryl Exterior möglich.


WDV-Systeme:
Sind nicht zur Beschichtung mit Metallocryl Exterior geeignet. Auf WDVS-B (Polystyrol) ist alternativ eine Beschichtung mit CapaSilber oder CapaGold möglich. Siehe Technische Information Nr. 815.


Flächen mit Salzausblühungen:
Salzausblühungen trocken abbürsten und entfernen. Ein Grundanstrich mit Dupa-grund. Beim Beschichten von Flächen mit Salzausblühungen kann für die dauerhafte Haftung der Beschichtung bzw. die Unterbindung der Salzausblühungen keine Gewähr übernommen werden.


Fehlstellen:
Kleine Fehlstellen in mineralischen Untergründen mit Caparol Fassaden-Feinspachtel ausbessern. Große Fehlstellen bis 20 mm sind vorzugsweise mit Histolith-Renovierspachtel zu reparieren. Spachtelstellen nachgrundieren.

Auftragsverfahren

Metallocryl Exterior kann mit der Rolle oder der Bürste aufgetragen werden.

Beschichtungsaufbau

Gleichmäßig deckende Zwischenbeschichtung mit Amphibolin, getönt nach ColorExpress-Kollektion "CD-Metallocryl", abgestimmt auf die nachfolgende Beschichtung mit Metallocryl Exterior. 

Zwei Schlußbeschichtungen unverdünnt mit Metallocryl Exterior.

Verarbeitung:

  • Capadecor Metallocryl Exterior vor der Verarbeitung gründlich aufrühren. Das Auf­rühren während der Verarbeitung regelmäßig wiederholen.
  • Capadecor Metallocryl Exterior kann mit Pinsel oder Rolle ver­arbeitet werden.
  • Be­schneidebereiche ­und Ansätze auf unterschiedlichen Gerüstlagen sollten nass in nass nachgerollt/angearbeitet werden.
  • Für die Roll­ver­arbeitung mittelflorige Walz­werkzeuge (Florhöhe 12– max.16 mm) verwenden.
  • Materialansammlungen im Randbereich vermeiden/nachrollen,

Glatte Untergründe bis 1,5mm Körnung:
Auf glatten Untergründen bis 1,5 mm körnung muss Capadecor Metallocryl Exterior nach dem Walzauftrag nachstrukturiert werden. Dies kann je nach struktur mit einer Flächen- oder Ovalbürste im Kreuz­schlag bzw. mit der ArteTwin Kelle geschehen, um einer materialtypischen und nicht vermeidbaren Rollstreifigkeit durch das Auftragen vor zu beugen. Die erforderlichen Grundbeschichtungen sind immer in gleicher Weise zu behandeln.

Strukturierte Untergründe ab 2mm Körnung:

Ab einer Körnung von 2mm ist eine NAchstrukturierung der Fläche nicht zwingend erforderlich. Um eine möglichst gleichmäßige Ausrichtung der Iriodin-Pigmente zu gewährleisten, muß Capadecor Metallocryl Exterior gleich­mäßig auf­gebracht, quer verteilt und in eine Richtung nachgerollt werden. 


Eine Spritzverarbeitung von Metallocryl Exterior ist aufgrund der enthaltenen Wirkstoffe nicht erlaubt.

Verbrauch

Ca. 100 ml/m2 pro Arbeitsgang auf leicht strukturierten Untergründen, auf rauheren Flächen entsprechend mehr. Exakten Ver­brauch durch Probebeschichtung vor Ort ermitteln.

Verarbeitungsbedingungen

Untere Temperaturgrenze bei der Verarbeitung:
+5 °C für Umluft und Untergrund.

Trocknung/Trockenzeit

Bei 20 °C und 65 % rel. Luftfeuchte nach 4–6 Stunden oberflächentrocken und über­streich­bar.
Bei niedrigerer Temperatur und höherer Luftfeuchtigkeit verlängert sich die Trockenzeit.

Werkzeugreinigung

Sofort nach Gebrauch mit Wasser.

Hinweis

Capadecor Metallocryl Exterior ist nicht geeignet für waagerechte Flächen mit Wasserbelastung. Um die speziellen Eigen­schaften dieses Produktes zu erhalten, darf es nicht mit anderen Materialien vermischt werden.

Bei Capadecor Metallocryl Exterior handelt es sich um ein Produkt, das mit speziellen Wirk­stoffen gegen Algen- und Pilzbildung auf der Beschichtung ausgestattet ist. Dieses Depot an Wirkstoffen bietet einen langanhaltenden, zeitlich begrenzten Schutz, dessen Wirk­sam­­­keitsdauer von Objekt­be­dingungen, wie z.B. der Stärke des Befalls und der Feuchte­be­lastung, abhängt. Deshalb ist ein dauer­haftes Verhindern von Pilz- und Algen­bewuchs nicht möglich.

Gefahrenhinweise/Sicherheitsratschläge (Stand bei Drucklegung)

Schädlich für Wasserorganismen, mit längerfristiger Wirkung. Für Kinder unzugänglich aufbewahren. Bei Verschlucken sofort ärztlichen Rat einholen und Verpackung oder Etikett vorzeigen, da die Darmflora gestört werden kann. Reste nicht in die Kanalisation/Gewässer oder ins Erdreich gelangen lassen. Während der Verarbeitung und Trocknung für gründliche Belüftung sorgen. Essen, Trinken und Rauchen während des Gebrauchs des Produktes ist zu vermeiden. Bei Berührung mit den Augen oder der Haut sofort gründlich mit Wasser abspülen.

Entsorgung

Nur restentleertes Gebinde zum Recycling geben. Flüssige Materialreste bei der Sammelstelle für Altfarben/Altlacke abgeben, eingetrocknete Materialreste als Bau- und Abbruchabfälle oder als Siedlungsabfälle bzw. Hausmüll entsorgen.

Produkt-Code Farben und Lacke

M-DF02F

Deklaration der Inhaltsstoffe

Polyacrylatharz, Perlglanzpigmente (Iriodine), Silikate, Wasser, Glykolether, Additive, Konservierungsmittel (Methyl-/Benzisothiazolinon), Filmschutzmittel (Octylisothiazolinon, Terbutryn, Zinkpyrithion).

Nähere Angaben

Siehe Sicherheitsdatenblatt.

Technische Beratung

Alle in der Praxis vorkommenden Untergründe und deren anstrichtechnische Behandlung können in dieser Druckschrift nicht abgehandelt werden.
Sollen Untergründe bearbeitet werden, die in dieser Technischen Information nicht auf­geführt sind, ist es erforderlich, mit uns oder unseren Außendienst­mit­arbeitern Rück­sprache zu halten. Wir sind gerne bereit, Sie detailliert und objektbezogen zu beraten.

KundenServiceCenter

Tel.: 0 61 54 / 71 17 10
Fax: 0 61 54 / 71 17 11
E-Mail:  kundenservicecenter@caparol.de

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