Amphibolin-W

Seidenmatte E.L.F.-Reinacrylat-Fassadenfarbe mit einer Konservierung der Beschichtung gegen Befall und Schädigung durch Pilze und Algen.

Verwendungszweck

Hervorragend zur Beschichtung von Kunst­harzputzen geeignet. Mit Schutzwirkung gegen aggressive Luft­schadstoffe. Die besondere Zusammensetzung vermindert den Schreibeffekt/Weißbruch bei farbigen Beschichtungen.
Amphibolin-W ist mit einer Konservierung der Beschichtung gegen Befall und Schädi­gung durch Pilze und Algen ausgestattet.

Eigenschaften

  • nur für außen
  • emissionsminimiert und lösemittelfrei
  • verminderter Schreibeffekt/Weißbruch
  • wasserverdünnbar und geruchsarm
  • filmkonserviert geschützt gegen Algen- und Pilzbefall
  • wetterbeständig
  • alkaliresistent, daher unverseifbar
  • leichte Verarbeitung

Materialbasis

100 % Reinacrylat

Kunststoffdispersion nach DIN 55945 mit Naßadhäsionspromotor zur Erreichung optimaler Haftfestigkeit.

Farbtöne

Weiß

Mit max. 5 % AVA – Amphibolin Vollton- und Abtön­farben oder CaparolColor Vollton- und Abtönfarben (ehem. Alpinacolor) abtönbar. Bei Selbstabtönung benötigte Gesamt­menge untereinander vermischen, um Farb­ton­unter­schiede zu vermeiden. Bei Bezug von 100 Litern und mehr in einem Farbton und Auftrag auf Anfrage auch werk­seitig abgetönt lieferbar. Um evtl. Abtönfehler zu erkennen, bitte vor Verarbeitung auf Farbtonexaktheit überprüfen. Auf zusammenhängenden Flächen nur Farbtöne einer Anfertigung (Charge) verwenden.

Brillante, intensive Farbtöne weisen unter Umständen ein geringeres Deckvermögen auf. Es empfiehlt sich deshalb bei diesen Farbtönen einen vergleichbaren, deckenden, auf Weiß basierenden, pastelligen Farbton vorzustreichen. Evtl. kann ein zweiter Deck­anstrich erforderlich werden.

Farbtonbeständigkeit gemäß BFS-Merkblatt Nr. 26:

Klasse: A
Gruppe: 1–3, je nach Farbton

Glanzgrad

Seidenmatt, G2

Lagerung

Kühl, aber frostfrei.

Technische Daten

Kenndaten nach DIN EN 1062

Dichte

ca. 1,4 g/cm3

Größtkorn

< 100 µm, S1

Trockenschichtdicke

50 – 100 µm, E2

Wasserdurch­lässig­keits­rate

(w-Wert): ≤ 0,1 [kg/(m2 · h0,5)] (niedrig), W3

Wasserdampf­durch­lässig­keit (sd-Wert)

(sd-Wert): ≥ 0,14 - < 1,4 m (mittel), V2
Durch Abtönung sind Abweichungen bei den technischen Kenndaten möglich.

Geeignete Untergründe

Die Untergründe müssen frei von Verschmut­zungen, trennenden Substanzen und trocken sein. VOB, Teil C, DIN 18363, Abs. 3 beachten.

Untergrundvorbereitung

Außenflächen:

Putze der Mörtelgruppen PII u. PIII:
Neue Putze sind nach ausreichender Stand­­zeit, in der Regel nach 2 Wochen, bei ca. 20 °C und 65 % rel. Luftfeuchtigkeit, beschichtbar. Bei ungünstigeren Wetterbedingungen, z.B. beeinflußt durch Wind oder Regen, müssen ­deut­lich längere Standzeiten einge­halten ­werden. Durch eine zusätzliche Grundbeschichtung mit CapaGrund Universal vermindert sich das Risiko von Kalkausblühungen bei alkalischen Oberputzen der Putzgruppen PII bzw. PIII, so daß bereits nach einer Standzeit von 7 Tagen beschichtet werden kann.

Alte Putze: Nachputzstellen müssen gut abge­bunden und ausgetrocknet sein. Auf grob porösen, saugenden, leicht sandenden Putzen ein Grundanstrich mit OptiGrund E.L.F bzw. CapaSol LF. Auf stark sandenden, mehlenden Putzen ein Grundanstrich mit Dupa-grund. Mineralische Leichtputze der MG PII mit ThermoSan beschichten.

Beton:
Betonflächen mit Schmutzablagerungen oder Mehlkornschicht mechanisch oder durch Druck­wasserstrahlen unter Beachtung der gesetz­lichen Vorschriften reinigen. Auf schwach saugenden bzw. glatten Flächen ein Grundanstrich mit CapaGrund Universal. Auf grob porösen, leicht sandenden bzw. ­saugenden Flächen ein Grundanstrich mit OptiGrund E.L.F. Auf mehlenden Flächen ein Grundanstrich mit Dupa-grund.

Faserzementplatten mit und ohne Asbestfasern:
BFS-Merkblatt Nr. 14 beachten. Bei asbestfaserhaltigen Platten TRGS 519 einhalten. Grundbeschichtung entsprechend unserer Technischen Information Nr. 650 "Untergründe und deren Vorbehandlung". Freiverbaute Platten einschließlich der Rück­seite und der Kanten behandeln. Bei neuen, stark alkalischen Faserzement­platten zur Vermeidung von Kalkaus­­blühungen ein Grundanstrich mit Disbon 481 EP-Uniprimer aus­führen.

Zementgebundene Holzspanplatten:
Aufgrund der hohen Alkalität zement­gebun­de­ner Holzspanplatten muß zur Vermeidung von Kalk­ausblühungen eine Grundierung mit Disbon 481 EP-Uniprimer ausgeführt werden.

Ziegel-Sichtmauerwerk:
Nur frostbeständige Vormauersteine oder Klinker ohne Fremdeinschlüsse für An­striche geeignet. Das Mauerwerk muß risse­frei ver­fugt, trocken und salzfrei sein. Ein Grund­anstrich mit Dupa-grund. Zeigen sich im Zwischenanstrich Braun­­ver­färbun­gen, ist mit der wasserfreien Fassa­­­den­­­­­farbe Duparol-W weiterzuarbeiten.

Tragfähige Lack- oder Dispersions­farben-Beschichtungen:
Glänzende Oberflächen und Lackbeschich­tungen anrauhen. Verschmutzte, kreidende Altanstriche durch Druck­wasserstrahlen unter Beachtung der ge­setzlichen Vorschriften reinigen. Ein Grund­­­anstrich mit CapaGrund Universal. Bei anderer Reini­gungsart (abwaschen, ­abbürsten, ab­spritzen), ein Grundanstrich mit Dupa-grund.

Alte tragfähige Silikat-Farben und -Putze:
Mit ThermoSan beschichten.

Tragfähige Kunstharzputz-Beschich­tun­gen sowie intakte Wärmedämm-Verbund­systeme:
Alte Putze mit geeigneter Methode reinigen. Bei Naßreinigung die Flächen vor der Weiter­be­handlung gut durchtrocknen lassen. Ein Grundanstrich mit CapaGrund Universal. Neue Putze ohne Vorbehandlung be­schichten.

Nicht tragfähige, mineralische Anstriche:
Restlos entfernen durch Abschleifen, Ab­­­bürsten, Abschaben, Druckwasserstrahlen unter Beach­tung der gesetzlichen Vorschriften oder andere geeignete Maßnahmen. Bei Naß­­reini­gung die Flächen vor der Weiter­behand­lung gut durch­trocknen lassen. Grund­anstrich mit Dupa-grund.

Nicht tragfähige Lack-, Dispersions­farben- oder Kunstharzputz-Beschichtungen:
Restlos entfernen mit geeigneter Methode, z.B. mechanisch oder durch Abbeizen und Nach­reinigen durch Hochdruck­heißwasser­strahlen unter Beachtung der gesetzlichen Vor­­schriften. Auf schwach saugenden bzw. glatten Flächen ein Grundanstrich mit CapaGrund Universal. Auf mehlenden, sandenden, saugenden Flächen ein Grundanstrich mit Dupa-grund.

Durch Industrieabgase oder Ruß ­verschmutzte Flächen:
Mit der wasserfreien Fassadenfarbe Duparol-W beschichten.

Rissige Putz- oder Betonflächen:
Mit Cap-elast Phase 2-W beschichten.

Ungestrichenes Kalksandstein-Mauerwerk:
Mit ThermoSan beschichten.

Flächen mit Salzausblühungen:
Salzausblühungen trocken durch Abbürsten ­entfernen. Ein Grundanstrich mit Dupa-grund. Beim Beschichten von Flächen mit Salz­aus­blühungen kann für die dauerhafte Haftung der Beschichtung bzw. die Unterbindung der Salz­ausblühungen keine Gewähr über­nommen werden.

Fehlstellen:
Kleine Fehlstellen mit Caparol Fassaden-Feinspachtel ausbessern. Große Fehlstellen bis 20 mm sind vorzugsweise mit Histolith Reno­vierspachtel zu reparieren. Spachtelstellen nachgrundieren.

Auftragsverfahren

Zu verarbeiten mit Bürste, Pinsel und Rolle. Arbeitsgeräte nach dem Gebrauch mit Wasser reinigen.

Beschichtungsaufbau

Pilz- bzw. Algenbelag durch Naßstrahlen unter Beachtung der gesetzlichen Vor­schriften ent­fernen. Flächen mit Capatox bzw. FungiGrund durch­waschen und gut trock­nen lassen.

Grund- bzw. Zwischenanstrich
Amphibolin-W, mit max. 5 % Wasser ver­dünnt.

Schlußanstrich
Amphibolin-W, mit max. 5 % Wasser ver­dünnt.

Verbrauch

Ca. 120 ml/m2 pro Arbeits­gang auf glattem Unter­grund.
Auf rauhen Flächen entspre­chend mehr. Exakten Verbrauch durch Probe­­beschich­tung ermitteln.

Verarbeitungsbedingungen

Untere Temperaturgrenze bei der Verarbeitung und Trocknung:
+5 °C für Untergrund und Umluft

Trocknung/Trockenzeit

Bei +20 °C und 65 % rel. Luftfeuchte nach 4–6 Stunden oberflächentrocken und über­streich­bar, nach 24 Stunden regenfest. Bei niedrigerer Temperatur und höherer Luft­feuchte verlängern sich diese Zeiten.

Hinweis

Um die produktspezifischen Eigenschaften zu erhalten, nicht mit anderen Werkstoffen ­ver­mischen. 
Zur Vermeidung von Ansätzen naß-in-naß in einem Zug beschichten. 
Nicht geeignet für waagerechte Flächen mit Wasserbelastung. 

Bei Amphibolin-W handelt es sich um ein Produkt, das mit speziellen Wirkstoffen gegen Pilz- und Algenbildung auf der Be­schichtung ausgestattet ist. Dieses Depot an Wirk­stoffen bietet einen langanhaltenden, zeitlich be­grenzten Schutz, dessen Wirksamkeits­dauer von Objekt­bedin­­gung­­­­en, wie z.B. der Stärke des Befalls und der Feuchte­belas­­­tung, ab­hängt. Deshalb ist ein dauer­haftes Verhindern von Pilz- und Algen­bewuchs nicht möglich. 

Bei dichten, kühlen Untergründen oder bei ­witte­rungsbedingter Trocknungsverzögerung können durch Feuchtebelastung (Regen, Tau, Nebel) Hilfs­stoffe an der Oberfläche der Beschich­tung gelb­lich/transparente, leicht glänzende und klebrige Ablaufspuren entstehen. Diese Hilfs­stoffe sind wasserlöslich und werden mit ausreichend Wasser z.B. nach mehrmaligen stärkeren Regen­­fällen selbstständig entfernt. Die Qualität der getrockneten Beschichtung wird dadurch nicht nachteilig beeinflußt. Sollte trotz­dem eine direkte Überarbeitung erfolgen, so sind die Läufer/Hilfs­­stoffe vorzunässen und nach ­kurzer Einwirk­zeit restlos abzuwaschen. Eine zu­sätzliche ­Grundie­rung mit CapaGrund Universal ist auszu­führen. Bei Ausführung der Beschich­tung unter ge­eig­neten klimatischen Be­dingungen treten diese Ablaufspuren nicht auf.

Abzeichnungen von Ausbesserungen in der Fläche hängen von vielen Faktoren ab und sind daher unvermeidbar (BFS-Merkblatt Nr. 25).

Gutachten

  • Amphibolin-W Wirksamkeit gegen Algenbefall
  • Amphibolin-W Wirksamkeit gegen Pilzbefall

Gefahrenhinweise/Sicherheitsratschläge (Stand bei Drucklegung)

Schädlich für Wasserorganismen, kann in Gewässern längerfristig schädliche Wirkun­gen haben.
Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.
Bei Berührung mit den Augen sofort gründlich mit Wasser abspülen und Arzt konsultieren. Bei Berührung mit der Haut sofort abwaschen mit viel Wasser und Seife.
Nicht in die Kanalisation, Gewässer oder ins Erdreich gelangen lassen.
Bei Ver­schlucken sofort ärztlichen Rat ein­holen, da die Darmflora gestört werden kann.
Nur im Streich- oder Rollauftrag verarbeiten.

Entsorgung

Nur restentleertes Gebinde zum Recycling geben. Flüssige Materialreste können als Abfälle von Farben auf Wasserbasis, einge­trocknete Materialreste als ausgehärtete Farben oder als Hausmüll entsorgt werden.

EU-Grenzwert für den VOC-Gehalt

dieses Produktes (Kat. A/c): 40 g/l (2010). Dieses Produkt enthält max. 1 g/l VOC.

Produkt-Code Farben und Lacke

M-DF01 F

Deklaration der Inhaltsstoffe

Acrylharz-Dispersion, Titandioxid, Silikate, Calcium­carbonat, Wasser, Additive, Filmkonservierer

Nähere Angaben

Siehe Sicherheitsdatenblatt.

Technische Beratung

Alle in der Praxis vorkommenden Untergründe und deren technische Bearbeitung können in dieser Druckschrift nicht abgehandelt werden. Sollen Untergründe bearbeitet werden, die in dieser Technischen Information nicht aufgeführt sind, ist es erforderlich, mit uns oder unseren Außendienstmitarbeitern Rücksprache zu halten. Wir sind gerne bereit, Sie detailliert und objektbezogen zu beraten.

Technischer Beratungsservice

Tel.: +49 6154 71-71710
Fax: +49 6154 71-71711
E-Mail: kundenservicecenter@caparol.de

Weitere Produktempfehlungen:


Amphibolin

CapaGrund Universal

Capatox

OptiGrund

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