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Capatect-ArmaReno 700

Mineralischer Werktrockenmörtel zur Verklebung von Dämmplatten, zur Herstellung von Armierungsschichten und zum Renovieren.

  • CapaData

Verwendungszweck

Hochwertiger „ALLROUND-Mörtel", einsetzbar:
Als Dämmplatten-Kleber im Capatect-WDVS,
als Armierungsmasse (Grundputz) im Capatect-WDVS (ausgenommen Capatect-MW-Fassadendämmplatte 033),
als Renoviermörtel zum Überarbeiten von alten, tragfähigen Putzflächen,
als Dünnschicht-Haftputz, z. B. für glatte Betonflächen ohne Sinterschicht, XPS/R- und HWL-Platten,
als filzbarer Oberputz (ausgenommen Spritzwasser-Sockelbereich).

Eigenschaften

  • Mörtelgruppe PII nach DIN V 18550, Normalputzmörtel CS III nach EN 998-1
  • Brandverhalten „nichtbrennbar" bzw. „schwerentflammbar" entsprechend dem Aufbau des jeweiligen WDV-Systems
  • witterungsbeständig
  • wasserabweisend nach DIN EN 1067
  • hoch wasserdampfdurchlässig
  • extrem spannungsarm durch Faser­zu­satz
  • leichtgängige Verarbeitung, manuell oder maschinell
  • sehr gute Silo- und Maschinen­gängig­keit
  • gutes Standvermögen
  • lange verarbeitungsoffene Zeit
  • umweltfreundlich
  • Vergütungszusätze zur Hydrophobierung, geschmeidigen Verarbeitung und zur ­guten Haftung

Verpackung/Gebindegrößen

25 kg Sack, 800 kg OneWay-Container, 1.000 kg Container, 1,0 t BigBag

Farbtöne

Weiß

Lagerung

Kühl, trocken und frostfrei.
Vor direkter Sonneneinstrahlung schützen. Bei Siloware-Container und Silos vor längeren Stillstandzeiten (Winterpause) restlos entleeren. Orginal verschlossene Gebinde sind ca. 12 Monate lagerstabil.

Dichte

ca. 1,5 kg/dm3

Wärmeleitfähigkeit

0,78 W/m•K

Diffusionsäquivalente Luftschichtdicke sdH2O

ca. 0,05 m nach DIN EN 7783 – bei bestimmungs­gemäßer Auftragsdicke

Druckfestigkeit

5,3 N/mm2

Wasseraufnahmekoeffizient

≤ 0,1 kg/(m2 · h0,5) nach DIN EN 1062 – Klasse W3 (niedrig)

Haftzugfestigkeit auf Polystyrol-Hartschaumplatte

≥ 0,08 N/mm2

Produkt-Nr.

700

Untergrundvorbereitung

Allgemeine Hinweise:
Der Untergrund muss eben, sauber, trocken, fest, trag­fähig und frei von trennenden, bzw. haft­min­dern­den Rückständen oder Substanzen sein. Fensterbänke und Anbauteile ab­kleben. Glas, Keramik, Klinker, Naturstein, lackierte und eloxierte Flächen sorgfältig abdecken.

Dämmplatten-Verklebung:
Der Untergrund muß tragfähig sein und die gemäß System­zulassung geforderte Haftzugfestig­keit auf­weisen. Bei Altanstrichen ist die Ver­träg­lichkeit zu prüfen und gegebenenfalls eine Dübelung vorzusehen.

Armierungsschicht:
Eventuell vorhandene Versätze an den Stößen von Polystyrol-Dämmplatten planeben abschleifen. Schleif­staub restlos entfernen.

Renoviermörtel:
Mineralische Untergründe (Putz der Mörtel­gruppe PII oder PIII) nötigenfalls reinigen, um eine tragfähige Oberfläche zu erzielen.
Mineralische Untergründe (Putz der Mörtelgruppe PII oder PIII) mit leicht sandender Oberfläche reinigen und ­grun­dieren mit Sylitol-Konzentrat 111.
Altanstriche, festhaftend und nicht kreidend, z. B. mittels Hochdruck­wasser­strahlen reinigen.
Altanstriche, festhaftend mit leicht kreidender Oberfläche, z. B. mittels Hoch­­­druckwasserstrahlen reinigen und grun­dieren mit Sylitol-Konzentrat 111.
Altanstriche, nicht tragfähig oder ab­blätternd, sind zu entfernen Flächen mit Putzrissen können nur dann sicher überarbeitet werden, wenn keine Riß­bewegungen mehr zu erwarten sind.

Dünnschicht-Haftputz:
Betonoberfläche nötigenfalls reinigen. Bei XPS-Platten nicht tragfähige oder vergilbte Bereiche ab­schleifen, Oberfläche entstauben. Bei HWL-Platten lose anhaftende Teile entfernen.

Auftragsverfahren

Dämmplatten-Verklebung:
Polystyrol- und Mineralwolleplatten:
Den Frischmörtel in der Wulst-Punkt-Methode (am Rand umlaufend ca. 5 cm breite Streifen, plattenmittig 3 handtellergroße Batzen) auf die Plattenrückseite auftragen (Klebe­kontakt­­fläche insgesamt ≥ 40 %). Bei Mineralwolle-Dämmplatten ist zur Sicher­stellung der Anfangshaftung der Mörtel als Haftbrücke zunächst dünn vorzuspachteln und scharf abzuziehen.

Mineralwolle-Lamellen – wahlweise:
Vollflächiger Auftrag:
Unmittelbar vor dem Ansetzen der Dämmplatten ist der Klebe­mörtel mit der Zahntraufel auf die Platten­rückseite aufzukämmen (Zahnbreite u. -tiefe der Traufel richtet sich nach der Unter­grund­beschaffenheit). 

Teilflächenverklebung:
Die Kebemasse maschinell auf den Untergrund (Wand) in Form von schlangenförmigen, senk­rechten Wülsten aufspritzen (Klebekontaktfläche ≥ 50 %). Die Klebewülste müssen ca. 5 cm breit und in der Wulstmitte mind. 1 cm dick sein. Der Achsabstand darf hierbei 10 cm nicht überschreiten. Die Dämm­platten sind unverzüglich in das frische Klebe­mörtebett einzudrücken, einzu­schwim­men und einzupressen. Es sollte immer nur soviel Kleber vorgelegt werden, wie unmittelbar Dämmplatten verlegt ­werden können.

Bei der Dämmplatten-Verklebung können Unebenheiten bis ± 1 cm im Kleberbett aus­­geglichen werden. Die Dämmplatten im Ver­band von unten nach oben press­gestoßen verkleben und gut andrücken. Keine Kleber­masse in die Plattenstöße bringen. Auf flucht- und lotgerechte Ver­legung achten. Vor der Weiterarbeit mind. 48 Stunden Stand­zeit einhalten.

Armierungsschicht:

Nach dem Anbringen des Kantenschutzes an Fensterlaibungen und Kanten, sowie der Diagonalarmierung an den Ecken von Fassadenöffnungen ist die Armierungs­masse jeweils in Breite der Gewebe­bahnen aufzutragen und das Capatect-Gewebe 650 mit mind. 10 cm Überlappung einzu­drücken. Nachfolgend naß in naß überspachteln, so daß eine vollflächige Abdeckung des Gewebes sichergestellt ist. Die Verarbei­tung kann wahlweise im Hand- oder Maschinen­auftrag erfolgen.
Die Armierungsschicht ist in gleich­mäßiger Schichtdicke herzustellen. Das Gewebe muß mittig, bzw. im oberen Drittel der Schicht angeordnet werden. Die Schicht­dicke kann wahlweise bestimmt werden:
auf Polystyrol-Dämmplatten: 3-7 mm
auf Mineralwolle-Dämmplatten: 4-7 mm

Ein Einsatz auf Capatect-MW-Fassadendämmplatte 033 ist nicht möglich.

Renoviermörtel:
Je nach Objektgegeben­heiten kann Capatect ArmaReno 700 verwendet werden zum:
Beiarbeiten partieller Fehlstellen,
Abspachteln und Einebnen alter Struktur­putze,
ganzflächigen Überarbeiten renovierungs­­bedürftiger Putz- oder Mauer­werks­­flächen.
Hierbei wird eine Gewebe­einlage empfohlen. Die Verarbeitung kann wahlweise im Hand- oder Maschinenauftrag erfolgen.

Oberputz:
Je nach Saugfähigkeit des Untergrundes und den Witterungs­bedingungen bei der Verarbeitung, ist ggfs. eine Grundierung mit Sylitol-Konzen­trat 111 vorzu­nehmen. 
Zur Herstellung eines gefilzten Ober­putzes ist Capatect ArmaReno 700 auf den vor­handenen Untergrund (Unterputz MG PII oder mineralische Armierungsschicht) in ca. 2-3 mm Dicke aufzuziehen. 
Im Ansteifungsprozeß des Mörtels kann die Ober­fläche mit einer angefeuchteten Filz- oder Schwamm­scheibe überarbeitet werden. 

Hinweis:
Soll ein Wärmedämm-Ver­bund­system mit Capatect-MW-Fassaden­dämm­platten 119, Capatect-MW-Fassaden­­dämm­­platte 149 EXTRA, Capatect-LS-Fas­­­saden­­dämmplatten VB 101 oder elasti­fizierten Capatect-PS-Fassaden­dämm­platten mit einer gefilzten Oberfläche erstellt werden, muß neben der Armierungs­schicht auch der Oberputz armiert werden. Als Ober­putz ist zunächst 2-3 mm Capatect ArmaReno 700 ­aufziehen und das Capatect-Gewebe ein­drücken. Nach Verfestigung dieser Schicht nochmals ca. 2-3 mm Capatect ArmaReno 700 auf­ziehen und im Ansteifungsprozeß filzen.

Es ist unbedingt zu beachten, daß bei gefilzten Flächen infolge oberflächiger Bindemittelanreicherung (Sinterschicht) eine feine Schwundrißbildung nie gänzlich ausgeschlossen werden kann. Dies stellt keinen zu beanstandenden Mangel dar. 
Neue Putze sind nach ausreichender Stand­­zeit, in der Regel nach 2 Wochen, bei ca. 20 °C und 65 % rel. Luftfeuchtigkeit, beschichtbar. Bei ungünstigeren Wetterbedingungen, z. B. beeinflußt durch Wind oder Regen, müssen deutlich längere Standzeiten eingehalten werden. 
Durch eine zusätzliche Grund­beschichtung mit CapaGrund Universal vermindert sich das Risiko von Kalkaus­blüh­ungen, so daß bereits nach einer Standzeit von 7 Tagen die Schlußbeschichtung mit 2 Anstrichen ThermoSan oder AmphiSilan erfolgen kann.

Dünnschicht-Haftputz:
Auf Beton ohne Sinterschicht, XPS/R- und HWL-Platten etc. ArmaReno 700 mind. 5 mm dick auf­tragen und mit einer groben Zahntraufel durch­kämmen bzw. mit einem Besen aufrauen. Erhärtungszeit = ca. 1 Tag pro mm Schicht­dicke, bevor der Unterputz aufgetragen wird.

Verbrauch

Verklebung:
Polystyrol-Dämmplatten ca. 3,5-4,5 kg/m2
Mineralwolle-Dämmplatten ca. 4,0-5,0 kg/m2

Armierungsschicht:
Ca. 1,3-1,5 kg/m2 pro mm Schichtdicke

Renoviermörtel und Haftputz:
Ca. 1,3-1,5 kg/m2 pro mm Schichtdicke

Oberputz gefilzt:
Ca. 4,0-4,5 kg/m2 bei 3 mm Schichtdicke
Bei diesen Verbrauchsangaben handelt es sich um Richtwerte; objektabhängige oder verarbeitungsbedingte Abweichungen sind zu berücksichtigen. Exakte Werte sind sind durch Arbeitsproben am jeweiligen Objekt zu ermitteln.

Verarbeitungsbedingungen

Während der Verarbeitungs- und in der Trocknungsphase dürfen die Umgebungs- und Untergrundtemperaturen nicht unter +5 °C und über +30 °C liegen.
Nicht unter direkter Sonneneinwirkung, bei starkem Wind, Nebel oder hoher Luftfeuchtigkeit verarbeiten. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf das Merkblatt "Verputzen bei hohen und tiefen Temperaturen" vom Deutschen Stuckgewerbebund.

Trocknung/Trockenzeit

Bei 20 °C und 65 % relativer Luftfeuchtig­keit ist die Armierungsputzschicht nach 24 Std. oberflächentrocken.

Werkzeugreinigung

Sofort nach Gebrauch mit Wasser.

Ansetzen des Materials

Capatect ArmaReno 700 kann mit allen gängigen Durchlaufmischern, Schnecken-Förderpumpen und Putzmaschinen ver­arbeitet, aber auch manuell mit einem kräftigen, langsam laufenden Rührwerk mit sauberem, kaltem Wasser zu einer ­klum­pen­freien Masse angeteigt werden. Das angeteigte Material ca. 5 Minuten ­reifen lassen und nochmals kurz durch­rühren. Falls erforderlich ist die Konsis­tenz nach dieser Reifezeit mit etwas Wasser nachzustellen.
Wasserbedarf ca. 5-6 l je 25 kg-Sack.
Nicht mehr Material anmischen, als in 2 Stunden verarbeitet werden kann.

Witterungsabhängig beträgt die Ver­arbei­tungszeit bei manuell angeteigtem Material max. 2 Stunden, bei maschineller Förde­rung max. 60 Minuten. Bereits ange­steiftes Material keinesfalls mit Wasser wieder gangbar machen.

Beispiel für Maschinenausrüstung

Capatect OneWay-Box Pulver mit Durchlaufmischer Capa-M siehe Technische Info Capa-M.
Durchlaufmischer Calypso 15 mit Standard-Dosier- bzw. Mischwelle und Förderpumpe Speedy 15 mit Schneckenteil 1/1 Leistung.

Wichtige Daten:
Bitte unbedingt die Richtlinien des Maschinenherstellers beachten!

Elektro-Anschluß:
jeweils 400 V Drehstrom/16 A (Baustromverteiler mit FI-Schutzschalter)

Wasseranschluß:
Schlauch 3/4? mit GEKA, erforderlicher Wasserdruck bei laufender Maschine mindestens 2,5 bar

Wasserdurchfluß:
Zum Kleben ca. 330 l/h Die gewünschte Konsistenz ist am Feinregulierventil der Wasserarmatur des Mischers einzustellen.

Förderschläuche:
Anfangsschläuche, Innen-Ø 35 mm, je 13,3 m
Endschlauch, Innen-Ø 25 mm, 10,0 m

Förderwege:
Max. Förderweite ca. 50 m (objektbezogen und temperaturabhängig zu optimieren)

Spritzgerät:
Düsen-Ø 10 mm
Förderschläuche vor dem regulären Betrieb mit Kalkschlämme oder Kleister vorspülen!

Hinweis

Zum Schutz vor Regeneinwirkung während der Trocknungsphase das Gerüst gege­benenfalls mit Planen abhängen.
Bei der Anwendung und Ausführung die DIN V 18550 sowie DIN 18350, VOB, Teil C beachten.

Gefahrenhinweise/Sicherheitsratschläge (Stand bei Drucklegung)

Dieses mineralische Pulverprodukt reagiert alkalisch. Reizt die Haut. Gefahr ernster Augenschäden.
Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen. Staub nicht einatmen.
Berührung mit den Augen und der Haut vermeiden. Bei Be­rührung mit den Augen sofort gründlich mit Wasser abspülen und den Arzt konsultieren.
Bei der Arbeit geeignete Schutzhandschuhe und Schutzbrille/Gesichtsschutz tragen. Bei Verschlucken sofort ärztlichen Rat ein­holen und Verpackung oder Etikett vor­zeigen.

Entsorgung

Nur restentleerten Sack (rieselfrei) zum Recycling geben. Ausgehärtete Material­reste als gemischte Bau- und Abbruch­abfälle entsorgen. EAK 170904

Sicherheitsbezogene Daten / Gefahren- und Transportkennzeichnung

Siehe Sicherheitsdatenblatt.

Giscode

ZP1

Zulassung

Z-33.41-130
Z-33.42-131
Z-33.43-132
Z-33.47-859
Z-33.49-1071
ETA-10/0436
ETA-10/0160

Hinweis zur CE-Kennzeichnung
Die Kennzeichnung mit dem CE-Zeichen nach EN 998-1 bzw. EN 15824 erfolgt auf dem
Gebinde sowie dem Datenblatt zur CE-Kennzeichnung, das im Internet unter
www.caparol.de abgerufen werden kann.

KundenServiceCenter

Tel.: 0 61 54 / 71 17 10
Fax: 0 61 54 / 71 17 11
E-Mail:  kundenservicecenter@caparol.de

Farbtreue: Bitte beachten Sie, dass Abweichungen vom Originalfarbton in Abhängigkeit von Monitor, Drucker und Papier auftreten.

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