Capatect Dalmatiner-Fassadendämmplatte elastifiziert 164 WLZ 035

Schallschutzverbessernde Dalmatiner-Fassadendämmplatte für die Caparol EPS Fassadendämmsysteme

Verwendungszweck

Fassadendämmplatten für geklebt sowie geklebt und gedübelte Systeme.

Eigenschaften

  • thermisch unempfindlich
  • blendfreie Verarbeitung
  • Baustoffklasse B1 (DIN 4102), E (DIN EN 13501)
  • schallschutzverbessernd
  • frei von FCKW, HFCKW
  • Typ EPSe 035 WDV gemäß Richtlinie Industrieverband Hartschaum e. V. und Fachverband Wärmedämmverbundsysteme e. V.

Farbtöne

grau/weiß gesprenkelt

Lagerung

Trocken, vor Feuchtigkeit geschützt; nicht unge­schützt der Witterung und UV-Einwirkung aussetzen.

Wärmeleitfähigkeit

0,035 W/(m · K) nach DIN 4108

Diffusionswiderstandszahl µ (H2O)

µ = 20/50 gemäß DIN EN 12086

Querzugfestigkeit

≥ 80 kPa nach DIN EN 1607

Rohdichte

ca. 15–18 kg/m3 nach DIN EN 1602

Irreversible Längenänderung

< 0,15 %

Dynamische Steifigkeit

20 MN/m3 bei EPS ≥   80 mm
15 MN/m3 bei EPS ≥ 120 mm
10 MN/m3 bei EPS ≥ 160 mm
  7 MN/m3 bei EPS ≥ 200 mm

Geeignete Untergründe

Mineralische Untergründe neubaugleich, feste Altputze, tragfähige Altanstriche oder -beschichtungen sowie andere tragfähige, ebene Untergründe. Auch zementgebundene Holzspanplatten bzw. V100 nach DIN 68763, z. B. im Fertighausbereich.

Untergrundvorbereitung

Der Untergrund muß sauber, trocken und tragfähig sein. Verunreinigungen und trennend wirkende Substanzen (z. B. Schalöl) sowie vorstehende Mörtel­grate sind zu entfernen. Schadhafte, blätternde Anstriche und Strukturputze sind weitmöglichst zu entfernen. Putz­hohl­stellen sind ab­zu­schlagen und flächenbündig beizuputzen. Stark saugende, sandende oder mehlende Oberflächen sind gründlichst bis zur festen Substanz zu reinigen und mit Sylitol-Konzentrat 111 zu grundieren.

Auftragsverfahren

Kleberauftrag manuell
Die systemzugehörige Klebemasse in der Wulst-Punkt-Methode (am Rand ­um­laufend ca. 5 cm breite Streifen, platten­mittig 3 handtellergroße Batzen), auf die Plattenrückseite auftragen (Klebe­kontakt­fläche ≥ 40 %). Alternativ vollflächige Verklebung auf planebenen Untergründen durch Aufkämmen des Klebemörtels mit der Zahntraufel auf die Plattenrückseite.
Beim Kleben mit Capatect-Rollkleber 615 auf absolut planen Unter­gründen ist dieser im Zahnkellen- oder Rollenauftrag vollflächig aufzutragen.

Kleberauftrag maschinell
Die systemzugehörige Klebemasse maschinell auf den Untergrund in Form von senkrechten Wülsten aufspritzen (Klebekontaktfläche ≥ 60 %). Die Klebewülste müssen ca. 6 cm breit und in der Wulstmitte mindestens 10 mm dick sein. Der Achsabstand darf 10 cm nicht überschreiten. Die Dämmplatten sind unverzüglich in das frische Klebemörtelbett einzudrücken, einzuschwimmen und anzupressen. Um Hautbildung zu vermeiden, darf nur soviel Kleberfläche vorgelegt werden, wie unmittelbar belegt werden kann.

Die Dämmplatten im Verband von unten nach oben preßgestoßen verkleben und gut andrücken. Keine Klebemasse in die Plattenstöße bringen. Auf flucht- und lot­rechte Verlegung achten. Eventuell ­entstehende Fugen mit Dämmstoffstreifen, ggf. auch mit Capatect-Füllschaum B1 (max. 5 mm), ausfüllen. Versätze an den Plattenstößen sind zu vermeiden. An allen Gebäudeecken ist eine Verzahnung in Plattendicke herzustellen (versetzte Stöße). Auf eine lot- und fluchtgerechte Eckausbildung ist zu achten.

Bei Dämmplattendicken > 100 mm sind zum Nachweis der Baustoffklasse B1 nicht­brennbare Mineralwolleplatten im Sturz­bereich an Fassadenöffnungen (z. B. Fenster, Türen) streifenförmig in 20 cm Höhe, anzuordnen. Bei Dämmstoffdicken größer 100 mm  darf die Ausführung von Mineralwollestürzen oberhalb jeder Öffnung entfallen, wenn mindestens in jedem 2. Geschoss ein horizontal um das Gebäude umlaufender Brandriegel angeordnet wird. Aktuelle Brandschutzbestimmungen hierzu beachten.

Bei Übergangsfugen zwischen ver­schie­denartigen Untergrund-Werkstoffen oder bei Wetterschalenfugen müssen die Dämmplatten den Fugenverlauf beidseitig mindestens 10 cm weit überbrücken und durch eine sichere Klebeverbindung auf­lagern. Die weiteren Angaben zur Dübelung im WDVS-Handbuch beachten.

Verbrauch

1 m2/m2

Verarbeitungsbedingungen

Während der Verarbeitung und in der Trocknungsphase dürfen die Umgebungs- und Untergrundtemperaturen nicht unter +5 °C und über +30 °C liegen. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf den Kommentar ATV DIN 18345 Punkt 3.1.3 ungeeignete klimatische Bedingungen.

Entsorgung

Abfälle sind durch sorgsamen Zuschnitt und Weiterverwendung zu vermeiden. Dennoch anfallende geringe Materialreste nach EAK 170203 (Kunststoff) oder 170604 (Dämmmaterial) entsorgen. Hinweise zum Recycling von Material­zuschnitten ohne Kleber- und Spachtel­anhaftungen können bei den Industrie- und Handelskammern (IHK) eingeholt werden.

Bemessung zum Schallschutz

Für den Nachweis der Luftschalldämmung kann der Korrekturwert zur Ermittlung des bewerteten Schalldämm-Maßes der Wandkonstruktion aus der jeweiligen Systemzulassung ermittelt werden. Beachten Sie hierzu auch die "Technische Systeminfo 7 Schallschutz" vom Fachverband WDVS.

Zulassung

Z-33.41-130
Z-33.43-132
Z-33.49-1071
Z-33.84-1018

ETA-07/0184
ETA-10/0160

Technische Information

  • Technische Information Nr. 164
  • Information

  • Windzonentabelle
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