Capatect-Profilkleber 121/109

Zementgebundener Werktrockenmörtel zum Ankleben von Capapor-Fassadenprofilen.

Verwendungszweck

Spezialkleber zum Ankleben von Capapor-Fassadenprofilen.

Eigenschaften

  • geschmeidige Verarbeitung
  • hohe Anfangshaftung
  • gute Flexibilität
  • sehr gute Wasserfestigkeit
  • Bindemittelbasis Kalk/Zement mit plastifizierenden Zusätzen

Verpackung/Gebindegrößen

25 kg Sack

Farbtöne

Hellgrau

Lagerung

Mind. 6 Monate
Kühl aber frostfrei, vor Feuchtigkeit geschützt.

Dichte

ca. 1,8 g/cm3

Produkt-Nr.

121/109

Geeignete Untergründe

Armierungsschichten von Wärmedämm-Verbundsystemen, Unterputze der Mörtelgruppe PII, PIII nach DIN V 18550 u. ä., Beton, tragfähige mineralische Altputze und Altanstriche, Gipskartonplatten oder Unterputze der Mörtelgruppe PIV + V im Innenbereich

Untergrundvorbereitung

Der Untergrund muß eben, sauber, fest, ­trocken, tragfähig und frei von tren­nenden Substanzen sein.
Neue Grundputze mindestens 2–4 Wochen durchhärten lassen.

Materialzubereitung

Pro Sackinhalt 5,5–6 l kaltes, sauberes Wasser in einen Mörtelkübel geben und den Trockenmörtel langsam zugeben. Mit einem kräftigen, langsam laufenden Rührwerk ca. 5 Minuten mischen und zu einer klumpenfreien Masse anteigen, ca. 10 Minuten reifen lassen und nochmals kurz durchrühren. Falls erforderlich, ist die Konsistenz nach kurzer Reifezeit mit etwas Wasser nachzustellen.

Die Verarbeitungszeit beträgt in Witterungs­abhängigkeit ca. 1–2 Stunden. Bereits angesteiftes Material keinesfalls mit Wasser wieder gangbar machen.

Verbrauch

Je nach Profilgröße 3–6 kg/m2, abhängig von der Auftragsdicke und der Ebenheit des Untergrundes.

Verarbeitungsbedingungen

Verarbeitungstemperatur:
Während der Verarbeitung- und in der Trocknungsphase dürfen die Umgebungs- und Untergrundtemperaturen nicht unter +5 °C absinken und über 30 °C liegen. N
icht unter direkter Sonneneinwirkung, beim Wind, Nebel oder hoher Luft­feuch­tig­­­­­­­­­­­keit verarbeiten. In diesem Zusammen­hang verweisen wir auf das Merkblatt „Ver­putzen bei hohen und tiefen Tempe­ra­tu­ren" vom Deutschen Stuckgewerbe­bund.

Trocknung/Trockenzeit

Bei 20 °C und 65 % relativer Luftfeuchtigkeit je nach Auftragsdicke ca. 24 Stunden.
Bei niedrigerer Temperatur und höherer Luftfeuchte verlängern sich diese Zeiten.

Werkzeugreinigung

Sofort nach Gebrauch mit Wasser.

Montage

Auf dem Untergrund sowie auf den ­Rückseiten und Schnittflächen der Profile Capatect-Profilkleber 121/109 im Zahn­bett-Verfahren (in der Floating-Buttering-Methode) auftragen. Profile nach Ver­lege­plan ­ver­legen, mit Richtlatte fest an­­drücken und, falls erforderlich, gegen Verrutschen sichern.

Großformatige Gurtprofile oder vergleichbare Sonderprofile werden zu­sätzlich mechanisch befestigt. Wand­seitig besitzen diese Profile eine Aussparung für eine Konsolleiste. Mit Wasserwaage und Schnurschlag Oberkante exakt festlegen. Capatect-Profilkleber 121/109 im Zahn­bett-Verfahren (in der Floating-Buttering-Methode) auftragen, ankleben und aus­härten lassen.

Konsolleiste im Abstand von 30–40 cm mit Capapor-Schraubdübel im tragfähigen Mauerwerk verankern (Rand­abstand ca. 10 cm). Mit Forster-Bohrer oder Beschlagbohrer (NW 20 mm) 5 mm tief vorbohren. Bohr­loch (NW 10 mm) zentrisch einbringen, Dübel einsetzen und mit Schraube spreizen. Schlagdübel sind nicht geeignet!

Profil rückseitig sowie die Verlegefläche mittels Zahnkelle mit Kleber belegen (in der Floating-Buttering-Methode). Achtung: Innerhalb der Aussparung sparsamer Kleberauftrag! Profil auf Konsole aufsetzen und andrücken. Seitlich austretenden Kleber entfernen. Nahtstelle mit feuchtem Pinsel glättend verschließen.

Stoßausbildung

Profilstöße werden üblicherweise als sicht­bare Stoßfuge ausgebildet. ­Stoß­kanten leicht mit Schleifpapier anfasen.

Gebäudeumlaufende Profile, z.B. Gesims­profile, werden nicht dicht gestoßen, sondern in der Floating-Buttering-Methode auf 1 cm Abstand verklebt. Auf gleich­mäßige Fugenanordnung achten. An den Seiten austretenden Kleber entfernen und mit einem angefeuchteten Pinsel be­strei­chen.

Stoßfugen frühestens 24 Stunden nach der Verklebung mit Capatect Füll­­schaum B1 ausschäumen. Nach Er­härtung des Füllschaums werden die Fugen ca. 1 cm tief ausgekratzt und mit Disbo­than 235 verfugt.

Gefahrenhinweise/Sicherheitsratschläge (Stand bei Drucklegung)

Dieses mineralische Pulverprodukt reagiert alkalisch. Gefahr ernster Augenschäden. Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen. Staub nicht einatmen.
Berührung mit den Augen und der Haut vermeiden. Bei Berührung mit den Augen sofort gründlich mit Wasser ausspülen und Arzt konsultieren.
Geeignete Schutz­handschuhe und Schutzbrille/Gesichts­schutz tragen.
Bei Verschlucken sofort ärztlichen Rat einholen und Verpackung oder Etikett vorzeigen.

Entsorgung

Nur restentleerten Sack (rieselfrei) zum Recycling geben. Ausgehärtete Material-reste als gemischte Bau- und Abbruch-abfälle entsorgen. EAK 170904

Sicherheitsbezogene Daten / Gefahren- und Transportkennzeichnung

Siehe Sicherheitsdatenblatt.

Giscode

ZP1