Capatect Edelkratzputz K40

Mineralischer struktrierbarer Putz auf Kalk-Zement-Basis

Verwendungszweck

Mineralischer Oberputz. Speziell abge­stimmt auf den Einsatz als Endbeschich­tung für die:
Capatect-WDV-Systeme A und B sowie für
Unter­putze der Mörtelgruppen PII + III nach DIN V 18550 u. ä.

Eigenschaften

  • Brandverhalten „nichtbrennbar" bzw. „schwerentflammbar" entsprechend dem Aufbau des jeweiligen Capatect-Systems
  • hoch wasserdampfdurchlässig
  • spannungsarm
  • umweltfreundlich
  • mechanisch belastbar
  • gut maschinell zu verarbeiten
  • hydraulisch erhärtender Kalk, minera­lische Bindemittel nach DIN 1060 und DIN 1164
  • abgestufte, nach DIN 53237 licht­beständige Pigment-Füllstoff-Granulat-Kombination und mineralische Zuschlag­­stoffe
  • Vergütungszusätze zur Hydrophobie­rung und guten Haftung

Verpackung/Gebindegrößen

25 kg Sack

Farbtöne

Naturweiß, mit Glimmerzusatz

Farbtöne auf Anfrage.

Glanzgrad

Mineralisch matt

Lagerung

Kühl, trocken und frostfrei.
Vor direkter Sonneneinstrahlung schützen. Orginal verschlossene Gebinde sind ca. 12 Monate lagerstabil.

Diffusionswiderstandszahl µH2O

µ = 10

Druckfestigkeit

nach DIN EN 826: > 1,5 N/mm2

Festmörtelrohdichte

ca. 1,5 kg/dm3

Biegezugfestigkeit

nach DIN EN 826: > 0,6 N/mm2

Wasseraufnahmekoeffizient

w < 0,5 kg/(m2 · h0,5) nach DIN EN 1062

Konsistenz

pulverförmig

Struktur

Edel-Kratzputz-Struktur, Korngröße ca. 4 mm

Produkt-Nr.

148

Untergrundvorbereitung

Der Untergrund muß eben, sauber, trocken, fest, tragfähig und frei von tren­nenden Substanzen sein.
Neue Grundputze sollten mit einem Putz­kamm o.ä. waagerecht aufgerauht werden und abgebunden und trocken sein. Standzeit ca. 1 Tag je mm Auftragsdicke, witterungsabhängig.

Beim Einsatz innerhalb der Capatect-WDV-Systeme muß die Armierungs­schicht aus Capatect-Armierungsputz 133 waag­recht durchgekämmt, abgebunden und trocken sein.
Standzeit ca. 1 Tag je mm Auftragsdicke, witterungsabhängig.
Je nach Temperatur und Saugverhalten ist der Untergrund mit Sylitol-Kon­zen­trat 111 zu grundieren.

Auftragsverfahren

Den Naßmörtel von Hand oder mit einer geeigneten Putzmaschine auftragen und in gleichmäßiger Schichtdicke von ≥ 14 mm einebnen.
Nach genügender Erhärtung die komplette Oberfläche ohne Unterbrechung mit dem Edelkratzputz-Striegel kratzen. Das Korn muß springen und darf nicht am Striegel hängenbleiben. Die Endschichtdicke von 10 mm darf nicht unterschritten werden.

Zur Erzielung einer gleichmäßigen Oberfläche sollten zusammenhängende Flächen stets vom gleichen Handwerker ausge­führt werden, um Struktur-Abwei­chun­gen durch unterschiedliche „Handschriften" zu vermeiden.
Durch die Verwendung von natürlichen Füllstoffen und Granulaten sind geringe Farbton-Schwankungen möglich. Deshalb auf zusammenhängenden Flächen nur Material mit gleicher Pro­duktionsnummer verarbeiten oder Material unterschied­licher Produktionsnummern vorher unter­einander mischen.

Verbrauch

Ca. 18 kg Trockenmörtel je m² bei 14 mm Auftragsdicke und ca. 10 mm Enddicke. = ca. 1,4 m2 je 25 kg-Sack.
Bei diesen Verbrauchsangaben handelt es sich um Richtwerte ohne Schütt- und Schwundverlust. Objektabhängige oder verarbeitungsbedingte Abweichungen sind zu berücksichtigen.

Verarbeitungsbedingungen

Während der Verarbeitung- und in der Trocknungsphase dürfen die Umgebungs- und Untergrundtemperaturen nicht unter +5 °C und über +30 °C liegen.
Nicht unter direkter Sonneneinwirkung, bei starkem Wind, Nebel oder hoher Luftfeuchtigkeit verarbeiten.
In diesem Zusammenhang verweisen wir auf das Merkblatt "Verputzen bei hohen und tiefen Temperaturen" vom Deutschen Stuckgewerbebund.

Trocknung/Trockenzeit

Bei 20 °C und 65 % rel. Luftfeuchtigkeit ist der Putz nach 24 Stunden oberflächen­trocken. Durchgetrocknet und belastbar nach 7 Tagen.
Der Putz trocknet durch Hydratation und physikalisch, d. h. durch Verdunstung des Anmachwassers.
Besonders in der kühlen Jahreszeit und bei hoher Luftfeuchtigkeit ist deshalb eine verzögerte Trocknung gegeben.

Werkzeugreinigung

Sofort nach Gebrauch mit Wasser.

Ansetzen des Materials

Capatect-Edelkratzputz kann mit allen gängigen Durchlaufmischern, Schnecken-Förderpumpen und Putzmaschinen ver­arbeitet, aber auch manuell mit einem kräftigen, langsam laufenden Rührwerk mit sauberem, kaltem Wasser zu einer klumpenfreien Masse angeteigt werden. Die Mischzeit beträgt im Zwangsmischer oder mit dem Handrührgerät 3–4 Minuten. Auf gleiche Mischzeit ist zu achten, da die gleichbleibende Konsistenz des Naß­mörtels Voraussetzung für die später einwandfreie und gleichmäßige Putz­ober­fläche ist.
Wasserbedarf ca. 6–6,5 l je 25 kg-Sack.
Für den Maschinenauftrag sind für Kratzputz ausgerüstete Putzmaschinen ge­eignet.

Beispiel für Maschinenausrüstung

Putzmaschine PFT G4, Rotor/Stator D8-1,5 evtl. Nachmischer erforderlich

Wichtige Daten:
Förderschläuche vor dem regulären Betrieb mit Kalkschlämme oder Kleister vorspülen. Bitte unbedingt die Richtlinien des Maschinenherstellers beachten!

Elektro-Anschluß:
jeweils 400 V Drehstrom / 32 A (Bau­strom­verteiler mit FI-Schutzschalter)

Wasser-Anschluß:
Schlauch 3/4˝ mit GEKA, erforderlicher Wasserdruck bei laufender Maschine mindestens 2,5 bar

Wasserdurchfluß:
ca. 420 l/h. Die gewünschte Konsistenz ist am Feinregulierventil der Wasser­arma­tur des Mischers einzustellen.

Förderschläuche:
Innen-Ø 35 mm, je 13,3 m

Förderweite:
Maximale Förderweite ca. 30 m (objekt­bezogen und temperaturabhängig zu optimieren)

Spritzgerät:
Feinputzgerät Düsendurchmesser: 16 mm

Hinweis:
Der praktische Wasserbedarf kann insbesondere bei eingefärbten Putzen schwan­ken. Für jeden Sack die gleiche Wasser­menge verwenden, da sich sonst Unterschiede in Struktur oder Farbton ergeben können.

Gefahrenhinweise/Sicherheitsratschläge (Stand bei Drucklegung)

Dieses mineralische Pulverprodukt re­agiert alkalisch. Reizt die Haut. Gefahr ernster Augenschäden.
Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen. Staub nicht einatmen. Berührung mit den Augen und der Haut vermeiden. Bei Be­rührung mit den Augen sofort gründlich mit Wasser abspülen und den Arzt kon­sultieren.
Bei der Arbeit geeignete Schutz­handschuhe und Schutzbrille/Gesichts­schutz tragen.
Bei Verschlucken sofort ärztlichen Rat einholen und Ver­packung oder Etikett vorzeigen.

Entsorgung

Nur restentleerten Sack (rieselfrei) zum Recycling geben. Ausgehärtete Material­reste als gemischte Bau- und Abbruch­abfälle entsorgen. EAK 170904

Sicherheitsbezogene Daten / Gefahren- und Transportkennzeichnung

Gefahrensymbol: Xi – Reizend, enthält: Zement
Siehe auch Sicherheitsdatenblatt.

Giscode

ZP1