Capatect Sylitol-Fassadenputz NQG

Verarbeitungsfertiger Leichtputz mit Nano-Quarzgitter-Technologie auf Sol-Solikatbasis für saubere Fassaden ohne bioziden Filmschutz

Verwendungszweck

Verarbeitungsfertiger, strukturierbarer Sol-Silikatputz mit Nano-Quarzgitter-Technologie. Einsetzbar als Endbeschichtung für:

  • Capatect-WDV-Systeme
  • Beton, unbeschichtet
  • Unterputze der Mörtelgruppe PIc, PII + PIII nach DIN  18550 T-1/DIN EN 998-1
  • Matte, tragfähige Dispersionsfarben-Beschichtungen
  • Tragfähige mineralische Beschichtungen

Eigenschaften

  • Sehr geringer Materialverbrauch
  • Natürlicher Algen- und Pilzschutz
  • Äußerst geringe Verschmutzungsneigung durch Sol-Silikat-Technologie
  • Für mineralische und organische Untergründe
  • Sehr hohe Farbstabilität auch ohne zusätzlichen Anstrich
  • Hohe Kreidungsstabilität
  • Minimierte Ausblühneigung
  • Sehr leichtgängige Verarbeitung
  • Hoch Wasserdampfdurchlässig
  • Witterungsbeständig

Verpackung/Gebindegrößen

18 kg Eimer 

Farbtöne

Weiß. Einfärbung gemäß der Farbtonkarte CaparolColor oder dem Caparol 3D System ist möglich. Für maschinelle Abtönung mit Dosieranlagen von Color Express geeignet.

Weitere Sondertöne mit HBW > 20 auf Anfrage (Hellbezugswert < 20 nicht geeignet für WDV-Systeme). Werden aus gestalterischen Gründen Farbtöne mit einem Hellbezugswert < 20 gewünscht, sind diese durch Überstreichen mit Sylitol NQG zu erstelllen.   

Eingefärbte Capatect Sylitol-Fassadenputze NQG K können aufgrund der chemischen Abbindung in Witterungsabhängigkeit gegebenenfalls wolkig auftrocknen. Dies stellt keinen technisch-funktionellen Mangel dar und kann nicht beanstandet werden. Um Farbungleichmäßigkeiten zu vermeiden, sind eingefärbte Putzflächen zusätzlich mit Sylitol NQG im Putzfarbton zu überarbeiten.

Glanzgrad

Matt

Lagerung

Kühl, trocken und frostfrei. Vor direkter Sonneneinstrahlung schützen.

Technische Daten


Spezifisches Gewicht:                ca. 1,5 g/cm³

Bindemittelbasis

Acrylat-Kieselsol-Lithiumwasserglas

Wasserdurch­lässig­keit (w-Wert)

W2 (mittel) nach DIN EN 1062

Wasserdampf­durch­lässig­keit (sd-Wert)

V1 (hoch) nach DIN EN 1062

Untergrundvorbereitung

Der Untergrund muss eben, sauber, trocken, fest, tragfähig und frei von trennenden Substanzen sein. VOB, Teil C, DIN 18363, Abs. 3 beachten. Nicht tragfähige Dispersionsfarben- oder Kunstharzputzbeschichtungen sowie nicht tragfähige mineralische Anstriche sind restlos zu entfernen. Festhaftende Anstriche trocken oder nass reinigen. Schimmel-, moos, oder algenbefallenen Flächen mittels Druckwasserstrahlen unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften reinigen. Mit Capatox durchwaschen und die Flächen gut trocknen lassen. Durch Industrieabgase oder Ruß verschmutzte Flächen mittels Druckwasserstrahlen mit Zusatz geeigneter Reinigungsmittel und unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften reinigen. Nach Ausbessern von Rissen und Schadflächen mit geeignetem Material ist nach Erhärtung und Trocknung eine Fluatierung und eine Nachwaschung vorzunehmen. Bei größeren Putzausbesserungen die gesamte Fläche (Alt- und Neuputz) fluatieren und nachwaschen.

Auftragsverfahren

Den Putz mit einer Edelstahlkelle oder mit einer geeigneten Feinputz-Spritzmaschine vollflächig auftragen und auf Körnung abziehen. Unmittelbar danach mit einer Kunststofftraufel oder mit einem PU-Brett Kratzputze gleichmäßig rund abscheiben. Die Wahl des Werkzeuges beeinflusst das Rauhigkeitsprofil der Oberfläche, deshalb stets mit gleichen Strukturscheiben arbeiten. Beim Spritzauftrag ist besonders sorgfältig darauf zu achten, dass ein gleichmäßiger Materialauftrag erfolgt und Überlappungen an den Gerüstlagen vermieden werden. Zur Erzielung einer gleichmäßigen Struktur sollten zusammenhängende Flächen stets vom gleichen Handwerker ausgeführt werden, um Struktur-Abweichungen durch unterschiedliche „Handschriften" zu vermeiden. Zur Vermeidung von Ansätzen ist eine genügende Anzahl von Mitarbeitern auf jeder Gerüstlage einzusetzen und nass in naß zügig durchzuarbeiten. Durch die Verwendung von natürlichen Füllstoffen und Granulaten sind geringe Farbtonschwankungen möglich. Deshalb auf zusammenhängenden Flächen nur Material gleicher Produktionsnummern verarbeiten oder Material unterschiedlicher Produktionsnummern vorher untereinander mischen.

Beschichtungsaufbau

Grund- bzw. Zwischenanstriche müssen vor der weiteren Überarbeitung trocken sein.

Capatect-WDVS

Neue mineralische Armierungsmassen
- kein Grundanstrich erforderlich.

Durch längere Standzeit (z.B. Überwinterung) angewitterte Armierungsschichten oder bei sehr warmer und trockener Witterung mit Putzgrund 610 grundieren.

Neue zementfreie Armierungsmasse
- mit Putzgrund 610 grundieren.

Unterputze der Mörtelgruppe PIc, PII und PIII

Neue Putze:
2–4 Wochen unbehandelt stehen lassen.
Grundanstrich mit Sylitol-Minera.

Putzoberfläche grob porös, sandend, saugend:
Grundanstrich mit Sylitol-Konzentrat 111, 2 : 1 mit Wasser verdünnt.
Zwischenanstrich mit Sylitol-Minera.

Alte Putze

Nachputzstellen müssen gut abgebunden und ausgetrocknet sein. Auf grob porösen, saugenden, leicht sandenden Putzen erfolgt ein Grundanstrich mit OptiGrund E.L.F. Zwischenanstrich mit Putzgrund 610. Auf stark sandenden, mehlenden Putzen ein Grundanstrich mit Dupa-grund. Zwischenanstrich mit Putzgrund 610.

Beton

Betonflächen mit Schmutzablagerungen oder Mehlkornschicht mechanisch oder durch Druckwasserstrahlen unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften reinigen. Auf grob porösen, leicht sandenden bzw. saugenden Flächen erfolgt ein Grundanstrich mit OptiGrund E.L.F. Auf mehlenden Flächen ein Grundanstrich mit Dupa-grund. Zwischenanstrich mit Putzgrund 610.

Mineralische Beschichtungen

Festhaftende Anstriche:
Trocken oder naß reinigen.
Grundanstrich mit Sylitol-Minera.

Nach Entfernung nicht festhaftender Anstriche:
Grundanstrich mit Sylitol-Konzentrat 111, 2 : 1 mit Wasser verdünnt.
Zwischenanstrich mit Sylitol-Minera.

Tragfähige, matte Dispersionsfarben-Beschichtungen

Matte, schwach saugende Beschichtungen nach einem Zwischenanstrich mit Putzgrund 610, direkt überarbeiten. Verschmutzte, kreidende Altanstriche durch Druckwasserstrahlen unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften reinigen. Bei anderer Reinigungsart (abwaschen, abbürsten, abspritzen), ein Grundanstrich mit Dupa-grund. Zwischenanstrich mit Putzgrund 610.

Verbrauch

Produkt Struktuur Körnung
(mm)
ca. Verbrauch
(kg/m2)
Capatect Sylitol-Fassadenputz NQG K10 Kratzputz-Struktur 1,0 1,5
Capatect Sylitol-Fassadenputz NQG K20 Kratzputz-Struktur 2,0 2,3
Capatect Sylitol-Fassadenputz NQG K30 Kratzputz-Struktur 3,0 2,9
Capatect Sylitol-Fassadenputz NQG K40 Kratzputz-Struktur 4,0 3,9

Bei den Verbrauchsangaben handelt es sich um Richtwerte ohne Schütt- und Schwundverlust. Objektabhängige oder verarbeitungsbedingte Abweichungen sind zu berücksichtigen.

Verarbeitungsbedingungen

Während der Verarbeitung- und in der Trocknungsphase dürfen die Umgebungs- und Untergrundtemperaturen nicht unter +8 °C und über +30 °C liegen. Nicht unter direkter Sonneneinwirkung, bei starkem Wind, Nebel oder hoher Luftfeuchtigkeit verarbeiten. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf das Merkblatt "Verputzen bei hohen und tiefen Temperaturen" vom Deutschen Stuckgewerbebund.

Trocknung/Trockenzeit

Bei 20 °C und 65 % relativer Luftfeuchtigkeit ist der Putz nach 24 Stunden oberflächentrocken.
Durchgetrocknet, belastbar und überstreichbar nach 2-3 Tagen.
Der Putz trocknet durch chemische Reaktion und physikalisch, d.h. durch Verkieselung mit dem Untergrund und Verdunstung der Feuchtigkeit. Besonders in der kühlen Jahreszeit und bei hoher Luftfeuchtigkeit ist deshalb eine verzögerte Trocknung gegeben.
Zum Schutz vor Regeneinwirkung während der Trocknungsphase das Gerüst gegebenenfalls mit Planen abhängen.

Werkzeugreinigung

Sofort nach Gebrauch mit Wasser.

Vorbereiten des Materials

Gebindeinhalt mit einem langsam laufenden Rührwerk gründlich aufrühren. Erforderlichenfalls zur Konsistenzregulierung mit Sylitol-Konzentrat verdünnen; Zugabe max. 2 %. Zum Umrühren keine Aluminiumquirle verwenden, da sonst die Gefahr der Verfärbung besteht.

 

Hinweis

Capatect Sylitol-Fassadenputz NQG K bietet bei normaler Belastung den notwendigen Grundschutz gegen Algen und/oder Pilzbefall. Wird darüber hinaus ein weitergehender Schutz gewünscht, ist ein zweifacher Anstrich mit Sylitol NQG-W oder ThermoSan NQG ausführen.

Bitte beachten (Stand bei Drucklegung)

Für Kinder unzugänglich aufbewahren. Während der Verarbeitung und Trocknung für gründliche Belüftung sorgen. Essen, Trinken und Rauchen während des Gebrauchs des Produktes ist zu vermeiden. Bei Berührung mit den Augen oder der Haut sofort gründlich mit Wasser abspülen. Nicht in die Kanalisation, Gewässer oder ins Erdreich gelangen lassen. Reinigung der Werkzeuge sofort nach Gebrauch mit Wasser und Seife. Spritz- und Sprühnebel nicht einatmen. Beschichtungsstoff ist stark alkalisch. Haut und Augen sind deshalb vor Farbspritzern zu schützen. Umgebung der Anstrichflächen sorgfältig abdecken. Spritzer auf Lack, Glas, Keramik, Metall, Natursteinen sofort abwaschen.
Nähere Angaben - siehe Sicherheitsdatenblatt.

Entsorgung

Nur restentleerte Gebinde zum Recycling geben. Flüssige Materialreste bei der Sammelstelle für Altfarben/Altlacke abgeben, eingetrocknete Materialreste als Bau- und Abbruchabfälle oder als Siedlungsabfälle bzw. Hausmüll entsorgen. EAK 080112

Produkt-Code Farben und Lacke

M-SK01

KundenServiceCenter

Tel.: 0 61 54 / 71 - 717 10
Fax: 0 61 54 / 71 - 717 11
E-Mail:  kundenservicecenter@caparol.de