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Kritik an fragwürdiger Empfehlung zu Titandioxid

Stellungnahme zur Information des Ausschuss für Risikobeurteilung (RAC) der Europäischen Chemikalienbehörde ECHA

Der Ausschuss für Risikobeurteilung (RAC) der Europäischen Chemikalienbehörde ECHA hat am 8. Juni 2017 empfohlen, das Weißpigment Titandioxid als einen Stoff „mit Verdacht auf krebserzeugende Wirkung beim Menschen“ durch Einatmen einzustufen. Caparol, ihre Muttergesellschaft DAW SE als auch die gesamte Branche sind bestürzt über diese Empfehlung.

Ohne ausreichende wissenschaftliche Grundlage wird hier der mit Abstand wichtigste Rohstoff der Lack- und Farbenindustrie zu Unrecht stigmatisiert. Titandioxid wird seit Jahrzehnten sicher und erfolgreich für die Produktion von Lacken und Farben eingesetzt. In Farben und Lacken ist Titandioxid weder für Mensch noch Umwelt schädlich. Es gibt in Deutschland keinen einzigen Fall einer anerkannten Berufskrankheit aufgrund von Titandioxid. 

Hintergrund für die RAC-Empfehlung ist die Befürchtung, dass Arbeiter an Lungenkrebs erkranken könnten, wenn sie bei der industriellen Herstellung und Verarbeitung Staubemissionen u.a. von Titandioxid ausgesetzt sind. Titandioxid wird Farben als Pigment zugegeben und ist danach fest in die Bindemittel-Matrix eingebunden. Es kann daher gar nicht eingeatmet werden.

Die Unbedenklichkeit von Titandioxid bestätigen auch die Untersuchungen über mehrere Jahrzehnte an circa 24.000 Arbeitern an 15 Produktionsstandorten, unter anderem in Deutschland. Dabei wurden keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit der Arbeiter durch Titandioxid festgestellt.

Caparol sowie ihre Muttergesellschaft DAW SE sind, gemeinsam mit dem Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e.V. (VdL), dem europäischen Verband für Farben, Druckfarben und Künstlerfarben (CEPE) sowie dem Rohstoffherstellerverband TDMA davon überzeugt: Titandioxid in Lacken und Farben ist sicher. Unsere Industrie wird sich weiter dafür einsetzen, dass Titandioxid unter Berücksichtigung der gesetzlichen Gesundheits- und Arbeitsschutzstandards nicht als Gefahrstoff eingestuft wird.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf www.daw.de/presse/aktuelles

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