Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

CAP160192_BRO_Histolith_Renovierung_von_Fachwerkfassaden

15 Renovierung Gefache An der Oberfläche mürbe Lehmgefache können nach Befeuchtung wieder verdichtet werden, gegebenenfalls wird mit Lehm ergänzt. Beschädigte Lehmstakungen werden auf traditionelle Art repariert. Für die Ausfachung sind neben der Lehmstakung auch Lehmsteine oder schwach gebrannte Ziegel geeignet. Wichtig ist, dass nur saugfähige Materialien für die Ausfachung verwendet werden, die ein- dringende Feuchtigkeit absorbieren, zwischenspeichern und rasch wieder abgeben können. Weniger geeignet sind schwach saugende Mauersteine. Neue Ausfachungen aus Mauer-steinen müssen mit Dreikant- oder Trapezleisten seit- lich im Gefach fixiert werden. Vor der Neuausfachung wird das angrenzende Holz satt mit Halböl eingelassen, damit es gegen Feuchte geschützt ist. Werden Gefache neu aufgebaut, sollten diese nicht bündig mit der Holzoberfläche abschließen, sondern etwa 2 cm zurückliegen, damit der neue Gefacheputz kantenbündig mit dem Gefach abschließen kann. Die Putzstärke sollte an der Holzflanke mindestens 1,5 cm betragen. Sollen bereits bestehende Gefache mit kantenbündiger Ausfachung ver- putzt werden, sollte die Ausfachung im Randbereich abge- schrägt werden. Der Putz kann dann kissenförmig, jedoch kantenbündig aufgebracht werden. Vorstehende Putz- oder Holzkanten sind zu vermeiden. Für den Neuverputz der Gefache eignen sich Kalkmörtel mit geringem hydraulischen Anteil wie Histolith Trass-Kalkputz als Unterputz und Histolith Feinputz als Oberputz. Lehmputz sollte nur im Innenbereich verwendet werden, weil er nicht witterungsbeständig ist. Lehmgefache werden vor dem Verputz gut vorgenässt und mit der Zahnspachtel horizontal abgezogen. In den feuchten Untergrund reibt man dann den Kalkunterputz mit der Bürste ein, bis eine bräunliche Marmorierung sichtbar wird. Empfehlenswert ist ein zusätzliches Abstippen mit dem Kratzputz-Nagelbrett oder ein horizontales Abziehen mit der Zahnspachtel. Nach Erhärtung kann der Kalkunterputz ca. 1,5 cm stark aufgetragen und horizontal abgezogen werden. Trockenzeit 1 mm Putzstärke pro Tag. Abschließend wird der Feinputz aufgetragen und abgerieben. Nach dem Ansteifen des Mörtels wird der Oberputz durch einen dün- nen Messerschnitt vom Holz getrennt. An Wetterseiten ist zusätzlich das Anbringen eines Putzträgers anzuraten, der möglichst im Gefach und nicht am Holzwerk befestigt wird. Geeignet sind verzinkte punktverschweißte Drahtgewebe oder Ziegeldraht. Gefache mit Altanstrich werden entweder trocken abgebürs­ tet oder von Hand abgewaschen. Druckwasserstrahlen sollte vermieden werden, weil dabei unnötig viel Wasser in die Anschlussfugen eindringt. Saugende, tragfähige, mineralische Altanstriche können im gleichen Farbsystem überstrichen werden. Stark kreidende Altanstriche werden nach der Reinigung mit verdünntem Histolith Silikat-Fixativ grundiert. In der Regel sind 2–3 Deckanstriche mit Histolith-Silikat- oder -Kalkfarbe auf den Gefachen erforderlich. Danach erfolgt der Deckanstrich auf dem Holzwerk. Zum Abschluss kann der Gefachschmuck in Form von Begleiter und Ritzer ausgeführt werden. Bild 1: Neue Ausfachung aus Lehmsteinen, seitlich mit Trapezleisten fixiert Bild 2: Putzträger aus punktver- schweißtem Drahtgewebe Bild 3: Gefacheschmuck mit Begleitern und Ritzern 1 2 3 123

Übersicht