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CAP160192_BRO_Histolith_Renovierung_von_Fachwerkfassaden

7 Hinweise zur Sanierungsplanung Bestandteil des effektiven Feuchteschutzes ist auch die funktionstüchtige konstruktive Wasserführung an der Fassade: Das Regenwasser muss ungehindert ablaufen können und darf nicht an vorstehenden Putz- oder Holz- kanten aufgestaut werden. Die Praxis zeigt leider häufig das Gegenteil. Als Folge davon wird der Putz oder das Holzwerk stark durchfeuchtet mit resultierenden Frost- bzw. Fäulnisschäden. In ungünstigen Fällen kann die Feuchte durch die Anschlussfugen sogar bis zur Innen- wand durchdringen. Derartige Mängel müssen erkannt und beseitigt werden. Die Grundschwellen sind oft nur ungenügend gegen aufstei- gende Feuchte und Spritzwasser geschützt, weil sie zu tief liegen oder sogar Kontakt mit feuchtem Erdreich haben. Im Idealfall sollten sie auf einem steinernen Sockel in einer Höhe von ca. 50 cm oberhalb des Terrains liegen. Weil sich Mängel in diesem Fall meist nicht oder nur mit nicht vertret- barem Aufwand beheben lassen, sollte der Handwerker auf jeden Fall auf diese Schwachstelle hinweisen und Bedenken anmelden. Viele Fachwerkgebäude stehen unter Denkmalschutz. Bauliche Maßnahmen an diesen Gebäuden, die das Erscheinungsbild verändern (z. B. neue Dacheindeckung, Fenster, Verputz, Farbanstrich), müssen von der zustän­ digen Unteren Denkmalschutzbehörde genehmigt werden. Fachwerkhäuser sind an den Wetterseiten aus Gründen des Feuchteschutzes häufig verputzt oder mit ortstypischen Materialien (Schiefer, Schindeln etc.) verkleidet. Grundsätzlich sollten diese Verkleidungen bei hoher Schlagregenbelastung erhalten oder bedarfsweise erneuert werden. Die Freilegung des Fachwerks ist dagegen nur dann möglich, wenn keine Folgeschäden durch Schlagregen zu erwarten sind, weil Sichtfachwerk wegen der unvermeidlichen Anschlussfugen zwischen Holzwerk und Gefach nicht schlagregendicht ist. Auch mit Dichtstoffen lassen sich diese Fugen nicht dauer- haft schließen. Hinweise zur Sanierungsplanung Der Schwellenbalken wird stark durchfeuchtet, weil auf dem vor- stehenden Sockel kein Gefälle vorhanden ist. Als Folge davon entstehen Fäulnisschäden. Holzschindelverkleidung an der Wetterseite

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