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CAP160192_BRO_Histolith_Renovierung_von_Fachwerkfassaden

9 Prüfung der Untergründe Holzwerk Beim Holzwerk werden die Schäden oftmals durch den Altanstrich verdeckt. Daher sollte die Oberfläche durch Abklopfen und durch Einstechen mit dem Messer geprüft werden. Die größten Schäden weisen meist die Grund- schwellen auf, die deshalb besonders sorgfältig kontrolliert werden müssen. Pilzbefallenes Holz ist an Braunverfärbung und Würfelbruch erkennbar und muss vom Zimmermann entfernt und fachmännisch ergänzt werden. Vor der Be- schichtung ist die Holzfeuchte mit einem Feuchtemessgerät zu bestimmen, wobei der Grenzwert von 15 % im Mittel nicht überschritten werden darf. Die Tragfähigkeit von alten Holzbeschichtungen kann durch Kratzprobe mit dem Messer oder durch Gitterschnitt bewertet werden. Durch Abreiben mit Nitroverdünnung kann geprüft werden, ob Alkydharzlack oder eine wasserverdünnbare Holzfarbe oder Acryllack vor- liegt. Dabei zeigen Alkydharzlacke oder Leinölfarben kaum eine Reaktion, während wasserverdünnbare Beschichtungs- stoffe erkennbar weich werden. Gefache Lehmgefache sind oftmals nur oberflächig verwittert und im Kern noch fest. Sie lassen sich deswegen meist gut repa- rieren. Ausfachungen aus Ziegeln oder Bruchsteinen müssen fest im Gefach verankert sein. Die nachträgliche Befestigung ist problematisch, dann müssen die Gefache neu aufgebaut werden. Holz und Gefach müssen bündig aneinanderstoßen, es darf bestenfalls ein feiner Riss oder eine Messerfuge vor- handen sein. Durch klaffende Fugen, die häufig durch Schwinden des Holzes entstanden sind, kann jedoch über- mäßig viel Schlagregen eindringen. Derart schadhafte An- schlüsse müssen daher aufgeweitet und nachgeputzt werden. Bei verputzten Gefachen ist die Tragfähigkeit des Putzes und des Altanstrichs zu prüfen. Stark verwitterter, hohlliegender Putz und kreidender Altanstrich sind zu entfernen. Vergleich- bar zum Holzwerk wird der Altanstrich durch Abreiben mit Nitroverdünnung auf organische Bindemittel hin untersucht, wodurch sich dispersionshaltige Altanstriche leicht erkennen lassen. Durch Braunfäule zersetztes Holz mit Würfelbruch Klaffende Anschlussfugen sind nicht zulässig. Aufputzen auf Holz ist nicht zulässig. Der Putz muss unter den Riegel geführt werden. Prüfung der Untergründe

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