Steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung- Caparol Navigation überspringen

Klimapaket der Bundesregierung beinhaltet steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung

Die klimafreundliche Wende im Gebäudebereich ist beschlossen

Über die voraussichtlichen Auswirkungen des Klimapakets der Regierungskoalition auf die WDVS-Entwicklung in Deutschland in den kommenden Jahren informieren wir Sie hiermit sehr gerne.

Die Spitzen der Koalition haben sich darauf verständigt, die klimafreundliche Wende im Gebäudebereich mit einem Bündel von Förderungen zu unterstützen. Im Vordergrund steht dabei die steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung. Hier hat die Koalition nach langer Ankündigung einen echten Durchbruch geschafft. Dies ist insbesondere aus zwei Gesichtspunkten elementar für die Erreichung der Gesamtziele: erstens steht der Sektor Gebäude in Deutschland für etwa 35% des gesamten Energiebedarfs und ca. 30% der CO2-Emissionen. Zweitens existieren hier, anders als beispielsweise im Bereich Verkehr und Mobilität, bereits jahrzehntelang in der Praxis erprobte und gut funktionierende Lösungen zur sofortigen Verfügung.

Wesentlich für den Bereich Wärmedämmung:

  • Wer seine Immobilie selbst nutzt, soll 20 Prozent der Kosten, verteilt auf drei Jahre, von der persönlichen Steuerschuld abziehen können. Dazu ein Praxisbeispiel: bei WDVS-Kosten von für dieses Beispiel unterstellten € 30.000 für ein Einfamilienhaus bedeutet das eine direkte Förderung von immerhin 6.000,- Euro durch eine entsprechende Steuerminderung. Gefördert werden somit auch Einzelmaßnahmen wie das Dämmen und nicht nur Komplettsanierungen, die jedoch auch weiter von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert werden. Eine doppelte Förderung mit Steuerabzug plus KfW-Förderung soll jedoch ausgeschlossen werden.
  • Zusätzlich soll der Preis für das Heizen mit fossilen Brennstoffen teurer werden, auch wenn der Hebel, die Einführung eines Preises für die Emission des Treibhausgases CO2, nur angetippt wird. Ab 2021 sollen fossile Brennstoffe um zehn Euro pro Tonne teurer werden. Der Preis soll dann stufenweise bis 2025 auf 35 Euro pro Tonne steigen, was jedem Eigentümer einen zusätzlichen Anreiz zur energetischen Sanierung von Immobilien liefert.

Das Klimakabinett der Bundesregierung muss das ausgehandelte Eckpunktepapier für die Klimapolitik bis 2030 noch endgültig besiegeln. Aus diesem Papier folgt dann die Formulierung eines ausführlichen Klimaschutzprogramms. Dadurch sind Änderungen an einzelnen Bestandteilen der derzeitigen Fassung des Klimapakets nicht auszuschließen.

Das beschlossene Eckpunktepapier beinhaltet viele Maßnahmen, die die Anforderungen des Gebäudebereichs stützen. Die Interessenvertreter der Gebäudehülle haben sich in den vergangenen Jahren intensiv und immer wieder für die Verankerung einer steuerlichen Förderung energetischer Sanierung engagiert. Das vom Verein Qualitätsgedämmt e.V. - indem Caparol von Anfang an Mitglied war und ist - mitgetragene Aktionsbündnis für mehr Klimaschutz und Energieeffizienz im Gebäudebereich hat entscheidend beim Zustandekommen der Beschlüsse für den Gebäudebereich mitgewirkt.

Über die weiteren Entwicklungen werden wir Sie auch zukünftig auf dem Laufenden halten.