Histolith Strukturierputz

Der silikatische Modellierputz für außen und innen
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Verwendungszweck

Modellierputz auf Silikatbasis für dekorative Strukturbeschichtungen außen und innen.

Eigenschaften

  • wasserdampfdurchlässig
  • nicht thermoplastisch
  • strapazierfähige Oberfläche
  • enthält keine Konservierungsstoffe

Materialbasis

Kaliwasserglas, lichtechte mineralische Pigmente, mineralische Füllstoffe, org. Zusätze (< 5 %)

Verpackung/Gebindegrößen

25 kg

Farbtöne

Weiß
Werksabtönung in vielen Farbtönen auf Anfrage. Selbstabtönung mit Histolith-Volltonfarben SI bis max. 3 % Zugabe möglich. Maschinell abtönbar im Color-Express-System in hellen Farbtönen mit anorganischen Farbpasten.

Aufgrund der Verwendung von natürlichen Füllstoffen sind Farbtonschwankungen möglich. Deshalb auf zusammenhängenden Flächen nur Material gleicher Produktions­nummern verarbeiten oder Material unterschiedlicher Produktionsnummern vorher untereinander mischen.

Glanzgrad

Matt

Lagerung

Kühl, aber frostfrei.

Maximale Korngröße

ca. 1,0 mm

Eignung gemäß Technischer Information Nr. 606 Definition der Einsatzbereiche

innen 1innen 2innen 3außen 1außen 2
+++++
(–) nicht geeignet / (○) bedingt geeignet / (+) geeignet

Geeignete Untergründe

Die Untergründe müssen fest, tragfähig, frei von Verschmutzungen, trennenden Substanzen und trocken sein. VOB, Teil C, DIN 18 363, Abs. 3 beachten.

Untergrundvorbereitung

Außenflächen
Neue Putze der Mörtelgruppen PI (hydraulische Kalkmörtel), PII und PIII:
Standzeiten von Neuputzen vor der Beschichtung einhalten, bei der Mörtel­gruppe PI mind. 4 Wochen, bei den Mörtel­gruppen PII und PIII mind. 2 Wochen. Sinterhaut mit Histolith® Fluat entfernen. Grundbeschichtung mit Histolith® Quarzgrund.

Alte ungestrichene Putze (Mörtelgruppen wie vor) und alte mineralische Anstriche:
Oberfläche gut reinigen. Minderfeste Schichten entfernen. Eine Grundbeschichtung mit Histolith® Silikat-Fixativ, 2 : 1 bis 1 : 1 in Wasser ver­dünnt je nach Saugfähigkeit des Untergrundes. Zwischenbeschichtung mit Histolith® Quarzgrund.

Alte tragfähige, matte Dispersionsfarbenanstriche:
Oberfläche gut reinigen. Eine Grundbe­schichtung mit Histolith® Quarzgrund.

Innenflächen
Neue Putze der Mörtelgruppen PI (hydraulische Kalkmörtel), PII und PIII:
2–4 Wochen stehen lassen. Sinterhaut mit Histolith® Fluat entfernen. Grundbeschichtung mit Histolith® Strukturgrund.

Gipsputze der Mörtelgruppe PIV:
Auf festen Putzen:
Grundbeschichtung mit Histolith® Strukturgrund. Weiche Gipsputze mit Histolith® Spezial­grundierung festigen. Gipsputze mit Sinter­haut schleifen und entstauben, Grundbeschichtung mit Histolith® Spezial­grund­ierung. Nach guter Trocknung jeweils Zwischenbeschichtung mit Histolith® Struktur­grund.

Gipsplatten (Gipskartonplatten):
Spachtelgrate abschleifen. Grund­be­schichtung mit Histolith® Strukturgrund. Weiche Gipsspachtelstellen mit Histolith® Spezialgrundierung festigen. Bei Platten mit wasserlöslichen, verfärbenden Inhaltsstoffen eine Grundbeschichtung mit Caparol Aqua-Sperrgrund (BFS-Merkblatt Nr. 12 beachten). Nach guter Trocknung jeweils Zwischenbeschichtung mit Histolith® Strukturgrund.

Gipsbauplatten:
Grundbeschichtung mit Histolith® Strukturgrund.

Leimfarbenanstriche:
Grundrein abwaschen. Eine Grundbe­schichtung mit Histolith® Spezialgrundierung. Nach guter Trocknung Zwischenbeschichtung mit Histolith® Strukturgrund.

Materialzubereitung

Gebindeinhalt gründlich aufrühren. Falls erforderlich, mit max. 2 % Histolith® Silikat-Fixativ zur Konsistenzregulierung verdünnen.

Auftragsverfahren

Auftrag mit Edelstahlkelle und sofort mit ge­ei­­gneten Modellierwerkzeugen strukturieren.

Verbrauch

Je nach gewünschter Strukur 2–3 kg/m2.

Verarbeitungsbedingungen

Untere Temperaturgrenze bei der Verarbeitung:
+8 °C für Untergrund und Umluft

Trocknung/Trockenzeit

Bei 20 °C und 65 % rel. Luftfeuchte nach 12 Stunden oberflächentrocken und über­streichbar, nach 24 Stunden regenfest.
Bei niedriger Temperatur und höherer Luft­feuchte verlängern sich diese Zeiten.

Werkzeugreinigung

Sofort nach Gebrauch mit Wasser.

Hinweis

Material zur Vermeidung von Ansätzen stets naß in naß auftragen.
Nicht geeignet für waagerechte oder geneigte Flächen mit Wasserbelastung. Beim chemischen Trocknungsprozeß silikatischer Produkte wird etwas Feuchtigkeit benötigt.
Ein zu schnelles Verdunsten von Wasser während des Auftragens und der Trocknung z.B. durch erhöhte Temperatur der Umgebungsluft oder des Untergrundes durch Sonneneinstrahlung, zu starkem Wind oder zu niedriger Luftfeuchte ist daher genauso zu vermeiden wie zu hohe Luftfeuchtigkeit z.B. durch Nebelnässe.

Bei unvollständiger Trocknung besteht die Gefahr erhöhter Kreidung oder einer bleibenden Wasserlöslichkeit des Wasserglases. Wasserlösliches Wasserglas wird durch Regen ausgewaschen und wirkt ätzend auf Kontaktflächen wie Glas, Metall, lackierte Flächen. Vorsicht bei Gefahr von Nachtfrost.

Abdeckmaßnahmen:
Die Umgebung der zu beschichtenden Flächen sorgfältig abdecken, betrifft insbesondere Glas, Keramik, Lackierungen, Klinker, Natursteine, Metall und Holz.

Gefahrenhinweise/Sicherheitsratschläge (Stand bei Drucklegung)

Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Kennzeichnungsetikett bereithalten. Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen. Bei Berührung mit den Augen oder der Haut sofort gründlich mit Wasser abspülen. Nicht in die Kanalisation, Gewässer oder ins Erdreich gelangen lassen. Bei Schleifarbeiten Staubfilter P2 verwenden. Spritznebel nicht einatmen. Partikelfilter P2 verwenden.

Entsorgung

Flüssige Materialreste bei der Sammelstelle für Altfarben/Altlacke abgeben, eingetrocknete Materialreste als Bau- und Abbruchabfälle oder als Siedlungsabfälle bzw. Hausmüll entsorgen.

Giscode

BSW10

Technische Beratung

Alle in der Praxis vorkommenden Untergründe und deren technische Bearbeitung können in dieser Druckschrift nicht abgehandelt werden. Sollen Untergründe bearbeitet werden, die in dieser Technischen Information nicht aufgeführt sind, ist es erforderlich, mit uns oder unseren Außendienstmitarbeitern Rücksprache zu halten. Wir sind gerne bereit, Sie detailliert und objektbezogen zu beraten.

Technischer Beratungsservice

Tel.: +49 6154 71-71710
Fax: +49 6154 71-71711
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