Verwendungszweck
Lösemittelbasierte Holzfarbe im universellen Eintopfsystem für alle Renovieranstriche im Außenbereich.
Anwendbar auf maßhaltigen Holzbauteilen, begrenzt maßhaltigen Holzbauteilen und nicht maßhaltigen Holzbauteilen wie zum Beispiel:
- Holzhäuser
- Fassadenschalungen
- Balkone
- Fenster & Außentüren
Geeignet als Renovierungsanstrich, zur Erzielung eines gleichmäßigen Erscheinungsbildes abgewitteter Holzoberflächen. Um einen Maserungseffekt (Maseriersystem) zu erzielen, ist ein nachfolgender Lasuranstrich mit CapaWood Classic, CapaWood Solid Universal oder CapaWood ImprägnierGel möglich.
Nicht verwenden: Für Holz in dauerhaftem Erd- oder Wasserkontakt und für Holz, das in Kontakt mit unverpackten Lebens- oder Futtermitteln kommen kann. Nicht für horizontale Oberflächen (z. B. Terrassenböden) geeignet.
Eigenschaften
- Für alle Holzbauteile
- Hohe Eindringtiefe
- Ventilierender Beschichtungsfilm
- Hohe Witterungsbeständigkeit
- Eintopfsystem
- Thixotrop
- Wasserabweisend
- Absperrend gegen färbende Holzinhaltsstoffe
- Ideal für die Renovierung alter Oberflächen
- Hydroperl-Effekt
- Filmgeschützt
Materialbasis
AlkydharzVerpackung/Gebindegrößen
- Weiss: 0,7 l, 2,5 l, 5 l, 20 l
- Basis Transparent: 0,6 l, 2,125 l, 4,25 l, 17 l
- Basis Grey: 0,7 l, 2,5 l, 5 l
Farbtöne
- Weiss (nach Trocknung ca. RAL 9010)
Alle deckenden Farbtöne gemäß CapaWood Classic Farbtonfächer und CapaWood Grey&Silver Farbtonfächer sowie weitere Farbtöne über ColorExpress tönbar.
Bei Verwendung von schwach deckenden Farbtönen (z. B. Rot, Orange, Gelb) empfehlen wir eine Grundbeschichtung im passenden Grundiersystemfarbton
Die Farbtöne auf den CapaWood Farbtonfächern sowie diversen Farbtonvorlagen dienen nur als Hinweis. Im Zweifel eine Probebeschichtung durchführen.
Farbtonbeständigkeit gemäß BFS-Merkblatt Nr. 26
- Bindemittel: Klasse B
- Pigmentierung: Gruppe 1 bis 3
Glanzgrad
SeidenglänzendLagerung
- Kühl und verschlossen lagern.
- Vor Frost und hohen Temperaturen schützen.
Eignung gemäß Technischer Information Nr. 606 Definition der Einsatzbereiche
| innen 1 | innen 2 | innen 3 | außen 1 | außen 2 |
| - | - | - | + | + |
| (–) nicht geeignet / (○) bedingt geeignet / (+) geeignet | ||||
Geeignete Untergründe
Max. 15 % Holzfeuchte bei maßhaltigen Holzbauteilen, max. 18 % Holzfeuchte bei begrenzt maßhaltigen und nicht maßhaltigen Bauteilen gemäß BFS-Fachregeln Nr. 18.Untergrundvorbereitung
Die Holzoberflächen müssen vor dem Beschichten von Staub, Schmutz, Harzgallen, Fetten, Ölen usw. gereinigt werden. Schleifstaub oder lose Reste von Altanstrichen gründlich abbürsten. Silikonreste führen zu Verlaufstörungen.
| Tragende Holzbauteile | Müssen vorab mit CapaWood Protect Primer imprägniert werden. |
| Neue Holzbauteile | Glatte und gehobelte Holzoberflächen gründlich reinigen. Austretende Holzinhaltsstoffe wie z. B. Harze und Harzgallen entfernen. Bei Bedarf in Faserrichtung anschleifen. Rohes Holz im Außenbereich soll unmittelbar bevor es der Witterung (UV-Strahlung, Niederschlag, Wind) ausgesetzt wird, beschichtet werden. |
| Beschichtetes Holz/Renovieranstrich | Nicht tragfähige Altbeschichtungen bis auf das Holz vollständig entfernen. Festhaftende Altbeschichtungen anschleifen, reinigen und auf Verträglichkeit mit CapaWood RenoTech prüfen. Bei sehr rissigen und verwitterten Holzoberfläche empfielt sich eine festigende und saugfähigkeitsegalisierende Imprägnierung mit CapaWood Protect Primer. |
| Maseriersystem | Zur Erzielung eines gleichmäßigen Erscheinungsbildes abgewitteter Holzoberflächen. Untergrundvorbereitung entsprechend Renovieranstrich. Je nach Schadensbild, 1-2 x mit CapaWood RenoTech Maserierfarbton (entspricht Palazzo 205) beschichten. Für den Maserungseffekt (Maseriersystem) ist nachfolgender Anstrich mit CapaWood Classic, CapaWood SolidUniversal oder CapaWood ImprägnierGel erforderlich. |
Auftragsverfahren
CapaWood RenoTech ist verarbeitungsfertig eingestellt. Der thixotrope Effekt baut durch mechanische Belastung (Aufrühren) ab. Nach einigen Stunden im Ruhezustand ist die Thixotropie wieder hergestellt.
Unverdünnt anwenden und nicht mit anderen Produkten mischen. Geeignet für Streich- oder Spritzapplikation.
| Neues Holz | mindestens zweimal unverdünnt streichen, Erstauftrag allseitig ausführen. |
| Wartungsanstriche | 1 – 2 x unverdünnt streichen. Zwischenschleifen nach dem ersten Auftrag, nur wenn unbedingt erforderlich. Schleifstaub nicht einatmen. |
Bei der Spritzapplikation zusätzliche Vorgaben zur persönlichen Schutzausrüstung beachten. Hinweise dazu im Sicherheitsdatenblatt.
Hinweise für den Spritzauftrag:
| Düse | Spritzwinkel | Druck | Verdünnung | |
| Airless | 0,010 Inch | 30° - 60° | ab 145 bar | unverdünnt |
Verbrauch
CapaWood RenoTech Weiß:
Streichauftrag auf gehobelten Holzoberflächen:
ca. 70 – 95 ml/m2
Streichauftrag auf sägerauen Holzoberflächen:
ca. 125 – 160 ml/m2
CapaWood RenoTech Basis Transparent/Grey:
Streichauftrag auf gehobelten Holzoberflächen:
ca. 95 – 125 ml/m2
Streichauftrag auf sägerauen Holzoberflächen:
ca. 165 – 210 ml/m2
Die Verbrauchswerte sind Anhaltswerte, die je nach Untergrund und Untergrundbeschaffenheit abweichen können. Exakte Verbrauchswerte sind nur durch vorherige Probebeschichtungen zu ermitteln.
Verarbeitungsbedingungen
- Material-, Umluft- und Untergrundtemperatur: mind. 5 °C (günstiger Bereich: 10 bis 25 °C)
- Relative Luftfeuchte: ≤ 80 %
Trocknung/Trockenzeit
Bei 23 °C und 50 % relativer Luftfeuchtigkeit:
- Grifffest: ca. 4 – 6 Stunden
- Zweiter Auftrag: ca. 10 – 12 Stunden
- Regenfest: ca. 12 Stunden
Bei niedrigeren Temperaturen und höherer Luftfeuchtigkeit oder geringem Luftwechsel, z. B. durch dichte Lagerung der Bauteile auf Hordenwagen verzögert sich die Trocknung.
Werkzeuge
Am besten eigenen sich für den Auftrag Pinsel mit Kunststoffborstenmischungen. Geeignet hierfür sind z.B. M-Plus Flachpinsel Lasur Plus, Mesko M4 oder vergleichbaren Pinseltypen.Werkzeugreinigung
Werkzeug nach Gebrauch mit Kunstharzverdünnung oder Universalverdünnung (z.B. Caparol AF-Verdünner) reinigen und entsprechend dem Sicherheitsdatenblatt entsorgen.
Hinweis
Rohes Holz im Außenbereich muss unmittelbar nachdem es der Witterung (UV-Strahlung, Niederschlag, Wind) ausgesetzt wurde, beschichtet werden. Ansonsten ist mit verminderter Anstrichhaftung, verursacht durch eine sich bildende Trennschicht, zu rechnen. Der Grad der Problematik dieser Trennschicht kann mit baustellenüblichen Prüfungen nicht ermittelt werden.
Verlängerung der Haltbarkeit von beschichteten Holzfassaden:
- Fehler im konstruktiven Holzschutz können durch einen Anstrich nicht behoben werden
- An stark bewitterten Fassadenflächen ist die Verwendung von Rift- und Halbriftbrettern unbedingt zu empfehlen, da es bei Fladerbrettern im Zuge der Bewitterung zum Ablösen der obersten Holzschichten an der Oberfläche und somit zu großflächigen Beschichtungsschäden kommt.
- Eine senkrecht montierte Fassadenschalung ist gegenüber einer waagrechten Schalung zu bevorzugen.
- Bei Fassadenschalungen sind sägeraue Oberflächen gehobelten vorzuziehen. Besonders bei dichten Holzarten wie z.B. Lärche oder Tropenhölzern, sollte eine sägeraue, geschliffene oder eine geriffelte Oberfläche gewählt werden, um die Haftung der Lasur zu verbessern.
Weitere Informationen zum Thema Holzschutz und Wartungsintervalle entnehmen Sie dem CapaWood Chronographen.
Gefahrenhinweise/Sicherheitsratschläge (Stand bei Drucklegung)
Flüssigkeit und Dampf entzündbar. Kann allergische Hautreaktionen verursachen. Schädlich für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung. Von Hitze, heißen Oberflächen, Funken, offenen Flammen und anderen Zündquellen fernhalten. Nicht rauchen. Einatmen von Nebel oder Dampf vermeiden. Freisetzung in die Umwelt vermeiden. Schutzhandschuhe/ Schutzkleidung/ Augenschutz/ Gesichtsschutz tragen. BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT (oder dem Haar): Alle kontaminierten Kleidungsstücke sofort ausziehen. Haut mit Wasser abwaschen. Bei Brand: Trockensand, Löschpulver oder alkoholbeständigen Schaum zum Löschen verwenden. Wiederholter Kontakt kann zu spröder oder rissiger Haut führen. Enthält: Reaktionsmasse aus Bis(1,2,2,6,6-pentamethyl-4- piperidyl)sebacat und Methyl-1,2,2,6,6-pentamethyl-4-piperidylsebacat, Fettsäuren, C14-18- und C16- 18-ungesättigt, mit Maleinsäure behandelt, Reaktionsprodukte mit Oleylamin, Fettsäuren, C18-unges., Dimere, Verbindungen mit Kokosalkylamin, 4,5-Dichlor-2-octyl-2H-isothiazol-3-on, Octhilinon (ISO). Für gewerbliche/industrielle Anwendungen.. Behandelte Ware, enthält ein Biozidprodukt. Filmschutzmittel: DCOIT, OIT. Hotline für Allergieanfragen: 0800/1895000 (kostenfrei aus dem deutschen Festnetz).Entsorgung
Inhalt und Behälter in Übereinstimmung mit den lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Vorschriften der Entsorgung zuführen. Darf nicht in die Kanalisation/Umwelt gelangen.EU-Grenzwert für den VOC-Gehalt
dieses Produktes (Kat. A/e): 400 g/l . Dieses Produkt enthält max. 400 g/l VOC.Giscode
BSL20Deklaration der Inhaltsstoffe
Alkydharz, Leinöl, Titandioxid, Silikate, mineralische Pigmente / Füllstoffe, Aliphaten, Glykolether, Aromaten, Wasser, Additive.Nähere Angaben
siehe Sicherheitsdatenblatt
Technische Beratung
Alle in der Praxis vorkommenden Untergründe und deren technische Bearbeitung können in dieser Druckschrift nicht abgehandelt werden. Sollen Untergründe bearbeitet werden, die in dieser Technischen Information nicht aufgeführt sind, ist es erforderlich, mit uns oder unseren Außendienstmitarbeitern Rücksprache zu halten. Wir sind gerne bereit, Sie detailliert und objektbezogen zu beraten.Technischer Beratungsservice
Tel.: +49 6154 71-71710Fax: +49 6154 71-71711
E-Mail: kundenservicecenter@caparol.de






