
Verwendungszweck
Sehr ergiebiger Leichtspachtel zum Armieren von EPS- und Mineralwolle-Dämmplatten in den Capatect Fassadensystemen sowie zur Verklebung von EPS-Dämmplatten. Der Capatect CarbonSpachtel X-TRA 900 kann auch in der Renovierung von tragfähigen Untergründen und EPS-Dämmplatten verwendet werden.Eigenschaften
- Carbonfaserverstärkt
- Hochschlagfest und risssicher
- Niedriger Materialverbrauch
- Sehr hohe Ergiebigkeit
- Hohe Standfestigkeit
- Besonders leichte Verarbeitung
Materialbasis
PolymerdispersionVerpackung/Gebindegrößen
Eimer 15 kgFarbtöne
HellbeigeLagerung
Kühl, frostgeschützt und Vermeidung großer Temperaturschwankungen. Vor direkter Sonnenbestrahlung schützen.
Material verarbeiten innerhalb von 12 Monaten.
Dichte
ρ ≈ 1,0 g/cm³Wasserdampfdurchlässigkeit
Kategorie V2 (mittel) nach DIN EN 15824sd ≥ 0,14 m - < 1,4 m nach DIN EN ISO 7783
Haftzugfestigkeit
Haftfestigkeit fh > 0,3 MPa nach DIN EN 1542Brandverhalten
Klasse A2-s1, d0 nach DIN EN 13501-1 (nichtbrennbar)Wasseraufnahmekoeffizient
Kategorie W3 (niedrig) nach DIN EN 15824w ≤ 0,1 kg/(m2h1/2) nach DIN EN 1062
Schlag-/Stoßfestigkeit
Risssicher und extrem stoßfest (bis 90 Joule in Abhängigkeit zum Systemaufbau)Produkt-Nr.
9813Hinweis
Angegebene Daten stellen Durchschnittswerte dar, die bedingt durch den Einsatz natürlicher Rohstoffe von Lieferung zu Lieferung geringfügig abweichen können.Zu beachten sind die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung / allgemeine Bauartengenehmigung der zugrundeliegenden WDV-Systeme und die Technischen Informationen der Produkte.
Geeignete Untergründe
Mauerwerk und Beton mit oder ohne Putz bzw. Untergründe gemäß den Angaben der WDVS-Zulassungen / Bauartengenehmigungen.Untergrundvorbereitung
Fensterbänke und Anbauteile abkleben.
Glas, Keramik, Klinker, Naturstein, lackierte, lasierte und eloxierte sowie zu schützende Flächen sorgfältig abdecken.
Der Untergrund muss frostfrei, fest, trocken, fett- und staubfrei sein und für gedübelte Systeme eine ausreichende Tragfähigkeit für den Einsatz von Dübeln besitzen. Verunreinigungen und trennend wirkende Substanzen (z.B. Schalöl) sowie vorstehende Mörtelgrate entfernen. Schadhafte, blätternde Anstriche und Strukturputze weitmöglichst entfernen. Putzhohlstellen abschlagen und flächenbündig beiputzen.
Stark saugende, sandende oder mehlende Oberflächen gründlichst bis zur festen Substanz reinigen und grundieren.
Die Verträglichkeit eventuell vorhandener Beschichtungen mit dem Material ist sachkundig zu prüfen.
Materialzubereitung
Das Material ist verarbeitungsfertig. Vor der Verarbeitung kurz aufzurühren. Bei warmer Witterung ist eine Konsistenzregulierung durch geringfügige Wasserzugabe möglich.
Verarbeitung als Kleber
- Manuelle oder maschinelle Verarbeitung möglich
- Dämmplatten mind. 10 cm versetzt im Verband verlegen und dicht stoßen
- Stoß- und Lagerfugen müssen kleberfrei bleiben
- Fugen ≤ 5 mm mit geeignetem schwerentflammbaren Fugenschaum verfüllen
- Fugen und Fehlstellen > 5 mm mit gleichwertigen Dämmstoffstreifen schließen
- An den Gebäudeecken Dämmstoffe verzahnen
- Auf flucht- und lotrechte Verarbeitung achten
- Unbeschichtete Mineralwolle-Dämmplatten im Klebebereich vorspachteln (Press-Spachtelung)
- Beschädigte Dämmplatten dürfen nicht eingebaut werden
Wulst-Punkt-Methode
Auftragen einer umlaufenden Wulst am Plattenrand und Klebepunkten in der Mitte.
- Putzsysteme - Klebekontaktfläche ≥ 40 %
Vollflächige Verklebung
Bei ebenen Untergründen kann der Kleber mittels einer Zahnspachtel/Zahntraufel vollflächig aufgebracht werden. Die Dämmplatten sind unverzüglich, spätestens nach 10 Minuten, mit der Seite, auf die der Klebemörtel aufgetragen wurde, am Untergrund einzudrücken, einzuschwimmen und anzupressen.
Mineralwolle-Lamellendämmplatten müssen immer vollflächig verklebt werden.
Maschinelles Verkleben (Teilflächenverfahren)
Das Material maschinell auf den Untergrund in Form von senkrechten Wülsten aufspritzen. Die Klebewülste müssen ca. 5 cm breit und in der Wulstmitte mindestens 10 mm dick sein. Der Achsabstand darf 10 cm nicht überschreiten. Die Dämmplatten sind unverzüglich in das frische Klebemörtelbett einzudrücken, einzuschwimmen und anzupressen. Um Hautbildung zu vermeiden, darf nur soviel Kleberfläche vorgelegt werden, wie unmittelbar mit Dämmplatten belegt werden kann.
- EPS-Platten - Klebekontaktfläche ≥ 60 %
- Mineralwolle-Dämmplatten - Klebekontaktfläche ≥ 50 %
Verarbeitung als Armierung
Zur Sicherstellung einer gleichmäßig ebenen Oberfläche und zur Stabilisierung der Dämmstoffoberfläche bei Mineralwolle-Dämmplatten wird vor dem Aufbringen der Armierungsschicht eine Ausgleichsspachtelung empfohlen. Dazu eine erste Lage mit dem Armierungsmörtel in ca. 2 mm Schichtdicke vorspachteln und durchtrocknen lassen.
- Im Eckbereich von Gebäudeöffnungen zusätzlich Capatect Diagonalarmierung, Sturzeckprofil oder Gewebestreifen (ca. 25 x 25 cm) diagonal in die Armierung einbetten.
- Anputzleisten, Eckschienen und Profile vollflächig in die Armierungsmasse einlegen und ausrichten. Beim Einsatz vom Capatect Gewebe Eckschutz die Gewebebahnen lediglich bis an die Kante führen.
- Armierungsmasse mit rostfreier Stahltraufel oder maschinell auftragen. Kontrolle der Schichtstärke mit entsprechender Zahntraufel. Die Schichtdicke der Armierung muss gleichmäßig sein.
- Das Capatect Gewebe 650 vollflächig so einbetten, dass es bei Armierungsschichtdicken bis zu 4 mm mittig, oberhalb 4 mm im oberen Drittel liegt.
- Stöße des Gewebes sind ca. 10 cm zu überlappen.
- Nachfolgend nass in nass überspachteln, so dass eine vollflächige Abdeckung des Gewebes sichergestellt ist.
Verbrauch
Verklebung
ca. 3,0 kg/m2
Armierungsschicht
EPS-Dämmstoff: ca. 2,0 - 5,0 kg/m2
Mineralwolle-Dämmplatten: ca. 4-5 kg/m2
(ca. 1,0 kg pro mm Schichtdicke)
Bei diesen Verbrauchsangaben handelt es sich um Richtwerte. Objektabhängige oder verarbeitungsbedingte Abweichungen sind zu berücksichtigen.
Schichtdicke
ArmierungEPS-Dämmstoff: 2-5 mm
Mineralwolle-Dämmplatten: 4-5 mm
Verarbeitungsbedingungen
Während der Verarbeitung- und in der Trocknungsphase dürfen die Umgebungs- und Untergrundtemperaturen nicht unter +5 °C und über +30 °C liegen. Nicht unter direkter Sonneneinwirkung, bei starkem Wind, Nebel oder hoher Luftfeuchtigkeit verarbeiten.
Auf das Merkblatt "Verputzen, Wärmedämmen, Spachteln, Beschichten bei hohen und niedrigen Temperaturen" vom Bundesverband Ausbau und Fassade wird verwiesen.
Bei ungünstigen Witterungsbedingungen sind geeignete Maßnahmen zum Schutz der bearbeiteten Fassadenflächen zu treffen.
Trocknung/Trockenzeit
Die Wartezeit zur Überarbeitung ist u.a. abhängig von den Witterungsbedingungen und der Schichtdicke. Die Angaben beziehen sich auf 20 °C und 65 % relativer Luftfeuchtigkeit und dienen als Orientierung.
Die Durchtrocknung bzw. Aushärtung des Materials findet durch chemisch-physikalische Vorgänge und die Abgabe des enthaltenen Wassers, d. h. dessen Verdunstung, statt. Kühle und feuchte Umgebungen verzögern diese Prozesse.
Eine gegebenenfalls notwendige Verddübelung von Dämmplatten sollte erst nach ausreichender Verfestigung des Kleberbetts erfolgen. Grund- bzw. Zwischenanstriche müssen vor der weiteren Überarbeitung trocken sein.
Wartezeit nach Verklebung
- je nach Witterung, frühestens nach ca. 2-3 Tagen, verdübeln bzw. überarbeiten
Wartezeit nach Armierung
- oberflächentrocken nach ca. 24 Stunden
- Überarbeitung nach vollständiger Durchtrocknung, frühestens nach 2-3 Tagen
Der organische Putz darf nicht mit mineralischen Putzen überarbeitet werden.
Werkzeugreinigung
Sofort nach Gebrauch mit Wasser unter Beachtung der gesetzlichen Vorschiften.
Beispiel für Maschinenausrüstung
Kenndaten(++ sehr gut geeignet + gut geeignet - bedingt geeignet -- nicht geeignet):
- Durchlaufmischer: --
- Durchlaufmischer + Förderpumpe: --
- Förderpumpe: ++ (z.B. m-tec P 25 V, Inotec InoBeam F30)
- Mischpumpe: +
- Trockenförderanlage: --
- Schlauchdurchmesser innen Anfang / Ende: 35 mm / 25 mm
- Förderweite max. (maschinenabhängig): 50 mm
- Förderhöhe max. (maschinenabhängig): 25 m
- Spritzgerät Düsendurchmesser (abhängig von der Korngröße): 8-10 mm
Förderschläuche vor dem regulären Betrieb mit Kalkschlämme oder Kleister vorspülen.
Bei Arbeitsunterbrechungen den Förderschlauch nicht in direkter Sonneneinstrahlung stehen lassen, Materialbehälter z. B. mit Folie abdecken und Pistole und Düse unter Wasser aufbewahren. Standzeit max. 30 min. bis zum Weiterverarbeiten, da sonst das Material im Schlauch erhärten kann. Vor einer Arbeitspause ist der Materialbehälter weitestgehend leer zu fahren, um einer Material-Tunnelbildung beim Wiederanfahren vorzubeugen. Wird dies nicht beachtet, muss das Material ggf. vor dem Anfahren der Maschine (bei ausgeschalteter Maschine) "gangbar" gemacht werden.
Nähere Informationen entält das "Handbuch der Spritztechnologie".
Die Vorgaben der Maschinenhersteller sind zu beachten.
Eine Beratung zum Einsatz von Silo- und Maschinentechnik wird empfohlen.
Gefahrenhinweise/Sicherheitsratschläge (Stand bei Drucklegung)
Enthält 1,2-Benzisothiazol-3(2H)-on. Kann allergische Reaktionen hervorrufen. Sicherheitsdatenblatt auf Anfrage erhältlich. Für gewerbliche/industrielle Anwendungen.Hotline für Allergieanfragen: 0800/1895000 (kostenfrei aus dem deutschen Festnetz).
GISCODE: BSW20.
VOC-Gehalt nach RL 2004/42/EG: Dieses Produkt enthält max. 10 g/l VOC.
Deklaration der Inhaltsstoffe nach VdL-Richtlinie 01: Polyvinylacetatharz, Alkaliwasserglas, Silikate, Aluminiumhydroxid, Wasser, Additive, Konservierungsmittel.
Zulassung
Z-33.41-130Z-33.42-1739
Z-33.43-132
Z-33.44-133
Z-33.47-859
Technischer Beratungsservice
Tel.: +49 6154 71-71710Fax: +49 6154 71-71711
E-Mail: kundenservicecenter@caparol.de
