caparol_pim_import/caparol_de/products/image/148456/048258_Capatect_GUP_200_FL_Kalkzementleichtputz_20kg.png

Capatect GUP FL 200

Faserarmierter Leichtunterputz für alle gängigen Mauerwerksuntergründe im Innen- und Außenbereich

Verwendungszweck

Mineralischer Leichtputz (LW) Typ II mit Faserarmierung und EPS-Leichtzuschlägen nach DIN EN 998-1 für hochwärmedämmendes Mauerwerk z. B. porosiertem Tonziegel, Leichtbetonsteinen, Bisotherm, Liapor und Porenbetonsteinen im Innen- und Außenbereich.
Nicht für den Sockelbereich geeignet.

Eigenschaften

  • Faserarmierung und EPS-Leichtzuschläge
  • Überarbeitung mit allen Capatect Strukturputzen möglich
  • Gute Haftung auf allen mineralischen Untergründen
  • Speziell abgestimmt auf die Eigenschaften von hochwärmedämmenden Mauerwerk
  • Besonders hohe Ergiebigkeit
  • Spannungsarm
  • Verarbeitung maschinell oder per Hand

Verpackung/Gebindegrößen

20 kg Sack, Silo

Farbtöne

Grau

Lagerung

Kühl, trocken und vor Feuchtigkeit geschützt.
Haltbarkeit in orginal verschlossenem Gebinde mindestens 9 Monate.

Technische Daten

  • Mörtelkategorie:                                 CS II nach DIN EN 998-1 und P II nach DIN 18550-1
  • Druckfestigkeit:                                  ca. 2,5 N/mm2 nach DIN EN 1015-11

Wärmeleitfähigkeit

λ10 dry ≤ 0,23 W/(mK) für P= 50 % nach DIN EN 1745
λ10 dry ≤ 0,25 W/(mK) für P= 90 % nach DIN EN 1745

Diffusionswiderstandszahl µ (H2O)

≤ 20 nach DIN EN 1015-19

Rohdichte

ca. 0,95 g/cm³ nach DIN EN 1015-10 (Trockenmörtel)

Biegezugfestigkeit

ca. 1,1 N/mm2 nach DIN EN 1015-11

Haftzugfestigkeit

≥ 0,08 N/mm2 nach DIN EN 1015-12

Brandverhalten

Klasse A1 nach DIN EN 13501-1

Bindemittelbasis

Mineralisches Bindemittel nach DIN EN 197-1 und DIN 459-2 und Zuschläge nach DIN EN 13139

Dynamischer Elastizitätsmodul

ca. 2.500 N/mm2

Kapillare Wasseraufnahme

W2 nach DIN EN 998-1 und
c ≤ 0,20 kg/(m2min0,5) nach DIN EN 1015-18

Produkt-Nr.

200

Untergrundvorbereitung

Fensterbänke und Anbauteile abkleben. Glas, Keramik, Klinker, Naturstein, lackierte, lasierte und eloxierte Flächen sorgfältig abdecken. Fensterlaibungen, Grifftaschen und Ausbrüche vorputzen.

Alle Untergründe müssen tragfähig, eben (DIN 18202), sauber und frei von haftmindernden Rückständen sein. Bei hohen Temperaturen und Wind Untergrund vornässen.

Trockenen Porenbeton grundsätzlich vornässen.

Der Untergrund sollte mattfeucht sein.

Zur Verbesserung des Haftverbundes zwischen dem Putzgrund und der nachfolgenden Putzlage sind Holzwolle-Leichtbauplatten, glatte und/oder schwach saugende Untergründe wie z. B. XPS-, EPS-Dämmplatten flächendeckend mit Capatect Klebe- und Armierungsmasse 186M oder Capatect Klebe- und Armierungsmasse 170 zu beschichten und mit Zahntraufel 5 mm durch zukämmen. Nachfolgende Beschichtungen erfolgen je nach Witterung 24-72 Stunden danach.

Glatte oder schlecht saugende Mauerwerke oder Betonuntergründe sind durch eine Haftbrücke oder einen Spritzbewurf vorzubehandeln.

Durchfeuchtete Wände müssen vorher abgetrocknet sein.

Putzgrundprüfung und -vorbereitung sowie Putzausführung stets entsprechend VOB/C-ATV-DIN 18350 und DIN 18550-1 bzw. DIN 18550-2 vornehmen.

Materialzubereitung

20 kg Material (ein Sack) in ca. 6,7 l Wasser anmischen.
Die Anmischung erfolgt mit üblichen Putzmaschinen, Elektrorührwerk oder Zwangsmischer.

Auftragsverfahren

Erstellen einer Putzschicht:
Den Capatect GUP FL 200 in gewünschter Putzstärke maschinell oder manuell mit Kelle und rostfreier Stahltraufel auftragen und mit Kartätsche einebenen.

Ggf. auftretende Sinterschichten mit Gitterrabott aufrauen und Unebenheiten entfernen. In Abhängigkeit von den Witterungsbedingungen ist ein Rabottieren der Flächen frühestens nach 24 Stunden möglich. Bei rabottierten Flächen ist eine zum Strukturputz passende Haftgrundierung anzuwenden.

Bei nicht rabottierten Flächen ist die Erstellung einer Haftgrundierung zwischen Unterputz und Strukturputz nicht zwingend erforderlich.

Bei zweilagigem Auftrag erste Putzlage gut aufrauen. 


Putzbewehrung bzw. Einsatz zusätzlicher Armierungslagen:

1. Teilflächenarmierung auf dem Untergrund

In Fällen, in denen eine Bewehrung des Putzsystems nicht über eine gesamte Fassadenfläche, sondern lediglich in kleinen Teilflächen erfolgen soll, z. B. bei Rollladenkästen, Fensterecken, Deckenrändern, Mischmauerwerk und dergleichen, ist eine Teilflächenarmierung aus z. B. Capatect Klebe- und Armierungsmasse 186M oder Capatect Klebe- und Armierungsmasse 170 mit Capatect Gewebe 650 auf dem Untergrund zu empfehlen.


2. Vollflächige Gewebeeinbettung in eine zusätzliche Armierungslage

Alternativ ist zur Teilflächenarmierung eine vollflächige Lage Armierungsputz aus z. B. Capatect Klebe- und Armierungsmasse 170 oder Capatect Klebe- und Armierungsmasse 133 LEICHT mit Gewebeeinbettung des Capatect Gewebe 650 auszuführen.


3. Besondere Anforderungen erfordern den Einsatz einer zusätzlichen Armierungslage

a) Besondere Anforderungen an die Putzschicht:
Bei stark exponierten Lagen, Hellbezugswerten unter HBW 30 oder Oberputzen mit Korngröße < 2 mm ist eine Armierungslage z. B. aus Capatect Klebe- und Armierungsmasse 170 oder Capatect Klebe- und Armierungsmasse 133 LEICHT mit Gewebeeinbettung des Capatect Gewebe 650 notwendig.

Das eingelegte Gewebe im Stoßbereich mind. 10 cm überlappend verarbeiten. Im Eckbereich von Gebäudeöffnungen zusätzlich Capatect Diagonalarmierung 651 einbetten.

Beim Einsatz von Edelkratzputzen als Oberputz ist der Capatect GUP FL 200 horizontal, wellenartig mit einer 8er Zahnung aufzuzahnen.

b) Original Meldorfer® Flachverblender:
Sollen Flächen mit Original Meldorfer® Flachverblendern belegt werden, erfolgt eine vollflächige Armierungslage mit Bewehrungsgewebe auf der Grundputzschicht. Es wird empfohlen zwischen Putzschicht und nachfolgendem Belag einen Haftvermittler z. B. CapaGrund Universal einzusetzen. Als Ansatzmörtel wird der Capatect Meldorfer Ansatzmörtel 080 verwendet.

Sonstige Hinweise:
Aufgrund des organischen Leichtzuschlages darf der Capatect GUP FL 200 nicht ohne Oberputz verwendet werden. Die Verwendung von lösemittelhaltigen Produkten ist nicht möglich.

Anbringen von Eckschienen:
Auf Schichtdicke angepasste Eckschiene z. B. Capatect Gewebe Eckschiene Y-Form 658 in Capatect GUP FL 200 einlegen. Weiterführende Informationen sind der gültigen Sonderinformation Zubehörteile zu entnehmen.

Zubehör Sockel:
In Abhängigkeit zum Untergrund können z. B. Capatect GUP SLP 201, Capatect GUP SockelFix 211 oder Capatect ArmaReno Sockel eingesetzt werden.

Beschichtungsaufbau

Mindestschichtdicke:
- einlagig:   mind. 15 - max. 20 mm
- zweilagig: max. 40 mm

Verbrauch

ca. 0,9 kg/m2 und mm Schichtdicke
Bei diesen Verbrauchsangaben handelt es sich um Richtwerte. Objektabhängige oder verarbeitungsbedingte Abweichungen sind zu berücksichtigen.

Verarbeitungsbedingungen

Während der Verarbeitung- und in der Trocknungsphase dürfen die Umgebungs- und Untergrundtemperaturen nicht unter +5 °C und über +30 °C liegen. Nicht unter direkter Sonneneinwirkung, bei starkem Wind, Nebel oder hoher Luftfeuchtigkeit verarbeiten.
Unterputzvor zu rascher Austrocknung schützen.

In diesem Zusammenhang verweisen wir auf das Merkblatt "Verputzen bei hohen und tiefen Temperaturen" vom Deutschen Stuckgewerbebund.

Es sind die Abhängigkeiten von Temperatur, Schichtdicke und relativer Luftfeuchtigkeit zu beachten.

Trocknung/Trockenzeit

ca. 1 Tag/mm Schichtdicke
Abhängig von Temperatur, Schichtdicke und relativer Luftfeuchtigkeit.

Werkzeugreinigung

Sofort nach Gebrauch mit Wasser.

Beispiel für Maschinenausrüstung

Maschinen / Ausstattung z. B.:
PFT Mischpumpe G4
Schneckenmantel: D6-3
Förderschnecke: D6-3
Mörtelschläuche: Ø 25 mm, Ø 35 mm
Nassmörtel-Förderweite: bis 20 m, bis 30 m
Bitte Sonderinformationen zur maschinellen Verarbeitung anfordern.

Zum Schutz vor Regeneinwirkung während der Trocknungsphase das Gerüst gegebenenfalls mit Planen abhängen. Bei der Anwendung und Ausführung die DIN 18550-1 und DIN 18550-2 sowie DIN 18350, VOB, Teil C beachten.

Gefahrenhinweise/Sicherheitsratschläge (Stand bei Drucklegung)

VOC-Gehalt nach RL 2004/42/EG < 1 g/l. Gefahr. Gefahrenhinweise/Sicherheitshinweise: Verursacht Hautreizungen. Verursacht schwere Augenschäden. Kann die Atemwege reizen. Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Kennzeichnungsetikett bereithalten. Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen. Staub oder Nebel nicht einatmen. Nur im Freien oder in gut belüfteten Räumen verwenden. Schutzhandschuhe/ Augenschutz tragen. BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen. Unter Verschluss aufbewahren. Enthält: Zement, Portland-, Chemikalien, Calciumdihydroxid, Kaminstaub, Portlandzement. Wäßrige Zementaufschlämmungen wirken alkalisch. klaration der Inhaltsstoffe nach VdL-Richtlinie 01: Zement, Calciumhydroxid, Additive.

Entsorgung

Leere Behälter einer anerkannten Abfallentsorgungsanlage zuführen zwecks Wiedergewinnung oder
Entsorgung. Das Produkt kann nach Verfestigung unter Beachtung der örtlichen behördlichen Vorschriften abgelagert werden. EAK 170904

Giscode

ZP1

CE-Kennzeichung

Hinweis zur Leistungserklärung/CE-Kennzeichnung
Die Kennzeichnung mit dem CE-Zeichen nach EN 998-1 erfolgt auf dem Gebinde sowie dem Datenblatt zur Leistungserklärung/CE-Kennzeichnung, das im Internet unter www.caparol.de abgerufen werden kann.