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Capatect Capapor Bossensteine 121/016

Profile zur Fassadengestaltung und Dekorelemente für kreative Innenraumeffekte

LV Texte

Verwendungszweck

Fassadenprofile aus Leichtbaustoff als Bossenprofil zur dekorativen Fassadengestaltung. Geeignet im Einsatz auf massiven Untergründen und den Capatect Fassadensystemen.
Zur Rekonstruktion renovierungsbedürftiger Stilelemente an historischen Fassaden.
Für die Gestaltung von Innenräumen.

Eigenschaften

  • Gestaltungselement auf Basis eines mineralisch basierten epoxidharzgebundenen Leichtbaustoffs
  • Farbig überarbeitbar mit geeigneten Fassadenfarben
  • Hervorragede optische und technische Qualität
  • Einfacher Zuschnitt, leichte Verklebung
  • Nahezu unbegrenzter Gestaltungsspielraum durch Standardformen und auftragsbezogene Sondertypen

Verpackung/Gebindegrößen

Karton auf Palette

Farbtöne

Hellgrau

Lagerung

Eben lagern, um ein Verziehen zu vermeiden. Trocken, kühl, vor Feuchtigkeit geschützt. Bei mehreren Profilen Zwischenlage aus Pappe o. ä. verwenden, um Beschädigungen der Beschichtung vorzubeugen, Kanten besonders schützen.

Technische Daten

  • Max. 35 kg/Element
  • Max. 35 kg/m2 Klebefläche
  • Max. 1.000 mm x 500 mm x (5-50) mm
  • Max. 0,50 m2/Element
  • Für andere Dimensionierungen, (teil-)flächige Anwendung etc., Beratung anfordern.

Dichte

ρ ≈ 550 kg/m³

Druckfestigkeit

fD ≈ 9 N/mm2 in Anlehnung an DIN EN 1015-11

Brandverhalten

Klasse A2-s1, d0 nach DIN EN 13501-1
(bis einschließlich 100 mm Profildicke)

Temperaturausdehnungskoeffizient

α ≈ 1110-6 1/K in Anlehnung an DIN EN 14617-11

Wasserdampf­durch­lässig­keit (sd-Wert)

μ ≈ 7 in Anlehnung an DIN EN ISO 10456

Ergänzungsprodukte

Capatect Capapor Profilkleber 121/109
Capatect Capapor Profilspachtel 121/110
Capatect Dekorprofildübel 677
Capatect Fugenmasse MS

Produkt-Nr.

121/016

Hinweis

Zu beachten sind die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung / allgemeine Bauartengenehmigung und die Technischen Informationen der Systeme / Produkte.

Geeignete Untergründe

  • Mineralisch gebundene Unterputze in WDVS mit Dämmstoffen aus EPS, Mineralwolle, PUR bzw. Normalputze nach DIN EN 998-1 mit Bewehrungsgewebe ab CS III
  • Leichtunterputze bei monolithischen Wandbildnern mit zusätzlichem, mineralisch gebundenen Armierungsputz mit vollflächiger Gewebeeinlage
  • Einsetzbar in WDVS und VHF, im Massivbau und in der Sanierung, im Außen- und Innenbereich

Untergrundvorbereitung

Der Untergrund muss tragfähig, frostfrei, fest, trocken, fett- und staubfrei sein und für gedübelte Profile eine ausreichende Tragfähigkeit für den Einsatz von Dübeln besitzen. Verunreinigungen und trennend wirkende Substanzen (z.B. Schalöl) sowie vorstehende Mörtelgrate entfernen. Schadhafte, blätternde Anstriche und Strukturputze bis auf tragfähigen Untergrund entfernen. Putzhohlstellen abschlagen und flächenbündig beiputzen.

Stark saugende, sandende oder mehlende Oberflächen gründlichst bis zur festen Substanz reinigen und grundieren.
Die Verträglichkeit eventuell vorhandener Beschichtungen mit dem Capatect Capapor Profilkleber 121/109 ist sachkundig zu prüfen.

Die Ebenheit der Oberfläche des Untergrundes soll ein Stichmaß von 3 mm, bezogen auf die
maximale Kantenlänge des anzusetzenden Dekorelements, nicht überschreiten. Unebenheiten des Untergrundes durch geeignete Maßnahmen, z. B. mechanische Egalisierung oder Ausgleichspachtelung, ausgleichen.

Verarbeitungsbedingungen

Während der Verarbeitung- und in der Trocknungsphase dürfen die Umgebungs- und Untergrundtemperaturen nicht unter +5 °C und über +30 °C liegen. Nicht unter direkter Sonneneinwirkung, bei starkem Wind, Nebel oder hoher Luftfeuchtigkeit verarbeiten.
Auf das Merkblatt "Verputzen, Wärmedämmen, Spachteln, Beschichten bei hohen und niedrigen Temperaturen" vom Bundesverband Ausbau und Fassade wird verwiesen.
Bei ungünstigen Witterungsbedingungen geeignete Maßnahmen zum Schutz der bearbeiteten Fassadenflächen treffen.

Trocknung/Trockenzeit

Die Wartezeit zur Überarbeitung ist u.a. abhängig von Umgebungsbedingungen und der Kleber-Schichtdicke. Bei niedrigen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit verlängert sie sich. Die Angaben beziehen sich auf 20 °C und 65 % rel. Luftfeuchtigkeit und dienen als Orientierung.

  • Ca. 24 Stunden für das verklebte Capapor Fassadenprofil.

Werkzeugreinigung

Sofort nach Gebrauch mit Wasser unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften.

Montage, Befestigung, Zuschnitt

Vorbereitende Arbeiten
Vor der Verarbeitung Verlegeplanung erstellen. Bei der Verlegeplanung die Fugenverläufe der Capapor Fassadenprofile auf einbindende Bauteile wie z. B. Fenster oder Fensterbänke bzw. die Lage von Feldbegrenzungsfugen abstimmen, so dass keine Zwängungen entstehen. Den konkreten Verlauf der Profile auf dem Verlegeuntergrund markieren.

Horizontale Profilflächen
Horizontale Profilflächen mit einer Ausladung > 20 mm mit einem von der Fassade abführenden Gefälle von größer 5° oder 8 % ausbilden.
In Abhängigkeit der Profilgeometrie und -dicke nach Möglichkeit Tropfkanten vorsehen.

Zuschnitt
Der Zuschnitt erfolgt mit geeigente Sägen wie Kapp- oder Gehrungssäge, Stichsäge. Die zu beschichtenden Kanten durch ein Reststück oder Schleifklotz abrunden.

Verklebung
Vor der Verklebung müssen die Klebeflächen von Profil und Untergrund sorgfältig entstaubt werden, z. B. mit einem Handbesen.
Capatect Capapor Bossensteine vollflächig auf den tragfähigen, ebenen Untergrund verkleben. Capatect Capapor Profilkleber 121/109 mit einer Zahntraufel (Zahnung 8-10 mm) auf den Untergrund und auf die Bossensteinrückseite auftragen (Floating-Buttering-Verfahren). Profile mit leichtem Druck einschwimmen und fest andrücken, so dass Kleber überall leicht ausquillt, ggf. gegen Verrutschen sichern. Die umlaufende Fuge der Dekor- und Fassadeprofile muss mit Capatect Capapor Profilkleber vollständig verschlossen sein. Die obere horizontale Anschlussfuge zwischen dem Profil und dem Untergrund schräg abziehen, so dass anfallendes Niederschlagswasser von der Klebefuge weggeführt wird und über das Profil ablaufen kann. Ggf. Kleberfugen durch Nachglätten des Profilklebers mit feuchten Pinsel andichten.
Capatect Capapor Bossensteine nicht im Bereich von Gebäudeöffnungen ausklinken.
Mit Profilkleber verschmutzte Armierungsschichten direkt nach dem Auftrag mit Wasser reinigen, da andernfalls Haftungsstörungen von mineralischen Oberputzen auftreten können.

Reihungen und Anschlüsse
Profile an den Fugen mit Klebeband abkleben, Klebeflächen entstauben. Profilkanten müssen gefast sein, ggf. an Schnittkanten mit einem Schleifklotz oder Reststück anfasen.
Kraftschlüssige Profilstöße können bei Kantenhöhen von 5 - 20 mm Dicke in der Fläche oder an Ecken sowie bei Verkröpfungen und Gehrungen ausgebildet werden: Fugenbreite ca. 2 - 3 mm, Capatect Profilkleber 121/109 vollflächig an Stirnkanten auftragen, Profile passgenau verkleben, austretenden Kleber entfernen, Fugen mit einem feuchten Pinsel verschlichten. 
Wenn Bossen auch an andere Bauteile angeschlossen oder wenn Bewegungs- oder Feldbegrenzungsfugen ausgebildet werden, muss die Kante min. 10 mm dick sein. 
Bewegungsfugen bei Kantenhöhen > 10 mm, z.B. bei gebäudeumlaufenden Fassadenprofilen oder mehreren hintereinander zu montierenden Profilen: Fugenbreite ca. 10 mm, die offenen Stoßfugen frühestens 24 Stunden nach der Verklebung mit Capatect Füllschaum B1 056/00 ausschäumen. Nach Erhärtung des Füllschaums die Fuge ca. 10 mm tief auskratzen und mit Capatect Fugenmasse MS oberflächenbündig verfugen.
Feldbegrenzungsfugen bei Kantenhöhen > 10 mm, bei Feldlängen > 6 m anordnen: Fugenbreite 10 - 20 mm, der Fugenverlauf soll gerade sein. Den darunterliegenden Unterputz einschl. Gewebe einschneiden, Fuge mit geschlossenzelliger PE-Rundschnur vorlegen und mit Capatect Fugenmasse MS oberflächenbündig schließen.
Im Untergrund angelegte Bewegungs- oder Gebäudetrennfugen dürfen nicht überbrückt werden. Sie können analog zu Feldbegrenzungsfugen angelegt werden, die Fugenbreite im Abgleich zur DIN 18540 dimensionieren. Alternativ können die Profile mit ausreichend Abstand zueinander verklebt und die Seitenflächen ausschließlich mit Fassadenfarbe beschichtet werden.
Anschlüsse an Fremdbauteile als elastische Fuge mit Hinterfüllschnur und Capatect Fugenmasse MS herstellen, Fugenbreite den zu erwartenden Bewegungen entsprechend.

Beschichtung
Kleine Beschädigungen an den Profilen können mit dem Capatect Capapor Profilspachtel 121/110 beigearbeitet werden. 
Capapor Fassadenprofile müssen min. 3-lagig beschichtet werden. Vor der Beschichtung müssen die Profilflächen sorgfältig entstaubt werden, z.B. mit einem Handbesen. 

Nach ausreichender Trocknung von Fuge und Verklebung Profile in min. 3 Lagen als Grund-, Zwischen- und Schlussbeschichtung mit geeigneter Fassadenfarbe behandeln (Caparol Amphibolin). Für die erste Lage die Farbe mit bis zu 20 % Wasser verdünnen. Bei dunklen Farbtönen mit einem Hellbezugswert HBW < 25 einen TSR-Wert  ≥ 25 % einhalten (Caparol CoolProtect). 

Horizontal verlegte Fassadenprofile ohne zusätzliche Blechabdeckungen besitzen eine erhöhte Verschmutzungsneigung.
Die Funktionsfähigkeit des Wetterschutzes ist dauerhaft sicherzustellen.

Spritzwasserbereich
Capapor Fassadenprofile benötigen im Spritzwasserbereich besondere Maßnahmen zum Feuchteschutz. Zwischen dem Profilabschluss bzw. der Profiluntersicht und der Geländeoberfläche einen Mindestabstand von 10 mm vorsehen.
Die beschichteten Profile an der Unterseite und bis min. 50 mm über Geländeoberkante mit einem zusätzlichen Feuchteschutz aus Capatect SockelFlex Carbon oder Capatect SockelFlex schützen.

Anwendung

Die graphisch ausgearbeiteten Sonderprofile müssen vor Auftragsannahme durch den Besteller geprüft und freigezeichnet werden.

Dünnere und größerformatige Capapor Fassadenprofile stellen in der Regel höhere Anforderungen an die Ebenheit der Verlegeoberfläche, um einer Bruchgefahr vorzubeugen und eine vollflächige Verlegung zu gewährleisten. Zur Erhöhung der Verlegesicherheit werden vorab Baustellenverlegeversuche empfohlen.

Stöße
Profilstöße sind in der Regel optisch erkennbar. Feine Haarrisse bzw. Schwundrissbildung im Stoßbereich der Fassadenprofile stellen keinen technisch funktionalen Mangel dar und sind daher nicht zu beanstanden.

Belastungen
Capapor Fassadenprofile sind ausgelegt zur Aufnahme der Eigen-, Wind- und Schneelasten. Zusatzlasten, z. B. aus dem Betreten der Fassadenprofile, sind nicht zulässig.

Entsorgung

Zuschnittreste sind nach EAK 170904 (gemischte Bau- und Abbruchabfälle) zu entsorgen.

Technischer Beratungsservice

Tel.: +49 6154 71-71710
Fax: +49 6154 71-71711
E-Mail: kundenservicecenter@caparol.de

Technische Information

Technische Information

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