Verwendungszweck
Besonderer Oberflächeneffekt zum Einblasen in die frisch applizierte Farb- bzw. Putzbeschichtung.
Eigenschaften
- Brillanter Glitzereffekt
- Oberflächeneffekt zum Einblasen
- Nichtbrennbar
- Feinteilige Glasmischung mit gebrochenen Kanten
Verpackung/Gebindegrößen
Eimer 8 kgFarbtöne
Transluzent / Silbergrau reflektierendLagerung
Trocken, vor Feuchtigkeit geschützt.In original verschlossener Verpackung mindestens 24 Monate haltbar.
Dichte
ρ ≈ 1,2 g/cm³Größtkorn
0,6 - 1,25 mmProdukt-Nr.
3321Geeignete Untergründe
- Putzsysteme für monolithische Bauweisen mit zusätzlichem Armierungsputz und vollflächiger Gewebeeinlage
- Einsetzbar in WDVS und VHF, im Massivbau und in der Sanierung
Auftragsverfahren
Verarbeitung in Fassadenputz (kleinflächig)
Die Effektbeschichtung wird mit einer Trichterpistole in den frisch aufgebrachten, strukturierten und noch nassen Capatect Fassadenputz ≥ 1,5 mm in kreisförmiger Bewegung von oben nach unten eingeblasen.
Verarbeitung in Fassadenfarbe
1. Arbeitsgang:
Nach der Trocknungdes Oberputzes (z. B. Capatect ThermoSan Fassadenputz) erfolgt die Grund- bzw. Zwischenbeschichtung mit z.B. ThermoSan NQG.
2. Arbeitsgang:
Nach der Trocknung erfolgt die Schlussbeschichtung mit ThermoSan NQG. Fassadenfarbe satt und gleichmäßig auftragen. Direkt im Anschluss die Effektbeschichtung mittels Trichterpistole von oben nach unten in kreisförmigen Bewegungen in die noch frische Farboberfläche einblasen.
Allgemeines
Zur Erzielung eines möglichst gleichmäßigen Effekts sollte das Material mit gleichmäßiger, kreisender Bewegung und ausreichendem Abstand (ca. 40-50 cm) zur Fassadenfläche aufgetragen werden. Eine Einteilung in Teilflächen wird empfohlen.
Maschinentechnik
Düsendurchmesser: ca. 4,5 mm. Die Öffnungsweite der Düse durch die Düsennadel begrenzen, da sonst die Düsennadel im Lauf der Zeit blockiert.
Kompressor: mind. 250 l/min Luftansaugleistung
Luftdruck: ca. 0,8 bar
Nur so viel Farbe/Putz auftragen, wie vor Hautbildung belegt werden kann. Eine Einteilung in Teilflächen wird empfohlen. Örtliche Witterungsbedingungen berücksichtigen und vor der Verarbeitung einplanen. Laibungsnischen sollten in einem zweiten Arbeitsgang beschichtet werden.
Zur Minimierung von Materialverlust wird empfohlen, die Fassadenflächen vor Windeinflüssen zu schützen.
Verbrauch
- ca. 0,1 - 0,3 kg/m2
Exakten Verbrauch durch Probebeschichtung ermitteln.
Verarbeitungsbedingungen
Während der Verarbeitung- und in der Trocknungsphase dürfen die Umgebungs- und Untergrundtemperaturen nicht unter +5°C und über +30°C liegen. Nicht unter direkter Sonneneinwirkung, bei starkem Wind, Nebel oder hoher Luftfeuchtigkeit verarbeiten.
Auf das Merkblatt "Verputzen, Wärmedämmen, Spachteln, Beschichten bei hohen und niedrigen Temperaturen" vom Bundesverband Ausbau und Fassade wird verwiesen.
Bei ungünstigen Witterungsbedingungen geeignet Maßnahmen zum Schutz der bearbeiteten Fassadenflächen treffen.
Hinweis
Das Produkt nicht in direkt zugänglichen Bereichen verwenden.
Vor Beginn der Maßnahme wird grundsätzlich das Anlegen einer größeren Musterfläche mit Gerüstlage und anschließender Abnahme dieser Fläche durch den Bauherrn/Planer empfohlen.
Das Gerüst muss einen ausreichenden Abstand zur Wandoberfläche haben. Zum Schutz der Umgebung und benachbarten Gebäude das Gerüst mit Gerüstplanen abhängen.
Bei der Verarbeitung geeignete Schutzkleidung tragen! Beim Arbeiten im gesamten Arbeitsbereich eine Schutzbrille und ein Partikelfilter P2 zu tragen. Ein unsachgemäßer Gebrauch kann insbesondere im Augenbereich zu Verletzungen führen. Niemals die an einen Kompressor angeschlossene Pistole auf andere Personen richten.
Heruntergefallenes/abgepralltes Material sollte nicht wieder verwendet werden. Durch Verunreinigungen besteht die Gefahr von Klumpenbildung und Verstopfung im Werkzeug. Zusätzlich kann dadurch auch eine optische Beeinträchtigung nicht ausgeschlossen werden.
Ein lebendiges und ggf. leicht wolkiges Erscheinungsbild ist spezifisch für diesen Kreativeffekt. Bei dunklen Farbtönen nur geringe Mengen des Kreativeffects verwenden, um Wolkenbildung vorzubeugen.
Bei Fassadenflächen, die unter speziellen Objektbedingungen oder durch natürliche Witterungseinflüsse stärker als üblich feuchtebelastet werden, besteht ein erhöhtes Risiko der Pilz- und Algenbildung. Das Depot an Wirkstoffen in Fassadenfarben, die mit speziellen Wirkstoffen gegen mikrobiologischen Befall ausgestattet sind, bietet einen langanhaltenden, zeitlich begrenzten Schutz. Ein dauerhaftes Verhindern von Pilz- und Algenbewuchs kann nicht zugesichert werden.
Bei Hellbezugswerten (HBW) unter 20 muss der Putz in WDVS nach Durchtrocknung je nach Anforderung mit einer solar-reflektierenden Fassadenfarbe (CoolProtect mit TSR-Wert ≥ 25) in mindestens zwei Lagen beschichtet werden.
Auf Wandbildnern mit Leichtunterputzen sind bei HBW < 30 besondere Maßnahmen zu ergreifen, z.B. ein zusätzlicher Armierungsputz mit vollflächiger Gewebeeinlage auf dem Leichtunterputz, bei HBW < 20 zusätzlich eine solar-reflektierende Fassadenfarbe mit TSR ≥ 25.
Grenzen der Umsetzbarkeit im jeweiligen Systemaufbau beachten.
Bei dichten, kühlen Untergründen oder bei witterungsbedingter Trocknungsverzögerung können durch Feuchtebelastung (Regen, Tau, Nebel) Hilfsstoffe an der Oberfläche der Beschichtung gelblich/transparente, leicht glänzende und klebrige Ablaufspuren entstehen (Emulgatorenläufer). Diese Hilfsstoffe sind wasserlöslich und werden mit ausreichend Wasser, z.B. nach mehrmaligen stärkeren Regenfällen, selbständig entfernt. Die Qualität der getrockneten Beschichtung wird dadurch nicht nachteilig beeinflusst.
Ausbesserungen in der Fläche können sich, selbst bei Verwendung des originalen Beschichtungsmaterials, mehr oder weniger stark abzeichnen. Abzeichnungen sind gemäß BFS-Merkblatt 25 unvermeidbar. Ob eine Ausbesserung als optisch störend empfunden wird, hängt von vielen Faktoren ab wie Farbton, Glanzgrad, Schichtdicke, Untergrund, Beleuchtung usw.
Horizontale Flächen konstruktiv schützen (z.B. Verblechung).
Gefahrenhinweise/Sicherheitsratschläge (Stand bei Drucklegung)
Entsorgung: Inhalt und Behälter in Übereinstimmung mit den lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Vorschriften der Entsorgung zuführen. Darf nicht in die Kanalisation/Umwelt gelangen. Deklaration der Inhaltsstoffe nach VdL-Richtlinie 01: Silikate.Technischer Beratungsservice
Tel.: +49 6154 71-71710Fax: +49 6154 71-71711
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