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Capatect PF-Dämmplatte 122

Fassadendämmplatten aus Phenolharzschaum mit beidseitiger Vlieskaschierung nach DIN EN 13166
LV Texte

Verwendungszweck

Phenolharzschaum-Fassadendämmplatten für geklebt und gedübelte Capatect Fassadensysteme. Besonders geeignet als platzsparende Lösung für den Loggia-, Laibungsbereich und Dachgauben. Nicht im Sockelbereich und Erdreich anwendbar. Nicht im Innenbereichen einsetzbar.

Eigenschaften

  • Hoch wärmedämmend
  • Beidseitig vlieskaschiert
  • Diffusionsfähig
  • Tropft nicht brennend ab
  • HBCD-frei, FCKW- und HFCKW-frei

Farbtöne

Rosa mit beidseitigem weißem Vlies

Lagerung

Trocken, vor Feuchtigkeit geschützt.

Phenolharzdämmplatten nicht direkt auf dem Boden lagern. Dämmstoffpakete auf der Baustelle mit Folie abdecken, Dämmplatten vor direkter Sonneneinstrahlung schützen. Längere ungeschützte UV-Einwirkungen auf die Platten sind zu vermeiden. Durch Lagerung ergibt sich eine Farbänderung der Platte, die Platteneigenschaften ändern sich dadurch nicht.

Wärmeleitfähigkeit

Bemessungswert nach DIN 4108-4:
0,022 W/(mK) in 20-40 mm
0,021 W/(mK) in 50-120 mm
0,022 W/(mK) in 130-200 mm

Diffusionswiderstandszahl µ (H2O)

35 nach DIN EN 12086

Rohdichte

ca. 35-45 kg/m³ nach DIN EN 1602

Brandverhalten

C-s2, d0 nach DIN EN 13501-1

Zugfestigkeit

≥ 60 kPa senkrecht zur Plattenebene nach DIN EN 1607

Produkt-Nr.

122

Capatect PF-Dämmplatte 122
Format1.200 x 400 mm
Kantenausbildungstumpf
Plattendicke20-200 mm
≥ 160 mm bestehend aus zwei werkseitig verklebten Einzelplatten
Laibungsdämmplatten: 20-30 mm
Fassadendämmplatten: 40-200 mm
Verpackungseinheitsiehe aktuelles Lieferprogramm
HinweisFertigungsbedingte Dickentoleranzen der Dämmplatten von -2 bis 5 mm sind durch unterschiedliche Kleberbettdicken bei der Verklebung der Dämmplatten zu berücksichtigen bzw. auszugleichen.

Untergründe

Mineralische Untergründe neubaugleich, feste Altputze, tragfähige Altanstriche oder -beschichtungen, sowie andere tragfähige, ebene Untergründe.

Untergrundvorbereitung

Der Untergrund muss sauber, trocken und tragfähig sein. Verunreinigungen und trennend wirkende Substanzen (z. B. Schalöl), sowie vorstehende Mörtelgrate sind zu entfernen. Schadhafte, blätternde Anstriche und Strukturputze sind weitmöglichst zu entfernen. Putzhohlstellen sind abzuschlagen und flächenbündig beizuputzen. Stark saugende, sandende oder mehlende Oberflächen sind gründlichst bis zur festen Substanz zu reinigen und mit Sylitol® RapidGrund 111 zu grundieren.

Verbrauch

1 m2/m2

Verarbeitungsbedingungen

Während der Verarbeitung und in der Trocknungsphase dürfen die Umgebungs- und Untergrundtemperaturen nicht unter +5 °C und über +30 °C liegen. ln diesem Zusammenhang verweisen wir auf den Kommentar ATV DIN 18345 Punkt 3.1.3 ungeeignete klimatische Bedingungen.
Nicht in Verbindung mit aromatischen Lösemitteln bringen.

Montage

Vorbereitende Arbeiten:
Umverpackung der Dämmplatten mind. 10 Minuten vor der Verarbeitung entfernen, da sich die Dämmplatten vor der Verlegung entspannen müssen. Einbauteile mit direktem Kontakt zum Phenolharzdämmstoff, wie z. B. Sockel- und Eckschienen, müssen aus Kunststoff, Edelstahl oder Aluminium bestehen oder korrosionsgeschützt sein. Der Kontakt von anderen ungeschützten Metallen mit Phenolharzdämmstoff führt zur Korrosion und ist zu vermeiden.

Beschädigte Dämmplatten dürfen nicht eingebaut werden, die Vlieskaschierung auf der außenseitigen Oberfläche (= Putzgrund) darf nicht beschädigt werden. Dämmplattenzuschnitt nur mit Säge, Messer usw. vornehmen. Schneiden mit Heißdraht ist nicht möglich.

Unverputzte Dämmplatten an der Fassade sind durch geeignete Maßnahmen vor Feuchtigkeit zu schützen und baldmöglichst mit armiertem Unterputz zu beschichten.

Verklebung:
Die systemzugehörige Klebemasse in der Wulst-Punkt-Methode (am Rand umlaufend und plattenmittig 3-6 handtellergroße Batzen) auf die Plattenrückseite auftragen (Klebekontaktfläche ≥ 40%). Alternativ ist ein vollflächiger Klebemörtelauftrag mit Zahnspachtel auf der Plattenrückseite möglich.

Es wird empfohlen, die mit „Wandseite" bedruckte Seite der Dämmplatte als Klebeseite zu verwenden.

Die Dämmplattenverlegung erfolgt mindestens 10 cm versetzt im Verband. An Gebäudeecken Dämmplatten verzahnen. Dämmplatten dicht stoßen, offene Fugen und Fehlstellen bis 5 mm Breite mit Capatect Füllschaum B1 056/00 verschließen, größere Fugen mit Dämmstoffstreifen schließen.

Stoß- und Lagerfugen der Platten kleberfrei belassen.

Das Beseitigen von Unebenheiten in der Dämmplattenoberfläche durch Schleifen ist nicht möglich, großflächiges Entfernen des Vlieses ist unzulässig.

Dämmplattenanschluss an andere Bauteile spannungsfrei mit Fugendichtband entkoppeln.

Stoßfugen von Dämmplatten sollten nicht über den Anschlusszonen unterschiedlicher Bauteile liegen (z. B.: Ringanker, Rollladenkästen, Elementfugen). Die Dämmstoffe sollen hier mindestens 10 cm weit überbrücken und durch eine sichere Klebeverbindung beidseitig auflagern und ggf. verdübelt werden.

Befestigung:
Nach dem Erhärten des Klebemörtels die Dämmstoffplatten mit den erforderlichen bauaufsichtlich zugelassenen Dübeln gemäß Windlastberechnung befestigen.

Setzen der Dübel erfolgt ausschließlich oberflächenbündig.

In der Ausführung einer Flächendübelung gemäß allgemein bauaufsichtlicher Zulassung ist eine vertiefte Befestigung als Kombination des Capatect Universaldübel 053 mit dem Capatect Thermozylinder 154 ab 80 mm Dämmstoffdicke möglich. Als Tellerabdeckung wird das Capatect Universaldübel-Rondelle PF 052 verwendet.

Armierung:
Dämmplatten nicht länger als ca. 7 Tage unbeschichtet stehen lassen. Als Armierung auf den Fassadendämmplatten ausschließlich Capatect CS-Klebe- und Armierungsmörtel 850 in 5-7 mm Schichtdicke mit Capatect Gewebe 650 verwenden.

Oberputz:
Die Überarbeitung der Armierungslage erfolgt mit den systemzugehörigen Oberputzen. Eine Gesamtschichtdicke von mind. 7 mm ist einzuhalten. 

Hinweis:
Phenolharzdämmplatten sind nicht geeignet im Sockelbereich. Der Dämmstoff ist nicht geeignet für die Aufnahme von Spiraldübeln und Montageelementen wie DoRondo-PE Montagerondelle und ZyRillos Montagezylinder, die ausschließlich im Dämmstoff verklebt werden. Die Befestigung von Anbauteilen erfolgt ausschließlich über entsprechende Montageelemente in Dämmstoffdicke.

Gefahrenhinweise/Sicherheitsratschläge (Stand bei Drucklegung)

Für die Verarbeitung wird eine schneidende Bearbeitung empfohlen. Sägen, Fräsen und Schleifen führt zu erheblichen Staubbelastungen. Bei der Verarbeitung geeignete Schutzhandschuhe, hautbedeckende Arbeitskleidung und Schutzbrille/Mundschutz tragen.

Entsorgung

Abfälle sind durch sorgsamen Zuschnitt und Weiterverwendung zu vermeiden. Dennoch anfallende geringe Materialreste nach EAK 170604 (Dämmmaterial) entsorgen.
Hinweise zum Recycling von Materialzuschnitten ohne Kleber- und Spachtelanhaftungen können bei den Industrie- und Handelskammern (IHK) eingeholt werden.

Zulassung

Z-33.43-1667
ETA-11/0300

Technischer Beratungsservice

Tel.: +49 6154 71-71710
Fax: +49 6154 71-71711
E-Mail: kundenservicecenter@caparol.de

Technische Information

Nachhaltigkeitsdatenblatt

Technische Information

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