Amphibolin

Die Universalfarben auf Reinacrylbasis für den vielfältigen Einsatz rund ums Haus.
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Verwendungszweck

Vielseitig verwendbare emissionsminimierte und lösemittelfreie Fassaden- und Innen­farbe mit außergewöhnlich guter Haftfähig­keit auf fast jedem Untergrund. Die besondere Zusammensetzung vermindert den Schreibeffekt/Weißbruch bei farbigen Beschichtungen.

Im Außenbereich für wetterbeständige Be­schichtungen auf glatten und feinstruktu­rier­ten Untergründen mit hoher Schutz­wirkung gegen aggressive Luftschadstoffe.
Universalfarbe für außen, auf mine­ralischen Putzen der Mörtelgruppen PII u. PIII, Beton, Ziegelsichtmauer­werk, Faser­zementplatten, tragfähigen Alt­anstrichen, verzinkten Flächen, Hart-PVC, nicht maß­haltigem Holz. Nicht für WDVS geeigent.

Im Innenbereich für hoch strapazierfähige, scheuerbeständige, strukturerhaltende Anstriche, insbesondere auch für Beschich­tungen mit hohem Beanspruchungsgrad auf Capaver Glasgewebe-Wandbelägen sowie wegen der hohen Lichtreflexion in schwach beleuchteten Fluren, Treppen­häusern, ­Lagerräumen, Werkshallen und Tiefgaragen geeignet.

Amphibolin-W ist mit einer Konservierung der Beschichtung gegen Befall und Schädigung durch Pilze und Algen ausgestattet. Daher nicht im Innenbereich einsetzbar.

Eigenschaften

  • Starke Haftung auf vielen Untergründen
  • Hoher Lichtindex
  • Desinfektionsmittelbeständig
  • emissionsminimiert und lösemittelfrei
  • schlagregendicht, wasserabweisend

 

Materialbasis

100 % Reinacrylat-Kunststoffdispersion nach DIN 55945 mit Nassadhäsionspromotor zur Erreichung optimaler Haftfestigkeit.

Verpackung/Gebindegrößen

Amphibolin: 2,5 l, 5 l, 12,5 l. Airfix: 25 l Hobbock

Rotsandstein: 5 l

ColorExpress: 1,25 l, 2,5 l, 5 l, 7,5 l, 12,5 l

Amphibolin-W: 12,5 l

Farbtöne

Weiß, Rotsandstein.

  • Amphibolin/Amphibolin-W sind selbstabtönbar mit CaparolColor Vollton- und Abtönfarben oder AmphiColor Vollton- und Abtönfarben
  • Bei Anwendung auf saugenden Untergründen wie Hart-PVC oder verzinkten Flächen max. 10 % AmphiColor oder CaparolColor zusetzen
  • Bei Selbstabtönung benötigte Gesamtmenge untereinander vermischen, um Fartbonunterschiede zu vermeiden
  • Weitere Farbtöne sind über ColorExpress tönbar
  • Bei Bezug von > 100 Litern in einem Farbton & Auftrag ist eine werkseitige Abtönung lieferbar
  • Um evtl. Abtönfehler zu erkennen, bitte vor Verarbeitung auf Farbtonexaktheit überprüfen. Auf zusammenhängenden Flächen nur Farbtöne einer Anfertigung (Charge) verwenden
  • Brillante, intensive Farbtöne weisen unter Umständen ein geringeres Deckvermögen auf. Es empfiehlt sich deshalb bei diesen Farbtönen einen vergleichbaren, deckenden, auf Weiß basierenden, pastelligen Farbton vorzustreichen. Evtl. kann ein zweiter Deckanstrich erforderlich werden


Farbtonbeständigkeit gemäß BFS-Merkblatt Nr. 26:

Klasse:  A
Gruppe: 1–3, je nach Farbton

Glanzgrad

Amphibolin / Amphibolin-W: seidenmatt, G2

Lagerung

Bitte kühl lagern und Gebinde dicht verschlossen halten.

Technische Daten

Kenndaten nach DIN EN 13 300:

Durch Abtönung sind Abweichungen bei den technischen Kenndaten möglich. 

Maximale Korngröße

fein (< 100 µm)

Dichte

ca. 1,4 g/cm3

Trockenschichtdicke

50–100 µm, E2

Diffusionsäquivalente Luftschichtdicke sdCO2

> 50 m, C1

Wasserdurch­lässig­keits­rate

(w-Wert): ≤ 0,1 [kg/(m2 · h0,5)] (niedrig),W3

Wasserdampf­durch­lässig­keit (sd-Wert)

(sd-Wert): ≥ 0,14 m–≤ 1,4 (mittel), V2

Durch Abtönung sind Abweichungen bei den technischen Kenndaten möglich.

Hinweis

Der eingebaute „Nass-Adhäsions-Promotor" verhindert, wie in unserem Labortest auf Glasplatten ­dargestellt, selbst bei extremer Nassbelastung ein Aufquellen des Bindemittels und bewahrt den Anstrich somit dauerhaft vor Blasen­bildung und Abblätterung.
Bild 3 (003453.jpg)Bild 4 (003454.jpg)
Linke Glasplatte: Herkömmliche Dispersions-Fassadenfarbe, rechte Glasplatte: Amphibolin.

Eignung gemäß Technischer Information Nr. 606 Definition der Einsatzbereiche

Amphibolin:

innen 1innen 2innen 3außen 1außen 2
+++++
(–) nicht geeignet / (○) bedingt geeignet / (+) geeignet


Amphibolin-W:

innen 1innen 2innen 3außen 1außen 2
++
(–) nicht geeignet / (○) bedingt geeignet / (+) geeignet

Geeignete Untergründe

Die Untergründe müssen frei von Verschmutzungen, trennenden Substanzen und trocken sein. VOB, Teil C, DIN 18363, Abs. 3 beachten. Grundbeschichtung  entsprechend unserer Technischen Information Nr. 650 "Untergründe und deren Vorbehandlung".

Untergrundvorbereitung

Außenflächen:
Putze der Mörtelgruppen PII u. PIII/Mindestdruckfestigkeit nach DIN EN 998-1 mit mind. 1,5 N/mm2:

Neue Putze sind nach ausreichender Standzeit, in der Regel nach 2 Wochen bei ca. 20°C und 65 % rel. Luftfeuchtigkeit, beschichtbar. Bei ungünstigeren Wetterbedingungen, z.B. beeinflusst durch Wind oder Regen, müssen deutlich längere Standzeiten eingehalten werden. Durch eine zusätzliche Grundbeschichtung mit CapaGrund Universal vermindert sich das Risiko von Kalkausblühungen bei alkalischen Oberputzen der Putzgruppen PII bzw. PIII, so dass bereits nach einer Standzeit von 7 Tagen beschichtet werden kann.


Alte mineralische Putze: 
Nachputzstellen müssen gut abgebunden und ausgetrocknet sein. Auf grob porösen, saugenden, leicht sandenden Putzen ein Grundanstrich mit OptiSilan TiefGrund bzw. CapaSol RapidGrund. Auf stark sandenden, ­mehlenden Putzen ein Grundanstrich mit Dupa-Putzfestiger.
Mineralische Leichtputze der MG PII mit Sylitol® - oder Silikonharz-Werkstoffen ­beschichten.

Beton:
Betonflächen mit Schmutzablagerungen oder Mehlkornschicht mechanisch oder durch Druck­­wasserstrahlen unter Beachtung der gesetz­lichen Vorschriften reinigen. Auf schwach saugenden bzw. glatten Flächen ein Grundanstrich mit Amphibolin, max. 5 % mit Wasser verdünnt. Auf stark saugenden Flächen ein Grund­an­strich mit OptiSilan TiefGrund bzw. CapaSol RapidGrund. Auf mehlenden Flächen ein Grund­anstrich mit Dupa-Putzfestiger.

Faserzementplatten mit und ohne Asbestfasern: 
BFS-Merkblatt Nr. 14 beachten. Bei asbestfaserhaltigen Platten TRGS 519 einhalten. Grundbeschichtung entsprechend unserer Technischen Information Nr. 650 "Untergründe und deren Vorbehandlung". Freiverbaute Platten einschließlich der Rück­seite und der Kanten behandeln. Bei neuen, stark alkalischen Faserzement­platten zur Vermeidung von Kalkaus­­blühungen ein Grundanstrich mit Disbon 481 EP-Uniprimer aus­zuführen.

Zementgebundene Holzspanplatten:
Aufgrund der hohen Alkalität zementgebundener Holzspanplatten, muss zur Vermeidung von Kalkausblühungen eine Grundierung mit Disbon 481 EP-Uniprimer ausgeführt werden.

Tragfähige Dispersions,-Dispersions-Silikat oder Siliconharzfarben-Beschichtungen:
Altbeschichtungen durch Druckwasserstrahlen unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften reinigen. Untergrundprüfung nach BFS-Merkblatt Nr.20 beachten. 

Altbeschichtung mit folgenden Eigenschaften: 
Schwach saugend, fest, trocken, tragfähig: siehe Beschichtungsaufbau.
Mittelmäßig saugend: Capagrund Universal bis max.3% Wasser verdünnt.
Stark saugend: Eine Grundbeschichtung mit Caparol OptiSilan TiefGrund unverdünnt. 


Kreidend oder mehlend (auch unter Wasserbelastung in Anlehnung an BFS Nr. 20, B.13  „Oberflächenfestigkeit, Kreidung"): 
Grundbeschichtung mit Dupa-Putzfestiger. 

Glänzende und wasserabperlende (hydrophob) Oberflächen:
Mechanisch anrauen. Grundbeschichtung mit Capagrund Universal. 
Sollte nach dem mechanischen anrauen noch immer ein Wasserabperlen vorhanden sein empfehlen wir eine Grundbeschichtung mit Dupa-Haftgrund. 

Tragfähige, alte plasto-elastische Dispersionsfarben-Beschichtungen, z.B. alte Cap-elast-Flächen:
Verschmutzte, kreidende Altbeschichtungen durch Druckwasserstrahlen, manuelles Abwaschen oder andere geeignete Methode unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften reinigen. Den Untergrund gut trocknen lassen. Bei Beschichtung solcher Untergründe sollte Amphibolin/ Amphibolin-W ausschließlich in Weiß oder hellen bis mittleren Farbtönen mit Hellbezugswerten > 60 (Amphibolin / Amphibolin-W) ausgeführt werden. 
 
Tragfähige Dispersionsputz-Beschichtungen: 
Alte Putze mit geeigneter Methode reinigen. Bei Nassreinigung unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften die Flächen vor der Weiterbehandlung gut durchtrocknen lassen. Ein Grundanstrich mit Amphibolin/ Amphibolin-W, bis max. 5 % mit Wasser verdünnt. 

 
Nicht tragfähige Lack-, Dispersionsfarben oder Dispersionsputz-Beschichtungen: 
Restlos entfernen mit geeigneter Methode z.B. mechanisch oder durch abbeizen und nachreinigen durch Hochdruckheißwasserstrahlen unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften. Ein Grundanstrich mit Amphibolin/ Amphibolin-W, mit max. 5 % Wasser verdünnt. Auf stark saugenden, sandenden Flächen ein Grundanstrich mit Dupa-Putzfestiger. 

 
Nicht tragfähige, mineralische Anstriche: 
Restlos entfernen durch abschleifen, abbürsten, abschaben, Druckwasserstrahlen unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften oder andere geeignete Maßnahmen. Bei Nassreinigung die Flächen vor der Weiterbehandlung gut durchtrocknen lassen. Grundanstrich mit Dupa-Putzfestiger. 

Holz, nicht maßhaltig, ungestrichen: 
Bei neuem Holz Harzaustritte und Harzgallen entfernen. Fettreiche tropische Hölzer mit Nitroverdünnung abwaschen. Bei alten Hölzern sind angewitterte Schichten bis zum gesunden Holz zu entfernen. Die Holzfeuchte darf bei Laubhölzern max. 12 %, bei Nadelhölzern max. 15 % betragen. Grundanstrich mit Capalac Holz-Imprägniergrund. Bei Hölzern, die zur Verfärbung neigen, ist ein Zwischenanstrich mit Capacryl Holz-IsoGrund erforderlich. 

 
Verzinkte Flächen:
Reinigung der Zinkoberfläche entsprechend BFS-Merkblatt Nr. 5. Grundanstrich mit Amphibolin / Amphibolin-W, mit max. 5 % Wasser verdünnt. Bei farbigen Anstrichen auf verzinkten Flächen kann es bei hoher Feuchteeinwirkung zu weißen Ausblühungen kommen. Diese sind trocken abzuwischen und mit einem zusätzlichen Anstrich mit Amphibolin/ Amphibolin-W zu versehen. 

 
Hart-PVC: 
Reinigen und anschleifen. Grundanstrich mit Amphibolin/ Amphibolin-W, mit max. 5 % Wasser verdünnt. BFS-Merkblatt Nr. 22 beachten. 

 
Coil-Coating-Beschichtungen: 
Mit ammoniakalischer Netzmittelwäsche reinigen. Grundanstrich mit Amphibolin, Amphibolin/ Amphibolin-W. Beachten: Siliconhaltige Coil-Coating-Beschichtungen sind nicht überstreichbar. Da diese auf der Baustelle nicht feststellbar sind, muss immer ein Probeanstrich mit nachfolgender Haftprüfung vorgenommen werden. 

 
Ziegelsichtmauerwerk: 
Nur frostbeständige, saugfähige Vormauersteine oder Klinker ohne Fremdeinschlüsse sind für Anstriche geeignet. Das Mauerwerk muss rissfrei verfugt, trocken und salzfrei sein.
Ein Grundanstrich mit Amphibolin/ Amphibolin-W, bis max. 5 % mit Wasser verdünnt. Zeigen sich im Grundanstrich Braunverfärbungen, ist mit der wasserfreien Fassadenfarbe Duparol weiterzuarbeiten. 

Durch Industrieabgase oder Ruß verschmutzte Flächen: 
Mit der wasserfreien Fassadenfarbe Duparol beschichten. 

 
Pilz- oder algenbefallene Flächen: 
Schimmel- bzw. Algenbelag durch Nassstrahlen unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften entfernen. Flächen mit Capatox durchwaschen. Bei saugfähigem Untergrund mit FungiGrund grundieren. Schlussbeschichtung nach guter Trocknung Amphibolin-W. 

 
Rissige Putz- oder Betonflächen: 
Je nach Rissklasse mit FibroSil, PermaSilan oder dem Cap-elast System beschichten. 

 
Flächen mit Salzausblühungen: 
Salzausblühungen trocken abbürsten und entfernen. Ein Grundanstrich mit Dupa-Putzfestiger. Beim Beschichten von Flächen mit Salzausblühungen kann für die dauerhafte Haftung der Beschichtung bzw. die Unterbindung der Salzausblühungen keine Gewähr übernommen werden. 

 
Fehlstellen: 
Kleine Fehlstellen in mineralischen Untergründen mit Caparol Fassaden-Feinspachtel ausbessern. Große Fehlstellen bis 20 mm sind vorzugsweise mit Histolith-Renovierspachtel zu reparieren. Spachtelstellen nachgrundieren. 


Innenflächen (Amphibolin-W ist im Innenbereich nicht einsetzbar): 
Putze der Mörtelgruppen PII u. PIII/Mindestdruckfestigkeit nach DIN EN 998-1 mit mind. 1,5 N/mm2

Feste, normal saugende Putze ohne Vorbe­handlung beschichten. Auf grob porösen, sandenden, saugenden Putzen ein Grundanstrich mit OptiSilan TiefGrund bzw. CapaSol RapidGrund. 

 
Gips- und Fertigputze der Mörtelgruppe PIV/Mindestdruckfestigkeit nach DIN EN 13279 mit mind. 2 N/mm2
Gipsputze mit Sinterhaut schleifen, ent­­stauben, Grundanstrich mit Dupa-Putzfestiger. 

 
Gipsbauplatten: 
Auf saugenden Platten ein Grundanstrich mit OptiSilan TiefGrund oder Dupa-Putzfestiger. 

 
Gipsplatten (Gipskartonplatten): 
Spachtelgrate abschleifen. Weiche Gips­spachtelstellen mit Dupa-Putzfestiger festigen. Bei Platten mit was­ser­löslichen, verfärben­den Inhaltsstoffen ein Grundanstrich mit Caparol AquaSperrgrund. BFS-Merkblatt Nr. 12 beachten. 
 
Beton: 
Evtl. vorhandene Trennmittelrückstände sowie mehlende, sandende Substanzen entfernen. Beschichtungsaufbau siehe Beschichtungsaufbau. 
 
Porenbeton: 
Ein Grundanstrich mit Capaplex, 1 : 3 mit Wasser verdünnt. 
 
Kalksandstein- und Ziegel­sichtmauerwerk:
Ohne Vorbehandlung beschichten. 

 
Tragfähige Beschichtungen: 

Matte, schwach saugende Beschichtungen direkt überarbeiten. Glänzende Oberflächen und Lack­beschich­tungen anrauen. 

 
Nicht tragfähige Beschichtungen: 

Nicht tragfähige Lack- und Dispersions­farben- oder Kunstharzputz-Beschichtungen entfernen. Auf schwach saugenden, glatten Flächen direkt beschichten. Auf grob porösen, sandenden bzw. saugen­den Flächen ein Grundanstrich mit OptiSilan TiefGrund bzw. CapaSol RapidGrund. Nicht tragfähige Mineralfarben-Beschich­tungen mechanisch entfernen und die Flächen entstauben. Ein Grundanstrich mit Dupa-Putzfestiger. 
 

Leimfarbenanstriche: 
Grundrein abwaschen. Ein Grundanstrich mit Dupa-Putzfestiger. 

Ungestrichene Rauhfaser-, Relief- oder Prägetapeten aus Papier: 
Ohne Vorbehandlung beschichten. 
 
Nicht festhaftende Tapeten: 
Restlos entfernen. Kleister und Makulatur­reste abwaschen. Grundanstrich mit Dupa-Putzfestiger. 


Schimmelbefallene Flächen: 
Schimmelbelag durch Nassreinigung ent­fernen. Flächen mit Capatox durchwaschen. Bei saugfähigem Untergrund mit FungiGrund grundieren. Bei stark befallenen Flächen Schlussbeschich­tung mit Indeko-W, Malerit-W oder Fungitex-W ausführen. Hierbei sind die gesetzlichen und behörd­lichen Vorschriften (z.B. die Biostoff- und die Gefahrstoffverordnung) zu beachten. 
 
Flächen mit Nikotin-, Wasser-, Ruß- oder Fettflecken: 
Nikotinverschmutzungen sowie Ruß- oder Fettflecken mit Wasser unter Zusatz fett­lösender Haushaltsreinigungsmittel ab­waschen und gut trocknen lassen. Abgetrocknete Wasserflecken trocken durch Abbürsten ­reinigen. Ein absperrender Grund­anstrich mit Caparol AquaSperrgrund. 
Auf stark verschmutzten Flächen die Schluss­­beschichtung mit Caparol IsoDeck vor­nehmen. 
 
Holz- und Holzwerkstoffe: 
Ein Grundanstrich mit Amphibolin, unver­dünnt. Bei Holz oder Holzwerkstoffen, die zur Verfärbung neigen, ist ein isolierender Grund­anstrich mit Capacryl Holz-IsoGrund erfor­derlich. 
 
Kleine Fehlstellen: 
Nach entsprechender Vorarbeit mit Caparol-Akkordspachtel nach Verarbeitungs­vorschrift ausbessern und gegebenenfalls nachgrun­dieren.

Auftragsverfahren

Amphibolin mit Pinsel, Rolle und Spritz­geräten. Bei Spritzverarbeitung auf schwach bis nicht saugenden Untergründen ist ein Grund­an­strich mit CapaGrund Universal vorzunehmen.
Airlessauftrag:
Spritzwinkel: 50°
Düse: 0,017–0,021"
Spritzdruck: 150–180 bar

Amphibolin-W nur mit Pinsel oder Rolle verarbeiten.

Beschichtungsaufbau

Grund- bzw. Zwischenanstrich:
Amphibolin/ Amphibolin-W unverdünnt oder mit max. 5 % Wasser verdünnt.

Schlussanstrich:
Amphibolin/ Amphibolin-W unverdünnt bzw. mit max. 5 % Wasser verdünnt. Auf rauen Untergründen wird die Grund- bzw. Zwischen- und Schluss­beschichtung 5 % mit Wasser verdünnt und gut ausge­strichen.

Verbrauch

Ca. 120 ml/m2 pro Arbeits­gang auf glattem Untergrund. Auf rauen Flächen ist der exakte Verbrauch durch Probebeschichtung zu ermitteln.

Um einen bestmöglichen Schutz vor Algen- und Pilzbefall mit Amphibolin-W zu erzielen ist es notwendig einen zweimaligen Anstrich mit insgesamt mind. 240ml/m2 auszuführen, um auf eine Schichtdicke im Mittel von mind. 150 µm zu kommen. Jeder weitere Anstrich erhöht, bei einem Verbrauch von mind. 120ml/m2 pro Anstrich, die Schichtdicke um weitere ca. 75 µm. Auf rauen Flächen sind die Verbräuche entsprechend höher.

Verarbeitungsbedingungen

Untere Temperaturgrenze bei der Verarbeitung und Trocknung:
Material-, Umluft- und Untergrundtemperatur: Mind. + 5° C bis max. + 30°C.

Trocknung/Trockenzeit

Bei +20 °C und 65 % rel. Luftfeuchte nach 4–6 Std. oberflächentrocken und über­streichbar, nach 24 Std. regenfest. Durch­ge­trocknet und belastbar nach ca. 3 Tagen. Bei niedrigerer Temperatur und höherer Luft­feuchte verlängern sich diese Zeiten.

Werkzeugreinigung

Arbeitsgeräte nach dem Gebrauch mit Wasser reinigen.

Hinweis

Zur Vermeidung von Ansätzen nass-in-nass in einem Zug beschichten. Nicht geeignet für waagerechte Flächen mit Wasserbelastung.
Auf rauen, strukturierten Untergründen im Außenbereich ­empfiehlt es sich aus opti­schen Gründen, die matten Fassadenfarben Muresko, Amphisil, AmphiSilan oder Sylitol NQG Fassaden­farbe einzusetzen­.
Bei Airless-Spritzauftrag Farbe gut aufrühren und durchsieben.
Bei Anwendung von Caparol-TiefGrund TB im Innenbereich kann ein typischer Löse­mittel­­ge­ruch auftreten. Deshalb für gute Belüftung sorgen. In sensiblen Bereichen den aromaten­armen Dupa-Putz­festiger anwenden.
Bei Flächen, die unter speziellen Objektbedingungen oder durch natürliche Witterungseinflüsse stärker als üblich ­feuchtebelastet werden, besteht ein erhöhtes Risiko der Pilz- und Algenbildung. Wir empfehlen deshalb für gefährdete Flächen unsere Spe­zialprodukte, z.B. ThermoSan, Amphibolin-W oder Duparol-W, einzusetzen. Diese Produkte enthalten Wirkstoffe, die das Wachstum von Pilzen und Algen zeitlich verzögern. 
Bei Amphibolin-W handelt es sich um ein Pro­dukt, das mit ­speziellen Wirkstoffen gegen Pilz- und Algen­bildung auf der Beschichtung aus­ge­­stattet ist. Dieses Depot an Wirkstoffen bietet einen ­lang­­anhaltenden, zeitlich begrenz­ten Schutz, dessen Wirksamkeitsdauer von Objekt­be­din­gungen, wie z.B. der Stärke des Befalls und der Feuchte­belastung, abhängt. Deshalb ist ein dauerhaftes Verhindern von Pilz- und Algen­bewuchs nicht möglich. Zur Untergrund­vor­be­handlung bei algen- und pilzbefallenen Flächen kann nach erfolgter Reinigung FungiGrund zur Einstellung des Saugverhaltens eingesetzt werden.
Bei dunklen Farbtönen kann eine mecha­ni­sche Beanspruchung zu hellen Streifen (Schreibeffekt) führen. Dieses ist eine produktspezifische Eigenschaft aller matten bis seidenmatten Fassadenfarben.
Bei dichten, kühlen Untergründen oder bei witterungsbedingter Trocknungsverzögerung können durch Feuchtebelastung (Regen, Tau, Nebel) Hilfsstoffe an der Oberfläche der Beschichtung gelblich/transparente, leicht glänzende und klebrige Ablaufspuren ent­stehen. Diese Hilfsstoffe sind wasser­löslich und werden mit ausreichend Wasser z.B. nach mehrmaligen stärkeren Regen­fällen selb­ständig entfernt. Die Qualität der getrockneten Beschichtung wird dadurch nicht nachteilig beeinflusst. Sollte trotzdem eine direkte Überarbeitung erfolgen, so sind die Läufer/Hilfsstoffe vorzunässen und nach kurzer Einwirkzeit restlos abzuwaschen. Eine zusätzliche Grundierung mit CapaGrund Universal ist auszuführen. Bei Ausführung der Beschichtung unter geeigneten klimatischen Bedingungen treten diese Ablaufspuren nicht auf. Abzeichnungen von Ausbesserungen in der Fläche hängen von vielen Faktoren ab und sind daher unvermeidbar (BFS-Merkblatt 25). Verwendung von Flächendesinfektionsmitteln auf Phenolbasis kann zur Vergilbung der Oberfläche führen. 

Gutachten

  • Amphibolin Kohlendioxiddurchlässigkeit
  • Amphibolin Helligkeit
  • Amphibolin Desinfektionsmittelbeständigkeit

Gefahrenhinweise/Sicherheitsratschläge (Stand bei Drucklegung)

Kann allergische Hautreaktionen verursachen. Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Kennzeichnungsetikett bereithalten. Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen. Nicht in die Augen, auf die Haut oder auf die Kleidung gelangen lassen. Schutzhandschuhe/ Augenschutz tragen. BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser und Seife waschen.

Hotline für Allergieanfragen und technische Beratungen: 0800/1895000 (kostenfrei aus dem deutschen Festnetz). Gemisch aus 5-Chlor-2-methyl-2H-isothiazol-3-on und 2-Methyl-2H-isothiazol-3-on (3:1) < 15 ppm

Enthält: 1,2-Benzisothiazol-3(2H)-on, 2-Methyl-2H-isothiazol-3-on, 2-Octyl-2H-isothiazol-3-on, Gemisch aus 5-Chlor-2-methyl-2H-isothiazol-3-on [EG Nr. 247-500-7] und 2-Methyl-2H-isothiazol-3-on [EG Nr. 220-239-6] (3:1). Dieses Produkt ist eine „behandelte Ware" nach EU-Verordnung 528/2012 (kein Biozid-Produkt) und enthält folgende biozide Wirkstoffe: 2-Octyl-2H-isothiazol-3-on (CAS-Nr. 26530-20-1), Pyrithionzink (CAS-Nr. 13463-41-7), Terbutryn (CAS-Nr. 886-50-0).

Entsorgung

Flüssige Materialreste bei der Sammelstelle für Altfarben/Altlacke abgeben, eingetrocknete Materialreste als Bau- und Abbruchabfälle oder als Siedlungsabfälle bzw. Hausmüll entsorgen.

EU-Grenzwert für den VOC-Gehalt

dieses Produktes (Kat. A/c): 40 g/l (2010). Dieses Produkt enthält max. < 1 g/l VOC.

Produkt-Code Farben und Lacke

Amphibolin:       BSW20  
Amphibolin-W:   BSW50  

Deklaration der Inhaltsstoffe

Amphibolin:
Polyacrylatharz, Titandioxid, Silikate, Wasser, Additive, Konservierungsmittel (Methylisothiazolinon, Benzisothiazolinon,G emisch aus Chlormethylisothiazolinon und Methylisothiazolinon (3:1))

Amphibolin-W:

Polyvinylacetatharz, Polyacrylatharz, Polysiloxane, Titandioxid, Silikate, Calciumcarbonat, Wasser, Additive, Konservierungsmittel, Filmschutzmittel.

Nähere Angaben

siehe Sicherheitsdatenblätter

Technische Beratung

Alle in der Praxis vorkommenden Untergründe und deren technische Bearbeitung können in dieser Druckschrift nicht abgehandelt werden. Sollen Untergründe bearbeitet werden, die in dieser Technischen Information nicht aufgeführt sind, ist es erforderlich, mit uns oder unseren Außendienstmitarbeitern Rücksprache zu halten. Wir sind gerne bereit, Sie detailliert und objektbezogen zu beraten.

Technischer Beratungsservice

Tel.: +49 6154 71-71710
Fax: +49 6154 71-71711
E-Mail: kundenservicecenter@caparol.de

Technische Information

Nachhaltigkeitsdatenblatt

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