CapaWood Protection Planner

Konfigurator

01 Auswahl der Himmelsrichtung

Nordseite | Gemäßigt
Ostseite | Streng
Süd- Westseite | Extrem

02 Auswahl der Montagerichtung

Senkrecht
Waagrecht

03 Auswahl der Jahresringe - Schnittführung

Rift / Halbrift
Flader

04 Auswahl der Oberfläche

Gehobelt
Geschliffen
Sägerau

05 Auswahl der Beschichtung

Imprägnierlasur / Dünnschichtlasur
Mittelschichtlasur
Deckende Beschichtung

Hinweise und Infos

Hinweise und Infos

Start

Willkommen

Mit dem CapaWood® Protection Planner bieten wir Architekten und Handwerkern an, auf außergewöhnliche Weise, die Auswirkungen der verschiedenen Konstruktions- und Umweltfaktoren kennenzulernen und die richtigen Wartungsintervalle herauszufinden. Durch den CapaWood® Protection Planner kommen Sie in 5 Schritten zum gewünschten Wartungsintervallergebnis.

Hinweise und Infos

Konfiguration Schritt 1 von 1
01 Auswahl der Himmelsrichtung

Exposition von 0° - 360°

Je nach geografischer Lage und örtlichen Gegebenheiten sind die verschiedenen Gebäudeseiten den Umwelteinflüssen mehr oder weniger ausgesetzt.
In unseren Breiten sind für gewöhnlich die Süd- und Westseite stärker belastet. Abweichungen davon können sich durch die umliegende Bebauung oder Vegetation sowie diverse Tal- und Hanglagen ergeben.

NORDSEITE - GEMÄSSIGT

  • geringe Temperaturschwankungen
  • weniger UV-Belastung
  • geringere Feuchtigkeitsschwankungen

OSTSEITE - STRENG

  • kurzzeitige Aufheizung bis zur Mittagszeit, danach langsame Abkühlung
  • durchschnittliche UV-Belastung
  • mäßige Feuchtigkeitsschwankungen

SÜD- WESTSEITE - EXTREM

  • starke Aufheizung und schnelle Abkühlung
  • intensive UV-Belastung
  • starke Feuchtigkeitsschwankungen
  • intensive Niederschlagsbelastung

Hinweise und Infos

Konfiguration Schritt 2 von 5
02 Auswahl der Montagerichtung

Montage: senkrecht oder waagerecht

Die Montagerichtung der Bretter hat wesentlichen Einfluss auf die Wartungsintervalle der Holzfassade.

WAAGRECHT

Niederschlagswasser wird schlechter abgeleitet. Durch Risse dringt Wasser leichter ein, weil diese quer zur Abflussrichtung liegen. Des Weiteren ist die Austrocknung verzögert. Die Folge sind verkürzte Wartungsintervalle.
Die waagerechte Montage ist nur bei indirekter Bewitterung der Fassadenfläche, wie z.B. mit ausreichendem Dachüberstand, zu empfehlen.

SENKRECHT

Rasche Ableitung des Niederschlagswassers und dadurch geringere Feuchtigkeitsbelastung. Diese Variante eignet sich besonders für stark witterungsbeanspruchte Fassadenflächen. Auf eine gute Versiegelung der Schnittkanten ist besonders bei dieser Ausführung zu achten, da ablaufendes Wasser sonst verstärkt aufgesaugt wird.

Allgemeine konstruktive und beschichtungsrelevante Hinweise:
  • Bauteilkanten (Bretter, Balken o.ä.) müssen mit einem Radius von mind. 2,5 mm abgerundet sein.
  • Waagerechte Flächen erfordern eine Ablaufneigung von mind. 15°.
  • Schnittkanten sind immer sorgfältig zu beschichten.
  • Bretter sind immer allseitig vor Montage zu beschichten. Nur die Schlussbeschichtung erfolgt danach.
  • Auf einen ausreichenden Spritzwasserabstand von mind. 30 cm (z.B. mineralischer Sockel) ist zu achten
  • Ideal sind ausreichend dimensionierte Dachüberstände.
  • Die Diagonalmontage ist nur im geschützten Fassadenbereich zu empfehlen.
waagerecht
senkrecht

Hinweise und Infos

Konfiguration Schritt 3 von 5
03 Auswahl der Jahresringe - Schnittführung

Lage der Jahresringe

Dieses Thema wird in der Fachliteratur und den Normen nur wenig beschrieben, obwohl dadurch die Haltbarkeit der Beschichtung maßgeblich beeinflusst wird.
Der Holzlieferant liefert sowohl Rift/Halbriftbretter als auch Fladerbretter, welche für gewöhnlich nicht nach Schnittführung sortiert werden.
Bereits in der Planungsphase und umso mehr bei der Montage, sollte jedoch berücksichtigt werden, an stark bewitterten Flächen Rift/Halbriftbretter zu verwenden.

RIFT/HALBRIFT - RADIALSCHNITT

  • weniger Rissbildung
  • weniger Abblätterungen
  • geringeres Verwinden
  • längere Wartungsintervalle

FLADER - TANGENTIALSCHNITT

  • vermehrte Rissbildung
  • stärkere Abblätterungen
  • die „linke“, markabgewandte Seite ist beschichtungstechnisch weniger kritisch
  • kürzere Wartungsintervalle
Rift/Halbrift - Radialschnitt
Flader - Tangentialschnitt

Hinweise und Infos

Konfiguration Schritt 4 von 5
04 Auswahl der Oberfläche

Oberflächenbeschaffenheit

Die Struktur der Holzoberfläche beeinflusst die Aufbringmenge und Haftung des Anstrichs maßgeblich.
Haltbarkeit wird oft mit skandinavischen Objekten in Verbindung gebracht. Durch deckende Beschichtungen mit sägerauen Oberflächen und dem dort herrschenden gemäßigtem Klima ergeben sich verhältnismäßig lange Wartungsintervalle. In der Regel werden gehobelte Profilbretter mit verdichteter Oberfläche verwendet. Dadurch wird wenig Material aufgebracht und die Haftung ist gering.

SÄGERAU

  • faserig und rau
  • sehr gute Haftung
  • erhöhter Materialverbrauch
  • gleichmäßigere Abwitterung
  • geringere Oberflächenspannung
  • geringere Rissbildung

GESCHLIFFEN

  • glatt
  • gute Haftung
  • mäßiger Materialverbrauch

GEHOBELT

  • sehr glatt
  • mäßige Haftung
  • geringer Materialverbrauch
  • Tendenz zum Abblättern
  • höhere Neigung zur Rissbildung
sägerau
geschliffen
gehobelt

Hinweise und Infos

Konfiguration Schritt 5 von 5
05 Auswahl der Beschichtung

Schichtdicke und Pigmentierung

SCHICHTDICKE

Je geringer die Schichtdicke (z.B. Imprägnierlasur) desto einfacher die Wartung, jedoch ergeben sich kürzere Wartungsintervalle. Bei Dünn-/Mittelschichtlasuren ist über die höhere Nutzschicht eine längere Lebensdauer zu erwarten. Sie eignen sich insbesondere für die Erstbeschichtung und Wartung von Holzoberflächen. Moderne deckende Anstriche sind bezüglich der Schichtdicke am dauerhaftesten.

PIGMENTIERUNG

Für die Haltbarkeit ist auch der Farbton der Beschichtung von Bedeutung. Je dunkler der Farbton, desto größer ist die thermische Belastung der Oberfläche. Dadurch wird Rissbildung begünstigt. Helle oder farblose Lasuren weisen im Gegensatz zu mittleren und dunklen Tönen einen geringeren UV-Schutz auf. Deckende Beschichtungen bieten den besten Schutz vor UV-Strahlung.

DECKENDE BESCHICHTUNGEN

  • bestmöglicher UV-Schutz
  • helle bis mittlere Töne sind zu bevorzugen (Hellbezugswert > 50), geringe bis mäßige thermische Spannungen (Bezug für die Intervallermittlung)

LASIERENDE BESCHICHTUNGEN

  • guter UV-Schutz
  • mittlere Töne sind zu bevorzugen (z.B. Walnuss, Nussbaum), dadurch mäßige thermische Spannungen (Bezug für die Intervallermittlung)

TRANSPARENTE (FARBLOSE) UV-SCHUTZBESCHICHTUNGEN

  • guter UV-Schutz durch mikronisiertes Titandioxid (keine sichtbare Pigmentierung), dadurch geringe thermische Spannungen
  • kürzere Wartungsintervalle als bei pigmentierten Lasuren

Beschichtung – Tabellenübersicht

  Deckende Beschichtung Dünn-/Mittelschichtlasur Imprägnierlasur
Schichtdicke 80 µm - 120 µm 20 µm - 60 µm < ca. 20 µm
Film bildend ja ja nein
Feuchteschutz sehr gut gut gering
Abwitterung sehr langsam langsam gleichmäßig, rasch
UV-Schutz sehr gut gut geringer
Besonderheit Abblätterungen infolge Feuchteunterwanderung möglich - erhöhter Renovierungsaufwand geringer Renovierungsaufwand

Zusammenfassung & Ergebnis

Wartungintervalle

Jahre Standzeit

Empfohlene Caparol-Produkte

Hinweise für die Nutzung unseres CapaWood Protection Planners:

Der CapaWood Protection Planner soll Ihnen die Auswahl des Systems / der Produkte aus dem CapaWood-Sortiment für Ihren Anwendungsfall bzw. für die Planung Ihres Bauvorhabens erleichtern und Ihnen helfen einen realistischen Wartungszyklus Ihrer Holzfläche zu erhalten. 
Für die Auswahl haben wir Kriterien definiert, die auf typischen Anwendungsfällen, Ausführungen sowie unserem Erfahrungsschatz als Hersteller von Holzschutz-Produkten beruhen. Basis für unsere System-Vorschläge sind dabei die von Ihnen ausgewählten Kriterien.

Vor dem Hintergrund der Vielzahl der möglichen Anforderungen und Bedingungen bei der jeweiligen Anwendung / am jeweiligen Objekt kann die Nutzung des CapaWood Protection Planners eine fachgerechte Planung, vor allem bei besonderen Anwendungs- bzw. Objektbedingungen, natürlich nicht ersetzen.

Wir können daher keine Gewähr für die Geeignetheit der vorgeschlagenen Systeme für Ihren konkreten Anwendungsfall bzw. für Ihr konkretes Objekt übernehmen. Die Prüfung für den konkrete Anwendungsfall / das konkrete Objekt fällt ausschließlich in Ihren Verantwortungsbereich.

Durch Ihre Nutzung des CapaWood Protection Planners kommt kein Auskunfts- und / oder Beratungsvertrag mit uns zustande. Im Rahmen der Anwendung unserer Systeme / Produkte sind unsere Informationen zum System / zum Produkt und zur Verarbeitung sowie unsere Sicherheitshinweise auf den Produktverpackungen und in unseren aktuellen Technischen Informationen / Sicherheitsdatenblättern in ihrer jeweils aktuellen Fassung zu beachten und sind auf www.caparol.de hinterlegt. 
Sofern Sie hinsichtlich eines erfolgten Lösungsvorschlages weitergehenden Beratungsbedarf haben oder sich dieser auf Grund von besonderen Objektbedingungen ergibt, stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne mit ergänzender, fachkundiger Beratung zur Seite. Nehmen Sie hierfür Kontakt mit uns auf.


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