Capatect Mineralputz SPRINTER

Schnellabbindender, mineralischer Oberputz für den Außen- und Innenbereich in SPRINTER-Einstellung für die feuchte und kühlere Jahreszeit
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Verwendungszweck

Mineralischer Oberputz mit Kratzputzcharakter, speziell konzipiert für die feuchte und kühlere Jahreszeit.
Einsetzbar als Endbeschichtung in den Capatect Fassadensystemen, sowie für:
Beton, ausreichend tragfähige mineralische Altputze, Unterputze der Mörtelgruppen PII + III nach DIN 18550-1 / EN 998-1 u.ä.

Eigenschaften

  • Beschleunigtes Abbindeverhalten
  • Speziell für feuchte und kühlere Witterung (>1 °C bis +15 °C)
  • Hoch wasserdampfdurchlässig
  • Spannungsarm
  • Weißzement und Weißkalkhydrat sowie mineralische Bindemittel nach DIN 1060, EN 197-1
  • Organische Zusätze zur Verbesserung der Haftung
  • Vergütungszusätze zur Ausbildung einer Hydrophobierung

Verpackung/Gebindegrößen

25 kg Sack

Farbtöne

Naturweiß

Glanzgrad

Mineralisch matt

Lagerung

Kühl, trocken und frostfrei. Vor direkter Sonneneinstrahlung schützen. 

Haltbarkeit im original verschlossenem Gebinde ca. 6 Monate.

Diffusionswiderstandszahl µ (H2O)

µ ≤ 20 nach DIN EN 998-1

Diffusionsäquivalente Luftschichtdicke sdH2O

sd < 0,1 m nach DIN EN ISO 7783

Druckfestigkeit

Klasse CS II nach DIN EN 998-1

Festmörtelrohdichte

ca. 1,6 kg/dm³

Haftzugfestigkeit

≥ 0,08 N/mm2 nach DIN EN 998-1

Wasseraufnahmekoeffizient

w ≤ 0,2 kg/(m2h0,5) nach DIN EN 1062

Konsistenz

pulverförmig

Kapillare Wasseraufnahme

W2 nach DIN EN 998-1

Produkt-Nr.

146_S

Untergrundvorbereitung

Der Untergrund muß eben, sauber, trocken, fest, tragfähig und frei von trennenden Substanzen sein.
Schimmel-, moos, oder algenbefallene Flächen mittels Druckwasserstrahlen unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften reinigen. Mit Capatox durchwaschen und die Flächen gut trocknen lassen.
Durch Industrieabgase oder Ruß verschmutzte Flächen mittels Druckwasserstrahlen mit Zusatz geeigneter Reinigungsmittel und unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften reinigen. VOB, Teil C, DIN 18 363, Abs. 3 beachten.

Auftragsverfahren

Den Naßmörtel mit einer rostfreien Edelstahlkelle oder mit einer Feinputz-Spritzmaschine vollflächig auftragen und auf Körnung abziehen. Unmittelbar danach mit einem PU- oder Holzbrett, einer Moosgummi-Scheibe bzw. mit einem Kunststoff-Reibebrett gleichmäßig rund abscheiben.
Die Wahl des Werkzeuges beeinflußt den Charakter der Oberfläche, deshalb stets mit gleichen Strukturscheiben arbeiten.

Zur Erzielung einer gleichmäßigen Struktur sollten zusammenhängende Flächen stets vom gleichen Handwerker ausge­führt werden, um Struktur-Abweichungen durch unterschiedliche „Handschriften" zu ver­meiden.

Zur Vermeidung von Ansätzen ist eine ge­nügende Anzahl von Mitarbeitern auf jeder Gerüstlage einzusetzen. Nass in nass zügig durcharbeiten. Durch die Verwendung von natürlichen Füllstoffen und Granulaten sind geringe Farbtonschwankungen möglich. Deshalb auf zusammenhängenden Flächen nur Material mit gleicher Produktionsnummer verarbeiten oder Material unterschied­licher Produktionsnummern vorher untereinander mischen.

Beschichtungsaufbau

Grund- bzw. Zwischenanstriche müssen vor der weiteren Überarbeitung trocken sein.

Capatect Fassadensysteme:

Neue mineralische Unterputze (Armierungsmassen):
Bei normalem zügigen Arbeitsablauf keine Grundierung erforderlich. Bei längerer Standzeit (z. B. Überwinterung) benötigen angewitterte Unterputze prinzipiell einen Grundanstrich mit Putzgrund 610.

Unterputze der Mörtelgruppe PII und PIII sowie mineralische Altputze und Beton:
Neue Putze:
2–4 Wochen unbehandelt stehen lassen
Grundanstrich mit Putzgrund 610

Beton, Oberfläche fest und tragfähig:
Grundanstrich mit Putzgrund 610

Putze und Beton, Oberfläche grob porös, leicht sandend, saugend:
Grundanstrich mit OptiGrund E.L.F.
Zwischenanstrich mit Putzgrund 610.

Putze und Beton, Oberfläche stark saugend, mehlend:
Grundanstrich mit Dupa-grund
Zwischenanstrich mit Putzgrund 610

Verbrauch

ProduktStrukturKörnung (mm)ca. Verbrauch (kg/m2)
Capatect Mineralputz K20 SPRINTERKratzputz-Struktur2,02,7
Capatect Mineralputz K30 SPRINTERKratzputz-Struktur3,03,5

Bei den Verbrauchsangaben handelt es sich um Richtwerte ohne Schütt- und Schwundverlust. Objektabhängige oder verarbeitungsbedingte Abweichungen sind zu berücksichtigen.

Verarbeitungsbedingungen

Während der Verarbeitung und Trocknung ist der Temperaturbereich oberhalb 1 °C bis max. +15 °C auf Frost- und eisfreiem Untergrund einzuhalten.
6 Stunden nach Verarbeitung darf die Temperatur bis auf max. -5 °C absinken.
Nicht unter direkter Sonneneinwirkung oder bei starkem Wind verarbeiten.

Trocknung/Trockenzeit

Das beschleunigte Trocknungsverhalten beim Capatect Mineralputz SPRINTER ermöglicht ein schnelles Abbinden (Erhärten) auch bei niedrigen Temparaturen.
Die Aushärtung  dauert, je nach Witterungsbedinungen, ca. 1-2 Tage.
Die Trocknung ist allerdings von der Temparatur und der Luftfeuchtigkeit abhängig, so dass sich diese bei ungünstigen Witterungsbedinungen dementsprechend verlängern kann.

Werkzeugreinigung

Sofort nach Gebrauch mit Wasser.

Zwischenbeschichtung

Die mineralischen Armierungsschichten werden bei normalem zügigem Arbeits­ablauf nicht grundiert. Lediglich nach längeren Standzeiten (z. B. Über­winterung der Armierungsschicht) ist ein Voranstrich mit Putzgrund 610 aufzu­bringen.

Capatect Klebe- und Armierungsmasse 133 Leicht sowie herkömmliche mineralische Unterputze nötigenfalls mit Sylitol-Konzentrat 111 grundieren (abhängig von Witterung und Saugverhalten). Ebenso müssen Gipsputze sowie Gips­kartonplatten im Innenbereich (nach geeigneter Tiefgrundierung) vorgestrichen werden. Voranstrich bzw. Grundierung müssen trocken sein.

Ansetzen des Materials

Der Capatect Mineralputz SPRINTER kann mit allen gängigen Durchlaufmischern, Schnecken-Förderpumpen und Putzmaschinen verarbeitet, aber auch manuell mit einem kräftigen, langsam laufenden Rührwerk mit sauberem, kaltem Wasser zu einer klumpenfreien Masse angeteigt werden. Falls erforderlich, ist die Konsistenz mit etwas Wasser nachzustellen.

Wasserbedarf ca. 6,5 l je 25 kg-Sack.

Beispiel für Maschinenausrüstung

Durchlaufmischer mit Standard-Dosier- bzw. Mischwelle. Alternativ kann das Material auch mit einem geschlossenem System (Inotec inoCOMB M4G; PFT G4) verarbeitet werden.

Elektro-Anschluß:
Jeweils 400 V Drehstrom/16 A / 32 A (Baustromverteiler mit FI-Schutzschalter)

Wasser-Anschluß:
Schlauch 3/4˝mit GEKA, erforderlicher Wasserdruck bei laufender Maschine mindestens 2,5 bar.

Wasserdurchfluß:
ca. 290 l/h
Die gewünschte Konsistenz ist am Feinregulierventil der Wasserarmatur einzustellen.

Zur Vermeidung von Regeneinwirkung während der Trocknungsphase das Gerüst gegebenenfalls mit Planen abhängen. Capatect Mineralputze SPRINTER sind nicht geeig­net für waagerechte Flächen mit Wasser­belastung. Bei der Anwendung und Aus­führung die DIN 18550-1 sowie DIN 18350, VOB, Teil C beachten.

Gefahrenhinweise/Sicherheitsratschläge (Stand bei Drucklegung)

Dieses mineralische Pulverprodukt reagiert alkalisch. Verursacht Hautreizungen. Verursacht schwere Augenschäden. Staub oder Nebel nicht einatmen. Nicht in die Augen, auf die Haut oder auf die Kleidung gelangen lassen. Vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung verwenden.
BEI VERSCHLUCKEN: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen. BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen.
Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. Ärztlichen Rat einholen.

Entsorgung

Nur restentleerten Sack (rieselfrei) zum Recycling geben. Ausgehärtete Materialreste als gemischte Bau- und Abbruchabfälle entsorgen. EAK 170904

Sicherheitsbezogene Daten / Gefahren- und Transportkennzeichnung

Siehe Sicherheitsdatenblatt.

Giscode

ZP1

Zulassung

Z-33.41-130

Hinweis zur CE-Kennzeichnung

Die Kennzeichnung mit dem CE-Zeichen erfolgt auf dem Gebinde. Die Leistungserklärung kann im Internet unter www.caparol.de abgerufen werden.

Technischer Beratungsservice

Tel.: +49 6154 71-71710
Fax: +49 6154 71-71711
E-Mail: kundenservicecenter@caparol.de