Capatect AmphiSilan Fassadenputz NQG SPRINTER

Verarbeitungsfertiger Strukturputz mit Siliconharz-Bindemittel
in SPRINTER-Einstellung für die feuchte und kühlere Jahreszeit
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Vorbemerkung
Die Rezeptur-Variante SPRINTER-Einstellung ist nicht dafür konzeptiert, einen Putzauftrag bei ungeeigneten Witterungsverhältnissen zu ermöglichen. Es wird lediglich erreicht, dass der Putz recht kurzfristig eine Haut bildet und die Oberfläche somit schneller belastbar ist ("frühregenfest").
Die endgültige Durchhärtung und Trocknung erfolgt wie bei der Normalrezeptur in Abhängigkeit der jeweiligen Witterungsbedingungen.
Alkalische Untergründe z.B. zementgebundene Armierungsschichten beeinflussen den Effekt der beschleunigten Hautbildung nachteilig.

Nicht mit Normalware mischen.

Bitte beachten Sie auch die Zusatzinformation im Merkblatt SPRINTER-Einstellung.

Verwendungszweck

Verarbeitungsfertige, strukturierbare Siliconharzputze nach DIN EN 15824 für mineralische und organische Wand- und Deckenflächen im Außenbereich.
Einsetzbar als Endbeschichtung in den Capatect Fassadensystemen in Abhängigkeit der gewählten Systemvariante.

Eigenschaften

  • Hoch wasserdampfdurchlässig
  • Wasserabweisend
  • Wasserverdünnbar
  • Beschleunigte Hautbildung
  • Verarbeitung bis ≥ 1 °C möglich
  • A2-s1, d0 (nichtbrennbar) gemäß DIN EN 13501-1
  • Mit Konservierung gegen Befall durch Pilze und Algen

Verpackung/Gebindegrößen

25 kg Eimer

Farbtöne

Weiß
Werkseitige Einfärbung ist möglich.
Abtönung von Kleinmengen ist durch Zugabe von CaparolColor Vollton- und Abtönfarben (ehem. Alpinacolor) oder Amphibolin Vollton- und Abtönfarben möglich. Dabei keinesfalls mehr als 2 % Farbe zusetzen, da sonst die Konsistenz zu dünnflüssig wird.

Glanzgrad

Matt

Lagerung

Trocken, kühl und frostfrei. Vor direkter Sonneneinstrahlung schützen.
Haltbarkeit in original verschlossenem Gebinde max. 2 Monate.

Diffusionsäquivalente Luftschichtdicke sdH2O

sd-Wert (bei 3 mm) < 0,1 m nach DIN EN ISO 7783
Klasse V1 (hoch) nach DIN EN 15824

Brandverhalten

A2-s1, d0 (nichtbrennbar) nach DIN EN 13501-1

Wasseraufnahmekoeffizient

w < 0,25 kg/(m2 · h0,5) nach DIN EN 1062-3
Klasse W2 nach DIN EN 15824

Konsistenz

Pastös

Bindemittelbasis

Siliconharz

Untergrundvorbereitung

Der Untergrund muss eben, sauber, trocken, fest, tragfähig und frei von trennenden Substanzen sowie reif- und eisfrei sein. VOB, Teil C, DIN 18 363, Abs. 3 beachten.
Nicht tragfähige Dispersionsfarben- oder Kunstharzputzbeschichtungen sowie nicht tragfähige mineralische Anstriche sind restlos zu entfernen. Festhaftende Anstriche trocken oder nass reinigen.

Schimmel-, moos- oder algenbefallene Flächen mittels Druckwasserstrahlen unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften reinigen. Mit Capatox durchwaschen und die Flächen gut trocknen lassen. Durch Industrieabgase oder Ruß verschmutzte Flächen mittels Druckwasserstrahlen mit Zusatz geeigneter Reinigungsmittel und unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften reinigen.

Auftragsverfahren

Den Putz mit einer Edelstahlkelle, nicht mit der Maschine, vollflächig auftragen und auf Körnung abziehen. Unmittelbar danach mit einer Kunststofftraufel oder mit einem PU-Brett die Kratzputze gleichmäßig rund abscheiben. Die Wahl des Werkzeuges beeinflusst das Rauhigkeitsprofil der Oberfläche, deshalb stets mit gleichen Strukturscheiben arbeiten.

Zur Erzielung einer gleichmäßigen Struktur sollten zusammenhängende Flächen stets vom gleichen Handwerker ausgeführt werden, um Strukturabweichungen durch unterschiedliche "Handschriften" zu vermeiden. Zur Vermeidung von Ansätzen ist eine genügende Anzahl von Mitarbeitern auf jeder Gerüstlage einzusetzen und nass in nass zügig durchzuarbeiten.

Durch die Verwendung von natürlichen Zuschlagstoffen sind geringe Farbtonschwankungen möglich. Deshalb auf zusammenhängenden Flächen nur Material gleicher Produktionsnummern verarbeiten oder Material unterschiedlicher Produktionsnummern vorher untereinander mischen. Capatect Amphisilan Fassadenputz NQG SPRINTER ist nicht geeignet für waagrechte Flächen mit Wasserbelastung.

Beschichtungsaufbau

Mineralische Armierungsmassen müssen grundsätzlich mit Putzgrund 610 SPRINTER grundiert werden, da der alkalische Untergrund ansonsten die beschleunigte Filmbildung des Oberputzes verhindert.
Der als Grund- oder Zwischenbeschichtung einzusetzende Putzgrund 610 in SPRINTER-Einstellung ist bei nachfolgender Verarbeitung von eingefärbtem Putz im Putzfarbton abzutönen.
Grund- bzw. Zwischenanstriche müssen vor der weiteren Überarbeitung trocken sein.

Capatect Fassadensysteme:
Neue mineralische Armierungsmassen: mit Putzgrund 610 SPRINTER grundieren

Neue zementfreie Armierungsmasse: keine Grundierung erforderlich

Beton, unbeschichtet:
Oberfläche fest und tragfähig: Grundanstrich mit Putzgrund 610 SPRINTER

Oberfläche grob porös, leicht sandend, saugend: Grundanstrich mit OptiGrund E.L.F., Zwischenanstrich mit Putzgrund 610 SPRINTER

Oberfläche mehlend: Grundanstrich mit Dupa-grund, Zwischenanstrich mit Putzgrund 610 SPRINTER

Unterputze der Mörtelgruppe PII und PIII:
Neue Putze: 2-4 Wochen unbehandelt stehen lassen, Grundanstrich mit Putzgrund 610 SPRINTER

Oberfläche grob porös, leicht sandend, saugend:
Grundanstrich mit OptiGrund E.L.F., Zwischenanstrich mit Putzgrund 610 SPRINTER

Oberfläche stark saugend, mehlend:
Grundanstrich mit Dupa-grund, Zwischenanstrich mit Putzgrund 610 SPRINTER

Matte, tragfähige Dispersionsfarben-Beschichtungen:
Schwach saugende Anstriche: Grundanstrich mit Putzgrund 610 SPRINTER

Verschmutzte, kreidende Anstriche:
mittels Druckwasserstrahlen unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften reinigen,
Grundanstrich mit Dupa-grund, 20 % mit Brennspiritus verdünnt, 
Zwischenanstrich mit Putzgrund 610 SPRINTER

Tragfähige Silikatfarben-Beschichtungen:
Festhaftende Anstriche: trocken oder nass reinigen, Grundierung mit Putzgrund 610 SPRINTER

Verbrauch

StrukturKörnungca. Verbrauch
K20 Kratzputz-Struktur2,0 mm3,2 kg/m2
K30 Kratzputz-Struktur3,0 mm4,1 kg/m2
Bei den Verbrauchsangaben handelt es sich um Richtwerte ohne Schütt- und Schwundverlust.
Objektabhängige oder verarbeitungsbedingte Abweichungen sind zu berücksichtigen.

Trocknung/Trockenzeit

Verarbeitungstemperatur: Ideal +2 °C bis zu +8 °C, maximal +15 °C
Unterste Verarbeitungstemperatur: Oberhalb 1 °C
Die relative Luftfeuchtigkeit darf nicht mehr als 90 % betragen.

Diese Grenzwerte müssen in der Trocknungsphase mindestens 6 Stunden gegeben sein. Erst danach ist der Putz in der Regel mit seiner Hautbildung gegen kurze, leichte und mittlere Regenschauer frühregenfest und unempfindlich gegen Nachtfrost bis -5 °C.
Auch der beschleunigte Putz trocknet physikalisch, d.h. durch Filmbildung der Dispersion und durch Verdunstung der Feuchtigkeit. Für einen ausreichenden Trocknungsfortschritt muss eine hinreichende Luftbewegung vorhanden sein. Je kühler die Temperatur und je höher die Luftfeuchtigkeit, desto länger dauert dieser Prozess.
Eine Überarbeitung darf erst nach vollständiger Durchtrocknung erfolgen.
Nicht bei Temperaturen über +15 °C bzw. bei direkter Sonneneinstrahlung arbeiten, da das Material hierbei zu schnell eine Haut bildet und dadurch eine Strukturierung unmöglich wird. Die Offenzeit kann weiterhin verkürzt werden durch einen aufgeheizten Untergrund oder Raumtemperatur des Materials. Die Durchtrocknung ist witterungsabhängig. Daher kann keine genaue Aussage über den Zeitraum bis zur Durchtrocknung getroffen werden.

Werkzeugreinigung

Sofort nach Gebrauch mit Wasser.

Vorbereiten des Materials

Gebindeinhalt mit einem langsam laufenden Rührwerk gründlich aufrühren. Erforderlichenfalls zur Konsistenzregulierung mit max. 0,5 % Wasser verdünnen.
Grundsätzlich sind in Abhängigkeit der zu erwartenden Witterungsbedingungen geeignete Schutzmaßnahmen (wie z. B. Gerüstplane oder Regenschutz) an der zu bearbeitenden Fläche zu treffen. Capatect AmphiSilan Fassadenputz NQG Sprinter nicht mit Capatect AmphiSilan Fassadenputz NQG auf einer Baustelle/Fassade verarbeiten.

Bitte beachten (Stand bei Drucklegung)

Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Kennzeichnungsetikett bereithalten. Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen. Während der Verarbeitung und Trocknung für gründliche Belüftung sorgen. Essen, Trinken und Rauchen während des Gebrauchs des Produktes ist zu vermeiden. Bei Berührung mit den Augen oder der Haut sofort gründlich mit Wasser abspülen. Nicht in die Kanalisation, Gewässer oder ins Erdreich gelangen lassen. Reinigung der Werkzeuge sofort nach Gebrauch mit Wasser und Seife. Bei Schleifarbeiten Staubfilter P2 verwenden. Spritznebel nicht einatmen. Kombifilter A2/P2 verwenden. Enthält 1,2-Benzisothiazol-3(2H)-on, Gemisch aus 5-Chlor-2-methyl-2H-isothiazol-3-on [EG Nr. 247-500-7] und 2-Methyl-2H-isothiazol-3-on [EG Nr. 220-239-6] (3 :1), 2-Methyl-2H-isothiazol-3-on.

Kann allergische Reaktionen hervorrufen. Hotline für Allergieanfragen: 0800/1895000 (kostenfrei aus dem deutschen Festnetz).

Dieses Produkt ist eine „behandelte Ware" nach EU-Verordnung 528/2012 (kein Biozid-Produkt) und enthält folgende biozide Wirkstoffe: 2-Octyl-2H-isothiazol-3-on (CAS-Nr. 26530-20-1), Pyrithionzink (CAS-Nr. 13463-41-7), Terbutryn (CAS-Nr. 886-50-0).

Nähere Angaben: Siehe Sicherheitsdatenblatt

Entsorgung

Nur restentleertes Gebinde zum Recycling geben. Flüssige Materialreste bei der Sammelstelle für Altfarben/Altlacke abgeben, eingetrocknete Materialreste als Bau- und Abbruchabfälle oder als Siedlungsabfälle bzw. Hausmüll entsorgen.

Giscode

BSW50

Produkt-Code Farben und Lacke

(veraltet: M-SF01 F)

Zulassung

Z-33.41-130
Z-33.42-131
Z-33.43-132
Z-33.44-133
Z-33.47-859
Z-33.49-1071

Technischer Beratungsservice

Tel.: +49 6154 71-71710
Fax: +49 6154 71-71711
E-Mail: kundenservicecenter@caparol.de