Verwendungszweck
Verarbeitungsfertiger, strukturierbarer Silikatputz für mineralische Wand- und Deckenflächen im Außenbereich. Einsatzbar in Verbindung mit den Capatect Fassadensystemen.Eigenschaften
- Hoch wasserdampfdurchlässig
- Wasserabweisend
- Nicht quellbar und nicht vergilbend
- Nicht thermoplastisch
- Hoher Weißgrad
- Geschmeidige Verarbeitung
- Natürlicher Algen- und Pilzschutz
Verpackung/Gebindegrößen
Eimer 25 kgFarbtöne
Weiß und eingefärbt.
Werkseitige Einfärbung bis Hellbezugswert ≥ 20 ist möglich. Für maschinelle Einfärbung mit Dosieranlagen von ColorExpress geeignet.
Vor der Verarbeitung das Material auf Farbtongenauigkeit und Beschaffenheit überprüfen. Beanstandungen zu Abweichungen vom Liefersoll können nach der Verarbeitung nicht mehr anerkannt werden. Auf den "Leitfaden zu Prüfpflichten bei Anlieferung von Tönware im Rahmen der Untersuchungs- und Rügepflicht (§ 377 HGB)" des VDPM wird verwiesen.
Auf zusammenhängenden Flächen nur Material mit gleicher Charge verarbeiten oder Material unterschiedlicher Chargen vorher untereinander mischen.
Lagerung
Kühl, frostgeschützt und Vermeidung großer Temperaturschwankungen. Vor direkter Sonnenbestrahlung schützen. Angebrochene Gebinde gut verschlossen halten.In original verschlossener Verpackung mindestens 12 Monate haltbar.
Technische Daten
Außenputz nach DIN EN 15824Dichte
ρ ≈ 1,8 g/cm³Wasserdampfdurchlässigkeit
Kategorie V1 (hoch) nach DIN EN 15824sd < 0,14 m nach DIN EN ISO 7783
Haftzugfestigkeit
HaftfestigkeitfH ≥ 0,3 MPa nach DIN EN 1542
Brandverhalten
Klasse A2-s1, d0 nach DIN EN 13501-1 (nichtbrennbar)Wasseraufnahmekoeffizient
Kategorie W3 (niedrig) nach DIN EN 15824w ≤ 0,1 kg/(m2h1/2) nach DIN EN 1062-3
Konsistenz
PastösBindemittelbasis
Kaliwasserglas mit geringen organischen ZusätzenProdukt-Nr.
| Produkt-Nr./Bezeichnung | Struktur | Körnung (mm) | ca. Verbrauch (kg/m2) |
| Capatect Sylitol Fassadenputz | R20, Reibeputz-Struktur | 2,0 | 2,5 |
| R30, Reibeputz-Struktur | 3,0 | 3,7 | |
| K15, Kratzputz-Struktur | 1,5 | 2,4 | |
| K20, Kratzputz-Struktur | 2,0 | 3,0 | |
| K30, Kratzputz-Struktur | 3,0 | 3,7 |
Bei den Verbrauchsangaben handelt es sich um Richtwerte.
Objektabhängige oder verarbeitungsbedingte Abweichungen sind zu berücksichtigen.
Hinweis
Durch den Einsatz natürlicher Rohstoffe können die angegebenen Durchschnittswerte von Lieferung zu Lieferung geringfügig abweichen. Die Angaben beziehen sich auf Weißware bzw. Standardware. Durch eine Abtönung sind Abweichungen möglich.Zu beachten sind die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung / allgemeine Bauartengenehmigung und die Technischen Informationen der Systeme / Produkte.
Geeignete Untergründe
- Mineralisch gebundene Unterputze und Spachtelmassen ab CS II nach DIN EN 998-1 (Druckfestigkeit mind. 1,5 N/mm2) bzw. ab PIc nach DIN 18550
- Mineralisch gebundene Untergründe in WDVS gemäß den Zulassungen
- Einsetzbar in WDVS, VHF, im Massivbau und in der Sanierung
Der Untergrund muss tragfähig, eben, sauber, trocken, frostfrei und frei von haftmindernden Substanzen sein.
VOB, Teil C, DIN 18350 und 18345, Abs. 3 beachten. Die Untergrundprüfung erfolgt in Anlehnung an die Merkblätter Nr. 20 und 20.1 vom Bundesausschuss Farbe und Sachwertschutz e.V.
Untergrundvorbereitung
Auf die Technische Information Nr. 650 von Caparol "Untergründe und deren Vorbehandlung" wird verwiesen.
Die Ursache von Rissen in Untergründen aufklären und Risse, abhängig von Rissart und Umfang, geeignet sanieren.
Die nachfolgenden Angaben sind beispielhaft und nicht abschließend. Die Putzarbeiten erfolgen nach ggf. erforderlicher Untergrundvorbereitung.
Schutzmaßnahmen:
Fensterbänke und Anbauteile abkleben. Im Außenbereich nur UV-beständige Klebebänder verwenden. Glas, Keramik, Klinker, Naturstein, lackierte, lasierte, eloxierte und zu schützende Flächen sorgfältig abdecken. Spritzer sofort mit Wasser entfernen.
Reinigen/grundieren der Untergründe:
Verschmutzte Bereiche reinigen, nicht tragfähige Schichten mit geeigneter Methode entfernen.
Gegebenenfalls kann die Tragfähigkeit vom Untergrund durch den Einsatz geeigneter Grundierungen (verfestigend, saugfähigkeitsregulierend, haftvermittelnd) sichergestellt werden.
Dünnlagige Oberputze mit Korngrößen < 3 mm erfordern ggf. besondere Maßnahmen im Untergrund, z.B. eine Grundierung, Ausgleichsspachtelung.
Vor Auftrag des Oberputzes wird als Haftvermittlung, zur Offenzeitverlängerung und zur besseren Verarbeitung des Oberputzes, besonders bei frischen mineralischen Unterputzen, eine Grundierung mit PutzGrund 610 empfohlen, möglichst im Farbton der Schlussbeschichtung getönt. Bei längerer Standzeit (z. B. Überwinterung) benötigen angewitterte Unterputze prinzipiell eine Grundbeschichtung mit PutzGrund 610.
Die Wartezeit zur Überarbeitung eines neuen Unterputzes ist u.a. abhängig von den Witterungsbedingungen und der Schichtdicke. Die Angaben beziehen sich auf 20 °C und 65 % relative Luftfeuchte und dienen als Orientierung. Bei niedrigen Temperaturen und hohen Luftfeuchten verlängert sich die Zeit.
- Wartezeit mineralische / silikatische Oberputze auf neuen mineralischen Unterputzen: min. 2 Tage. Bei Unterputz-Schichtdicken > 5 mm und auf neuen mineralischen Leicht-Unterputzen im monolithischen Bauen: min. 1 Tag pro mm Schichtdicke.
Angewitterte Unterputze, festhaftende Beschichtungen: Grundbeschichtung mit PutzGrund 610.
Grob porös, saugend, leicht sandend: Grundbeschichtung mit Sylitol RapidGrund 111.
Stark saugend: Grundbeschichtung mit Histolith Sol-Silikat Fixativ.
Materialzubereitung
Das Material ist verarbeitungsfertig.Mit max. 2 % Sylitol RapidGrund 111 auf Verarbeitungskonsistenz einstellbar.
Gebindeinhalt mit einem langsam laufenden Rührwerk gründlich aufrühren.
Auftragsverfahren
Den Oberputz mit einer rostfreien Kelle oder maschinell vollflächig auftragen und auf Kornstärke abziehen. Unmittelbar danach mit einer Kunststofftraufel bzw. mit einem Kunststoff-Reibebrett gleichmäßig rund kreisend abscheiben, Reibeputz wahlweise waagrecht, senkrecht oder rund kreisend abscheiben.
Die Wahl des Werkzeuges beeinflusst das Rauigkeitsprofil der Oberfläche, deshalb stets mit gleichen Strukturscheiben arbeiten.
Zusammenhängende Flächen zur Vermeidung von Ansätzen in der Strukturschicht ohne Unterbrechung fertigstellen. Große Flächen in Abschnitte gliedern, nass in nass kontinuierlich auftragen und strukturieren.
Verarbeitungsbedingungen
Während der Verarbeitung- und in der Trocknungsphase dürfen die Umgebungs- und Untergrundtemperaturen nicht unter +8 °C und über +30 °C liegen. Nicht unter direkter Sonneneinwirkung, bei starkem Wind, Nebel oder hoher Luftfeuchtigkeit verarbeiten.
Auf das Merkblatt "Verputzen, Wärmedämmen, Spachteln, Beschichten bei hohen und niedrigen Temperaturen" vom Bundesverband Ausbau und Fassade wird verwiesen.
Bei ungünstigen Witterungsbedingungen sind geeignete Maßnahmen zum Schutz der bearbeiteten Fassadenflächen zu treffen.
Trocknung/Trockenzeit
Die Wartezeit zur Überarbeitung ist u.a. abhängig von den Umgebungsbedingungen und der Schichtdicke. Die Angaben beziehen sich auf 20 °C und 65 % rel. Luftfeuchtigkeit und dienen als Orientierung. Bei niedrigen Temperaturen und hohen Luftfeuchten verlängert sie sich die Zeit.
Grundbeschichtungen müssen vor der weiteren Überarbeitung trocken, Putz muss ausreichend erhärtet sein.
- Oberflächentrocken nach ca. 24 h.
- Durchgetrocknet, belastbar und überstreichbar nach ca. 2-3 Tagen. Produkte aus dem Sylitol-Programm, z.B. Sylitol NQG (-W) oder Sylitol Finish 130, einsetzen.
Werkzeugreinigung
Sofort nach Gebrauch mit Wasser unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften.Beispiel für Maschinenausrüstung
Verdünnung der Capatect Sylitol Fassadenputze ggf. mit Sylitol RapidGrund 111 (kein Wasser).- Förderpumpe z.B. m-tec P 25 V
Förderschläuche: Anfangsschläuche – Innen Ø 35 mm; Endschlauch – Innen Ø 25 mm
Förderwege/ -höhe: Maximale Förderweite 50 m; maximale Förderhöhe 30 m (temperatur- und geräteabhängig)
Spritzgerät: Düsen-Ø abhängig von der Korngröße
Arbeitsdruck: 3 - 4 bar
Förderschläuche vor dem regulären Betrieb mit Kleister vorspülen.
Bei Arbeitsunterbrechungen den Förderschlauch nicht in direkter Sonneneinstrahlung stehen lassen, Materialbehälter z. B. mit Folie abdecken und Pistole und Düse unter Wasser aufbewahren.
Vor einer Arbeitspause den Materialbehälter weitestgehend leer fahren, um einer Material-Tunnelbildung beim Wiederanfahren vorzubeugen. Wird dies nicht beachtet, das Material ggf. vor dem Anfahren der Maschine (bei ausgeschalteter Maschine) "gangbar" machen.
Nähere Informationen enthält das Caparol "Handbuch der Spritztechnologie". Eine Beratung zum Einsatz von Silo- und Maschinentechnik wird empfohlen.
Vorgaben der Maschinenhersteller beachten.
Hinweis
Aufgrund ihrer speziellen Eigenschaften sind bei eingefärbten mineralischen und silikatischen Putzen geringe Abweichungen im Farbton und Fleckenbildung nicht immer zu vermeiden. Dies stellt keinen technisch-funktionellen Mangel dar und kann nicht beanstandet werden.
Um Farbungleichmäßigkeiten zu vermeiden, den Putz nach Durchtrocknung mit einer geeigneten Fassadenfarbe (z.B. Sylitol NQG) oder mind. mit einem Egalisationsanstrich (z.B. Sylitol Finish 130) beschichten.
Bei Fassadenflächen, die unter speziellen Objektbedingungen oder durch natürliche Witterungseinflüsse stärker als üblich feuchtebelastet werden, besteht ein erhöhtes Risiko der Pilz- und Algenbildung. Das Produkt ist alkalisch und besitzt somit einen natürlichen, jedoch zeitlich begrenzten Schutz gegen mikrobiologischen Befall. Durch Auftrag einer mit Filmschutz ausgerüsteten Fassadenfarbe lässt sich das Risiko eines Befalls durch Mikroorganismen deutlich verringern (z.B. Sylitol NQG-W). Ein dauerhaftes Verhindern von Pilz- und Algenbewuchs kann nicht zugesichert werden.
Hellbezugswerte (HBW): Dunkle Farbgebungen mit niedrigen HBW können besondere Maßnahmen erfordern. Anwendungsgrenzen im jeweiligen System, z.B. in WDVS oder von Steinherstellern, beachten.
Ausbesserungen in der Fläche können sich, selbst bei Verwendung des originalen Beschichtungsmaterials, mehr oder weniger stark abzeichnen. Abzeichnungen sind gemäß BFS-Fachregel Nr. 25 unvermeidbar. Ob eine Ausbesserung als optisch störend empfunden wird, hängt von vielen Faktoren ab, z.B. Farbton, Glanzgrad, Schichtdicke, Untergrund, Beleuchtung.
Horizontale Flächen durch besondere Maßnahmen schützen, z.B. durch Metallabdeckung.
Gefahrenhinweise/Sicherheitsratschläge (Stand bei Drucklegung)
Sicherheitsdatenblatt auf Anfrage erhältlich.
Für gewerbliche/industrielle Anwendungen. Verwendung/Entsorgung: Inhalt und Behälter in Übereinstimmung mit den lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Vorschriften der Entsorgung zuführen. Waschwasser darf nicht in die Kanalisation/Umwelt gelangen.
GISCODE: BSW40.
VOC-Gehalt nach RL 2004/42/EG: Dieses Produkt enthält max. 1 g/l VOC.
Deklaration der Inhaltsstoffe nach VdL-Richtlinie 01: Alkaliwasserglas, Polyacrylatharz, Calciumcarbonat, Titandioxid, Silikate, Wasser, Additive.
Zulassung
Z-33.41-130Z-33.41-1706
Z-33.42-1739
Z-33.43-132
Z-33.43-1666
Z-33.43-1707
Z-33.43-1746
Z-33.44-133
Z-33.47-859
Z-31.1-171
Technischer Beratungsservice
Tel.: +49 6154 71-71710Fax: +49 6154 71-71711
E-Mail: kundenservicecenter@caparol.de
Technische Information
Nachhaltigkeitsdatenblatt
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Sicherheitsdatenblatt
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- Sicherheitsdatenblatt Capatect Sylitol Fassadenputz K15
Information
Technische Information
Nachhaltigkeitsdatenblatt
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Sicherheitsdatenblatt
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