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Architektur-Nachmittag im Ruhrgebiet

Zu einem „Architektur-Nachmittag“ voller kreativer Erfahrungen und Inspirationen kamen am 18. Juni 2015 mehr als 80 Architekten aus der Region in die Essener „planbar4“. Die Firmen und Marken Caparol, alsecco, Disbon, Lithodecor, Beck Objekteinrichtungen und Laufen hatten zu „Know-how + Barbecue“ eingeladen, wobei interessante Einblicke hinter besonderen Architektur-Kulissen zu erwarten waren.

Nach einer kurzen Begrüßung der Gäste durch Sarah Rygiol von der Design-Location „planbar4“ ging es per Bus zum Weltkulturerbe „Zeche Zollverein“. Dort führte Heinrich Böll die Expertengruppe über das imposante Gelände und präsentierte insbesondere die beeindruckenden Umbaumaßnahmen an der ehemaligen „Kohlenwäsche“, die von seinem Büro „Böll Architekten“ in enger Abstimmung mit den Inhabern und Denkmalschützern umgesetzt worden waren. Auch auf künftige Projekte seines Büros auf dem ehemaligen Zechengelände konnte Heinrich Böll verweisen.

Der Solinger Architekt Markus Richard wusste die informative Expedition durch die verschiedenen Etagen des Gebäudes sehr zu schätzen: „Ein Rundgang mit persönlicher Führung durch Heinrich Böll, das ist natürlich besonders klasse. Ich finde es toll, wenn man so eine Architektur besichtigen kann und Erklärungen über Hintergründe des Projektes von demjenigen bekommt, der es auch verantwortet hat. Das ist immer etwas ganz Besonderes!“

Nach der Rückkehr zur „planbar4“ stellten sich die Gastgeber, dem Publikum vor: Markus Meyer, Prokurist und Vertriebsleiter der BECK Objekteinrichtungen GmbH & Co. KG, Klaus Hülsmann, Gebietsleiter Projektgeschäft Roca GmbH – Vertrieb Laufen sowie Maic Auschrat, Leiter Objektmanagement DAW SE für die Marken Caraprol, alsecco, Disbon, Lithodecor, der als Moderator auch durch den weiteren Nachmittag führte.

Im ersten Vortrag konnte Tomas Trompeta von Böll Architekten weitere, interessante Hintergrundinformationen aus der Planungs- und Umbauzeit der Kohlenwäsche auf Zollverein bieten. Als einer der Projektleiter war er maßgeblich an dieser außergewöhnlichen Renovierungsmaßnahme beteiligt.

Herwig Spiegl (AllesWirdGut Architekten, Wien):
„Es war sehr gut angerichtet.“

Im Anschluss rundete der österreichische Architekt Herwig Spiegl den Vortrags-nachmittag mit einem charmant-provozierenden Vortrag ab. Ebenso außergewöhnlich wie die Ideen seines Wiener Architekturbüros ist auch dessen Name: „AllesWirdGut Architektur“. Hatten einige der Zuhörer gehofft, vielleicht auch schon Insider-Informationen über sein künftiges Bauprojekt, das neue WAZ-Verlagshaus in Essen zu erfahren, hielt Herwig Spiegl an dieser Stelle jedoch dicht und vertröstete die Zuhörer auf einen der kommenden Architektur-Nachmittage in der „planbar4“. Jetzt stellte er seine sehr inspirierenden Ideen über nachhaltige Architektur-Ansätze in den Mittelpunkt, die Wien, ebenso wie auch anderen europäischen Städten auf dem Weg zu Smart-Cities von Morgen gut zu Gesicht stünden - und zwar einmal ganz anders interpretiert, als die hochtechnisierten Smart-Cities, die derzeit in Asien und Arabien aus dem Boden gestampft werden.

Von dem Essener Veranstaltungsformat war Herwig Spiegl vollauf begeistert: „Diese Kombination hier finde ich schon extrem gut. Sich zunächst ein tolles Architektur-Objekt anschauen, dann einige Vorträge dazu hören und zum Schluss noch ausgiebig Zeit haben, sich mit Kollegen über die vielfältigen Eindrücke beim leckeren Essen zu unterhalten, das ist schon sehr gut angerichtet.“

Zum Ausklang des Tages nutzen dann auch zahlreiche Architekten die Gelegenheit zum kollegialen Netzwerken. Bei vorzüglichen Barbecue-Spezialitäten und der obligatorischen Ruhrpott-Currywurst aus der Küche von Sternekoch Nelson Müller, wirkten die Eindrücke des Tages noch lange nach.