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TopLasur NQG®

Verarbeitungsfertige Lasurfarbe auf Basis der Nano-Quarz-Gitter (NQG®) - Technologie für außen und innen
  • LV Texte

    Verwendungszweck

    Für dekorative Lasur­beschichtungen für den Außen- und Innenbereich auf tragfähigen, strukturierten Beschichtungen und Strukturputzen. Im Innenbereich auf MultiStruktur einsetzbar. Insbe­son­dere auch zur farblichen Auffrischung mit gleich­zeitigem Wetterschutz auf Natur­steinen geeignet.

    Eigenschaften

    • Hoch schmutzabweisend durch Nano-Quarz-Gitter (NQG)
    • Schnelle Rücktrocknung nach Niederschlag und Taufeuchte
    • Bestmögliche Farbtonbeständigkeit
    • Hoch diffusionsfähig
    • CO2-durchlässig

    Materialbasis

    Silikatisch/organisches Hybridbindemittel

    Verpackung/Gebindegrößen

    Eimer 5 l, 10 l

    Farbtöne

    Weiß-transparent.

    TopLasur NQG® ist im ColorExpress-System maschinell abtönbar. Den Farbton und die gewünschte Transparenz der Lasur durch Probeanstriche ermitteln. TopLasur NQG® wird ausschließlich mit den lichtbeständigsten, anorganischen Pigmenten abgetönt. Dieses gewährleistet in Verbindung mit dem kreidungsstabilen NQG®-Hybridbindemittel die technologisch bestmögliche Farbtonstabilität.

    TopLasur NQG® ist selbstabtönbar mit max. 20 % AmphiColor Vollton- und Abtönfarben. Bei Selbstabtönung benötigte Gesamt­menge untereinander vermischen, um Farbtonunter­schiede zu vermeiden.

    Vor der Verarbeitung muss das Material auf Farbtongenauigkeit und Beschaffenheit überprüft werden. Beanstandungen zu Abweichungen vom Liefersoll können nach der Verarbeitung nicht mehr anerkannt werden. Auf den "Leitfaden zu Prüfpflichten bei Anlieferung von Tönware im Rahmen der Untersuchungs- und Rügepflicht (§ 377 HGB)" des VDPM wird verwiesen.
    Auf zusammenhängenden Flächen abgetöntes Material mit gleicher Charge verarbeiten oder Material unterschiedlicher Chargen vorher untereinander mischen.

    Farbtonbeständigkeit analog BFS-Merkblatt Nr. 26:
    Klasse: A
    Gruppe: 1

    Glanzgrad

    Reflektometerwert:
    Klasse G2 (mittlerer Glanz) nach DIN EN 1062-1
    Messwinkel 60°, Anforderung ≤ 60
    Messwinkel 85°, Anforderung > 10

    Lagerung

    Kühl, frostgeschützt und Vermeidung großer Temperaturschwankungen. Vor direkter Sonnenbestrahlung schützen. Angebrochene Gebinde gut verschlossen halten.
    In original verschlossener Verpackung mindestens 12 Monate haltbar.

    Dichte

    ρ ≈ 1,1 g/cm3

    Diffusionsäquivalente Luftschichtdicke sdH2O

    Kategorie V1 (hoch) nach DIN EN 1062-1
    sd < 0,14 m nach DIN EN ISO 7783-2

    Wasserdurch­lässig­keits­rate

    Kategorie W2 (mittel) nach DIN EN 1062-1
    w ≤ 0,5 - > 0,1 kg/(m2h1/2) nach DIN EN 1062-3

    Ergänzungsprodukte

    Minera Universal
    Capadecor MultiStruktur

    Hinweis

    Zu beachten sind die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung / allgemeine Bauartengenehmigung und die Technischen Informationen der beteiligten Systeme / Produkte.
    Die Angaben beziehen sich auf Weißware bzw. Standardware. Durch eine Abtönung sind Abweichungen möglich.

    Eignung gemäß Technischer Information Nr. 606 Definition der Einsatzbereiche

    innen 1innen 2innen 3außen 1außen 2
    ++++
    (–) nicht geeignet / (○) bedingt geeignet / (+) geeignet

    Geeignete Untergründe

    • Mineralische Untergründe, z.B. Putze ab CS II nach DIN EN 998-1 (Druckfestigkeit mind. 1,5 N/mm2) bzw. ab PII nach DIN 18550, Beton, Sichtmauerwerk, Faserzement
    • Pastöse (organische) Putze und Beschichtungen auf Dispersions-, Siliconharz- und Dispersions-Silikatbasis
    • Gips(karton)platten
    • Einsetzbar in WDVS und VHF, im Massivbau und in der Sanierung

    Der Untergrund muss fest, tragfähig, frei von Verschmutzungen, trennenden Substanzen und trocken sein. VOB, Teil C, DIN 18363, Abs. 3 beachten.
    Die Untergrundprüfung erfolgt in Anlehnung an die BFS-Fachregeln Nr. 20 und 20.1.
    Die Ursache von Rissen in Untergründen aufklären und Risse, abhängig von Rissart und Umfang, geeignet sanieren.
    Auf die Technische Information Nr. 650 von Caparol "Untergründe und deren Vorbehandlung" wird verwiesen.

    Untergrundvorbereitung

    Die nachfolgenden Angaben sind beispielhaft und nicht abschließend. Die Beschichtung erfolgt nach ggf. erforderlicher Untergrundvorbereitung.

    Schutzmaßnahmen:
    Glas, Keramik, Klinker, Naturstein, lackierte, lasierte, eloxierte und zu schützende Flächen sorgfältig abdecken. Spritzer sofort mit Wasser entfernen.

    Reinigung der Untergründe:
    Verschmutzte Bereiche reinigen, nicht tragfähige Schichten mit geeigneter Methode entfernen. Gesetzliche Vorgaben beachten. Bei Behandlung mit Wasser ausreichende Trockenzeiten einhalten.
    Mögliche Verfahren (nicht abschließend):
    - Reinigung trocken: Abkehren, Abbürsten.
    - Druckwasserstrahlen: max. Temperatur 60° C, max. Druck 60 bar.
    - Reinigung mechanisch: Abbeizen, Abschleifen, Abschaben, lokaler Rückbau etc.

    Die Wartezeit zur Überarbeitung neuer Putze ist u.a. abhängig von Witterungseinflüssen und der Schichtdicke. Bei niedrigen Temperaturen und hohen Luftfeuchten verlängert sie sich. Die Angaben beziehen sich auf 20 °C und 65 % rel. Luftfeuchte und dienen zur Orientierung.

    Neue mineralische Putze:
    - Richtwert: mind. 1 Tag pro mm Gesamtschichtdicke aus Unter- und Oberputz, jedoch mind. 14 Tage. Längere Wartezeiten reduzieren das Risiko von Kalkausblühungen.
    - Durch eine Grundbeschichtung mit CapaGrund Universal vermindert sich das Risiko von Kalkausblühungen bei mineralischen Oberputzen, so dass bereits nach einer Standzeit von mind. 7 Tagen beschichtet werden kann. Alternativ können mineralische Putze mit Sylitol Finish 130 (-W) beschichtet werden.
    - Besonders getönte Farbgebungen erfordern ggf. Maßnahmen (z.B. längere Standzeiten vom Putz-Untergrund, eine Grundierung mit CapaGrund Universal, Witterungsschutz).

    Neue Silikat-Oberputze: 
    Mit Histolith Antik Lasur beschichten.

    Neue pastöse Putze:
    Überarbeitung nach vollständiger Durchtrocknung, frühestens nach 2-3 Tagen.
    Ggf. Grundbeschichtung mit CapaGrund Universal.

    Alte mineralische Putze, Beton, mineralische Beschichtungen:
    Schwach saugend, glatt: Grundbeschichtung mit CapaGrund Universal.
    Grob porös, saugend, leicht sandend: Grundbeschichtung mit OptiSilan TiefGrund bzw. CapaSol RapidGrund.
    Stark sandend, mehlend: Grundbeschichtung mit OptiSilan Tiefgrund oder Dupa-Putzfestiger.

    Alte, pastöse matte Beschichtungen:
    Mäßig saugend: CapaGrund Universal bis max. 3% Wasser verdünnt.
    Stark saugend, kreidend, sandend: Grundbeschichtung mit OptiSilan Tiefgrund oder Dupa-Putzfestiger.
    Ggf. Zwischenbeschichtung mit CapaGrund Universal.

    Putz / Beton mit Sinterschicht, Putzausbesserungen:
    Nicht tragfähige Substanzen entfernen.
    Mit Histolith Fluat einstreichen und nachwaschen.
    Nachputzstellen müssen gut abgebunden und ausgetrocknet sein.

    Beton mit Anforderungen nach DIN EN 1504-3:
    Auf das Disbon-Produktprogramm wird verwiesen.

    Rissige Putz- oder Betonflächen:
    Die Ursache von Rissen in Untergründen aufklären und Risse, abhängig von Rissart und Umfang, geeignet sanieren. Je nach Rissklasse mit FibroSil, PermaSilan oder dem Cap-elast System beschichten.

    Pilz- oder algenbefallene Flächen:
    Flächen mit Pilz- bzw. Algenbefall durch Nassstrahlen unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften reinigen. Nach Abtrocknung mit Capatox nach Herstellerangaben vorbehandeln. Bei saugfähigem Untergrund mit FungiGrund grundieren.

    Salzausblühungen, Feuchtigkeit:
    Durch Mineralsalze werden Beschichtungen frühzeitig zerstört. Ausblühungen trocken abbürsten. Beim Beschichten von Flächen mit Salzausblühungen und (aufsteigender) Feuchtigkeit kann für die dauerhafte Haftung der Beschichtung bzw. die Unterbindung der Salzausblühung keine Gewähr übernommen werden.
    Auf das Histolith - Produktprogramm wird verwiesen.

    Porenbeton mit tragfähiger Altbeschichtung:
    Eine Grundbeschichtung mit CapaGrund Universal wird empfohlen. Bei nicht intakten Porenbetonbeschichtungen das Caparol Bautenschutzprogramm beachten.

    Ziegel-Sichtmauerwerk:
    Nur frostbeständige Vormauersteine oder Klinker ohne Fremdeinschlüsse sind für Beschichtungen geeignet. Das Mauerwerk muss rissfrei ver­fugt, trocken und salzfrei sein.
    Grund­beschichtung mit Dupa-Putzfestiger. Bei Braun­ver­fär­bun­gen in der Zwischenbeschichtung mit der wasserfreien Fassa­den­­­­­­farbe Duparol weiterarbeiten.

    Zementgebundene Holzspanplatten:
    Grundierung mit Disbon 481 EP-Uniprimer zur Vermeidung von Kalkausblühungen.

    Natursteine:
    Natursteine müssen fest, trocken und frei von Ausblühungen sein. An der Oberfläche verwitterte Steine vor dem Anstrich durch mehrmalige Behandlung mit Kieselsäure­ester festigen.  Steinausbesserungen nicht mit Putzmörtel vornehmen, sondern mit Steinersatzmaterialien. Ausbesse­rungs­­stellen gut abbinden lassen und vor der Beschichtung mit Histolith Fluat fluatieren und nachwaschen. 

    Innenbereich
    Gipsputze nach DIN EN 13279-1 / Druckfestigkeit mind. 2 N/mm2: Gipsputze mit Sinterhaut schleifen und entstauben, Grundbeschichtung mit einem Tiefgrund, wie dem OptiSilan TiefGrund durchführen. 

    Gipsbauplatten: Auf saugenden Platten eine Grundbeschichtung mit einem Tiefgrund, wie dem OptiSilan TiefGrund durchführen. 

    Gipskartonplatten: Spachtelgrate abschleifen und Fläche entstauben. Geschliffene Gipsspachtelstellen sowie die Gipskartonplatten mit einem Tiefgrund wie dem OptiSilan TiefGrund grundieren. Bei stärkerem Saugverhalten immer eine Grundbeschichtung mit einem Tiefgrund, wie dem OptiSilan TiefGrund durchführen. Bei Platten mit wasserlöslichen, verfärbenden Inhaltsstoffen eine Grundbeschichtung mit Caparol AquaSperrgrund fein (Technische Information Nr. 384 beachten). BFS-Fachregel Nr. 12 beachten. 

    Hinweis Q2/Q3 Spachtelung / dünne Gipsschichten < 0,5 mm: Bei Verwendung gipshaltiger, hydraulisch abbindender Spachtelmassen in der Qualitätsstufe Q2/Q3 wird eine transparente, wässrige Grundierung empfohlen. Auf das Maler&Lackierer Merkblatt Nr. 2 -9/2020 "Haftfestigkeitsstörungen von Beschichtungen auf verspachtelten Gips(karton)platten" vom Bundesverband Farbe, Gestaltung, Bautenschutz und vom Bundesausschuss Farbe und Sachwertschutz (BFS) wird verwiesen. Alternativ zur gipshaltigen Q3 Spachtelung haben sich Spachtelungen mit pastösen Spachtelmassen bewährt. 

    Kalksandstein-Sichtmauerwerk: Vorhandene Salzausblühungen trocken abbürsten. Benetzungsprobe durchführen, ggf. eine Grundbeschichtung mit einem Tiefgrund, wie dem CapaSol RapidGrund.  

    Tragfähige Beschichtungen: Matte, schwach saugende Beschichtungen direkt überarbeiten. Glänzende Oberflächen gründlich anrauen.  

    Nicht tragfähige Beschichtungen: Nicht tragfähige Dispersionsfarben oder Kunstharzputz-Beschichtungen entfernen. Auf sandenden bzw. saugenden Flächen eine Grundbeschichtung mit einem Tiefgrund, wie dem OptiSilan TiefGrund durchführen. Nicht tragfähige Mineralfarben-Beschichtungen mechanisch entfernen und die Flächen entstauben, darauf folgt eine Grundbeschichtung mit einem Tiefgrund, wie OptiSilan TiefGrund. 

    Leimfarbenanstriche: Grundrein abwaschen. Alternativ mechanisch entfernen, nachwaschen und eine Grundbeschichtung mit einem Tiefgrund, wie dem OptiSilan TiefGrund durchführen. 

    Raufasertapeten, Glasgewebe, Glas- oder Zellstoffpolyestervliese: Ohne Vorbehandlung beschichten.  

    Entfernte Tapeten: Kleister und Makulaturreste restlos entfernen und ggf. abwaschen. Eine Grundbeschichtung mit einem Tiefgrund, wie OptiSilan TiefGrund durchführen 

    Flächen mit Nikotin-, Wasser-, Ruß- oder Fettflecken: Nikotinverschmutzungen sowie Ruß- oder Fettflecken mit Wasser unter Zusatz eines fettlösenden Haushaltsreinigungsmittel abwaschen und gut trocknen lassen. Abgetrocknete Wasserflecken trocken durch Abbürsten reinigen. Eine absperrende Grundbeschichtung mit Caparol AquaSperrgrund fein (Technische Information Nr. 384 beachten) durchführen. 

    Schimmelbefallene Flächen: Schimmelbelag durch Nassreinigung entfernen. Flächen mit Capatox durchwaschen und gut trocknen lassen. Hierbei sind die gesetzlichen und behördlichen Vorschriften (z.B. die Biostoff- und die Gefahrstoffverordnung) zu beachten. Ein erhöhter Schutz vor erneutem Befall kann mit einer Innenfarbe mit Langzeit Filmschutz, wie der Indeko-W (Technische Information Nr. 800 beachten) erreicht werden. 

    Holz- und Holzwerkstoffe: Ein Grundanstrich mit Capacryl Holz-Isogrund (Technische Information Nr. 961 beachten). Auf mit Melaminharz werkseitig beschichteten Platten ein Grundanstrich mit Capacryl-Haftprimer (Technische Information Nr. 980 beachten). Die Fugenbereiche/Plattenstöße sind nicht rissfrei zu überarbeiten. Hier wird bei höheren optischen Anforderungen eine Entkopplungsschicht mit dünnen Gipsplatten mit entsprechender Verspachtelung empfohlen. 

    Alte Kalkspachteltechniken: Sinterschicht an der Oberfläche durch Schleifen entfernen. Bei negativer Benetzungsprobe mit Wasser auf geschliffener Fläche muss die gesamte Kalkspachtelschicht entfernt und der Untergrund entsprechend neu aufgebaut werden. Bei positiver Benetzungsprobe mit Wasser auf geschliffener Fläche, eine Grundbeschichtung mit eine Tiefgrund, wie dem OptiSilan TiefGrund durchführen. 

    Fehlstellen: Tiefe Löcher entsprechend verfüllen.

    Auftragsverfahren

    Material gut aufrühren.
    Je nach gewünschtem Lasureffekt eignen sich eingearbeitete Bürstenwerkzeuge, Stupfpinsel, Naturschwamm oder Lappen. Die Auswahl ist abhängig vom ge­wünschten Lasureffekt.
    Probebeschichtungen anlegen und bemustern!
    Lasurbeschichtungen wirken in Abhängigkeit der Einfärbung, der Anzahl der Beschichtungen, des eingesetzten Werkzeuges und der individuellen Arbeitsweise individuell und charakteristisch.

    Beschichtungsaufbau

    Grundbeschichtung: Ggf. Grundierung(en) im Rahmen der Untergrundvorbereitung.

    Grund- bzw. Zwischen­­be­schichtung:
    Untergrund in Weiß oder - in Abstimmung auf den nachfolgenden Lasur­farbton - hell getönt mit Minera Universal (innen und außen) oder Capadecor MultiStruktur (nur innen) mit der Bürste strukturieren. Auch Strukturputze sind als Zwischen­­beschichtung geeignet.
    Glatte Untergründe können nicht ansatzfrei lasiert werden.

    Schlussbeschichtung:
    Je nach gewünschtem Lasureffekt, 1 – 3 Lasuraufträge mit abgetönter TopLasur NQG® ausführen. Mit max. 30 % Wasser verdünnt wird die Transpa­renz der Lasur reguliert.
    Je nach gewünsch­tem Lasureffekt können die Lasuraufträge nass-in-nass oder nach Zwischentrocknung ausgeführt werden. 

    Verbrauch

    • Ca. 100 - 150 ml/m2 pro Arbeits­gang auf glattem Untergrund
      Auf rauen Flächen entspre­chend mehr. Exakten Verbrauch durch Probe­beschich­tung ermitteln.

    Verarbeitungsbedingungen

    Während der Verarbeitung- und in der Trocknungsphase dürfen die Umgebungs- und Untergrundtemperaturen nicht unter +8 °C und über +30 °C. Nicht unter direkter Sonneneinwirkung, bei starkem Wind, Nebel oder hoher Luftfeuchtigkeit verarbeiten.
    Auf das Merkblatt "Verputzen, Wärmedämmen, Spachteln, Beschichten bei hohen und niedrigen Temperaturen" vom Bundesverband Ausbau und Fassade wird verwiesen.
    Bei ungünstigen Witterungsbedingungen sind geeignete Maßnahmen zum Schutz der bearbeiteten Fassadenflächen zu treffen.

    Trocknung/Trockenzeit

    Die Wartezeit zur Überarbeitung ist u.a. abhängig von Witterungseinflüssen und der Schichtdicke. Bei niedrigen Temperaturen und hohen Luftfeuchten verlängert sie sich.
    Die Angaben beziehen sich auf 20 °C und 65 % rel. Luftfeuchtigkeit und dienen als Orientierung.

    • Mindestens 12 Stunden Trockenzeit zwischen den einzelnen Beschichtungen einhalten.
    In Innenräumen nach der Verarbeitung für eine gute Durchlüftung sorgen.

    Werkzeugreinigung

    Sofort nach Gebrauch mit Wasser, evtl. unter Zusatz von Spülmitteln. Werkzeuge in den Arbeitspausen in der Farbe oder unter Wasser aufbewahren.

    Hinweis

    Bei Fassadenflächen, die unter speziellen Objektbedingungen oder durch natürliche Witterungseinflüsse stärker als üblich feuchtebelastet werden, besteht ein erhöhtes Risiko der Pilz- und Algenbildung. Ein dauerhaftes Verhindern von Pilz- und Algenbewuchs kann nicht zugesichert werden.

    Bei dunklen Farbtönen kann eine mechanische Beanspruchung der Oberfläche zu hellen Streifen (Schreibeffekt) führen. Dieses ist eine produktspezifische Eigenschaft aller matten bis seidenmatten Fassadenfarben und hat keinen Einfluss auf die Produktqualität und -funktionalität. 

    Bei dichten, kühlen Untergründen oder bei witterungsbedingter Trocknungsverzögerung können durch Feuchtebelastung (Regen, Tau, Nebel) Hilfsstoffe an der Oberfläche der Beschichtung gelblich/transparente, leicht glänzende und klebrige Ablaufspuren ent­stehen (Emulgatorenläufer). Diese Hilfsstoffe sind wasser­löslich und werden mit ausreichend Wasser, z.B. nach mehrmaligen stärkeren Regen­fällen, selb­ständig entfernt. Die Qualität der getrockneten Beschichtung wird dadurch nicht nachteilig beeinflusst. Sollte trotzdem eine direkte Überarbeitung erfolgen, so sind die Läufer/Hilfsstoffe vorzunässen und nach kurzer Einwirkzeit restlos abzuwaschen. Eine zusätzliche Grundierung mit CapaGrund Universal wird empfohlen.

    Ausbesserungen in der Fläche sind bei einem Lasurauftrag nicht möglich.

    Horizontale Flächen konstruktiv schützen (z.B. durch Verblechung).

    Gefahrenhinweise/Sicherheitsratschläge (Stand bei Drucklegung)

    Achtung
    Kann allergische Hautreaktionen verursachen. Einatmen von Nebel oder Dampf vermeiden. Kontaminierte Arbeitskleidung nicht außerhalb des Arbeitsplatzes tragen. Schutzhandschuhe tragen. Bei Hautreizung oder -ausschlag: Ärztlichen Rat einholen/ ärztliche Hilfe hinzuziehen. Kontaminierte Kleidung ausziehen und vor erneutem Tragen waschen. Inhalt/ Behälter einer anerkannten Abfallentsorgungsanlage zuführen. Enthält: 1,2-Benzisothiazol-3(2H)-on, 2-Methyl-2H-isothiazol-3-on, Reaktionsmasse aus 5-Chlor-2-methyl-2H-isothiazol-3-on und 2-Methyl-2H-isothiazol-3-on (3:1). Für gewerbliche/industrielle Anwendungen. Behandelte Ware, enthält ein Biozidprodukt. Topfkonservierer: BIT, MIT, CIT/MIT (3:1). Hotline für Allergieanfragen: 0800/1895000 (kostenfrei aus dem deutschen Festnetz).
    Entsorgung: Inhalt und Behälter in Übereinstimmung mit den lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Vorschriften der Entsorgung zuführen. Waschwasser darf nicht in die Kanalisation/ Umwelt gelangen.
    GISCODE: BSW20.
    EU-Grenzwert für den VOC-Gehalt dieses Produktes (Kat. A/a): 30 g/l (2010). Dieses Produkt enthält max. 20 g/l VOC.
    Deklaration der Inhaltsstoffe nach VdL-Richtlinie 01: Hybrid-Bindemittel (Organo-Silikat / Acrylat), Silikate, Wasser, Glykolether, Aliphaten, Additive, Konservierungsmittel.




    Technische Beratung

    Alle in der Praxis vorkommenden Untergründe und deren technische Bearbeitung können in dieser Druckschrift nicht abgehandelt werden. Sollen Untergründe bearbeitet werden, die in dieser Technischen Information nicht aufgeführt sind, ist es erforderlich, mit uns oder unseren Außendienstmitarbeitern Rücksprache zu halten. Wir sind gerne bereit, Sie detailliert und objektbezogen zu beraten.

    Technischer Beratungsservice

    Tel.: +49 6154 71-71710
    Fax: +49 6154 71-71711
    E-Mail: kundenservicecenter@caparol.de

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