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Material für die Fassadendämmung

Material für die Fassadendämmung

Das Herzstück eines jeden Wärmedämm-Verbundsystems ist der Dämmstoff. Die unterschiedlichen Eigenschaften der Dämmplatten bieten für fast alle Bedürfnisse an der Fassade eine Antwort. Verarbeitungseigenschaften, Dämmleistung, Systemsicherheit, Bauphysik oder Fassadengestaltung können hier im Fokus stehen. In den letzten Jahren ist insbesondere die Energieeffizienz zunehmend in den Mittelpunkt gerückt. Um eine gute Dämmwirkung zu erzielen, reichen bei hocheffizienten Dämmstoffen bereits geringe Dämmstoffdicken aus.

Vegleich der Dämmstoffdicken bei gleichem Dämmvermögen
Vegleich der Dämmstoffdicken bei gleichem Dämmvermögen

Verschiedene Dämmstoffe für Fassaden

Bei der Auswahl des richtigen Dämmstoffes für die Fassade ist der Zustand des Hauses sowie die Anforderung an das Endergebnis von entscheidender Bedeutung. Die Eigenschaften der Dämmplatten bilden, zusammen mit dem Aufbau des jeweiligen Wärmedämm-Verbundsystems, die Grundlage für schöne, sichere und langlebige Fassaden.

Polystyrol-Hartschaum (EPS)

Der älteste und bereits seit 1957 in Deutschland verwendete Dämmstoff ist Polystyrol, besser bekannt als Styropor. Als Abkürzung wird hier auch EPS genutzt. Die Abkürzung, die für expandiertes Polystyrol steht, ist eng mit dem Herstellungsprozess verbunden. Produziert wird EPS nämlich durch Aufschäumen mithilfe von Wasserdampf. Dabei blähen sich die kleinen Granulat-Kügelchen um etwa das 20 bis 50-fache ihres ursprünglichen Volumens auf. Dies geschieht normalerweise in einer großen Blockform (bis zu 4 m hoch) oder direkt in einer Form zur Herstellung von Einzelplatten. Der blockgeschäumte Würfel wird im weiteren Fertigungsverfahren durch eine Schneideanlage auf das gewünschte Format geschnitten. Polystyrol hat ein geringes Gewicht, lässt sich dadurch leicht formen, anbringen und verarbeiten.

Capatect Fassadensysteme

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Capatect ECONOMY

Mineralwolle

Zur großen Gruppe der Mineralwoll-Dämmstoffe gehören Steinwolle und Glaswolle. Steinwolle geeignet sich aufgrund ihrer Eigenschaften für den Einsatz an der Fassade, Glaswolle ist hier ungeeignet. Mineralwolle wird durch die Verschmelzung von Stein, Kalkstein und Recycling-Formsteine bei hohen Temperaturen in einem Schmelzofen hergestellt. Diese Dämmplatten sind nichtbrennbar und können für Alt- und Neubauten bis 100 m Gebäudehöhe eingesetzt werden. Da besonders öffentliche Gebäude wie Krankenhäuser, Kindergärten, Polizei- oder Feuerwehrstationen als nichtbrennbare Fassadensysteme ausgeführt werden, kommt Mineralwolle häufig zum Einsatz. Gibt es daneben noch explizite Anforderungen an den Schallschutz, ist die Nutzung von Mineralwolle in der Fassade gesetzt.

Hochleistungsdämmstoffe

Effizienz in der Dämmleistung ist das Stichwort bei den Hochleistungsdämmplatten. Wesentliches Augenmerk in den Produkteigenschaften liegt auf der Erzielung einer möglichst schlanken Dämmstoffdicke, um den Gesamtaufbau einer Wärmedämmung so gering wie möglich auszulegen. Hintergrund ist, dass die Dämmmaßnahme, z. B. bei Grenzbebauungen oder in Ballungszentren, oftmals nur unter räumlich begrenzten Rahmenbedingungen erstellt werden kann. Bei der Erstellung von Neubauten kann auf dicke Wandaufbauten verzichtet werden, was einen Raumgewinn im Innenraum der Immobilie darstellt. Diese besonderen Dämmstoffe bedürfen oftmals speziellen Systemaufbauten, um die Funktionalität zu gewährleisten.

Ökologische Dämmstoffe

Ökologische Dämmstoffe wie Hanf oder Holzfaser können eine gute Ergänzung zu den gängigen Dämmmaterialien sein. Ob ihr Einsatz im Einzelfall in Frage kommt, muss in einer ganzheitlichen Betrachtung der Immobilie beleuchtet werden. Die vorausschauende Planung mit einem sinnvollen Einsatzkonzept und die regelkonforme Ausführung sind entscheidende Bestandteile für die Dauerhaftigkeit und Langlebigkeit solcher Systeme. Naturrohstoffe sind, wie ihr Name bereits impliziert, immer durch natürliche Schwankungen geprägt und bedürfen daher einer sensiblen Umgangsweise, damit diese ökologischen Systeme unempfindlich gegen Feuchtigkeit und Schimmelbildung bleiben und sie ihre umweltfreundliche Wirkung frei entfalten können.

Dämmen mit System

Egal, auf welches Material die Entscheidung fällt: Die Fassadendämmung erfüllt nur dann dauerhaft ihren Zweck, wenn alle Komponenten miteinander funktionieren und im darauf abgestimmten System verwendet werden. Dieses System nennt sich „Wärmedämm-Verbundsystem“ (WDVS) und wird durch das DIBt (Deutsches Institut für Bautechnik) geprüft, zugelassen und überwacht. Die Systeme unterscheiden sich in dem Aufbau ihrer Komponenten. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um den Kleber, die Dämmplatte und Befestigung, die Armierungsmasse mit Armierungsgewebe, Oberputz und die Fassadenfarbe. Caparol berät Sie gerne, welches System für welchen Untergrund und welche bautechnischen Anforderungen für das jeweilige Gebäude geeignet ist.

Fazit: Wissenswertes zur Fassadendämmung

  • Für die Dämmung einer Fassade ist handwerkliches Fachwissen unerlässlich.
  • Eine korrekte und saubere Ausführung erspart Ärger im Nachgang und vor allem Geld.
  • Die Fassadendämmung senkt den Energieverbrauch wie kaum eine andere Maßnahme.
  • Die Experten von Caparol stehen Ihnen bei der Auswahl des passenden Dämmmaterials zur Verfügung.