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Materialien für die Dachdämmung

Die richtige Dämmung an Dach und Decke spart viele Heizkosten ein. Auch wenn die Anschaffung zu Beginn teuer erscheinen mag – es lohnt sich! Im folgenden Artikel erklären wir, welche Materialien es für die Dachdämmung gibt und welche Eigenschaften diese mit sich bringen.

Dämmstoffe aus Mineralwolle

Der Bereich der Mineralwoll-Dämmstoffe gliedert sich in die Kategorien Steinwolle und Glaswolle. Beide Materialien finden in unterschiedlichen Bereichen des Gebäudes Anwendung. Steinwolle wird schwerpunktmäßig an der Fassade eingesetzt. Glaswolle dagegen wird hauptsächlich zur Dämmung des Daches, z. B. in den Zwischensparren oder in der obersten Geschossdecke, verwendet. In puncto Sicherheit ist die Nichtbrennbarkeit der Mineralwolle sicherlich die wichtigste Produkteigenschaft.

Ist eine Dämmmaßnahme am Dach geplant, eignet sich Glaswolle aufgrund ihrer hohen Flexibilität in der Verarbeitung und der Verpackung in komprimierter Rollenform vor Ort besonders gut. Wichtig ist allerdings, dass die baulichen Gegebenheiten berücksichtigt werden. Der Einsatz von Folien als Dampfbremsen und das Abdichten der Anschlüsse und Durchdringungen sind hier wesentliche Punkte, um die Gefahr von erhöhtem Feuchtigkeitsanfall und nachfolgender Schimmelbildung zu minimieren.

Geschäumte Kunststoffe

Dämmplatten aus Polystyrol und Polyurethan werden im Bereich des Daches meist als Aufsparrendämmung oder als begehbare Dämmung der obersten Geschossdecke verwendet. Der Einsatz von Aufsparrendämmung macht häufig nur Sinn, wenn gleichzeitig auch das gesamte Dach mit seiner Eindeckung und die passenden Anschlüsse an dem Gebäude erneuert werden.

Die Dämmung eines unbeheizten und ungedämmten Dachbodens ist hingegen immer von Vorteil, wenn es um die Minimierung des Wärmeverbrauchs und damit um die Reduzierung der Heizkosten eines Gebäudes geht. Ansonsten kann die erwärmte Luft ungehindert über das Dach an die Außenluft abgegeben werden. Wahrnehmbar wird dieser Umstand im Winter bei Schnee. Auf den Dächern mit einer Dämmung bleibt der Schnee viel länger liegen als bei gewärmten Dächern. Hier sind die Dachziegel deutlich schneller wieder sichtbar.

Naturdämmstoffe

Naturdämmstoffe bestehen aus nachwachsenden und somit ökologisch wertvollen Fasern. Dazu gehören unter anderem Holzfasern, pflanzliche und tierische Fasern wie zum Beispiel Hanf, Flachs, Kokos und Schafwolle. Außerdem wird Zellulose aus Altpapier zu den Naturdämmstoffen gezählt. So gut diese Materialien der Umwelt jedoch tun, so gering fällt ihre Dämmwirkung aus. Um eine angenehme Wärmeisolierung zu erreichen, müssen die Stoffe sehr dick angebracht werden, was viel Platz beansprucht. Optional können die Stoffe mit anderen Materialien kombiniert werden, um die niedrige Dämmleistung auszugleichen.

Verschiedene Wege der Dachdämmung

Bei der Dachdämmung bieten sich verschiedene Möglichkeiten: Auf-, Zwischen- und Untersparrendämmung. Als Sparren werden die Dachbalken bezeichnet. Ist der Dachboden von Beginn an nicht ausreichend gedämmt, um ihn als Wohnraum zu verwenden, muss später nachgebessert werden.

Bei der Aufsparrendämmung wird das Dämmmaterial zwischen Sparren und Dacheindeckung angebracht. Die Zwischensparrendämmung zeichnet sich dadurch aus, dass das Material zwischen den Sparren angebracht wird. Bei der Untersparrendämmung wird das Dämmmaterial unterhalb der Sparren montiert. Bleibt der Dachboden hingegen unbeheizt, bietet sich oftmals die Dämmung der obersten Geschossdecke an bzw. ist entsprechend vorgeschrieben, um dem Wärmeschutz gerecht zu werden.

Ein paar Infos zum Schluss

Die Dachdämmung ist die beste Option, um die produzierte Wärme im restlichen Haus zu speichern. Denn Wärme steigt bekanntlich nach oben. Andersherum wird das Dachgeschoss nicht unerträglich warm, wenn im Sommer die heiße Sonne auf das Dach scheint. Auch schont das nicht nur langfristig den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt, da weniger fossile Heizstoffe verbraucht werden.