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Silikatfarbe: Mineralisch und robust

Die Auswahl von Farben auf dem Markt ist riesig. Die verschiedenen Anstrichstoffe unterscheiden sich in der Zusammensetzung und den dadurch vorhandenen Eigenschaften. Wer eine Innenfarbe sucht, die robust und wasserdampfdurchlässig ist, greift am besten zu einem Silikatprodukt. Auf dieser Seite erklären wir, woraus Farbe auf Silikatbasis besteht und warum diese Zusammensetzung für optimale Haftung an der Wand sorgt. Wir legen die Vor- und Nachteile von Innensilikatfarbe dar und liefern eine Übersicht über die Produkte von Caparol.

Die Kraft des Kaliwasserglas

Innenfarben unterscheiden sich anhand ihres Bindemittels in zwei Gruppen: Farben mit mineralischem, also natürlichem Bindemittel, sowie Farben mit künstlichem Bindemittel. Silikatfarbe zählt zu den Anstrichmitteln mit natürlichen Bindemitteln. Sie enthält das sogenannte Kaliwasserglas, auch bekannt als Kaliumsilikat, das durch die Schmelze von Quarzsand und Natron entsteht. Das dabei gebildete Produkt wird für die Farbherstellung pulverisiert und in heißem Wasser gelöst. Dadurch entsteht flüssiges Wasserglas, das als Bindemittel für die Farben genutzt wird – ganz ohne Lösemittel, Weichmacher oder Konservierungsstoffe.

Haftung durch Verkieselung

Wird Silikatfarbe auf einen mineralischen Untergrund gestrichen, überzeugt sie durch besonders gute Haftung. Verantwortlich dafür ist die sogenannte Verkieselung, bei der das Kaliwasserglas chemisch mit einem mineralischen Untergrund reagiert und sich so dauerhaft mit diesem verbindet. Farben, die künstliche Inhaltsstoffe als Bindemittel besitzen, verkleben lediglich mit der entsprechenden Oberfläche und gehen diese stärkere Verbindung nicht ein. Somit gilt: Auf mineralischen Untergründen haftet Silikatfarbe besser als Dispersionsfarbe.

Sonderfall: Silikatdispersionsfarbe

Silikatdispersionsfarbe ist in der Regel bei einem Maler oder bei einem Fachhändler erhältlich. Sie enthält bis zu 5% Acrylat als Bindemittel, also einen nicht natürlichen Bestandteil. Silikatdispersionsfarbe lässt Wände ist weniger diffusionsoffen als reine Silikatfarbe, in der Praxis macht das allerdings kaum einen Unterschied. Wer Wert auf ein rein natürliches Produkt ohne künstliche Zusätze legt, ist mit reiner Silikatfarbe gut beraten.

Ist Silikatfarbe Mineralfarbe?

Silikatfarbe zählt aufgrund ihrer organischen Bestandteile zur Gruppe der Mineralfarben. Deshalb ist in vielen Fällen von Silikatfarbe die Rede, wenn jemand über Mineralfarbe spricht. Allgemein unterscheiden wir im Bereich der Mineralfarben zwischen zwei mineralischen Bindemitteln, Kalk und Silikat. Farben auf Basis von Kalk tragen den Namen Kalkfarben, die Alternative dazu sind Kreidefarben – statt Kalk dient Kreide als Bindemittel. Diese hinterlassen im getrockneten Zustand eine samtige, weiche Oberfläche an der Wand und gehen – anders als Silikatfarbe – keine Verbindung mit dieser ein. Daher gilt: Nicht jede Mineralfarbe ist eine Silikatfarbe, aber jede Silikatfarbe ist eine Mineralfarbe.

Vor- und Nachteile von Silikatfarbe

Innenwandfarbe mit Silikat verzichtet auf Lösungsmittel, Weichmacher und Konservierungsstoffe. Das macht die Wandfarbe außerordentlich umweltfreundlich und sorgt dafür, dass sie ein angenehmes Raumklima erschafft. Silikatfarbe ist daher ideal für Allergiker. Aufgrund der hohen Alkalität der Bestandteile finden Schimmelpilze auf Silikatfarbe keinen Nährboden. Mit ca. 12 Monaten ist Silikatfarbe genausolang lagerstabil wie Dispersionsfarbe, sodass hier kein Nachteil entsteht.
Den Vorteilen von Silikatfarbe stehen wenige Nachteile gegenüber, einer davon ist der höhere Preis. Silikatfarbe ist ein Premium-Produkt, der Liter ist in den meisten Fällen teurer als handelsübliche Dispersionsfarbe. Silikatfarbe haftet ausschließlich auf mineralischen Untergründen wie Zement, Beton, Gips und kalkhaltigen Untergründen. Mit anderen Oberflächen geht die Silikatfarbe keine Verkieselung ein, sodass hierfür eine Grundierung nötig ist.

Produkte von Caparol

Caparol bietet die Premium-Produkte Sylitol Bio-Innenfarbe und Sylitol InnenSilikat an. Beide Farben enthalten Kaliwasserglas als Bindemittel und gehören zu den Dispersionssilikatfarben. Die Farben erzeugen eine matte Oberfläche und sind hochdiffusionsfähig. Das bedeutet, dass sie Luft und somit auch Luftfeuchtigkeit aufnehmen und abgeben können. Außerdem stehen sie Dispersionsfarben in der einfachen Verarbeitung in nichts nach. Zusätzlich erzeugen die Produkte ein angenehmes Raumklima. Innensilikatfarbe von Caparol ist standardmäßig in Weiß erhältlich. Sylitol Bio-Innenfarbe tönt ein Fachhändler mit Hilfe unseres ColorExpress-Systems maschinell in viele Wunschtöne ab, Sylitol InnenSilikat tönt dieser mit den Histolith-Volltonfarben von Caparol ab.

Fazit: Gut für Umwelt und Gesundheit

  • Silikatfarbe enthält mineralisches Bindemittel, das sogenannte Kaliwasserglas. Dieses wird gewonnen, in dem Quarzsand und Natron verschmelzen. Dadurch ist Silikatfarbe ein rein natürliches Produkt und gut für die Umwelt.
  • Kaliwasserglas verbindet sich dauerhaft mit der Wand, dieser Prozess trägt den Namen Verkieselung.
  • Innenfarbe mit Silikat haftet außerordentlich gut an der Wand, erzeugt ein angenehmes Raumklima und beugt der Bildung von Schimmel vor.
  • Nachteile der Farbe: Sie haftet nur auf mineralischen Untergründen, sodass auf anderen Oberflächen eine Grundierung nötig ist
  • Silikatfarbe ist teurer als Dispersionsfarbe.
  • Caparol bietet zwei Premium-Dispersionssilikatfarben auf Basis von Kaliwasserglas an, Fachhändler tönen diese auf Wunsch in verschiedene Farbtöne ab.