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Werte zur Wärmedämmung

Das Thema Wärmedämmung ist heute wichtiger denn je. Dabei werden oft viele Fachbegriffe verwendet, deren Bedeutung nicht immer klar ist. Wir klären auf dieser Seite über die wichtigsten Begriffe im Zusammenhang mit der energetischen Sanierung auf.

Was bedeutet der U-Wert?

Wer plant, ein Haus zu dämmen, stößt häufig auf den sogenannten U-Wert. Der U-Wert oder Wärmedurchgangskoeffizient gibt den Wärmestrom eines Bauteils an. Es geht also um das Temperaturgefälle zwischen zwei Bereichen (z. B. der warmen und kalten Seite), das mit der Einheit W/(m²K) widergespiegelt wird. Der U-Wert ist abhängig von der Wärmeleitfähigkeit und der Dicke eines Materials bzw. der miteinander kombinierten Materialien (z. B. Wandbildner und Dämmstoff). Je höher der U-Wert ist, umso höher ist der Wärmeverlust des Bauteils. Wie hoch dieser Wert für jedes Bauteil eines Hauses nach der Dämmung maximal sein darf, schreibt die Energieeinsparverordnung (EnEV) vor.
Wir erklären den U-Wert mit folgendem Beispiel.

Eine ungedämmte Ziegelwand (Dicke 24 cm) mit Gipsputz innen und Kalkzement-Putz außen hat einen U-Wert von 1,99 W/(m²K). Wird nun das Gebäude saniert, muss laut EnEV die Außenwand nach der Maßnahme einen U-Wert von maximal 0,24 W/(m²K) erzielen. Dies kann durch die Verwendung einer Fassadendämmplatte erreicht werden. Dabei ist es wichtig, welche Wärmeleitfähigkeit der Dämmstoff besitzt, um die benötigte Dämmstoffdicke zu ermitteln. Ein U-Wert-Rechner kann dabei helfen, die Dämmdicke auszurechnen. Es ist aber zu beachten, dass der Rechner nicht immer mit der herstellbaren Stärke übereinstimmt. In diesem Fall wird auf die nächsthöhere Dicke einfach aufgerundet, um die Vorgaben der Energieeinsparverordnung einzuhalten.

Sind K-Wert und U-Wert identisch?

Ja. In der Vergangenheit wurde der U-Wert noch K-Wert genannt. Im Rahmen der Energieeinsparverordnung (EnEV) kam es zur Umbenennung.

Transmissionswärmeverluste

Bei einem beheizten Gebäude entstehen durch die Energieabgabe an die Umgebung Wärmeverluste. Bereiche eines Hauses, durch die Wärme durch Weiterleitung nach außen entweichen können, sind die Außenwände, die Fenster, das Dach bzw. die oberste Geschossdecke, der Keller oder Wände zu anderen beheizten oder unbeheizten Gebäuden bzw. Gebäudeteilen.

Diese Transmissionswärmeverluste von Wohngebäuden über Bauteile werden in der EnEV berücksichtigt, damit die Maßnahmen zum bauliche Wärmeschutz richtig berechnet und somit auch eingehalten werden können.

Wärmeleitfähigkeit oder Lambda-Wert von Dämm- und Baustoffen

Die Wärmeleitfähigkeit beschreibt das Vermögen eines Baustoffes, thermische Energie mittels Wärmeleitung zu transportieren. Ausgedrückt wird sie durch die Wärmeleitzahl Lambda (ʎ) und hat die Einheit Watt pro Meter und Kelvin (W/mK). Der Lambda-Wert ist einer der wichtigsten Werte, wenn es um die Vergleichbarkeit der Wärmeleitfähigkeit von Dämmstoffen geht. In Deutschland wird als Ausgangswert der Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit verwendet. In anderen Ländern kommt auch der Lambda D zur Anwendung. Hier heißt es beim Vergleichen genau hinzuschauen, um welche Angabe es sich handelt, damit nicht Äpfel mit Birnen verglichen werden.

Was sagt die Wärmeleitfähigkeitsgruppe aus?

Die Einteilung in Wärmeleitfähigkeitsgruppen wurde in den früheren Jahren verwendet, um Dämmstoffe und Materialien nicht einzeln , sondern in Gruppen zu führen. Häufig wurde hier auch die Abkürzung WLG verwendet. Die Einteilung erfolgt in 5er-Schritten. Analog zur WLG wird auch die Bezeichnung WLS für die Wärmeleitstufe genutzt.

Fazit: Wichtige Kennzahlen auf einen Blick

  • Hinsichtlich der Wärmedämmung existieren zahlreiche Kennzahlen und Einheiten, die bei der Ermittlung der richtigen Materialien bzw. bei der Einhaltung der energetischen Sanierung helfen.
  • Der U-Wert, vormals als K-Wert bezeichnet, gibt den Wärmestrom eines Bauteils an.
  • Mit dem Lambda-Wert eines Baustoffes wird dessen Wärmeleitfähigkeit gekennzeichnet.
  • Wärmeleitfähigkeitsgruppen sind in 5er-Schritten unterteilt