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Styropor als Dämmstoff

Der Dämmstoff EPS ist besser unter dem Namen Styropor bekannt. Styropor ist als Dämmstoff einfach herstellbar und flexibel einsetzbar. EPS-Dämmplatten sind die ältesten Dämmstoffe für die Fassadendämmung innerhalb des Wärmeverbundsystems (WDVS). Styropor (EPS) ist jedoch nicht zu verwechseln mit Styrodur (XPS). EPS bedeutet expandiertes Polystyrol, XPS ist die Abkürzung für extrudiertes Polystyrol.

Worin liegen die Unterschiede zwischen Styropor und Styrodur?

Obwohl es sich bei beiden Produkten um Polystyrol-Hartschaumplatten handelt, gibt es entscheidende Unterschiede. Der offensichtlichste Unterschied liegt in der Optik. Bei EPS sind die einzelnen Perlen erkennbar, während sich XPS durch eine gleichmäßige Schaumstruktur auszeichnet.

Die Besonderheiten von Styropor-Dämmplatten

Die geringe Wärmeleitfähigkeit und damit verbunden die hervorragende Dämmleistung und insbesondere die einfache Verarbeitung machen Styropor zu einem interessanten Dämmmaterial. Hinzu kommt die Flexibilität in der Anwendung. Neben dem Einsatz in einem Wärmedämmverbundsystem kann das Material auch als Sockel- und Perimeterdämmung im Sockel- und erdberührten Bereich des Hauses oder als Trittschalldämmung in Fußböden eingesetzt werden. Die Besonderheiten von Styropor auf einen Blick:

  • Sehr gute bis gute Dämmeigenschaften
  • Einfache Verarbeitung
  • Geringes Gewicht
  • Formbar
  • Ausgangspunkt im WDVS für vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten

Die Einsatzgebiete von Styropor-Dämmung

Styropor-Dämmplatten sind für folgende Einsatzgebiete verwendbar:

  • Außendämmung mithilfe des Wärmedämmverbundsystems
  • Sockel- und Perimeterdämmung
  • Estrich- und Trittschalldämmung
  • Dachbodendämmelemente zur Dämmung der obersten Geschossdecke
Dachböden dämmen mit Click

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Dachbodendämmung

Wenn Sie sich unsicher sind, ob und wo sich Styropor als Dämmmaterial eignet,
steht Ihnen Caparol gerne zur Verfügung.

Die wichtigsten Kennzahlen der Dämmplatten aus Styropor

  1. Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit: λ = 0,032–0,040 W/mK: Dieser Wert gibt an, wie gut das Material Wärme weiterleitet. Je niedriger dieser Wert, desto weniger Wärme wird weitergeleitet und umso besser eignet sich das Material zur Wärmedämmung.
  2. Brandverhalten: Alle Baustoffe werden gemäß ihres Brandverhaltens in Klassen eingestuft. Diese Baustoffklassen oder Brandschutzklassen sind in der DIN 4102 für Deutschland und DIN EN 13501 für Europa geregelt. Wärmedämmverbundsysteme mit dem Dämmstoff EPS werden in die Brandklasse schwerentflammbar eingeordnet.
  3. Feuchtigkeit: Styropor nimmt keine Feuchtigkeit auf. Ein WDVS mit EPS kann aber die Wasserdampfdiffusion nicht so gut regulieren wie andere diffusionsoffene Dämmmaterialien.
  4. Kosten: Je nach Eigenschaften und Anwendungsgebiet der Dämmplatten variieren die reinen Materialkosten für den Dämmstoff Styropor stark.

Fazit

Das Dämmen mit Styropor-Dämmplatten als Ausgangspunkt eines WDVS ist nach wie vor die einfachste und effektivste Möglichkeit der Fassadendämmung. Neben den positiven, wirtschaftlichen Aspekten sind hier besonderes die freundliche Verarbeitung und die vielfältigen Gestaltungs- und Anwendungsmöglichkeiten hervorzuheben. Als ältester Dämmstoff für Wärmedämmverbundsysteme stellt Styropor den größten Anteil der verwendeten Dämmstoffe dar und bleibt in Bezug auf das Preis-Leistungsverhältnis der Dämmstoff der Wahl.