Verwendungszweck
Für wetterbeständige, rissüberbrückende Beschichtungen auf gerissenen Putzfassaden und Betonflächen sowie zum Schutz von Untergründen gegen Umwelteinflüsse und aggressive Luftschadstoffe.
- Cap-elast Phase 1: Faserverstärkte, plasto-elastische, pigmentierte Zwischenbeschichtungs- und Gewebeeinbettungsmasse
- Cap-elast Phase 2: Plasto-elastische Deckbeschichtung in Weiß
- Cap-elast Phase 2-W: Plasto-elastische Deckbeschichtung in Weiß mit biozidem Filmschutz gegen Pilz- und Algenbefall
- Cap-elast Riss-Spachtel: Plasto-elastische Spachtelmasse zum Auffüllen von Rissen in Putz und Mauerwerk
- Cap-elast Faserpaste: Faserverstärkte, plasto-elastische Masse zur Egalisierung ungleichmäßiger Untergründe vor nachfolgenden Cap-elast-Beschichtungen
Eigenschaften
- Wasserverdünnbar, umweltschonend und geruchsarm
- Wetterbeständig
- CO2-Schutz – sdCO2 > 50 m
- Plasto-elastisch, rissüberbrückend, superdeckend
- Untergrundegalisierend
- Alkaliresistent, daher unverseifbar
Materialbasis
Kunststoffdispersion nach DIN 55945Verpackung/Gebindegrößen
- Standardwaren:
Cap-elast Phase 1: 12,5 l
Cap-elast Phase 2: 12,5 l
Cap-elast Phase 2-W: 12,5 l
Cap-elast Riss-Spachtel: 1 kg, 1,5 kg, 10 kg
Cap-elast Faserpaste: 5 kg
- ColorExpress:
Cap-elast Phase 2: 12,5 l
Farbtöne
- Cap-elast Phase 1: Weiß.
Mit max. 10 % AmphiColor® Vollton- und Abtönfarben oder CaparolColor Vollton- und Abtönfarben abtönbar. Zur Erzielung optisch gleichmäßiger Flächen muss Cap-elast Phase 1 in etwa im Farbton der nachfolgenden Deckbeschichtung abgetönt werden. Im ColorExpress-System maschinell nach allen gängigen Farbtonkollektionen bis zu einem Hellbezugswert von ca. 70 abtönbar. - Cap-elast Phase 2 und Phase 2-W: Weiß.
Mit max. 10 % AmphiColor® Vollton- und Abtönfarbenoder CaparolColor Vollton- und Abtönfarben abtönbar. Bei Selbstabtönung benötigte Gesamtmenge untereinander vermischen um Farbtonunterschiede zu vermeiden.
Im ColorExpress-System maschinell nach allen gängigen Farbtonkollektionen abtönbar. - Cap-elast Faserpaste: Weiß.
Farbtonbeständigkeit gemäß BFS-Merkblatt Nr. 26:
Cap-elast Phase 2 und Phase 2-W:
Klasse: A
Gruppe: 1–3, je nach Farbton
Vor der Verarbeitung muss das Material auf Farbtongenauigkeit und Beschaffenheit überprüft werden. Beanstandungen zu Abweichungen vom Liefersoll können nach der Verarbeitung nicht mehr anerkannt werden. Auf den "Leitfaden zu Prüfpflichten bei Anlieferung von Tönware im Rahmen der Untersuchungs- und Rügepflicht (§ 377 HGB)" des VDPM wird verwiesen.
Auf zusammenhängenden Flächen nur Material mit gleicher Charge verarbeiten oder Material unterschiedlicher Chargen vorher untereinander mischen.
Bei intensiven und schwach deckenden Farbtönen wird eine Grundbeschichtung im passenden Caparol-Grundiersystemfarbton empfohlen, alternativ eine zum gewünschten Farbton vergleichbare, pastellige, auf Weiß basierende Grundbeschichtung bzw. eine pigmentierte Grundierung.
Evtl. kann eine zusätzliche Schlussbeschichtung erforderlich werden.
Glanzgrad
Cap-elast Phase 2 und Phase 2-WReflektometerwert
Klasse G2 (mittlerer Glanz) nach DIN EN 1062-1
Messwinkel 60°, Anforderung ≤ 60
Messwinkel 85°, Anforderung > 10
Lagerung
Kühl, frostgeschützt und Vermeidung großer Temperaturschwankungen. Vor direkter Sonnenbestrahlung schützen. Angebrochene Gebinde gut verschlossen halten.In original verschlossener Verpackung mindestens 24 Monate haltbar.
Maximale Korngröße
Cap-elast Phase 2 und Phase 2-W:Klasse S1 (fein) nach DIN EN 1062-1
S < 100 µm nach EN ISO 15241
Dichte
- Cap-elast Phase 1: ρ ≈ 1,2 g/cm3
- Cap-elast Phase 2: ρ ≈ 1,3 g/cm3
- Cap-elast Phase 2-W: ρ ≈ 1,3 g/cm3
- Cap-elast Riss-Spachtel: ρ ≈ 1,75 g/cm3
- Cap-elast Faserpaste: ρ ≈ 1,1 g/cm3
Trockenschichtdicke
Cap-elast Phase 2 und Phase 2-W:Klasse E3 nach DIN EN 1062-1
E = 100–200 µm nach ISO 3233
Diffusionsäquivalente Luftschichtdicke sdH2O
Cap-elast Phase 2 und Phase 2-W:Kategorie V2 (mittel) nach DIN EN 15824
sd ≥ 0,14 m - < 1,4 m nach DIN EN ISO 7783
Diffusionsäquivalente Luftschichtdicke sdCO2
Cap-elast Phase 2 und Phase 2-W:
Klasse C1 nach DIN EN 1062-1
C > 5 g/(m2·d); sd > 50 nach DIN EN 1062-6
Wasserdurchlässigkeitsrate
Cap-elast Phase 2 und Phase 2-W:
Klasse W3 (niedrig) nach DIN EN 1062-1
W ≤ 0,1 kg/(m2h1/2) nach DIN EN 1062-3
Rissklassen
Siehe "Die verschiedenen Rissarten und ihre Behandlung mit Cap-elast" in dieser TI.
Hinweis
Zu beachten sind die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung / allgemeine Bauartengenehmigung und die Technischen Informationen der Systeme / Produkte.Die Angaben beziehen sich auf Weißware bzw. Standardware. Durch eine Abtönung sind Abweichungen möglich.
Eignung gemäß Technischer Information Nr. 606 Definition der Einsatzbereiche
Cap-elast Faserpaste, Phase 1, Phase 2 und Phase 2-W
| innen 1 | innen 2 | innen 3 | außen 1 | außen 2 |
| – | – | – | + | + |
| (–) nicht geeignet / (○) bedingt geeignet / (+) geeignet | ||||
Cap-elast Riss-Spachtel
| innen 1 | innen 2 | innen 3 | außen 1 | außen 2 |
| - | - | - | + | + |
| (–) nicht geeignet / (○) bedingt geeignet / (+) geeignet | ||||
| Die verschiedenen Rissarten und ihre Behandlung mit Cap-elast | ||
| Feine Oberflächenrisse sowie Schwund- und Trockenrisse in Putz oder Beton: Einfacharmierung | Feine Risse in der Putzschale oder im Beton: Leichtarmierung | Risse an Stoß- und Lagerfugen sowie Oberflächenrisse im Leichtbeton: Schwerarmierung |
| Grundbeschichtung Dupa-Putzfestiger oder CapaGrund Universal, je nach vorliegendem Untergrund.✱ Zwischenbeschichtung Cap-elast Phase 2 oder Cap-elast Phase 2-W. Mindestverbrauch: 230 ml/m2. Schlussbeschichtung Cap-elast Phase 2 oder Cap-elast Phase 2-W unverdünnt. Mindestverbrauch: 230 ml/m2. Rissüberbrückung nach DIN EN 1062 Klasse A1 (> 100 µm) bei 23 °C. | Grundbeschichtung Dupa-Putzfestiger oder CapaGrund Universal, je nach vorliegendem Untergrund.✱ Zwischenbeschichtung Cap-elast Phase 1, unverdünnt, in etwa im Farbton der Schlussbeschichtung abgetönt. Mindestverbrauch: 500 ml/m2. Schlussbeschichtung Cap-elast Phase 2 oder Cap-elast Phase 2-W unverdünnt. Mindestverbrauch: 230 ml/m2. Rissüberbrückung nach DIN EN 1062 Klasse A4 (> 1250 µm) bei 23 °C. | Grundbeschichtung Dupa-Putzfestiger oder CapaGrund Universal, je nach vorliegendem Untergrund.✱ Erste Zwischenbeschichtung Cap-elast Phase 1, unverdünnt. Mindestverbrauch: 500 ml/m2. Zweite Zwischenbeschichtung Cap-elast Phase 1, unverdünnt, in etwa im Farbton der Schlussbeschichtung abgetönt. Mindestverbrauch: 500 ml/m2. Schlussbeschichtung Cap-elast Phase 2 oder Cap-elast Phase 2-W unverdünnt. Mindestverbrauch: 230 ml/m2. Rissüberbrückung nach DIN EN 1062 Klasse A4 (> 1250 µm) bei 23 °C. |
| Die verschiedenen Rissarten und ihre Behandlung mit Cap-elast | |
| Vereinzelte bautechnische Risse: Auf glatten Flächen Streifenarmierung | Umfangreiche bautechnische Risse: Auf glatten Flächen Gewebearmierung |
| Vorbehandlung: Bautechnische Risse ca. 1 cm breit und 1 cm tief U-förmig aufweiten, gründlich entstauben und mit Dupa-Putzfestiger satt tränkend grundieren. Riss mit Cap-elast Riss-Spachtel flächenbündig verfüllen, an die Struktur angleichen und gut durchtrocknen lassen. Beschichtungsaufbau: Grundbeschichtung der gesamten Fläche mit Dupa-Putzfestiger oder CapaGrund Universal, je nach vorliegendem Untergrund.✱ Streifenarmierung auf glatten Flächen: Über dem verfüllten Riss in mindestens 30 cm Breite Cap-elast Phase 1 satt vorlegen und in das noch nasse Material Elastik-Gewebe 10/10 z.B. von Kobau, mindestens 20 cm breit faltenfrei einbetten. Nach Trocknung ganzflächigen Zwischenanstrich mit Cap-elast Phase 1, in etwa im Farbton der Schlussbeschichtung abgetönt. Mindestverbrauch: 500 ml/m2. Schlussbeschichtung: Gesamte Fläche mit Cap-elast Phase 2 oder Cap-elast Phase 2-W unverdünnt. Mindestauftrag: 230 ml/m2. Rissüberbrückung nach DIN EN1062 Klasse A4 (> 1250 µm) bei 23 °C. | Vorbehandlung: Bautechnische Risse ca. 1 cm breit und 1 cm tief U-förmig aufweiten, entstauben und mit Dupa-Putzfestiger satt tränkend grundieren. Riss mit Cap-elast Riss-Spachtel flächenbündig verfüllen, an die Struktur angleichen und gut durchtrocknen lassen. Gewebearmierung auf glatten Flächen: Grundbeschichtung mit Dupa-Putzfestiger oder CapaGrund Universal, je nach vorliegendem Untergrund.✱ Gewebeeinbettung: Cap-elast Phase 1, mit ca. 5 % Wasser verdünnt, in Bahnenbreite des Elastik-Gewebes mit der Bürste oder Walze gleichmäßig auftragen und verschlichten. Mindestauftrag: 400 ml/m2. Das Elastik-Gewebe 10/10 z.B. von Kobau von oben beginnend in das noch nasse Cap-elast Phase 1 mit einer nichtrostenden Edelstahlkelle oder Moltoprenwalze blasen- undfaltenfrei eindrücken. Stöße ca. 5 cm überlappend verlegen. Zwischenbeschichtung: Nach Durchtrocknung der armierten Flächen mit Cap-elast Phase 1, ca. 5 % mit Wasser verdünnt, in etwa im Farbton der Schlussbeschichtung abgetönt. Mindestverbrauch: 350 ml/m2. Schlussbeschichtung: Cap-elast Phase 2 oder Cap-elast Phase 2-W unverdünnt. Mindestauftrag: 230 ml/m2. Rissüberbrückung nach DIN EN 1062 Klasse A5 (> 2500 µm) bei 23 °C. |
Geeignete Untergründe
- Mineralische Untergründe, z.B. Putze ab CS II nach DIN EN 998-1 (Druckfestigkeit mind. 2,0 N/mm2) bzw. ab PII nach DIN 18550, Beton
- Sichtmauerwerk mit Fugenrissen
- Pastöse Putze und Beschichtungen auf Dispersions-, Siliconharz- und Dispersions-Silikatbasis
Der Untergrund muss fest, tragfähig, frei von Verschmutzungen, trennenden Substanzen und trocken sein. VOB, Teil C, DIN 18363, Abs. 3 beachten. Um farbtoneinheitliche Beschichtungen zu erzielen, den Untergrund gleichmäßig saugend einstellen.
Die Untergrundprüfung erfolgt in Anlehnung an die BFS-Fachregeln Nr. 20 und 20.1 vom Bundesausschuss Farbe und Sachwertschutz e.V.
Die Ursache von Rissen in Untergründen aufklären und Risse, abhängig von Rissart und Umfang, geeignet sanieren.
Auf die Technische Information Nr. 650 von Caparol "Untergründe und deren Vorbehandlung" wird verwiesen.
Untergrundvorbereitung
Die nachfolgenden Angaben sind beispielhaft und nicht abschließend. Die Beschichtung erfolgt nach ggf. erforderlicher Untergrundvorbereitung.
Schutzmaßnahmen:
Glas, Keramik, Klinker, Naturstein, lackierte, lasierte, eloxierte und zu schützende Flächen sorgfältig abdecken. Spritzer sofort mit Wasser entfernen.
Reinigung der Untergründe:
Verschmutzte Bereiche reinigen, minderfeste Schichten mit geeigneter Methode entfernen. Gesetzliche Vorgaben beachten. Bei Behandlung mit Wasser ausreichende Trockenzeiten einhalten.
Mögliche Verfahren (nicht abschließend):
- Reinigung trocken: Abkehren, Abbürsten.
- Druckwasserstrahlen: max. Temperatur 60° C, max. Druck 60 bar.
- Reinigung mechanisch: Abbeizen, Abschleifen, Abschaben, lokaler Rückbau etc.
Die Wartezeit zur Überarbeitung neuer Putze ist u.a. abhängig von Witterungseinflüssen und der Schichtdicke. Bei niedrigen Temperaturen und hohen Luftfeuchten verlängert sie sich. Die Angaben beziehen sich auf 20 °C und 65 % rel. Luftfeuchte und dienen zur Orientierung.
Neue mineralische Putze:
- Richtwert: mind. 1 Tag pro mm Gesamtschichtdicke aus Unter- und Oberputz, jedoch mind. 14 Tage. Längere Wartezeiten reduzieren das Risiko von Kalkausblühungen.
- Durch eine Grundbeschichtung mit CapaGrund Universal vermindert sich das Risiko von Kalkausblühungen bei mineralischen Oberputzen, so dass bereits nach einer Standzeit von mind. 7 Tagen beschichtet werden kann. Alternativ können mineralische Putze mit Sylitol Finish 130 (-W) beschichtet werden.
- Besonders getönte Farbgebungen erfordern ggf. Maßnahmen (z.B. längere Standzeiten vom Putz-Untergrund, eine Grundierung mit CapaGrund Universal, Witterungsschutz).
Neue pastöse Putze:
Überarbeitung nach vollständiger Durchtrocknung, frühestens nach 2-3 Tagen.
Ggf. Grundbeschichtung mit CapaGrund Universal.
Alte mineralische Putze, Beton:
Schwach saugend, glatt: Grundbeschichtung mit CapaGrund Universal.
Grob porös, saugend, leicht sandend: Grundbeschichtung mit OptiSilan TiefGrund bzw. CapaSol RapidGrund.
Stark sandend, mehlend: Grundbeschichtung mit OptiSilan Tiefgrund oder Dupa-Putzfestiger.
Alte, pastöse matte Beschichtungen:
Mäßig saugend: CapaGrund Universal bis max. 3% Wasser verdünnt.
Stark saugend, kreidend, sandend: Grundbeschichtung mit OptiSilan Tiefgrund oder Dupa-Putzfestiger.
Ggf. Zwischenbeschichtung mit CapaGund Universal.
Tragfähige, alte plasto-elastische Dispersionsfarben-Beschichtungen:
Grundbeschichtung mit CapaGrund Universal.
Zwischen- und Schlussbeschichtung mit Cap-elast Phase 2, seidenglänzend oder PermaSilan NQG, matt.
Putz / Beton mit Sinterschicht, Putzausbesserungen:
Nicht tragfähige Substanzen entfernen.
Mit Histolith Fluat einstreichen und nachwaschen.
Nachputzstellen müssen gut abgebunden und ausgetrocknet sein.
Beton mit Anforderungen nach DIN EN 1504-2:
Auf das Disbon-Produktprogramm wird verwiesen.
Rissige Putz- oder Betonflächen:
Die Ursache von Rissen in Untergründen aufklären und Risse, abhängig von Rissart und Umfang, geeignet sanieren. Je nach Rissklasse mit FibroSil, PermaSilan oder dem Cap-elast System beschichten.
Sichtmauerwerk mit Fugenrissen: Schadhafte, gerissene Fugen ca. 10 mm tief auskratzen, mit Dupa-Grund grundieren und nach guter Durchtrocknung mit Cap-elast Riss-Spachtel ausfüllen. Vor der Beschichtung gut durchtrocknen lassen. Zeigen sich in der Zwischenbeschichtung Braunverfärbungen, als Schlussbeschichtung die wasserfreie Duparol Fassadenfarbe einsetzen.
Pilz- oder algenbefallene Flächen:
Flächen mit Pilz- bzw. Algenbefall durch Nassstrahlen unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften reinigen. Nach Abtrocknung mit Capatox nach Herstellerangaben vorbehandeln. Bei saugfähigem Untergrund mit FungiGrund grundieren. Um einem Neubefall der Beschichtung vorzubeugen empfehlen wir als Schlussbeschichtung Cap-elast Phase 2-W.
Salzausblühungen, Feuchtigkeit:
Durch Mineralsalze werden Beschichtungen frühzeitig zerstört. Beim Beschichten von Flächen mit Salzausblühungen und (aufsteigender) Feuchtigkeit kann für die dauerhafte Haftung der Beschichtung bzw. die Unterbindung der Salzausblühung keine Gewähr übernommen werden.
Auf das Histolith-Produktprogramm wird verwiesen.
Auftragsverfahren
Zur Vermeidung von Ansätzen nass-in-nass in einem Zug beschichten.
Grundbeschichtung: Ggf. Grundierung(en) im Rahmen der Untergrundvorbehandlung.
Auftrag mit Pinsel / Rolle / Bürste
Cap-elast Phase 2-W, Cap-elast Phase 1 und 2: Material gut aufrühren.
Airless-Spritzverfahren
Material gut aufrühren und durchsieben.
Cap-elast Phase 1: Spritzwinkel: 50°; Düse: 0,027-0,033"; Spritzdruck: 140-200 bar
Cap-elast Phase 2: Spritzwinkel: 50°; Düse: 0,025-0,031"; Spritzdruck: 150 bar
Das Spritzen ist nur unter Beachtung der Umwelt- und Arbeitsschutzvorschriften erlaubt.
Edelstahlglätte
Cap-elast Faserpaste: Material gut aufrühren.
Verbrauch
Cap-elast Phase 1: 350-500 ml/m2 pro Arbeitsgang.
Cap-elast Phase 2/Phase 2-W /ColorExpress: Mindestens 230 ml/m2 pro Arbeitsgang.
Cap-elast Faserpaste: Mind. 1,1 kg/m2 pro mm Schichtdicke.
Auf rauen Flächen entsprechend mehr. Exakten Verbrauch durch Probebeschichtung ermitteln.
Beschichtungsempfehlungen zu Rissarten: BFS-Fachregeln 19 und 19.1 beachten.
Um einen bestmöglichen Schutz vor Algen- und Pilzbefall mit Cap-elast Phase 2-W zu erzielen, ist es notwendig, eine zweimalige Beschichtung mit insgesamt mind. 460 ml/m2 auszuführen. Die Schichtdicke soll dabei im Mittel mind. 200 µm betragen. Jede weitere Beschichtung mit einem Verbrauch von mind. 200 ml/m2 erhöht die Schichtdicke um weitere ca. 100 µm.
Verarbeitungsbedingungen
Während der Verarbeitung- und in der Trocknungsphase dürfen die Umgebungs- und Untergrundtemperaturen nicht unter +5°C und über +30°C liegen. Nicht unter direkter Sonneneinwirkung, bei starkem Wind, Nebel oder hoher Luftfeuchtigkeit verarbeiten.
Auf das Merkblatt "Verputzen, Wärmedämmen, Spachteln, Beschichten bei hohen und niedrigen Temperaturen" vom Bundesverband Ausbau und Fassade wird verwiesen.
Bei ungünstigen Witterungsbedingungen geeignete Maßnahmen zum Schutz der bearbeiteten Fassadenflächen treffen.
Trocknung/Trockenzeit
Grundbeschichtungen müssen vor der weiteren Überarbeitung trocken, Putz muss ausreichend abgebunden sein.
Die Wartezeit zur Überarbeitung ist u.a. abhängig von Witterungseinflüssen und der Schichtdicke. Bei niedrigen Temperaturen und hohen Luftfeuchten verlängert sie sich.
Die Angaben beziehen sich auf 20 °C und 65 % rel. Luftfeuchtigkeit und dienen als Orientierung.
Cap-elast Phase 1:
- oberflächentrocken nach ca. 6 Stunden
- überstreichbar nach ca. 24 Stunden
Cap-elast Phase 2/Phase 2-W:
- regenfest nach ca. 24 Stunden
Cap-elast Faserpaste:
- überstreichbar nach ca. 24 Stunden
Hinweis
Bautechnische Risse: können extremen Bewegungen unterliegen. Eine dauerhafte und unsichtbare Rissüberbrückung mit anstrichtechnischen Mitteln kann nicht zugesichert werden.
Bei Fassadenflächen, die unter speziellen Objektbedingungen oder durch natürliche Witterungseinflüsse stärker als üblich feuchtebelastet werden, besteht ein erhöhtes Risiko der Pilz- und Algenbildung. Das Depot an Wirkstoffen gegen mikrobiologischen Befall in Beschichtungen, die mit speziellen Wirkstoffen ausgestattet sind, bietet einen langanhaltenden, zeitlich begrenzten Schutz. Ein dauerhaftes Verhindern von Pilz- und Algenbewuchs kann nicht zugesichert werden.
Hellbezugswerte (HBW): Dunkle Farbgebungen mit niedrigen HBW können besondere Maßnahmen erfordern. Anwendungsgrenzen im jeweiligen System, z.B. in WDVS oder von Steinherstellern, beachten.
Bei HBW zwischen 10 und 20 muss der Putz in WDVS mit EPS oder Mineralwolle nach Durchtrocknung je nach Anforderung mit einer solar-reflektierenden Fassadenfarbe mit TSR-Wert ≥ 25 in mindestens zwei Lagen beschichtet werden (Caparol CoolProtect).
Auf monolithischen hochwärmegedämmten Wandbildnern sind bei HBW < 30 besondere Maßnahmen zu ergreifen, z.B. ein zusätzlicher mineralischer Armierungsputz mit vollflächiger Gewebeeinlage auf dem Leichtunterputz, bei HBW < 20 zusätzlich eine solar-reflektierende Fassadenfarbe mit TSR ≥ 25.
Bei der Überarbeitung von Porenbeton-Wandelementen (Wandplatten) mit intakter Porenbetonbeschichtung ist ein TSR-Wert von ≥ 30 % einzuhalten.
Bei dunklen Farbtönen kann eine mechanische Beanspruchung der Oberfläche zu hellen Streifen (Schreibeffekt) führen. Dieses ist eine produktspezifische Eigenschaft aller matten bis seidenmatten Fassadenfarben und hat keinen Einfluss auf die Produktqualität und -funktionalität.
Bei dichten, kühlen Untergründen oder bei witterungsbedingter Trocknungsverzögerung können durch Feuchtebelastung (Regen, Tau, Nebel) Hilfsstoffe an der Oberfläche der Beschichtung gelblich/transparente, leicht glänzende und klebrige Ablaufspuren entstehen (Emulgatorenläufer). Diese Hilfsstoffe sind wasserlöslich und werden mit ausreichend Wasser, z.B. nach mehrmaligen stärkeren Regenfällen, selbständig entfernt. Die Qualität der getrockneten Beschichtung wird dadurch nicht nachteilig beeinflusst. Sollte trotzdem eine direkte Überarbeitung erfolgen, so sind die Läufer/Hilfsstoffe vorzunässen und nach kurzer Einwirkzeit restlos abzuwaschen. Eine zusätzliche Grundierung mit CapaGrund Universal wird empfohlen.
Ausbesserungen in der Fläche können sich, selbst bei Verwendung des originalen Beschichtungsmaterials, mehr oder weniger stark abzeichnen. Abzeichnungen sind gemäß BFS-Fachregel Nr. 25 unvermeidbar. Ob eine Ausbesserung als optisch störend empfunden wird, hängt von vielen Faktoren ab, z.B. Farbton, Glanzgrad, Schichtdicke, Untergrund, Beleuchtung.
Horizontale Flächen konstruktiv schützen (z.B. durch Verblechung).
Gutachten
- Bestimmung der Wasser,- und Wasserdampfdurchlässigkeit
- Bestimmung der Kohlenstoffdioxid-Diffusionsstromdichte
Gefahrenhinweise/Sicherheitsratschläge (Stand bei Drucklegung)
Cap-elast Riss-Spachtel
Achtung Kann allergische Hautreaktionen verursachen. Schädlich für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.
GISCODE: BSW50. VOC-Gehalt nach RL 2004/42/EG: Dieses Produkt enthält max. 10 g/l VOC.
Cap-elast Faserpaste
Achtung Kann allergische Hautreaktionen verursachen. Achtung! Beim Sprühen können gefährliche lungengängige Tröpfchen entstehen. Aerosol oder Nebel nicht einatmen.
GISCODE: BSW30. EU-Grenzwert für den VOC-Gehalt dieses Produktes (Kat. A/c): 40 g/l (2010). Dieses Produkt enthält max. 40 g/l VOC.
Cap-elast Phase 1
Achtung Kann allergische Hautreaktionen verursachen. Achtung! Beim Sprühen können gefährliche lungengängige Tröpfchen entstehen. Aerosol oder Nebel nicht einatmen.
GISCODE: BSW30. EU-Grenzwert für den VOC-Gehalt dieses Produktes (Kat. A/c): 40 g/l (2010). Dieses Produkt enthält max. 30 g/l VOC.
Cap-elast Phase 2
Achtung Kann allergische Hautreaktionen verursachen. Achtung! Beim Sprühen können gefährliche lungengängige Tröpfchen entstehen. Aerosol oder Nebel nicht einatmen.
GISCODE:BSW20. EU-Grenzwert für den VOC-Gehalt dieses Produktes (Kat. A/c): 40 g/l (2010). Dieses Produkt enthält max. 40 g/l VOC.
Cap-elast Phase 2-W
Achtung Kann allergische Hautreaktionen verursachen. Schädlich für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung. Achtung! Beim Sprühen können gefährliche lungengängige Tröpfchen entstehen. Aerosol oder Nebel nicht einatmen.
GISCODE: BSW50. EU-Grenzwert für den VOC-Gehalt dieses Produktes (Kat. A/c): 40 g/l (2010). Dieses Produkt enthält max. 40 g/l VOC.
Bitte beachten (Stand bei Drucklegung)
- Sicherheitsdatenblätter der jeweiligen ProdukteTechnische Beratung
Alle in der Praxis vorkommenden Untergründe und deren technische Bearbeitung können in dieser Druckschrift nicht abgehandelt werden. Sollen Untergründe bearbeitet werden, die in dieser Technischen Information nicht aufgeführt sind, ist es erforderlich, mit uns oder unseren Außendienstmitarbeitern Rücksprache zu halten. Wir sind gerne bereit, Sie detailliert und objektbezogen zu beraten.Technischer Beratungsservice
Tel.: +49 6154 71-71710Fax: +49 6154 71-71711
E-Mail: kundenservicecenter@caparol.de
Technische Information
- Technische Information Nr. 160 - Cap-elast Phase 2-W
- Technische Information Nr. 606 - "Definition der Einsatzbereiche"
- Technische Information Nr. 650
Sicherheitsdatenblatt
Information
Technische Information
- Technische Information Nr. 160 - Cap-elast Phase 2-W
- Technische Information Nr. 606 - "Definition der Einsatzbereiche"
- Technische Information Nr. 650

