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Capatect GUP FaserFix 210

Schnell trocknender, faserarmierter Leichtunterputz für alle gängigen Mauerwerksuntergründe im Innen- und Außenbereich

LV Texte

Verwendungszweck

Schnell trocknender, hochergiebiger, mineralischer Leichtputz (LW) Typ II mit Faserarmierung und EPS-Leichtzuschlägen nach DIN EN 998-1 für hochwärmedämmendes Mauerwerk ab 15 mm Schichtdicke, auf planebenen Mauerwerk (z. B. Porenbeton) ab 10 mm Schichtdicke im Innen- und Außenbereich einsetzbar. Nicht für den Sockelbereich geeignet.

Eigenschaften

  • Beschleunigte Trocknung für schnelle Überarbeitung
  • Hochergiebig
  • Faserarmierung
  • Überarbeitung mit allen Capatect Strukturputzen möglich
  • Sehr gute Haftung auf allen mineralischen Untergründen
  • Sehr leichte Verarbeitung maschinell oder per Hand

Verpackung/Gebindegrößen

15 kg Sack, 500 kg OneWayContainer, 600 kg BigBag, Silo

Farbtöne

Naturweiß

Lagerung

Kühl, trocken und vor Feuchtigkeit geschützt. Vor direkter Sonneneinstrahlung schützen. 
Haltbarkeit in orginal verschlossenem Gebinde mindestens 9 Monate lagerstabil.

Technische Daten

  • Mörtelkategorie:                                           CS II nach DIN EN 998-1 und P II nach DIN 18550-1
  • Druckfestigkeit:                                            > 2,5 N/mm2 nach DIN EN 1015-11

Wärmeleitfähigkeit

T2 nach DIN EN 998-1 und
λ10 dry ≤ 0,2 W/(mK) nach DIN EN 1745

Diffusionswiderstandszahl µ (H2O)

≤ 20 nach DIN EN 1015-19

Rohdichte

ca. 1,0 g/cm³ nach DIN EN 1015-10 (Trockenmörtel)

Biegezugfestigkeit

1,5-2,0 N/mm2 nach DIN EN 1015-11

Haftzugfestigkeit

≥ 0,5 N/mm2 nach DIN EN 1015-12

Bindemittelbasis

Mineralisches Bindemittel
nach DIN EN 197-1 und DIN 459-2

Zuschläge nach DIN EN 13139

Dynamischer Elastizitätsmodul

> 2.500 N/mm2

Kapillare Wasseraufnahme

W2 nach DIN EN 998-1
c ≤ 0,20 kg/(m2min1/2) nach DIN EN 1015-18

Ergänzungsprodukte

Capatect GUP SockelFix 211

Produkt-Nr.

210

Untergrundvorbereitung

Fensterbänke und Anbauteile abkleben. Glas, Keramik, Klinker, Naturstein, lackierte, lasierte und eloxierte Flächen sorgfältig abdecken. Fensterlaibungen, Grifftaschen und Ausbrüche vorputzen.

Alle Untergründe müssen tragfähig, eben (DIN 18202), sauber und frei von haftmindernden Rückständen sein. Bei hohen Temperaturen und Wind Untergrund vornässen.

Trockenen Porenbeton grundsätzlich vornässen.

Der Untergrund sollte mattfeucht sein.

Zur Verbesserung des Haftverbundes zwischen dem Putzgrund und der nachfolgenden Putzlage sind Holzwolle-Leichtbauplatten, glatte und/oder schwach saugende Untergründe wie z. B. XPS-, EPS-Dämmplatten flächendeckend mit Capatect Klebe- und Armierungsmasse 186M oder Capatect Klebe- und Armierungsmasse 170 zu beschichten und mit Zahntraufel 5 mm durch zukämmen. Nachfolgende Beschichtungen erfolgen je nach Witterung 24-72 Stunden danach.

Glatte oder schlecht saugende Mauerwerke oder Betonuntergründe sind durch eine Haftbrücke oder einen Spritzbewurf vorzubehandeln.

Durchfeuchtete Wände müssen vorher abgetrocknet sein.

Putzgrundprüfung und -vorbereitung sowie Putzausführung stets entsprechend VOB/C-ATV-DIN 18350 und DIN 18550-1 bzw. DIN 18550-2 vornehmen.

Materialzubereitung

15 kg Material (ein Sack) in ca. 5,3 l kaltem Wasser anmischen.
Die Anmischung erfolgt mit üblichen Putzmaschinen, Elektrorührwerk oder Zwangsmischer.

Auftragsverfahren

Erstellen einer Putzschicht:
Den Capatect GUP FaserFix 210 in gewünschter Putzstärke maschinell oder manuell mit Kelle und rostfreier Stahltraufel auftragen und mit Kartätsche einebenen.

Während der Verarbeitung ist darauf zu achten, dass keine Arbeitsunterbrechungen von mehr als 15-20 Minuten entstehen. Bei Arbeitsunterbrechungen von mehr als 20 Minuten sind bei maschineller Verarbeitung die Mörtelschläuche gründlich zu reinigen.
Mörtelschläuche nicht in der Sonne liegen lassen.

Ggfs. auftretende Sinterschichten mit Gitterrabott aufrauen und Unebenheiten entfernen. In Abhängigkeit von den Witterungsbedingungen ist ein Rabottieren der Flächen nach ca. 4 Stunden möglich. Bei rabottierten Flächen ist eine zum Strukturputz passende Haftgrundierung anzuwenden.

Bei ebener Erstellung der Putzschicht muss das Material nicht zwingend rabottiert werden.
Die Erstellung einer Haftgrundierung zwischen Unterputz und Strukturputz ist nicht zwingend erforderlich.

Putzbewehrung bzw. Einsatz zusätzlicher Armierungslagen:

1. Teilflächenarmierung auf dem Untergrund

In Fällen, in denen eine Bewehrung des Putzsystems nicht über eine gesamte Fassadenfläche, sondern lediglich in kleinen Teilflächen erfolgen soll, z. B. bei Rollladenkästen, Fensterecken, Deckenrändern, Mischmauerwerk und dergleichen, ist eine Teilflächenarmierung aus z. B. Capatect Klebe- und Armierungsmasse 186M oder Capatect Klebe- und Armierungsmasse 170 mit Capatect Gewebe 650 auf dem Untergrund zu empfehlen.

2. Vollflächige Gewebeeinbettung in die Putzschicht

Alternativ ist zur Teilflächenarmierung eine vollflächige Gewebeeinbettung mit Capatect Gewebe 666 im oberen Drittel der Grundputzschicht möglich.


3. Besondere Anforderungen erfordern den Einsatz zusätzlicher Armierungslagen

a) Besondere Anforderungen an die Putzschicht:
Bei stark exponierten Lagen, Hellbezugswerten unter HBW 30 oder Oberputzen mit Korngröße < 2 mm erfolgt zunächst ein Grundputzschicht ohne und danach eine eine zweite Putzschicht bzw. Armierungslage z. B. mit Capatect GUP FaserFix 210 oder Capatect Klebe- und Armierungsmasse 133 LEICHT und Gewebeeinbettung. Bei Verwendung des Capatect GUP FaserFix 210 als zweite Lage ist eine Mindestschichtdicke von 4 mm einzuhalten.

Alternativ ist eine vollflächige Gewebeeinbettung des Capatect Gewebe 666 im oberen Drittel der Grundputzschicht (ca. 15 mm Schichtdicke) möglich. 

Das eingelegte Gewebe im Stoßbereich mind. 10 cm überlappend verarbeiten. Im Eckbereich von Gebäudeöffnungen zusätzlich Capatect Diagonalarmierung 651 einbetten.

Beim Einsatz von Edelkratzputzen als Oberputz ist nach der Gewebebewehrung die Armierungslage horizontal, wellenartig mit einer 5er Zahnung aufzuzahnen.b) Original Meldorfer® Flachverblender
Sollen Flächen mit Original Meldorfer® Flachverblendern belegt werden, erfolgt eine vollflächige Gewebeeinbettung des Capatect Gewebe 666 im oberen Drittel des Capatect GUP FaserFix 210 oder eine vollflächige Armierungslage mit Bewehrungsgewebe auf der Grundputzschicht. Es wird empfohlen zwischen Putzschicht und nachfolgendem Belag einen Haftvermittler z.B. CapaGrund Universal einzusetzen. Als Ansatzmörtel wird der Capatect Meldorfer Ansatzmörtel 080 verwendet. 

c) Keramische Beläge
Sollen Flächen mit keramischen Belägen versehen werden, ist für die zusätzliche Armierungslage auf der Grundputzschicht aus Capatect GUP FaserFix 210 die Capatect Klebe- und Armierungsmasse 170 mit Capatect Gewebe 650 zu verwenden. Diese Armierungslage ist in mind. 4 mm Schichtdicke auszuführen. In diesem Fall ist eine Gesamtschichtdicke aus Grundputzschicht und Armierungslage von mind. 15 mm einzuhalten.

Bei Porenbetonuntergründen (Mindestqualität PP2-0,35) ist alternativ eine vollflächige Gewebeeinbettung mit Capatect Gewebe 666 in das obere Drittel der Grundputzschicht möglich. Eine Putzdicke von mind. 15 mm ist einzuhalten.

Für die nachfolgende Verlegung der keramischen Bekleidung sind Capatect Verlegemörtel Uni 086 und Capatect Fugenmörtel Uni 088 bzw. Capatect Fugenschlämme Uni 089 zu verwenden. Die max. Wasseraufnahme der keramischen Bekleidung (Klinker- und Ziegelriemchen) ist auf 6 % nach DIN EN ISO 10545-3 begrenzt. Keine dunklen Fugenfarbtöne verwenden.

Klinker- und Ziegelriemchen müssen die folgenden Eigenschaften aufweisen:
- Frostbeständigkeit
- Porenvolumen der haftvermittelnden Schicht der Keramikrückseite mindestens 20 mm³ je Gramm
- Porengrößenverteilung der haftvermittelnden Schicht der Bekleidungsrückseite mit einem Porenradienmaximum ≥ 0,2 µm.

Zum Abbau von schädlichen Spannungen in der Außenwandbekleidung sind Feldbegrenzungsfugen anzuordnen. Die Lage und Maße sind planerisch vorzugeben. Die Ausführung der Fugen erfolgt nach DIN 18540. Feldbegrenzungsfugen sollten gradlinig verlaufen und müssen in voller Tiefe bis auf den Ausgleichsmörtel bzw. bis auf die Rohbauwand ausgekratzt und abgedichtet werden.

In der Anwendung von Klinker- und Ziegelriemchen ist die DIN 18515-1 zu beachten.

Für den Nachweis des klimabedingten Feuchteschutzes gilt DIN 4108-3. Bei von Wohnraumnutzung abweichenden Klimarandbedingungen oder dünnen Wandstärken ist der Nachweis der langfristigen Tauwasserfreiheit mit Hilfe eines Berechnungsverfahrens zu führen.


Sonstige Hinweise:
Aufgrund des organischen Leichtzuschlages darf der Capatect GUP FaserFix 210 nicht ohne Oberputz bzw. ohne nachfolgenden Belag oder Schicht verwendet werden. Die Verwendung von lösemittelhaltigen Produkten ist nicht möglich.

Anbringen von Eckschienen:
Auf Schichtdicke angepasste Eckschiene z. B. Capatect Gewebe Eckschiene Y-Form 658 in Capatect GUP FaserFix 210 einlegen. Weiterführende Informationen sind der gültigen Sonderinformation Zubehörteile zu entnehmen.

Zubehör Sockel:
In Abhängigkeit zum Untergrund können z. B. Capatect GUP SockelFix 211, Capatect ArmaReno Sockel oder Capatect GUP SLP 201 eingesetzt werden.

Beschichtungsaufbau

Mindestschichtdicke:
- einlagig:   mind. 10 - max. 15 mm
- zweilagig: max. 25 mm

Verbrauch

ca. 0,8 kg/m2 und mm Schichtdicke
Bei diesen Verbrauchsangaben handelt es sich um Richtwerte. Objektabhängige oder verarbeitungsbedingte Abweichungen sind zu berücksichtigen.

Verarbeitungsbedingungen

Während der Verarbeitung- und in der Trocknungsphase dürfen die Umgebungs- und Untergrundtemperaturen nicht unter +5 °C und über +30 °C liegen. Nicht unter direkter Sonneneinwirkung, bei starkem Wind, Nebel oder hoher Luftfeuchtigkeit verarbeiten.
Unterputzvor zu rascher Austrocknung schützen.

In diesem Zusammenhang verweisen wir auf das Merkblatt "Verputzen bei hohen und tiefen Temperaturen" vom Deutschen Stuckgewerbebund.

Trocknung/Trockenzeit

Überarbeitungszeit für zusätzliche Armierungslagen:
Mindestens 2 Tage.

Überarbeitungszeit für den Auftrag von Strukturputzen: 
Mindestens 4 Tage bei organischen Strukturputzen.
Mindestens 2 Tage bei mineralischen Strukturputzen.

Überarbeitungszeit für die Verlegung von Klinker- und Ziegelriemchen oder dem Einsatz von Original Meldorfern®: 
Richtwert ein Tag pro mm Auftragsdicke der Grundputzschicht und ggf. zusätzlichen Armierungslage.

Es sind die Abhängigkeiten von Temperatur, Schichtdicke und relativer Luftfeuchtigkeit zu beachten.

Werkzeugreinigung

Sofort nach Gebrauch mit Wasser.

Beispiel für Maschinenausrüstung

Maschinen / Ausstattung z. B.:
PFT Mischpumpe G4
Schneckenmantel: D6-3
Förderschnecke: D6-3
Mörtelschläuche: Ø 25 mm, Ø 35 mm
Nassmörtel-Förderweite: bis 20 m, bis 30 m
Bitte Sonderinformationen zur maschinellen Verarbeitung anfordern.

Zum Schutz vor Regeneinwirkung während der Trocknungsphase das Gerüst gegebenenfalls mit Planen abhängen.
Bei der Anwendung und Ausführung die DIN 18550-1 sowie DIN 18350, VOB, Teil C beachten.

Gefahrenhinweise/Sicherheitsratschläge (Stand bei Drucklegung)

Verursacht Hautreizungen. Verursacht schwere Augenschäden. Kann die Atemwege reizen. Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Kennzeichnungsetikett bereithalten. Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen. Staub oder Nebel nicht einatmen. Nur im Freien oder in gut belüfteten Räumen verwenden. Schutzhandschuhe / Augenschutz tragen. BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen. Enthält: Zement, Portland-, Chemikalien, Calciumdihydroxid. Wäßrige Zementaufschlämmungen wirken alkalisch.
VOC-Gehalt nach RL 2004/42/EG < 1 g/l. Gefahr. 
Deklaration der Inhaltsstoffe nach VdL-Richtlinie 01: Zement, Calciumhydroxid, Polyvinylacetatharz, Silikate, Calciumcarbonat, mineralische Pigmente / Füllstoffe, Additive.

Entsorgung

Leere Behälter einer anerkannten Abfallentsorgungsanlage zuführen zwecks Wiedergewinnung oder
Entsorgung. Das Produkt kann nach Verfestigung unter Beachtung der örtlichen behördlichen Vorschriften
abgelagert werden. EAK 170904

Giscode

ZP1

CE-Kennzeichung

Hinweis zur Leistungserklärung / CE-Kennzeichnung
Die Kennzeichnung mit dem CE-Zeichen nach EN 998-1 erfolgt auf dem Gebinde sowie dem Datenblatt zur Leistungserklärung/CE-Kennzeichnung, das im Internet unter www.caparol.de abgerufen werden kann.

Weitere Produktempfehlungen:

Capatect Gewebe 666

Capatect Mineral-Leichtputz

Sylitol® NQG