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Capatect OrCa-Spachtel

Verarbeitungsfertige, carbonfaserverstärkte Leichtarmierungsmasse für das nichtbrennbare Capatect Fassadensystem Carbon EXTRA
LV Texte

Verwendungszweck

Armierungsmasse und Egalisierungsspachtelung für den Einsatz auf Capatect Mineralwolle-Dämmplatten und Mineralwolle-Lamellendämmplatten im Capatect WDV-System Comfort Carbon.

Eigenschaften

  • Verarbeitungsfertig
  • Leichte, geschmeidige Verarbeitung
  • Niedriger Materialverbrauch
  • Sehr gute Haftung
  • Wasserabweisend
  • Äußerst stoßfest und risssicher
  • Stoßfestigkeit bis 15 Joule (im einlagigen Systemaufbau)
  • Stoßfestigkeit bis 60 Joule (im mehrlagigen Systemaufbau)

Verpackung/Gebindegrößen

Eimer 20 kg

Farbtöne

Creme

Lagerung

Kühl, frostgeschützt und Vermeidung großer Temperaturschwankungen. Vor direkter Sonnenbestrahlung schützen.
Material verarbeiten innerhalb von 12 Monaten.

Dichte

ρ ~ 1,3 g/cm³

Haftzugfestigkeit

Haftfestigkeit
fh ≥ 0,3 MPa nach DIN EN 1542

Brandverhalten

Klasse A2-s1, d0 nach DIN EN 13501-1 (nichtbrennbar)

Wasseraufnahmekoeffizient

Kategorie W3 (niedrig) nach DIN EN 15824
w ≤ 0,1 kg/(m2h1/2) nach DIN EN 1062-3

Bindemittelbasis

Silikat-Organo-Hybrid-Dispersion

Wasserdampf­durch­lässig­keit (sd-Wert)

Kategorie V2 (mittel) nach DIN EN 15824
sd ≥ 0,14 m - < 1,4 m nach DIN EN ISO 7783

Produkt-Nr.

9818

Hinweis

Angegebene Daten stellen Durchschnittswerte dar, die bedingt durch den Einsatz natürlicher Rohstoffe, von Lieferung zu Lieferung geringfügig abweichen können.
Zu beachten sind die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung / allgemeine Bauartengenehmigung der zugrundeliegenden WDV-Systeme bzw. VHF und die Technischen Informationen der Produkte.

Geeignete Untergründe

Mauerwerk und Beton mit oder ohne tragfähigen und festen Putz bzw. Untergründe gemäß den Angaben der WDVS-Zulassungen.

Untergrundvorbereitung

Fensterbänke und Anbauteile abkleben.
Glas, Keramik, Klinker, Naturstein, lackierte, lasierte und eloxierte Flächen sorgfältig abdecken.

Der Untergrund muss frostfrei, fest, trocken, fett- und staubfrei sein und für gedübelte Systeme eine ausreichende Tragfähigkeit für den Einsatz von Dübeln besitzen. Verunreinigungen und trennend wirkende Substanzen (z.B. Schalöl) sowie vorstehende Mörtelgrate entfernen. Schadhafte, blätternde Anstriche und Strukturputze weitmöglichst entfernen. Putzhohlstellen abschlagen und flächenbündig beiputzen.
Stark saugende, sandende oder mehlende Oberflächen gründlichst bis zur festen Substanz reinigen und grundieren.
Die Verträglichkeit eventuell vorhandener Beschichtungen mit dem Material ist sachkundig zu prüfen.

Materialzubereitung

Das Material ist verarbeitungsfertig. Vor der Verarbeitung ist das Material kurz aufzurühren. Bei warmer Witterung ist eine Konsistenzregulierung durch geringfügige Wasserzugabe möglich.

Auftragsverfahren

Zur Sicherstellung einer gleichmäßig ebenen Oberfläche und zur Stabilisierung der Dämmstoffoberfläche bei Mineralwolle-Dämmplatten wird vor dem Aufbringen der Armierungsschicht eine Ausgleichsspachtelung empfohlen. Dazu eine erste Lage mit dem Armierungsmörtel in ca. 2 mm Schichtdicke vorspachteln und durchtrocknen lassen.

  • Im Eckbereich von Gebäudeöffnungen zusätzlich Capatect Diagonalarmierung 650/00, Capatect Sturzeckwinkel 651/20 oder Gewebestreifen (ca. 25 x 25 cm) diagonal in die Armierung einbetten.
  • Anputzleisten, Gewebeeckschutz 656 und Profile vollflächig in die Armierungsmasse einlegen und ausrichten. Beim Einsatz des Gewebe-Eckschutzes die Gewebebahnen lediglich bis an die Kante führen.
  • Armierungsmasse mit rostfreier Stahltraufel oder maschinell auftragen. Kontrolle der Schichtstärke mit entsprechender Zahntraufel. Die Schichtdicke der Armierung muss gleichmäßig sein.
  • Das Armierungsgewebe (Capatect OrCa-Gewebe) vollflächig so einbetten, dass es bei Armierungsschichtdicken bis zu 4 mm mittig, oberhalb 4 mm im oberen Drittel liegt.
  • ​Stöße des Gewebes sind ca. 10 cm zu überlappen.
  • Nachfolgend nass in nass überspachteln, so dass eine vollflächige Abdeckung des Gewebes sichergestellt ist.

Schichtdicke der Armierung: 4 - 5 mm

Verbrauch

Egalisierungsspachtel
ca. 1,5 - 2,0 kg/m2

Armierung
ca. 1,3 kg/m2 pro mm Auftragsdicke

Bei diesen Verbrauchsangaben handelt es sich um Richtwerte; objektabhängige oder verarbeitungsbedingte Abweichungen sind zu berücksichtigen.

Verarbeitungsbedingungen

Während der Verarbeitung- und in der Trocknungsphase dürfen die Umgebungs- und Untergrundtemperaturen nicht unter +5 °C und über +30 °C liegen. Nicht unter direkter Sonneneinwirkung, bei starkem Wind, Nebel oder hoher Luftfeuchtigkeit verarbeiten.
Auf das Merkblatt "Verputzen, Wärmedämmen, Spachteln, Beschichten bei hohen und niedrigen Temperaturen" vom Bundesverband Ausbau und Fassade wird verwiesen.

Bei ungünstigen Witterungsbedingungen geeignete Maßnahmen zum Schutz der bearbeiteten Fassadenflächen treffen.

Trocknung/Trockenzeit

Grund- bzw. Zwischenanstriche müssen vor der weiteren Überarbeitung trocken sein.

Verklebung
Je nach Witterung, frühestens nach ca. 2-3 Tagen, verdübeln bzw. überarbeiten.

Armierung
Die Wartezeit zur Überarbeitung ist u.a. abhängig von Temperatur, Luftfeuchte, Luftbewegung, Sonneneinstrahlung, Schichtdicke. Die Angaben dienen daher als Orientierung.
Die Durchtrocknung bzw. Aushärtung des Materials findet durch chemisch-physikalische Vorgänge und die Abgabe des enthaltenen Wassers, d. h. dessen Verdunstung, statt. Kühle und feuchte Umgebungen verzögern diese Prozesse.

Bei 20 °C und 65 % relativer Luftfeuchtigkeit:

  • oberflächentrocken nach 24 Stunden
  • Überarbeitung nach vollständiger Durchtrocknung, frühestens nach 2-3 Tagen

Der organische Mörtel darf nicht mit mineralischen Putzen überarbeitet werden.

Werkzeugreinigung

Sofort nach Gebrauch mit Wasser unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben.

Beispiel für Maschinenausrüstung

  • Förderpumpe z.B. m-tec P 25 V, Inotec InoBeam F30

Förderschläuche:
Anfangsschläuche – Innen Ø 35 mm; Endschlauch – Innen Ø 25 mm

Förderwege/ -höhe:
Maximale Förderweite 50 m; maximale Förderhöhe 30 m
(temperatur- und geräteabhängig)

Spritzgerät:
Düsen-Ø 8-10 mm

Förderschläuche vor dem regulären Betrieb mit Kalkschlämme oder Kleister vorspülen.

Bei Arbeitsunterbrechungen den Förderschlauch nicht in direkter Sonneneinstrahlung stehen lassen, Materialbehälter z. B. mit Folie abdecken und Pistole und Düse unter Wasser aufbewahren. Standzeit max. 30 min. bis zum Weiterverarbeiten, da sonst das Material im Schlauch erhärten kann.

Vor einer Arbeitspause ist der Materialbehälter weitestgehend leer zu fahren, um einer Material-Tunnelbildung beim Wiederanfahren vorzubeugen. Wird dies nicht beachtet, muss das Material ggf. vor dem Anfahren der Maschine (bei ausgeschalteter Maschine) "gangbar" gemacht werden.

Die Vorgaben der Maschinenhersteller sind zu beachten.

Bitte beachten (Stand bei Drucklegung)

Kann allergische Hautreaktionen verursachen. Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Kennzeichnungsetikett bereithalten. Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen. Einatmen von Nebel oder Dampf vermeiden. Schutzhandschuhe tragen. BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser waschen. Inhalt/ Behälter einer anerkannten Abfallentsorgungsanlage zuführen. Enthält: 1,2-Benzisothiazol-3(2H)-on, 2-Methyl-2H-isothiazol-3-on. Hotline für Allergieanfragen: 0800/1895000 (kostenfrei aus dem deutschen Festnetz).

Entsorgung

Nur restentleertes Gebinde zum Recycling geben. Flüssige Materialreste bei der Sammelstelle für Altfarben/Altlacke abgeben, eingetrocknete Materialreste als Bau- und Abbruchabfälle oder als Siedlungsabfälle bzw. Hausmüll entsorgen.

EU-Grenzwert für den VOC-Gehalt

Flüchtige organische Bestandteile nach Richtlinie 2004/42/EG: < 1%; <10 g/l

Giscode

BSW20

Produkt-Code Farben und Lacke

veraltet: M-DF02

Zulassung

Z-33.42-1739
Z-33.43-132
Z-33.44-133
Z-33.47-859

ETA-09/0368

Technischer Beratungsservice

Tel.: +49 6154 71-71710
Fax: +49 6154 71-71711
E-Mail: kundenservicecenter@caparol.de

Nahezu schwarz

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