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Capaver Capacoll GK

Konservierungsmittelfreier, hoch leistungsfähiger Dispersionsklebstoff für alle Glasgewebe und Vliesbeläge
  • LV Texte

    Verwendungszweck

    Gebrauchsfertiger hoch leistungsfähiger Dispersionsklebstoff zur Verklebung aller Capaver Glas­gewebe, Akkordvliese sowie vergleichbarer marktüblicher Wandbeläge auf Innenwand­oberflächen.

    Eigenschaften

    • ohne Konservierungsmittel
    • sehr hohe Anfangshaftung
    • sehr lange Offenzeit
    • geringer Verbrauch
    • AgBB konform
    • B1- schwer entflammbar nach DIN 4102 im Verbund mit Capaver Glasgeweben, Vlies-Wand­belägen sowie Beschich­tungen von Caparol
    • A2- nicht­brenn­­­bar nach DIN 4102 im Verbund mit Capaver Glasgeweben, Vlies-Wand­­belägen sowie ­Beschichtungen von Caparol

    Verpackung/Gebindegrößen

    16 kg

    Farbtöne

    Transparent, Weiß

    Lagerung

    Kühl, aber frostfrei.
    Anbruchgebinde fest verschlossen aufbewahren. Container schonend behandeln und nur tropffrei restentleert zurückgeben.

    Technische Daten

    sD-Wert in Verbindung mit Capaver Akkordvlies Z150K sD= 0,03m  = Klasse v1 nach DIN EN 1062-1

    Dichte

    Ca. 1,10 g/cm3

    Ergänzungsprodukte

    • CapaColl VK
    • Capaver Wandbeläge

    Eignung gemäß Technischer Information Nr. 606 Definition der Einsatzbereiche

    innen 1innen 2innen 3außen 1außen 2
    ++
    (–) nicht geeignet / (○) bedingt geeignet / (+) geeignet

    Untergründe

    Der Untergrund muß stets fest, trocken, sauber, eben und frei von trennenden Substanzen sein. VOB, Teil C, DIN 18366, Abs. 3. sowie unsere Technische Information Nr. 650 beachten.

    Kontrastreiche Untergründe vorab mit Capadecor DecoGrund oder Caparol HaftGrund EG beschichten.


    Untergrundvorbereitung

    Putze nach DIN EN 998-1 Klasse CS II - CS IV / Druckfestigkeit mind. 2 N/mm2Feste, normal saugende und ebene Putze können ohne Grundbeschichtung beschichtet werden. Auf leicht sandenden, saugenden Putzen eine Grundbeschichtung mit einem Tiefgrund, wie dem OptiSilan TiefGrund durchführen.  

    Gipsputze nach DIN EN 13279-1 / Druckfestigkeit mind. 2 N/mm²: Gipsputze mit Sinterhaut schleifen und entstauben, ein Grundanstrich mit einem Tiefgrund, wie dem OptiSilan TiefGrund durchführen. 

    Gipsbauplatten: Auf saugenden Platten eine Grundbeschichtung mit einem Tiefgrund, wie dem OptiSilan TiefGrund durchführen. 

    Gipskartonplatten: Spachtelgrate abschleifen und Fläche entstauben. Geschliffene Gipsspachtelstellen sowie die Gipskartonplatten mit einem Tiefgrund, wie dem OptiSilan TiefGrund grundieren. Bei stärkerem Saugverhalten immer eine Grundbeschichtung mit einem Tiefgrund, wie dem OptiSilan TiefGrund durchführen. Bei Platten mit wasserlöslichen, verfärbenden Inhaltsstoffen eine Grundbeschichtung mit Caparol AquaSperrgrund fein (Technische Information Nr. 384 beachten). BFS-Fachregel Nr. 12 beachten. 

    Hinweis Q2/Q3 Spachtelung / dünne Gipsschichten < 0,5mm: Bei Verwendung gipshaltiger, hydraulisch abbindender Spachtelmassen in der Qualitätsstufe Q2/Q3 wird eine transparente, wässrige Grundierung empfohlen. Hierzu verweisen wir auf das Maler&Lackierer Merkblatt Nr. 2 -9/2020 "Haftfestigkeitsstörungen von Beschichtungen auf verspachtelten Gips(karton)platten" des Bundesverbandes Farbe, Gestaltung, Bautenschutz und des Bundesausschusses Farbe und Sachwertschutz. Alternativ zur gipshaltigen Q3 Spachtelung haben sich Spachtelungen mit pastösen Spachtelmassen bewährt.  

    Beton: Evtl. vorhandene Trennmittelrückstände sowie mehlende, sandende Substanzen entfernen. Grundbeschichtung mit einem Tiefgrund, wie dem OptiSilan TiefGrund durchführen. 

    Tragfähige Beschichtungen: Matte, schwach saugende Beschichtungen direkt überarbeiten. Glänzende Oberflächen gründlich anrauen.  

    Nicht tragfähige Beschichtungen: Nicht tragfähige Dispersionsfarben oder Kunstharzputz-Beschichtungen entfernen. Auf sandenden bzw. saugenden Flächen eine Grundbeschichtung mit einem Tiefgrund, wie dem OptiSilan TiefGrund durchführen. Nicht tragfähige Mineralfarben-Beschichtungen mechanisch entfernen und die Flächen entstauben, darauf folgt eine Grundbeschichtung mit einem Tiefgrund, wie OptiSilan TiefGrund. 

    Leimfarbenanstriche: Grundrein abwaschen. Alternativ mechanisch entfernen, nachwaschen und eine Grundbeschichtung mit einem Tiefgrund, wie dem OptiSilan TiefGrund durchführen. 

    Entfernte Tapeten: Kleister und Makulaturreste restlos entfernen und ggf. abwaschen. Ein Grundanstrich mit einem Tiefgrund, wie OptiSilan TiefGrund durchführen 

    Flächen mit Nikotin-, Wasser-, Ruß- oder Fettflecken: Nikotinverschmutzungen sowie Ruß- oder Fettflecken mit Wasser unter Zusatz eines fettlösenden Haushaltsreinigungsmittel abwaschen und gut trocknen lassen. Abgetrocknete Wasserflecken trocken durch Abbürsten reinigen. Eine absperrende Grundbeschichtung mit Caparol AquaSperrgrund fein (Technische Information Nr. 384 beachten) durchführen. 

    Schimmelbefallene Flächen: Schimmelbelag durch Nassreinigung entfernen. Flächen mit Capatox durchwaschen und gut trocknen lassen. Hierbei sind die gesetzlichen und behördlichen Vorschriften (z.B. die Biostoff- und die Gefahrstoffverordnung) zu beachten. Ein erhöhter Schutz vor erneutem Befall kann mit einer Innenfarbe mit Langzeit Filmschutz, wie der Indeko-W (Technische Information Nr. 800 beachten) erreicht werden.  

    Alte Kalkspachteltechniken: Sinterschicht an der Oberfläche durch Schleifen entfernen. Bei negativer Benetzungsprobe mit Wasser auf geschliffener Fläche muss die gesamte Kalkspachtelschicht entfernt und der Untergrund entsprechend neu aufgebaut werden. Bei positiver Benetzungsprobe mit Wasser auf geschliffener Fläche, eine Grundbeschichtung mit eine Tiefgrund, wie dem OptiSilan TiefGrund durchführen. 

     Fehlstellen: Tiefe Löcher entsprechend verfüllen. 

    Auftragsverfahren

    Zu verarbeiten mit Pinsel, Rolle und leistungsfähigen Airlessgeräten.

    Airlessauftrag:

    Verdünnung10-20 % mit Wasser
    Airless Geräte 
    Spritzdruck180 - 200 bar
    Spritzwinkel 140° - 50°
    Düsengröße in Inch 10,017" - 0,019"
    Pistolensteckfilter in MW50 -60 mesh
    Hochdruckfilterja












    Arbeitsgeräte nach dem Gebrauch mit Wasser reinigen
    Der Spritzwinkel sowohl die Düsengröße sind so zu wählen, dass ein homogenes Spritzbild ohne Randstreifen entsteht.

    Alternativ CapaColl VK zur Spritzverarbeitung einsetzen.  

    Bei Verklebung von AkkordVlies Z120 K, Z130 K bzw. Z150 K sollte die im Airlessverfahren aufgebrachte Klebstoffschicht anschließend mit einer Rolle (Florhöhe 12 - 14 mm) nachgerollt werden, um ein gleichmäßiges und nicht zu sattes Kleberbett zu erzeugen.


    Verklebung:
    CapaColl GK mit einer Rolle bzw. dem Airless-Gerät satt und gleichmäßig in ca. 1–3 Bahnenbreiten auftragen, das Material sofort ein­betten und mit einer ­Tapezierspachtel bzw. -rolle blasenfrei andrücken. Auf schwach saugenden Untergründen, bei niedriger Termperatur oder hoher Luftfeuchtigkeit den Klebstoff vor der Verlegung dichtgewebter und kaschier­ter Glasgewebe ausreichend ablüften lassen. Klebstoffreste auf der Wandbelag-Vorderseite sind unmittelbar zu entfernen. 

    Beschichtungsaufbau

    Verarbeitung:
    Vor Verlegung des Wandbelags die Technischen Infor­mationen des zu verklebenden Wandbelages beachten!

    Verbrauch

    Glasgewebe:
    Feine Strukturen und Vliese: ca. 150 g/m2
    Mittlere Strukturen: ca. 150–250 g/m2
    Grobe Strukturen: ca. 200–250 g/m2

    Exakte Verbrauchswerte durch Probe­beschichtung ermitteln.

    Verarbeitungsbedingungen

    Untere Temperaturgrenze bei der Verarbeitung:
    +5 °C für Untergrund und Umluft.

    Trocknung/Trockenzeit

    Bei +20° C und 65 % rel. Luftfeuchte nach ca. 6–12 Stunden trocken und über­streich­bar. Durchgetrocknet nach ca. 3 Tagen.
    Bei niedrigerer Temperatur und höherer Luftfeuchte verlängern sich diese Zeiten.

    Hinweis

    Feine Glasgewebe wie 1100 K und 1100 VB können nur mit ­CapaColl GK verarbeitet werden, der 20% mit Wasser verdünnt ist. Dabei CapaColl GK aus Standard­ge­binde verdünnen, mit Rolle mit einer Rolle (Florhöhe 12 - 14 mm) auftragen und aus­reichend ablüften lassen. Alternativ kann hier auch unverdünnt auf das Produkt CapaColl VK zurückgegriffen werden.

    Bei der Verklebung von den Capaver AkkordVliese, kann ein zu hoher Materialverbrauch zum öffnen der Nahtbereiche führen. Auch hier empfielt sich die Verwendung von CapaColl VK.

    Bei der Überarbeitung von gipshaltigen Spachtelmassen kann es aufgrund von langanhaltender Feuchteeinwirkung zu An­quellung, Blasenbildung und Ab­platzungen kommen. Deshalb ist für eine rasche Trocknung durch ausreichende Lüftung und Temperatur zu sorgen.
    Merkblatt Nr. 2 „Verspachtelung von Gipsplatten" Bundes­verband der Gips- und Gipsplattenindustrie beachten.

    Bitte beachten (Stand bei Drucklegung)

    Für gewerbliche/industrielle Anwendungen.

    Entsorgung

    Inhalt und Behälter in Übereinstimmung mit den lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Vorschriften der Entsorgung zuführen. Waschwasser darf nicht in die Kanalisation/Umwelt gelangen.

    EU-Grenzwert für den VOC-Gehalt

    2004/42/EG: Dieses Produkt enthält max. 1 g/l.

    Giscode

    BSW20

    Deklaration der Inhaltsstoffe

    Polyvinylacetatharz, Alkaliwasserglas, Calciumcarbonat, Wasser, Additive.

    Technische Beratung

    Alle in der Praxis vorkommenden Untergründe und deren technische Bearbeitung können in dieser Druckschrift nicht abgehandelt werden. Sollen Untergründe bearbeitet werden, die in dieser Technischen Information nicht aufgeführt sind, ist es erforderlich, mit uns oder unseren Außendienstmitarbeitern Rücksprache zu halten. Wir sind gerne bereit, Sie detailliert und objektbezogen zu beraten.

    Technischer Beratungsservice

    Tel.: +49 6154 71-71710
    Fax: +49 6154 71-71711
    E-Mail: kundenservicecenter@caparol.de

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