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Capaver AkkordVlies Z120/130 K

Klassisches (K), vorpigmentiertes Zellstoff-Polyester-Vlies zur rationellen Renovierung baustellenüblicher Untergründe 

  • LV Texte

    Verwendungszweck

    Technischer Vlieswandbelag zur hemmung von Netzrissen und zur Überbrückung von kleinen Poren und Lunkern. Durch die Variation von Farbton, Glanzgrad und Technik der Beschichtung können mit Capaver AkkordVlies Z120/130 K attraktive und ­individuelle Wandoberflächen erzielt werden. Bei Änderungswunsch von optischem Erscheinungsbild oder neuen Nutzungsanforderungen an Oberflächen können diese einfach, schnell und wirtschaftlich durch bedarfsgerechte Beschichtung realisiert werden.

    Eigenschaften

    • Kein Juckreiz - Hohe Hautverträglichkeit
    • Vorpigmentiert, dadurch hohe Abdeckung des Untergrundes
    • Bei Renovierung direkt überarbeitbar
    • Dimensionsstabil, rissüberbrückend
    • Klassifiziert gem. OEKO-TEX® Standard 100

    Materialbasis

    Zellstoff-Polyestervlies 

    Lieferbare Typen

    BezeichnungGewicht pro m2RollenmaßVerpackungsgröße
    AkkordVlies Z120 Kca. 120 g100m x ca. 0,75m2er- Karton
    AkkordVlies Z130 Kca. 130 g  50m x ca. 0,75m4er- Karton

    Lagerung

    Capaver Wandbeläge trocken lagern.

    Technische Daten

    • Wasserdampfdurchlässigkeit (sD-Wert): 0,03 m =Klasse V1 (hoch)

    Der sD-Wert wurde mit ca. 200g/m2 CapaColl GK auf Akkordvlies Z150 K ohne Anstrich geprüft.

    Ergänzungsprodukte

    • Capaver CapaColl RF
    • Capaver CapaColl VK
    • Capaver CapaColl GK
    • Anstriche aus dem Caparol-Sortiment

    Hinweis

    Baudynamische Risse können mit Capaver AkkordVlies Z120 K oder Z130 K nicht beseitigt werden. Bitte beachten Sie auch die entsprechenden BFS-Merkblätter.

    Bei mittlerem Anspruch und weißer bis leicht getönter Beschichtung mit einer matten Innenfarbe genügt in der Regel ein Anstrich. Je nach Farbton, Glanzgrad, Oberflächenbeanspruchung, Lichtsituation und Anspruch an das Oberflächenbild kann eine zweimalige Beschichtung erforderlich sein. Grundsätzlich gilt die vereinbarte Leistung zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber. Eine Probebeschichtung wird vorab empfohlen.




    Eignung gemäß Technischer Information Nr. 606 Definition der Einsatzbereiche

    innen 1innen 2innen 3außen 1außen 2
    ++
    (–) nicht geeignet / (○) bedingt geeignet / (+) geeignet

    Untergründe

    Innenflächen aus mineralischen Putzen der Mörtelgruppe PI, PII und PIII, Gips- und Fertigputze der Mörtelgruppe PIV, Gipskarton, Gipsbauplatten, Betonflächen

    Untergrundvorbereitung

    Der Untergrund muss fest, trocken, tragfähig, sauber, eben und frei von trennenden Substanzen sein. Dabei VOB, Teil C, DIN 18366, Abs. 3. sowie unsere Technische Information Nr. 650 beachten. Die untere Temperaturgrenze für die Verarbeitung beträgt +5 °C für Objekt- und Umgebungstemperatur.

    Kontrastreiche Untergründe wie z.B. Beton Filigrandecken sind mit Caparol HaftGrund EG zu grundieren, andere Untergründe sind vorab zu prüfen.

    Hinweis Q2/Q3 Spachtelung / dünne Gipsschichten < 0,5mm 

    Bei Verwendung gipshaltiger, hydraulisch abbindender Spachtelmassen in der Qualitätsstufe Q2/Q3 wird eine transparente, wässrige Grundierung empfohlen. Hierzu verweisen wir auf das Maler&Lackierer Merkblatt Nr. 2 -9/2020 "Haftfestigkeitsstörungen von Beschichtungen auf verspachtelten Gips(karton)platten" des Bundesverbandes Farbe, Gestaltung, Bautenschutz und des Bundesausschusses Farbe und Sachwertschutz.

    Alternativ zur gipshaltigen Q3 Spachtelung haben sich Spachtelungen mit pastösen Spachtelmassen bewährt.

    Auftragsverfahren

    Klebstoff im Rollauftrag:

    • CapaColl VK oder CapaColl GK gleichmäßig mit einer Rolle auftragen und je nach örtlichen Temperaturverhältnissen 1–2 Bahnen vorlegen. Nach dem Auftragen des Klebstoffes ist das Kleberbett mit einer Rolle (Florhöhe 12 -14 mm) nachzurollen.
    • Achtung! Achten Sie besonders darauf, dass der Kleber möglichst gleichmäßig verteilt ist, da Anhäufungen von Kleber unter dem Vlies das abschließende Oberflächenbild negativ beeinflussen können.

    Klebstoffauftrag in Spritzverarbeitung:

    • Das Spritzverfahren eignet sich besonders beim Einsatz mehrerer Personen.
    • CapaColl VK kann direkt mit Airlessgeräten auf die Wand gebracht werden.
    • Optimal ist eine Klebermenge von 150 µm Nassfilmschicht.
    • CapaColl GK sollte je nach örtlicher Gegebenheit mit 20 % Wasser verdünnt werden.
    • Beim Spritzverfahren ist besonders auf den empfohlenen Materialverbrauch und die gleichmäßige Verteilung zu achten, so dass nicht zuviel Kleber auf den Untergrund gebracht wird.
    • Nach dem Aufspritzen des Klebstoffes ist das Kleberbett mit einer Rolle (Florhöhe 12 - 14 mm) nachzurollen.

    Tipp! Für detaillierte Informationen zum Spritzen von CapaColl beachten Sie das entsprechende Spritzdatenblatt im Downloadbereich oder in unserem Handbuch der Spritztechnologie.

    Klebstoffauftrag mit dem Tapeziergerät:

    • CapaColl RF und CapaColl VK sind hervorragend für Tapeziergeräte geeignet.
    • Bei Verwendung von CapaColl GK ist eine Verdünnung der Standardware mit 20 % Wasser notwendig.
    • Die Materialeinstellung am Tapeziergerät (Bsp. TapoFix) sollte bei 1 liegen und sollte nicht überschritten werden.
    • Bei der Verarbeitung mit dem Tapeziergerät ist die Weichzeit der Bahnen so gering wie möglich zu halten bzw. zu vermeiden.

    Einbettung/Verklebung von Glasgeweben und Vliesen:

    • Zur Vermeidung von Strukturunterschieden niemals gestürzt oder seitenverkehrt verkleben.
    • Für die AkkordVliese Z130/150 K empfehlen wir grundsätzlich eine Stoßverklebung, wobei auch im Doppelnahtschnitt gearbeitet werden kann.
    • Die Bahnen müssen im Nahtbereich dicht gestoßen sein. Dies darf aber nicht dazu führen, dass es im Stoßbereich zu einer Aufwölbung und damit einem schlechten Nahtbild kommt.
    • Die verklebten Bahnen werden dann mit einer Andrückwalze unter ausreichendem Druck vollflächig und blasenfrei an den Untergrund angedrückt. Überstände werden unter Fixierung der Kanten mit dem Tapezierspachtel abgeschnitten.

    Wichtig! Generell ist auf den empfohlenen Materialverbrauch des Klebstoffes und die gleichmäßige Verteilung zu achten, so dass nicht zuviel Kleber auf den Untergrund aufgebracht wird. Ein zu hoher Materialeinsatz kann zum anschließenden Öffnen der Nähte führen.

    Tipp! Bei der Verklebung um lotrechte Außenecken ist darauf zu achten, dass die Bahn mindestens 10 cm um diese Ecke herumgeführt wird. Bei nicht lotrechten Ecken ist das Vlies an der Ecke zu trennen. Bei Verwendung von CapaColl RF kann AkkordVlies Z120 K und AkkordVlies Z130 K im Renovierungsfall trocken von der Wand abgezogen werden. 

    Beschichtungsaufbau

    Zwischenbeschichtung:
    Die Zwischenbeschichtung bildet die Basis für eine einwandfreie Schlußbeschichtung. Nach Trocknung des Wandbelages wird die Zwischenbeschichtung passend zur Schlußbeschichtung ausgeführt. 

    Schlußbeschichtung:
    Die Auswahl der geeigneten Schlußbeschichtung richtet sich nach dem geforderten Beanspruchungs- und Glanzgrad. Beschichtungen grundsätzlich nass in nass ausführen. Dies gilt auch für Beschneidebereiche. 

    Trocknung/Trockenzeit

    Verklebte Bahnen vor Beschichtung durchtrocknen lassen.

    Hinweis

    Zur Vermeidung von Strukturunterschieden niemals auf einer Fläche gestürzt oder seitenverkehrt verkleben. Auf zusammenhängenden Wandflächen ausschließlich Ware einer Produktionscharge verwenden.

    Capaver-Wandbeläge werden stets vor Verlassen des Werks sorgfältig geprüft. Vereinzelte produktionsbedingte Fehler können vorkommen. Diese sind an den Schnittkanten gekennzeichnet und durch entsprechende Zugaben ausgeglichen. Solche Fehler berechtigen nicht zu einer Reklamation. Grundsätzlich ist während des Zuschneidens/Tapezierens der Bahnen auf Fehlerfreiheit des Wandbelages zu achten. Die spätere Sichtseite ist auf der Rolle nach außen gewickelt. Im Falle von möglichen Reklamationen müssen die Chargen-/Kontrollnummer und Artikelnummer/-bezeichnung bereitgehalten werden. Diese befinden sich auf dem Originalkarton des Wandbelages. Beanstandungen nach erfolgter Verklebung von mehr als 10 Bahnen können nicht anerkannt werden.

    Gutachten

    Prüfzeugnisse und Gutachten
    • Schwer­­­­entflammbarkeit nach DIN 4102, B1
    • Nichtbrennbarkeit nach DIN 4102, A2
    • Klassifiziert gem. OEKO-TEX® Standard 100
    • Dekontaminierbarkeit im Verbund mit Disbopox 447 E.MI Wasserepoxid
    Übersicht der Brennbarkeitsklassen in Verbindung mit Capaver Akkordvlies 130 K
    BeschichtungBrennbarkeitsklasse
    CapaTrendA2
    Malerit E.L.F.A2
    CapaMaXXA2
    Indeko-plusA2
    CapaSilanA2
    Sylitol Bio-InnenfarbeA2
    Latex Samt 10A2
    Latex Satin 20A2
    Latex Gloss 60A2
    Nespri®SilanB1
    SeidenLatexB1
    Premium CleanB1
    Disbopox 447 E.MI WasserepoxidB1

    Alle Prüfzeugnisse und Gutachten können unter www.caparol.de im Downloadbereich des jeweiligen Produktes heruntergeladen werden.

    Entsorgung

    Capaver Glasgewebe und Vliese können als Baustellenabfall entsorgt werden.

    Technische Beratung

    Alle in der Praxis vorkommenden Untergründe und deren technische Bearbeitung können in dieser Druckschrift nicht abgehandelt werden. Sollen Untergründe bearbeitet werden, die in dieser Technischen Information nicht aufgeführt sind, ist es erforderlich, mit uns oder unseren Außendienstmitarbeitern Rücksprache zu halten. Wir sind gerne bereit, Sie detailliert und objektbezogen zu beraten.

    Technischer Beratungsservice

    Tel.: +49 6154 71-71710
    Fax: +49 6154 71-71711
    E-Mail: kundenservicecenter@caparol.de

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