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Amphibolin

Die Universalfarben auf Reinacrylbasis für den vielfältigen Einsatz rund ums Haus
  • LV Texte

    Verwendungszweck

    Vielseitig verwendbare emissionsminimierte und lösemittelfreie Fassaden- und Innen­farbe mit außergewöhnlich guter Haftfähig­keit auf fast jedem Untergrund. Die besondere Zusammensetzung vermindert den Schreibeffekt/Weißbruch bei farbigen Beschichtungen.

    Im Außenbereich für wetterbeständige Be­schichtungen auf glatten und feinstruktu­rier­ten Untergründen mit hoher Schutz­wirkung gegen aggressive Luftschadstoffe.

    Nicht für WDVS geeignet.

    Im Innenbereich für hoch strapazierfähige, scheuerbeständige, strukturerhaltende Beschichtungen, insbesondere auch für Beschich­tungen mit hohem Beanspruchungsgrad auf Capaver Glasgewebe-Wandbelägen sowie, wegen der hohen Lichtreflexion, in schwach beleuchteten Fluren, Treppen­häusern, ­Lagerräumen, Werkshallen und Tiefgaragen geeignet.

    Eigenschaften

    • Starke Haftung auf vielen Untergründen
    • Hoher Reflexionsgrad
    • Desinfektionsmittelbeständig
    • Emissionsminimiert und lösemittelfrei
    • Schlagregendicht, wasserabweisend

    Materialbasis

    100 % Reinacrylat-Kunststoffdispersion nach DIN 55945 mit Nass-Adhäsions-Promotor zur Erreichung optimaler Haftfestigkeit.

    Verpackung/Gebindegrößen

    Amphibolin: 2,5 l; 5 l, 12,5 l. Airfix: 25 l Hobbock
    ColorExpress: 1,25 l; 2,5 l; 5 l, 7,5 l; 12,5 l

    Farbtöne

    Weiß.

    Das Material ist mit geeigneten CaparolColor Vollton- und Abtönfarben oder AmphiColor Vollton- und Abtönfarben abtönbar.
    Weitere Farbtöne sind über ColorExpress tönbar. Werkseitig abgetönt lieferbar bei Bezug von 100 Litern und mehr in einem Farbton und Auftrag.

    • Bei Anwendung auf nicht saugfähigen Untergründen wie Hart-PVC oder verzinkten Flächen max. 10% AmphiColor oder CaparolColor Abtönfarbe zusetzen.

    Vor der Verarbeitung muss das Material auf Farbtongenauigkeit und Beschaffenheit überprüft werden. Beanstandungen zu Abweichungen vom Liefersoll können nach der Verarbeitung nicht mehr anerkannt werden. Auf den "Leitfaden zu Prüfpflichten bei Anlieferung von Tönware im Rahmen der Untersuchungs- und Rügepflicht (§ 377 HGB)" des VDPM wird verwiesen.
    Auf zusammenhängenden Flächen abgetöntes Material mit gleicher Charge verarbeiten oder Material unterschiedlicher Chargen vorher untereinander mischen.
    Bei intensiven und schwach deckenden Farbtönen wird eine Grundbeschichtung im passenden Caparol-Grundiersystemfarbton empfohlen, alternativ eine zum gewünschten Farbton vergleichbar pastellige, auf Weiß basierende Grundbeschichtung bzw. eine pigmentierte Grundierung. Evtl. kann eine zusätzliche Schlussbeschichtung erforderlich werden.

    Farbtonbeständigkeit gemäß BFS-Fachregel Nr. 26 
    Klasse  A
    Pigmentgruppe: 1–3, je nach Farbton

    Glanzgrad

    Reflektometerwert: 
    Klasse G2 (mittlerer Glanz) nach DIN EN 1062-1
    Messwinkel 60°, Anforderung ≤ 60
    Messwinkel 85°, Anforderung > 10

    Lagerung

    Kühl, frostgeschützt und Vermeidung großer Temperaturschwankungen. Vor direkter Sonnenbestrahlung schützen. Angebrochene Gebinde gut verschlossen halten.
    In original verschlossener Verpackung mindestens 1Monate haltbar.

    Nassabrieb

    R-Klasse 1 nach DIN EN 13300
    Ldft ≤ 5 µm bei 200 Scheuerzyklen

    Kontrastverhältnis

    Deckvermögen nach DIN EN 13300
    H10-Klasse: 2 bei 8 m2/l

    Dichte

    ρ ≈ 1,4 g/cm3

    Größtkorn

    Klasse S1 nach DIN EN 1062-1
    S <100 µm nach EN ISO 1524

    Trockenschichtdicke

    Klasse E2 nach DIN EN 1062-1
    E = 50–100 µm nach ISO 3233

    Diffusionsäquivalente Luftschichtdicke sdCO2

    Klasse C1 nach DIN EN 1062-1
    sdCO2 > 50 m nach EN 1062-6

    Wasserdurch­lässig­keits­rate

    Klasse W3 (niedrig) nach DIN EN 1062-1
    W ≤ 0,1 kg/(m2h1/2) nach EN 1062-3

    Wasserdampf­durch­lässig­keit (sd-Wert)

    Klasse V2 (mittel) nach DIN EN 1062-1
    sd ≥ 0,14 - < 1,4 m nach EN ISO 7783-2

    Ergänzungsprodukte

    CapaSol RapidGrund, OptiSilan TiefGrund, CapaGrund Universal, HaftGrund EG

    Hinweis

    Der eingebaute „Nass-Adhäsions-Promotor" verhindert, wie in unserem Labortest auf Glasplatten ­dargestellt, selbst bei extremer Nassbelastung ein Aufquellen des Bindemittels und bewahrt die Beschichtung somit dauerhaft vor Blasen­bildung und Abblätterung.
    Bild 3 (003453.jpg)Bild 4 (003454.jpg)

    Linke Glasplatte: Herkömmliche Dispersions-Fassadenfarbe, rechte Glasplatte: Amphibolin.

    Zu beachten sind die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung / allgemeine Bauartengenehmigung und die Technischen Informationen der Systeme / Produkte.
    Diese Daten beziehen sich auf die Weißware bzw. Standardware. Durch eine Abtönung sind Abweichungen möglich.

    Eignung gemäß Technischer Information Nr. 606 Definition der Einsatzbereiche

    innen 1innen 2innen 3außen 1außen 2
    +++++
    (–) nicht geeignet / (○) bedingt geeignet / (+) geeignet

    Geeignete Untergründe

    • Mineralische Untergründe, z.B. Putze ab CS II nach DIN EN 998-1 (Druckfestigkeit mind. 2,0 N/mm2) bzw. ab PII nach DIN 18550
    • Pastöse Putze und Beschichtungen auf Dispersions-, Siliconharz- und Dispersions-Silikatbasis und auf Silikatbasis
    • Beton, Ziegelsichtmauerwerk, Altbeschichtungen, verzinkte Flächen, Hart-PVC, nicht maßhaltiges Holz
    • Im Innenbereich z.B. auch Gipsputze, Gipsbauplatten und Gipsplatten, Leimfarben, Tapeten
    • Einsetzbar in VHF, im Massivbau und in der Sanierung

    Der Untergrund muss fest, tragfähig, frei von Verschmutzungen, trennenden Substanzen und trocken sein. VOB, Teil C, DIN 18363, Abs. 3 beachten. Um farbtoneinheitliche Beschichtungen zu erzielen, den Untergrund gleichmäßig saugend­ einstellen.
    Die Untergrundprüfung erfolgt in Anlehnung an die Fachregeln Nr. 20 und 20.1 des Bundesausschuss Farbe und Sachwertschutz e.V. (BFS).
    Die Ursache von Rissen in Untergründen aufklären und Risse, abhängig von Rissart und Umfang, geeignet sanieren.
    Auf die Technische Information Nr. 650 von Caparol "Untergründe und deren Vorbehandlung" wird verwiesen.

    Untergrundvorbereitung

    Die nachfolgenden Angaben sind beispielhaft und nicht abschließend. Die Beschichtung erfolgt nach ggf. erforderlicher Untergrundvorbereitung.

    Schutzmaßnahmen:
    Glas, Keramik, Klinker, Naturstein, lackierte, lasierte, eloxierte und zu schützende Flächen sorgfältig abdecken. Spritzer sofort mit Wasser entfernen.

    Außenbereich:

    Reinigung der Untergründe:
    Verschmutzte Bereiche reinigen, nicht tragfähige Schichten mit geeigneter Methode entfernen. Gesetzliche Vorgaben beachten. Bei Behandlung mit Wasser ausreichende Trockenzeiten einhalten.

    Mögliche Verfahren (nicht abschließend):

    • Reinigung trocken: Abkehren, Abbürsten.
    • Druckwasserstrahlen: max. Temperatur 60° C, max. Druck 60 bar. 
    • Reinigung mechanisch: Abbeizen, Abschleifen, Abschaben, lokaler Rückbau etc.

    Die Wartezeit zur Überarbeitung neuer Putze ist u.a. abhängig von Witterungseinflüssen und der Schichtdicke. Bei niedrigen Temperaturen und hohen Luftfeuchten verlängert sie sich. Die Angaben beziehen sich auf 20 °C und 65 % rel. Luftfeuchte und dienen zur Orientierung.

    Neue mineralische Putze:
    • Richtwert: mind. 1 Tag pro mm Gesamtschichtdicke aus Unter- und Oberputz, jedoch mind. 14 Tage. Längere Wartezeiten reduzieren das Risiko von Kalkausblühungen.
    • Durch eine Grundbeschichtung mit CapaGrund Universal vermindert sich das Risiko von Kalkausblühungen bei mineralischen Oberputzen, so dass bereits nach einer Standzeit von mind. 7 Tagen beschichtet werden kann. Alternativ können mineralische Putze mit Sylitol Finish 130 (-W) beschichtet werden.
    • Besonders getönte Farbgebungen erfordern ggf. Maßnahmen (z.B. längere Standzeiten vom Putz-Untergrund, eine Grundierung mit CapaGrund Universal, Witterungsschutz).

    Neue pastöse Putze:
    Überarbeitung nach vollständiger Durchtrocknung, frühestens nach 2-3 Tagen.
    Ggf. Grundbeschichtung mit CapaGrund Universal.

    Alte mineralische Putze, Beton, mineralische Beschichtungen:
    Schwach saugend, glatt: Grundbeschichtung mit CapaGrund Universal.
    Grob porös, saugend, leicht sandend: Grundbeschichtung mit OptiSilan TiefGrund bzw. CapaSol RapidGrund.
    Stark sandend, mehlend: Grundbeschichtung mit OptiSilan Tiefgrund oder Dupa-Putzfestiger.

    Alte, pastöse matte Beschichtungen, Lacke:
    Mäßig saugend: CapaGrund Universal bis max. 3% Wasser verdünnt.
    Stark saugend, kreidend, sandend: Grundbeschichtung mit Dupa-Putzfestiger.
    Ggf. Zwischenbeschichtung mit CapaGrund Universal.

    Glänzende und wasserabperlende (hydrophobe) Oberflächen:
    Ggf. mechanisch anrauen. Grundbeschichtung mit CapaGrund Universal.
    Sollte nach dem mechanischen Anrauen noch immer ein Wasserabperlen vorhanden sein, wird eine Grundbeschichtung mit Dupa-HaftGrund empfohlen.

    Putz / Beton mit Sinterschicht, Putzausbesserungen:
    Mit Histolith® Fluat einstreichen und nachwaschen.
    Nachputzstellen müssen gut abgebunden und ausgetrocknet sein.

    Beton mit Anforderungen nach DIN EN 1504-2:
    Auf das Disbon-Produktprogramm wird verwiesen.

    Rissige Putz- oder Betonflächen:
    Die Ursache von Rissen in Untergründen aufklären und Risse, abhängig von Rissart und Umfang, geeignet sanieren. Je nach Rissklasse mit FibroSil, PermaSilan oder dem Cap-elast System beschichten.

    Pilz- oder algenbefallene Flächen:
    Flächen mit Pilz- bzw. Algenbefall durch Nassstrahlen unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften reinigen. Nach Abtrocknung mit Capatox nach Herstellerangaben vorbehandeln. Bei saugfähigem Untergrund mit FungiGrund grundieren. Beschichtung mit Amphibolin-W.

    Salzausblühungen, Feuchtigkeit:
    Durch Mineralsalze werden Beschichtungen frühzeitig zerstört. Ausblühungen trocken abbürsten. Beim Beschichten von Flächen mit Salzausblühungen und (aufsteigender) Feuchtigkeit kann für die dauerhafte Haftung der Beschichtung bzw. die Unterbindung der Salzausblühung keine Gewähr übernommen werden. 
    Auf das Histolith® Produktprogramm wird verwiesen.

    Porenbeton mit tragfähiger Altbeschichtung: 
    Eine Grundbeschichtung mit CapaGrund Universal wird empfohlen. Bei nicht intakten Porenbetonbeschichtungen das Caparol Bautenschutzprogramm beachten.

    Ziegel-Sichtmauerwerk: 
    Nur frostbeständige Vormauersteine oder Klinker ohne Fremdeinschlüsse sind für Beschichtungen geeignet. Das Mauerwerk muss rissfrei ver­fugt, trocken und salzfrei sein.
    Grund­beschichtung mit Dupa-Putzfestiger. Bei Braun­ver­fär­bun­gen in der Zwischenbeschichtung mit der wasserfreien Fassa­den­­­­­­farbe Duparol weiterarbeiten.

    Kalksandstein-Mauerwerk:
    Das Mauerwerk muss rissfrei ver­fugt, trocken und salzfrei sein. Kreidende/mehlende Oberflächen reini­gen.  BFS-Fachregel Nr. 2 beachten. Grundbeschichtung mit CapaSol RapidGrund oder Sylitol RapidGrund 111. Bei stärkerem Saugverhalten eine Grundbeschichtung mit OptiSilan TiefGrund.

    Faserzementplatten:
    Ggf. Reinigung, minderfeste Schichten entfernen unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften. Bei Beschichtungen auf Faserzementplatten BFS-Fachregel Nr. 14 beachten. Unbeschichtete, nicht tragfähige asbesthaltige Platten dürfen entsprechend der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) nicht mehr anstrichtechnisch behandelt werden. Bei asbestfaserhaltigen Platten mit vorhandener tragfähiger Altbeschichtung zusätzlich die TRGS 519 beachten.

    Zementgebundene Holzspanplatten:
    Grundierung mit Disbon 481 EP-Uniprimer zur Vermeidung von Kalkausblühungen.

    Tragfähige, alte plasto-elastische Dispersionsfarben-Beschichtungen, z.B. alte Cap-elast Flächen:
    Bei Beschichtung dieser Untergründe sollte Amphibolin/Amphibolin-W ausschließlich in Weiß oder in hellen bis mittleren Farbtönen mit Hellbezugswerten > 60 ausgeführt werden. 

    Holz, nicht maßhaltig, ungestrichen:
    Bei neuem Holz Harzaustritte und Harzgallen entfernen. Fettreiche tropische Hölzer mit Nitroverdünnung abwaschen. Bei alten Hölzern angewitterte Schichten bis zum gesunden Holz entfernen. Die Holzfeuchte darf bei Laubhölzern max. 12 %, bei Nadelhölzern max. 15 % betragen.
    Grundbeschichtung mit Capacryl Holz SchutzGrund.
    Bei Hölzern, die zur Verfärbung neigen, ist eine Zwischenbeschichtung mit Capacryl Holz-IsoGrund erforderlich.

    Verzinkte Flächen:
    Reinigung der Zinkoberfläche entsprechend BFS-Fachregel Nr. 5.
    Bei farbigen Beschichtungen auf verzinkten Flächen kann es bei hoher Feuchteeinwirkung zu weißen Ausblühungen kommen. Diese trocken abwischen und mit einer zusätzlichen Beschichtung mit Amphibolin versehen.

    Hart-PVC:
    Reinigen und anschleifen. BFS-Fachregel Nr. 22 beachten.

    Coil-Coating-Beschichtungen:
    Mit ammoniakalischer Netzmittelwäsche reinigen. Grundbeschichtung mit Amphibolin bzw. Amphibolin-W, unverdünnt. Siliconhaltige Coil-Coating-Beschichtungen sind nicht überstreichbar. Da diese vor Ort nicht feststellbar sind, Probebeschichtung mit nachfolgender Haftprüfung vornehmen. 
    BFS-Fachregeln Nr. 5 und 20 beachten. 

    Innenbereich:

    Putze nach DIN EN 998-1 Klasse CS II - CS IV / Druckfestigkeit mind. 2 N/mm2: Feste, normal saugende und ebene Putze können ohne Grundbeschichtung beschichtet werden. Auf leicht sandenden, saugenden Putzen eine Grundbeschichtung mit einem Tiefgrund, wie dem OptiSilan TiefGrund durchführen.  

    Gipsputze nach DIN EN 13279-1 / Druckfestigkeit mind. 2 N/mm2: Gipsputze mit Sinterhaut schleifen und entstauben, ein Grundanstrich mit einem Tiefgrund, wie dem OptiSilan TiefGrund durchführen. 

    Gipsbauplatten: Auf saugenden Platten eine Grundbeschichtung mit einem Tiefgrund, wie dem OptiSilan TiefGrund durchführen. 

    Gipskartonplatten: Spachtelgrate abschleifen und Fläche entstauben. Geschliffene Gipsspachtelstellen sowie die Gipskartonplatten mit einem Tiefgrund, wie dem OptiSilan TiefGrund grundieren. Bei stärkerem Saugverhalten immer eine Grundbeschichtung mit einem Tiefgrund, wie dem OptiSilan TiefGrund durchführen. Bei Platten mit wasserlöslichen, verfärbenden Inhaltsstoffen eine Grundbeschichtung mit Caparol AquaSperrgrund fein (Technische Information Nr. 384 beachten). BFS-Fachregel Nr. 12 beachten. 

    Hinweis Q2/Q3 Spachtelung / dünne Gipsschichten < 0,5mm: Bei Verwendung gipshaltiger, hydraulisch abbindender Spachtelmassen in der Qualitätsstufe Q2/Q3 wird eine transparente, wässrige Grundierung empfohlen. Hierzu verweisen wir auf das Maler&Lackierer Merkblatt Nr. 2 -9/2020 "Haftfestigkeitsstörungen von Beschichtungen auf verspachtelten Gips(karton)platten" des Bundesverbandes Farbe, Gestaltung, Bautenschutz und des Bundesausschusses Farbe und Sachwertschutz. Alternativ zur gipshaltigen Q3 Spachtelung haben sich Spachtelungen mit pastösen Spachtelmassen bewährt. 

    Kalksandstein-Sichtmauerwerk: Vorhandene Salzausblühungen trocken abbürsten. Benetzungsprobe durchführen ggf. eine Grundbeschichtung mit einem Tiefgrund, wie dem CapaSol RapidGrund durchführen  

    Beton: Evtl. vorhandene Trennmittelrückstände sowie mehlende, sandende Substanzen entfernen. Grundbeschichtung mit einem Tiefgrund, wie dem OptiSilan TiefGrund durchführen. 

    Tragfähige Beschichtungen: Matte, schwach saugende Beschichtungen direkt überarbeiten. Glänzende Oberflächen gründlich anrauen.  

    Nicht tragfähige Beschichtungen: Nicht tragfähige Dispersionsfarben oder Kunstharzputz-Beschichtungen entfernen. Auf sandenden bzw. saugenden Flächen eine Grundbeschichtung mit einem Tiefgrund, wie dem OptiSilan TiefGrund durchführen. Nicht tragfähige Mineralfarben-Beschichtungen mechanisch entfernen und die Flächen entstauben, darauf folgt eine Grundbeschichtung mit einem Tiefgrund, wie OptiSilan TiefGrund. 

    Leimfarbenanstriche: Grundrein abwaschen. Alternativ mechanisch entfernen, nachwaschen und eine Grundbeschichtung mit einem Tiefgrund, wie dem OptiSilan TiefGrund durchführen. 

    Raufasertapeten, Glasgewebe, Glas- oder Zellstoffpolyestervliese: Ohne Vorbehandlung beschichten.  

    Entfernte Tapeten: Kleister und Makulaturreste restlos entfernen und ggf. abwaschen. Ein Grundanstrich mit einem Tiefgrund, wie OptiSilan TiefGrund durchführen 

    Flächen mit Nikotin-, Wasser-, Ruß- oder Fettflecken: Nikotinverschmutzungen sowie Ruß- oder Fettflecken mit Wasser unter Zusatz eines fettlösenden Haushaltsreinigungsmittel abwaschen und gut trocknen lassen. Abgetrocknete Wasserflecken trocken durch Abbürsten reinigen. Eine absperrende Grundbeschichtung mit Caparol AquaSperrgrund fein (Technische Information Nr. 384 beachten) durchführen. 

    Schimmelbefallene Flächen: Schimmelbelag durch Nassreinigung entfernen. Flächen mit Capatox durchwaschen und gut trocknen lassen. Hierbei sind die gesetzlichen und behördlichen Vorschriften (z.B. die Biostoff- und die Gefahrstoffverordnung) zu beachten. Ein erhöhter Schutz vor erneutem Befall kann mit einer Innenfarbe mit Langzeit Filmschutz, wie der Indeko-W (Technische Information Nr. 800 beachten) erreicht werden. 

    Holz- und Holzwerkstoffe: Ein Grundanstrich mit Capacryl Holz-Isogrund (Technische Information Nr. 961 beachten). Auf mit Melaminharz werkseitig beschichteten Platten ein Grundanstrich mit Capacryl-Haftprimer (Technische Information Nr. 980 beachten). Die Fugenbereiche/Plattenstöße sind nicht rissfrei zu überarbeiten. Hier wird bei höheren optischen Anforderungen eine Entkopplungsschicht mit dünnen Gipsplatten mit entsprechender Verspachtelung empfohlen. 

    Alte Kalkspachteltechniken: Sinterschicht an der Oberfläche durch Schleifen entfernen. Bei negativer Benetzungsprobe mit Wasser auf geschliffener Fläche muss die gesamte Kalkspachtelschicht entfernt und der Untergrund entsprechend neu aufgebaut werden. Bei positiver Benetzungsprobe mit Wasser auf geschliffener Fläche, eine Grundbeschichtung mit eine Tiefgrund, wie dem OptiSilan TiefGrund durchführen. 

    Fehlstellen: Tiefe Löcher entsprechend verfüllen. 

    Auftragsverfahren

    Zur Vermeidung von Ansätzen nass-in-nass in einem Zug beschichten.

    Auftrag mit Pinsel / Rolle:
    Material gut aufrühren.

    Das Spritzen ist nur unter Beachtung der Umwelt- und Arbeitsschutzvorschriften erlaubt.

    Airless-Spritzverfahren:
    Material gut aufrühren und durchsieben.
    Eine nebelfreie Verarbeitung ist nicht gewährleistet.
    Ein leichtes Nachrollen der noch nassen Beschichtung mit einer Walze wird empfohlen.
    • Spritzwinkel: 50°
    • Düse: 0,017"– 0,021"
    • Spritzdruck: 150 – 180 bar
    • Pistolensteckfilter in MW: ca. 0,031 mm

    Auftrag mit Nespri-Geräten
    Die Verwendung von Amphibolin in Nespri-Geräten ist möglich, aber nicht nebelfrei!
    Material gut aufrühren und durchsieben.
    Die nasse Beschichtung mit einer Walze leicht nachrollen.
    • Doppeldüse 0,016" - 0,019"
    Materialtemperatur wird automatisch geregelt. Der Spritzdruck (geöffnete Spritzpistole) beim Grundgerät NespriPRO liegt im grün gekennzeichneten Bereich des Manometers. Bei der NespriKIT-Schlauchtrommel ist dieses in Eigenverantwortung am jeweiligen Airlessgerät einzustellen.

    Beschichtungsaufbau

    Grundbeschichtung: Ggf. Grundierung(en) im Rahmen der Untergrundvorbereitung.

    Auftrag mit Pinsel / Rolle
    Zwischenbeschichtung: mit max. 5 % Wasser verdünnt.
    Schlussbeschichtung: unverdünnt bzw. mit max. 5 % Wasser verdünnt.

    Airless-Spritzverfahren
    Zwischen- und Schlussbeschichtung: mit max. 5% Wasser verdünnt.

    Auftrag mit Nespri-Geräten
    Zwischen- und Schlussbeschichtung: mit max. 5% Wasser verdünnt.

    Verbrauch

    • Ca. 120 ml/m2 pro Arbeits­gang auf glattem Untergrund.
      Auf rauhen Flächen entspre­chend mehr. Exakten Verbrauch durch Probe­beschich­tung ermitteln.

    Verarbeitungsbedingungen

    Während der Verarbeitung- und in der Trocknungsphase dürfen die Umgebungs- und Untergrundtemperaturen nicht unter +5 °C und über +30 °C liegen. Nicht unter direkter Sonneneinwirkung, bei starkem Wind, Nebel oder hoher Luftfeuchtigkeit verarbeiten.
    Auf das Merkblatt "Verputzen, Wärmedämmen, Spachteln, Beschichten bei hohen und niedrigen Temperaturen" vom Bundesverband Ausbau und Fassade wird verwiesen.
    Bei ungünstigen Witterungsbedingungen sind geeignete Maßnahmen zum Schutz der bearbeiteten Fassadenflächen zu treffen.

    Trocknung/Trockenzeit

    Grund- bzw. Zwischenbeschichtungen müssen vor der weiteren Überarbeitung trocken, Putz muss ausreichend abgebunden sein.

    Die Wartezeit zur Überarbeitung ist u.a. abhängig von Witterungseinflüssen und der Schichtdicke. Bei niedrigen Temperaturen und hohen Luftfeuchten verlängert sie sich.
    Die Angaben beziehen sich auf 20 °C und 65 % rel. Luftfeuchtigkeit und dienen als Orientierung.

    • oberflächentrocken nach ca. 3 Stunden
    • überstreichbar nach ca. 12 Stunden
    • durchgetrocknet und belastbar nach ca. 3 Tagen

    Werkzeugreinigung

    Sofort nach Gebrauch mit Wasser unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben.

    Hinweis

    Bei Fassadenflächen, die unter speziellen Objektbedingungen oder durch natürliche Witterungseinflüsse stärker als üblich feuchtebelastet werden, besteht ein erhöhtes Risiko der Pilz- und Algenbildung. Das Depot an Wirkstoffen in Fassadenfarben, die mit speziellen Wirkstoffen gegen mikrobiologischen Befall ausgestattet sind, bietet einen langanhaltenden, zeitlich begrenzten Schutz. Ein dauerhaftes Verhindern von Pilz- und Algenbewuchs kann nicht zugesichert werden.

    Hellbezugswerte (HBW): Dunkle Farbgebungen mit niedrigen HBW können besondere Maßnahmen erfordern. Anwendungsgrenzen im jeweiligen System, z.B. in WDVS oder von  Steinherstellern, beachten.
    Bei HBW zwischen 10 und 20 muss der Putz in WDVS mit EPS oder Mineralwolle nach Durchtrocknung je nach Anforderung mit einer solar-reflektierenden Fassadenfarbe mit TSR-Wert ≥ 25  in mindestens zwei Lagen beschichtet werden (Caparol CoolProtect).
    Auf monolithischen hochwärmegedämmten Wandbildnern sind bei HBW < 30 besondere Maßnahmen zu ergreifen, z.B. ein zusätzlicher mineralischer Armierungsputz mit vollflächiger Gewebeeinlage auf dem Leichtunterputz, bei HBW < 20 zusätzlich eine solar-reflektierende Fassadenfarbe mit TSR ≥ 25.
    Bei der Überarbeitung von Porenbeton-Wandelementen (Wandplatten) mit intakter Porenbetonbeschichtung ist ein TSR-Wert von ≥ 30 % einzuhalten.

    Bei dunklen Farbtönen kann eine mechanische Beanspruchung der Oberfläche zu hellen Streifen (Schreibeffekt) führen. Dieses ist eine produktspezifische Eigenschaft aller matten bis seidenmatten Fassadenfarben und hat keinen Einfluss auf die Produktqualität und -funktionalität.

    Bei dichten, kühlen Untergründen oder bei witterungsbedingter Trocknungsverzögerung können durch Feuchtebelastung (Regen, Tau, Nebel) Hilfsstoffe an der Oberfläche der Beschichtung gelblich/transparente, leicht glänzende und klebrige Ablaufspuren ent­stehen (Emulgatorenläufer). Diese Hilfsstoffe sind wasser­löslich und werden mit ausreichend Wasser, z.B. nach mehrmaligen stärkeren Regen­fällen, selb­ständig entfernt. Die Qualität der getrockneten Beschichtung wird dadurch nicht nachteilig beeinflusst. Sollte trotzdem eine direkte Überarbeitung erfolgen, so sind die Läufer/Hilfsstoffe vorzunässen und nach kurzer Einwirkzeit restlos abzuwaschen. Eine zusätzliche Grundierung mit CapaGrund Universal wird empfohlen.

    Ausbesserungen in der Fläche können sich, selbst bei Verwendung des originalen Beschichtungsmaterials, mehr oder weniger stark abzeichnen. Abzeichnungen sind gemäß BFS-Fachregel Nr. 25 unvermeidbar. Ob eine Ausbesserung als optisch störend empfunden wird, hängt von vielen Faktoren ab wie Farbton, Glanzgrad, Schichtdicke, Untergrund, Beleuchtung usw.

    Horizontale Flächen konstruktiv schützen (z.B. durch Verblechung).

    Die Verwendung von Flächendesinfektionsmitteln auf Phenolbasis kann zur Vergilbung der Oberfläche führen. 

    Gutachten

    • Amphibolin Kohlendioxiddurchlässigkeit
    • Amphibolin Helligkeit
    • Amphibolin Desinfektionsmittelbeständigkeit

    Gefahrenhinweise/Sicherheitsratschläge (Stand bei Drucklegung)

    Achtung
    Kann allergische Hautreaktionen verursachen. Einatmen von Nebel oder Dampf vermeiden. Kontaminierte Arbeitskleidung nicht außerhalb des Arbeitsplatzes tragen. Schutzhandschuhe tragen. Bei Hautreizung oder -ausschlag: Ärztlichen Rat einholen/ ärztliche Hilfe hinzuziehen. Kontaminierte Kleidung ausziehen und vor erneutem Tragen waschen. Inhalt/ Behälter einer anerkannten Abfallentsorgungsanlage zuführen. Enthält: 1,2-Benzisothiazol-3(2H)-on, 2-Methyl-2H-isothiazol-3-on, Reaktionsmasse aus 5-Chlor-2-methyl-2H-isothiazol-3-on und 2-Methyl-2H-isothiazol-3-on (3:1). Für gewerbliche/industrielle Anwendungen. Behandelte Ware, enthält ein Biozidprodukt. Topfkonservierer: CIT/MIT (3:1), BIT, MIT. Hotline für Allergieanfragen: 0800/1895000 (kostenfrei aus dem deutschen Festnetz).
    Entsorgung:
    Inhalt und Behälter in Übereinstimmung mit den lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Vorschriften der Entsorgung zuführen. Waschwasser darf nicht in die Kanalisation/ Umwelt gelangen.
    GISCODE: BSW20.
    EU-Grenzwert für den VOC-Gehalt dieses Produktes (Kat. A/a): 30 g/l (2010). Dieses Produkt enthält max. 1 g/l VOC.
    Deklaration der Inhaltsstoffe nach VdL-Richtlinie 01: Polyacrylatharz, Polysiloxane, Silikate, mineralische Pigmente / Füllstoffe, Wasser, Additive, Konservierungsmittel.

    Nähere Angaben

    Siehe Sicherheitsdatenblatt

    Technische Beratung

    Alle in der Praxis vorkommenden Untergründe und deren technische Bearbeitung können in dieser Druckschrift nicht abgehandelt werden. Sollen Untergründe bearbeitet werden, die in dieser Technischen Information nicht aufgeführt sind, ist es erforderlich, mit uns oder unseren Außendienstmitarbeitern Rücksprache zu halten. Wir sind gerne bereit, Sie detailliert und objektbezogen zu beraten.

    Technischer Beratungsservice

    Tel.: +49 6154 71-71710
    Fax: +49 6154 71-71711
    E-Mail: kundenservicecenter@caparol.de

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